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IMPFUNGEN

Schluss mit dem Impfneid!

von ZASTER Redaktion

Neid auf Vorteile für bereits geimpfte Bürger? Nicht mit Isabella Müller-Reinhardt! Unsere ZASTER-Kolumnistin erklärt, warum sie von Neid nicht viel hält und wir mehr "gönnen" sollten.

Wenn die geimpfte Omma von gegenüber mit ihrer ebenfalls geimpften Omma-Freundin im Café einen fetten Eisbecher mit Sahne isst, freue ich mich. Besonders für den Café-Inhaber. Genauso sieht es aus, wenn die Stammtische in diversen Wirtshäusern wieder besetzt sind und sich die älteren Herren dort ihr frisch gezapftes Bier schmecken lassen. Die Gastronomen haben seit einem Jahr kaum Umsatz gemacht und wenn all die netten Kneipen, Cafés, Bars und Restaurants nun endlich mal wieder Geld einnehmen und überleben, ist das doch auch für die noch Ungeimpften gut.

Aber darum geht es den Impfneidern wohl kaum. Es ist doch immer so: gibt es ein Gut, was nicht für alle reicht, entsteht Neid. Und dieses Gefühl von Missgunst ist in Deutschland besonders ausgeprägt. Verschiedene Umfragen in den letzten Jahren haben gezeigt: knapp 60 Prozent der Bevölkerung sind der Meinung in einer Neidgesellschaft zu leben.

Die gute Nachricht: mit zunehmendem Alter lässt Neid nach. Am neidischsten sind in Deutschland übrigens die unter 40-Jährigen. Vielleicht ein weiterer Grund, warum dieser Impfneid so allgegenwärtig ist. Und ein weiterer Beweis, dass es eben nicht um die Gesundheit geht. Die steht nämlich laut Umfragen ganz am Ende der „Neid-Liste“ in Deutschland.

Ganz oben auf besagter Liste steht natürlich das liebe Geld. Reichtum, sich kaufen können was man will, keine Geldsorgen... das treibt die Neider in den Wahnsinn!

Der zweithäufigste Grund für Neid in Deutschland sind die vielen und schicken Urlaube, die Freunde und Nachbarn sich leisten können. Erfolg im Beruf, tolle Häuser und teure Autos belegen Platz 3.

Am Ende geht es bei Neid doch immer um Geld und materielle Güter. Der Impfstoff dagegen ist nicht käuflich, wird gerecht, nach Priorisierung verteilt und ist hoffentlich bald für jeden verfügbar. Bis dahin, gönne ich und das sollten wir alle grundsätzlich viel öfters tun. Denn Neid macht unglücklich und hässlich!

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ZASTER Redaktion
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