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Power to the E-Autos

Das sind die deutschen Städte mit den meisten Ladesäulen für Elektro-Autos

von Moritz Weinstock

Selten vollzieht sich ein Wandel so schnell wie aktuell in der Automobil-Branche. Doch damit der Umstieg auf Elektromobilität klappt, muss kräftig investiert werden – in neue Technologie und den Ausbau der Lade-Infrastruktur.

24.000 Ladepunkte gibt es derzeit in Deutschland. 8.000 sind allein im vergangenen Jahr neu dazugekommen. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 50 Prozent. Rekord! Doch wo bist du mit deinem E-Auto oder Motorrad am besten aufgehoben und wo wartest du besser noch mit dem Umstieg? ZASTER verrät dir, wie es um die Ladesäulen-Infrastruktur im Land bestellt ist.

Lange Wartezeiten gibt es in Deutschland selten

Warteschlangen, wie an Tesla-Ladestationen zu Thanksgiving in den USA, bilden sich hierzulande nur selten. Grund hierfür ist der schnell voranschreitende Ausbau der Infrastruktur für diesen Bereich. Als treibende Kraft sieht Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), die Energiewirtschaft:

Über 75 Prozent der öffentlichen Ladepunkte werden von Energie-Unternehmen errichtet und betrieben. Dieses Engagement setzen sie 2020 fort: Allein im Bereich der Schnelllader werden die BDEW-Mitgliedsunternehmen bis Jahresende 4.000 zusätzliche Ladepunkte errichten.
Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung

9 Elektroautos kommen auf 1 Ladesäule

Derzeit kommen auf die rund 220.000 Elektro- und Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge in Deutschland gut 24.000 Ladestationen. Heißt im Umkehrschluss: Etwa neun dieser Autos teilen sich einen Ladepunkt. Aktuell dauert eine Ladung an einer öffentliche Säule etwa 2-4 Stunden. Schneller geht es mit Schnell-Ladesäulen, die bisher allerdings nur einen Anteil von 15 Prozent am Gesamtaufkommen ausmachen. Mit ihnen ist die Batterie bereits nach einer halben bis einer Stunde wieder voll aufgeladen.

Und so sieht es aus, wenn Politik und Wirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen ...

© Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

Am besten aufgehoben bist du mit deinem Elektroauto oder Hybrid demnach in den Großstädten. Hier ist der Bedarf besonders groß, wobei die vorhandenen Ladestationen oftmals hart umkämpft sind. Denn während sich in ländlichen Regionen viele Eigenversorger (z.B. in der eigenen Garage) finden, ist an Selbstversorgung via Steckdose in den Städten kaum zu denken. Schließlich kannst du nicht einfach ein Kabel aus dem Fenster zu deinem Auto verlegen.

In Ostdeutschland fehlen Ladesäulen für Elektro-Autos

Blickt man auf die einzelnen Bundesländer, so ist klar zu erkennen, dass vor allem die wirtschaftsstarken Länder wie Bayern und Baden-Württemberg den Ausbau der Ladestationen besonders stark verfolgen. "Allein in Bayern ist es gelungen, die Anzahl der Ladepunkte innerhalb eines Jahres von 3.618 auf 5.656 zu erhöhen – das entspricht einem Zuwachs von 56 Prozent. Baden-Württemberg verzeichnet sogar einen Zuwachs von über 60 Prozent mit 4.094 gegenüber 2.525 Ladepunkten im Vorjahr", heißt es in der aktuellsten Veröffentlichung der BDEW.

Weit abgeschlagen sind hingegen die ostdeutschen Bundesländer, die mit 208 (Mecklenburg-Vorpommern), 337 (Sachsen-Anhalt), 355 (Brandenburg) und 602 (Thüringen) Ladestationen noch im dreistelligen Bereich liegen.

Übrigens, wenn du herausfinden willst, wo bei dir in der Nähe die nächste Ladestation ist, dann kannst du das bequem hier tun.

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Moritz Weinstock
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.

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