Astronomisch hoher Wiederbeschaffungswert

Eins sei gleich vorneweg gesagt: Die Erde ist der wertvollste aller Planeten. Surpirse! Und der US-amerikanische Astronom Greg Laughlin hat es sogar noch konkretisiert: Unsere Erde ist nach seinen Berechnung stolze fünf Billiarden US-Dollar (spaßeshalber schreiben wir es mal aus: 5.000.000.000.000.000) wert. So viel kostet also ein Planet, auf dem Menschen überleben können. Es gilt: Je habitabler, desto wertvoller.

Der Mars ist demnach übrigens ein echtes Schnäppchen: Die Kosten für unseren roten Nachbarplaneten dürften sich irgendwo zwischen 14.000 bis 16.000 US-Dollar einpendeln. Bisher entdeckte terrestrische Planeten sind übrigens nicht sonderlich wertvoll. Zum Beispiel kommt Gliese 581c gerade mal auf einen Wert von etwa 158 US-Dollar.

In Greg Laughlins Berechnungen mit einer komplizierten Formel für erdähnliche Planeten fließen unter anderem die Masse des Planeten, seine Entfernung zur Sonne und die Temperatur auf der Oberfläche ein. Tatsächlich hat er das aber nicht einfach aus Langeweile ausgerechnet, denn dahinter steckt das rein praktische Problem, dass Astronomen aus der Vielzahl der entdeckten erdähnlichen Planeten diejenigen aussuchen müssen, bei denen sich weitere Erkundungen lohnen.

Und was ist mit unserem Mond?

Jetzt bitte nicht enttäuscht sein: Der Mond ist quasi nichts wert. Der Wissenschaftler Chuck Magee hat für den den treuen Erdbegleiter einen Wert von 7x10 hoch -25 US-Dollar ermittelt. Zum Vergleich: 10 hoch -2 sind 0,01 US-Dollar. Damit sind wir mit unserem Mond aber noch ganz gut bedient. Denn der Jupitermond Europa bringt es nur auf einen Wert von 7×10 hoch -47 US-Dollar. Und Titan, der Saturnmond, kommt nur auf 9.5×10 hoch -44 US-Dollar. Also quasi nichts. Da können wir uns mit unserer Erde und ihrem Mond doch mehr als glücklich schätzen.