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PASSIVES EINKOMMEN

Welche Dividenden-ETFs sich wirklich lohnen

von Zaster Redaktion

Monatliche Gewinnausschüttungen über ETFs sind ein lukrativer Nebenverdienst mit sicherem Hafen. Der Vorteil: Man umgeht das Risiko, das Daytrading mit sich bringt und muss dennoch nicht auf kurzfristige Gewinne verzichten. ZASTER hat für euch diverse Kriterien herausgearbeitet, die es beim Thema „Dividenden-ETFs“ zu beachten gilt.

Feststeht: Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es knapp 70 ETFs, die dividendenstarke Unternehmen enthalten. Doch nicht alle sorgen auch für ein regelmäßiges Einkommen, denn einige schütten lediglich einmal pro Jahr ihre Gewinne aus. Und andere sind schlichtweg noch nicht lang genug am Markt.

Wichtige Kriterien bei der Auswahl des richtigen ETFs, sind unter anderem: Die Dividenden werden im Idealfall quartalsweise ausgeschüttet und nicht thesauriert. Zudem sollte der Fonds älter als drei, respektive fünf Jahre sein und ein Mindestvolumen von 100 Millionen Euro haben. Ebenso sollte man auf ETF-Frischlinge, sowie Nischen-ETFs verzichten und sich stattdessen auf regional breit gestreute ETFs konzentrieren.

Im Folgenden konkrete Richtwerte anzuraten, wenn es um die Ausschüttungsquoten geht, wäre auf Grund der volatilen Quoten nicht machbar. Die Dividendenrendite hängt von den Gewinnen der Firmen, sowie den aktuellen Kursständen ab und diese sind nun mal von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Sorry.

Doch grundsätzlich lässt sich feststellen, dass europäische Firmen eine tendenziell hohe Ausschüttungsquote haben. Abhängig von dem jeweiligen ETF gibt es hier rund 1 Prozent mehr als auf dem amerikanischen Markt. Die höchsten Dividenden werden in der Regel allerdings in sogenannten Schwellenländern ausgeschüttet. Dies begründetet sich in der hohen Risikoquote der Emerging Markets. Hier ansässige Unternehmen müssen ihren Aktionären mehr bieten als alteingesessene Konzerne in Europa, um an Kapital zu gelangen. Auf Grund der Tatsache, dass nicht alle Gewinne in Innovationen reinvestiert werden können, werden die Überschüsse ausgeschüttet.

Im Immobilienbereich gestaltet sich die Situation wiederum anders, hier sind REITs, sprich Real-Estate-Investment-Trusts, die ihren Gewinn vornehmlich durch die Vermietung eigener Immobilien und Grundstücke erzielen, auf Grund einer steuervergünstigenden Sondervereinbarung gezwungen große Teile ihres Gewinns auszuschütten. Immobilien-ETFs haben also meist eine hohe Ausschüttungsquote, die sie risikoärmer werden lässt im Vergleich zu Dividenden-ETFs.

Doch was ist die beste ETF Kombination?

Möchte man durch die Kombination diverser ETFs für ein stabiles Einkommen sorgen, so gilt es verschiedene Faktoren zu beachten. So solltest du beispielsweise die Ausschüttungstermine kennen, sowie die ungefähre Höhe der Dividenden. Zudem gilt es Firmen-Dopplungen möglichst zu vermeiden. Entscheidet man sich beispielsweise für drei Dividenden-ETFs aus den USA, so hat man mit großer Sicherheit einige Unternehmen doppelt, oder gar dreifach im Depot. Damit verschenkt man erhebliches Diversifikationspotential.

Des Weiteren sollte man nach Möglichkeit einige Dividenden-Aristokraten im persönlichen Portfolio haben, so bezeichnet man Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 25 Jahren konstant erhöht haben, davon gibt es weltweit circa 100 Unternehmen. Noch besser sind allerdings die „Dividenden-Könige“, also solche Unternehmen, die ihre Dividenden seit über 50 Jahren kontinuierlich gesteigert haben, davon gibt es jedoch nur knapp 20 Stück (!) auf der Welt.

Geht es um lukrative Investments, so lohnt es sich in der Regel vor der eigenen Haustüre Ausschau zu halten, denn Deutschland, sowie auch Europa sind die Heimat zahlreicher besonders dividendenstarker Unternehmen.

Wenn man plant, sich mit Dividenden-ETFs ein monatliches Einkommen zu verschaffen, so sollte man beachten, dass Dividenden-ETFs beim Kursgewinn benachteiligt sein können und auf lange Sicht die ausschüttende ETFs gegenüber den thesaurierenden ETFs steuerlich benachteiligt werden. Zudem gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass der Kursgewinn, sprich das was abseits der Dividende für den Vermögenszuwachs sorgt, bei einigen Dividenden-ETFs in den vergangenen Jahrzehnten schlechter lief als der Gesamtmarkt.  

Feststeht jedoch auch: Wer auf Grund regelmäßiger Dividenden stetig sieht, wie sich das eigene Geld mehrt, der wird nachweislich disziplinierter, wenn es um das Thema Sparen geht. Und hat zeitgleich mehr flüssiges Kapital, was reinvestiert werden kann.

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Zaster Redaktion
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