Wachstumsprognose halbiert
Es war eigentlich nicht anders zu erwarten. Die Frühjahrsprognose der Bundesregierung fällt mau aus. Wirtschaftsministerin Katharina Reiche hat verkündet, man rechne nur noch mit einem halben Prozent Wachstum. Im Januar 2026 hatte die Bundesregierung noch ein Plus von 1,0 Prozent erwartet. Zum Vergleich: 2025 hatte es ein Wachstum von 0,2 Prozent gegeben, zuvor war die Wirtschaftsleistung zwei Jahre in Folge geschrumpft. Auch die Inflation soll in diesem Jahr auf 2,7 Prozent steigen. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2,0 Prozent an. 2027 erwarte man ein Wachstum um 0,9 Prozent. (Manager Magazin)
Lufthansa kürzt Flugplan
Die Lufthansa streicht mit dem Aus für die Tochtergesellschaft Cityline bis Oktober 2026 insgesamt 20.000 Flüge. Seit Montag (20.04.2026) und bis Ende Mai 2026 fallen täglich 120 Verbindungen weg, wie der Konzern am Dienstagabend (21.04.2026) mitteilte. Ende April will die Lufthansa bekanntgeben, wie die Flugplanoptimierung ab Juni 2026 aussehen wird. Mit der Streichung der insgesamt 20.000 Flüge spare Lufthansa mehr als 40.000 Tonnen Kerosin, dessen Preis sich seit Beginn des Iran-Kriegs verdoppelt habe. Lufthansa hatte vergangene Woche überraschend das sofortige Aus für Cityline bekanntgegeben. (Der Tagesspiegel)
Deutscher Einzelhandel durch Temu und Shein belastet
Durch das Geschäft der chinesischen Plattformhändler entgehen dem deutschen Einzelhandel jährliche Umsätze in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von IW Consult im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE), über die die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Der tatsächliche Umsatzausfall für die gesamte Wirtschaft, besonders getrieben durch die beliebten Onlinehändler Temu und Shein, wird den Angaben zufolge gar doppelt so hoch beziffert. Grundlage ist eine repräsentative Umfrage unter 4000 Verbraucherinnen und Verbrauchern zwischen 16 und 69 Jahren, die im Februar 2026 online befragt wurden. Der Analyse zufolge sind in Deutschland wegen Temu und Shein bereits mehr als 40 000 Arbeitsplätze verloren gegangen, die meisten davon im Einzelhandel. (Spiegel Online)