MITTAGSBRIEFING

Lockerungen: Das ist jetzt wieder erlaubt, Kartenzahlung verdrängt Bargeld, Neuwagen bis zu 36 Prozent billiger

von Moritz Weinstock

Wir haben für dich die wichtigsten Verbraucher-News des Tages zusammengefasst. Hier ist unser ZASTER-Mittagsbriefing.

Lockerungen: Das ist jetzt wieder erlaubt

Seit einem Monat steht das öffentliche Leben in Deutschland weitgehend still. Besonders der Einzelhandel, Restaurants, Bars und Co. leiden stark unter der Zwangspause. Doch mit den harten Maßnahmen zu Eindämmung der Pandemie zeigen sich auch erste positive Auswirkungen. Denn die Zahl der Neuinfektionen nimmt ab. Auch deshalb scheint eine Rückkehr zur Normalität nun langsam möglich.

Am Wochenende beschlossen Bund und Länder, dass „kleine und mittelgroße Geschäfte an diesem Montag wieder öffnen“ dürfen (Wirtschaftswoche). Konkret heißt das: Geschäfte unter einer Fläche von 800 Quadratmetern können den Betrieb wieder aufnehmen.

Für Autohäuser, Fahrradgeschäfte und Buchläden gilt sogar eine generelle Öffnungserlaubnis. Allerdings gibt es noch Unterschiede von Bundesland zu Bundesland.

In Sachsen kehren beispielsweise die Abschlussklassen wieder zurück in die Schulen, Berlin, Brandenburg und NRW wollen dem Beispiel im Laufe der Woche folgen. In umgekehrter Richtung führt Sachsen jedoch auch als einziges Bundesland die Maskenpflicht beim Einkauf und im öffentlichen Nahverkehr ein.

Für Restaurants gilt bundesweit nach wie vor ein eingeschränkter Betrieb. Sie dürfen weiterhin nur liefern, während Kosmetikstudios, Massagepraxen, Theater, Schwimmbäder und Spielplätze ganz zu bleiben müssen.

Kartenzahlung verdrängt Bargeld

Die Zahlungsexperten der Beratungsfirma Oliver Wyman gehen in einer aktuelle Studie davon aus, dass der Anteil an Bargeldzahlungen nach Umsatz bis zum Jahr 2025 auf 32 Prozent sinken wird.

War man bisher der Meinung, dass sich Kartenzahlungen erst über Jahre hinweg zunehmend in der Bevölkerung etablieren werden, so vollzieht sich der Wandel durch die Corona-Krise nun deutlich schneller. „Sollte die Beschleunigung nach der Pandemie anhalten und viele Kunden ihr Bezahlverhalten beibehalten, sei auch eine Quote von nur 20 Prozent der Cash-Zahlungen nach Umsatz bis 2025 durchaus möglich“, heißt es bei Süddeutsche.

Denn derzeit führen vor allem Hygiene-Gedanken, Infektionsschutz und Kontaktvermeidung bei den Kunden dazu, dass sie vermehrt zur Karte als Zahlungsmittel greifen. Darauf hat auch die Deutsche Kreditwirtschaft reagiert und „zuletzt das Limit für Kartenzahlungen ohne PIN-Eingabe im Handel von 25 auf 50 Euro verdoppelt“.

Neuwagen bis zu 36 Prozent billiger

Die meisten Menschen müssen jetzt den Gürtel enger schnallen, denn mit der Pandemie gingen Kurzarbeit, Jobverlust oder erhebliche Einnahmeeinbußen einher. Wer jetzt allerdings auf Erspartes zurückgreifen kann, oder ohnehin schon seit Längerem über einen Neuwagen nachdachte, der sollte jetzt zuschlagen. Denn Autohändler waren genauso vom Shutdown betroffen, wie Restaurants und Einzelhandel.

Seit heute dürfen Autohäuser wieder ihren Betrieb aufnehmen, und Auto Bild rät dazu, den günstigen Zeitpunkt zu nutzen, um von den Rabatten der Händler zu profitieren. Denn während der Handel im Internet fast schon normal weiterlief, können die Händler erst jetzt wieder Geschäfte machen. Preisrabatte von bis zu 35,7 Prozent seien da keine Seltenheit – und zwar für Neuwagen! Laut Marco Steinfatt vom Neuwagen-Verkaufsportal meinauto.de, liegt der durchschnittliche Preisnachlass derzeit bei rund 26 Prozent.

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ein Artikel von
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.