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MITTAGSBRIEFING

Plastikverschmutzung der Meere nimmt drastisch zu, Tchibo erhöht Kaffeepreise, Deutschland produziert weniger Fleisch

von Zaster Redaktion

Wir haben für Dich die wichtigsten Verbraucher-News des Tages zusammengefasst. Hier ist unser ZASTER-Mittagsbriefing.

Plastikverschmutzung der Meere nimmt drastisch zu

In Weltmeeren schwimmen Unmengen an Plastikmüll. Eine neue Studie des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven und des Umweltverbands WWF warnt eindrücklich vor der weiteren Entwicklung. Die Plastikverschmutzung habe in den vergangenen Jahrzehnten exponentiell zugenommen. Un der Mikroplastikgehalt in den Gewässern werde sich in den nächsten 30 Jahren mehr als verdoppeln. Bei knapp 90 Prozent der untersuchten Meeresarmen seien Auswirkungen festgestellt worden, so Meeresbiologin und Mitautoren der Studie, Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut. Besonders betroffen ist das Mittelmeer, das Gelbe und das Ostchinesische Meer. Auch in der Tiefsee, die 70 Prozent der Erdoberfläche ausmache, sammelt sich immer mehr Kunststoffabfall. (Spiegel Online)

Tchibo erhöht Kaffeepreise

Die Verbraucher in Deutschland müssen inmitten der rekordhohen Inflation wohl auch bei ihrem liebsten Getränk abermals tiefer in die Tasche greifen. Verantwortlich ist vor allem die anhaltend ungünstige Erntesituation in Brasilien. Sie hat schon das ganze Jahr 2021 über die Einkaufspreise für Rohkaffee in die Höhe getrieben. Bohnen der Sorte Arabica, die rund 60 Prozent der globalen Kaffeeproduktion ausmachen, werden auf einem Preisniveau gehandelt, das der Kaffeemarkt ein Jahrzehnt lang nicht kannte. So muss auch der führende deutsche Kaffeeröster Tchibo seine Preise zum zweiten Mal binnen neun Monaten erhöhen: Zum 21. Februar 2022 sollen die Verkaufspreise je nach Sorte und Herkunftsland zwischen 50 und 130 Cent je Pfund steigen. Kaffee ist mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 168 Litern jährlich (Stand 2020) das beliebteste Getränk in Deutschland, noch vor Mineralwasser und Bier – Tendenz steigend. (Manager Magazin)

Deutschland produziert weniger Fleisch

In Deutschland ernähren sich immer mehr Menschen vegetarisch oder vegan. Aber auch viele Fleischliebhaber essen seltener Fleisch, greifen dafür aber zu höherwertigen Produkten etwa aus Bio- und Freilandhaltung. Demnach wird in Deutschland immer weniger Fleisch produziert. Im vergangenen Jahr nahm die Menge im fünften Jahr in Folge ab, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Besonders groß war der Rückgang beim Schweinefleisch. 56,2 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen sowie knapp 669 Millionen Hühner, Puten und Enten wurden 2021 hierzulande geschlachtet, wie das Statistikamt vermeldete. 2020 lag der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch hierzulande mit 57,3 Kilogramm so niedrig wie noch nie seit Beginn der Berechnung im Jahr 1989. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach aus dem Jahr 2020 bezeichneten sich 6,5 Millionen Menschen als Vegetarier und 1,1 Millionen Bundesbürger als Veganer. (Der Tagesspiegel)

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Zaster Redaktion
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