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MITTAGSBRIEFING

Steuern auf Pfandrücklagen, mehr Menschen mit Nebenjob, Vorstandsgehälter von CO2 abhängig

von ZASTER Redaktion

Du willst wissen, was heute so los ist? Wir haben die wichtigsten Infos für dich zusammengefasst. Hier ist unser ZASTER-Mittagsbriefing.

+++ Steuern auf Pfandrücklagen der Bierbrauer +++

Das Bundesfinanzministerium (BMF) plant seine Arme in Richtung der Bierbrauer auszustrecken. Und zwar auf deren Pfandrücklagen. Seit Jahrzehnten nehmen Brauer laut Welt Kästen und Flaschen aus dem Einzelhandel zurück und zahlen im Gegenzug das vom Kunden vorgestreckte Pfand zurück.

Damit das klappt, haben Brauereien in der Vergangenheit Rücklagen gebildet. Diese sollen nach dem Wunsch des BMF nun besteuert werden - zumindest für Mehrwegflaschen. Nicht betroffen seien Individualflaschen, also von der jeweiligen Brauerei geprägte Flaschen, da sie zum Inventar gehören.

+++ Immer mehr Menschen haben einen Nebenjob +++

Nachgefragt: Immer mehr Deutsche gehen laut einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf Anfrage der Linken einer zusätzlichen Beschäftigung nach. Demnach waren im Juli 2019 "rund 3.538.000 Mehrfachbeschäftigte registriert", wie die Zeit berichtet.

Im Vergleich zum Jahr davor bedeute dies einen Anstieg um mehr als 3,6 Prozent oder 123.600 Menschen. Für die Linke-Abgeordnete Sabine Zimmermann resultiert das Ergebnis aus der Vermutung, dass für immer mehr Menschen das Einkommen aus einem Job nicht mehr ausreicht.

+++ Vorstandsgehälter bei Siemens von CO2-Emissionen abhängig +++

Es sind harte Zeiten für Siemens. Unvermindert hält die Kritik von Umweltschützern und Aktivisten an einem geplanten Kohlekraftwerk in Australien an. Nun steht die erste Hauptversammlung des Jahres für den DAX-Konzern an - und die Aktionäre sollen über die Gehälter der Vorstände abstimmen.

Geht es nach dem Konzern, so sollen diese künftig an den CO2-Emissionen von Siemens bemessen werden. Sinken sie, so steigen die Gehälter der Chefs, und umgekehrt. Laut Welt habe das Unternehmen den CO2-Ausstoß im Jahr 2019 "um gut zehn Prozent, seit 2014 um gut 40 Prozent auf 1,3 Millionen Tonnen CO2" reduzieren können.

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ZASTER Redaktion
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