NEUE REGELN

Neue Gesetze: Das ändert sich im Januar 2021

von Philipp Grabowski

Neues Jahr, neue Gesetze! ZASTER verrät Dir, was sich im ersten Monat des neuen Jahres ändert und was Du sonst noch beachten musst.

1
Soli fällt weg

Nach der Wiedervereinigung mussten etwa 90 Prozent der Deutschen den Solidaritätszuschlag zahlen. Ab dem 01. Januar fällt diese Sondersteuer für Menschen mit einem zu versteuernden, jährlichen Einkommen von bis zu 61.717 Euro weg. Das heißt: Zum Jahreswechsel bleibt am Ende des Monats mehr netto vom brutto!

2
Mehrwertsteuer steigt wieder

Zur zweiten Jahreshälfte wurde zur Abfederung des wirtschaftlichen Schadens durch die Coronakrise die Mehrwertsteuer zeitweise von 19 auf 16 Prozent (regulärer Satz) und von sieben auf fünf Prozent (Waren des täglichen Bedarfs) gesenkt. Sobald die Silvesterraketen 2021 gen Himmel emporsteigen, ist diese Senkung Geschichte und die vorherigen Mehrwertsteuersätze treten wieder in Kraft.

3
Höhere Mindestlöhne

Viele Mitarbeiter und Azubis können zum Jahreswechsel besonders erfreut auf das neue Jahr anstoßen, denn der Wechsel des Kalenderblattes bedeutet auch mehr Zaster im Portemonnaie. So steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 9,50 Euro pro Stunde und bei Azubis von 515 auf nun mindestens 550 Euro im ersten Ausbildungsjahr.

4
Mehr Kindergeld

15 Euro – so hoch ist der Anstieg beim Kindergeld ab Januar 2021. Zusätzliche 20 Euro landen zukünftig beim Kinderzuschlag für Familien mit geringem Einkommen auf dem Konto.

5
Hartz IV Satz steigt

Mit Hartz IV gut über die Runden zu kommen, ist ein Problem. Ab dem 01. Januar erhalten Empfänger dieser Zuwendungen jedoch mehr Geld. Ein alleinstehender Erwachsener erhält somit 14 Euro mehr im Monat; der Satz für Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren steigt gleich um satte 45 Euro auf nun 373 Euro.

6
Änderungen bei der Kfz-Steuer

Bei ihrem Auto gilt künftig einfache Regel: Stößt ihr Wagen mehr als 195 Gramm CO2 aus, dann wird ein doppelt so hoher Aufschlag fällig. Liegt der CO2-Ausstoß bei weniger als 95 Gramm dann fällt die Kfz-Steuer deutlich geringer aus.

7
Gebühren für den Personalausweis steigen

Bislang kostete ein Personalausweis 28,80 Euro. Nun kostet die Scheckkarte, die für zehn Jahre ausgestellt wird, 37 Euro. Das ist ein satter Preisanstieg von 8,20 Euro.

8
Wechsel der Krankenkasse wird einfacher

Bei der Erhöhung von Zusatzbeiträgen bei der Krankenkasse kann man zukünftig von Sonderkündigungsrechten Gebrauch machen. Des Weiteren sinkt ab dem ersten Monat des Kalenderjahres die Mindestvertragslaufzeit bei Krankenkassen von 18 auf 12 Monaten und auch das Kündigungsschreiben beim Wechsel entfällt. Ab Januar regelt die neue Krankenkasse dann den Abwicklungsprozess mit der Kündigung bei der alten Krankenkasse.

9
Pendler erhalten mehr Zaster

AUTOmatisch mehr Geld? Das gilt für Pendler, die weiter als 20 Kilometer vom Arbeitsort entfernt wohnen. So können in der Steuererklärung 2021 ab dem 21. Kilometer 35 statt 30 Cent abgesetzt werden.

10
GEZ-Beiträge steigen

Die öffentlich-rechtlichen Sender plagt ein Defizit in Milliardenhöhe. Nun soll das Geld durch eine Erhöhung der Rundfunkbeiträge wieder in die Kassen gespült werden. Ab Januar werden so 18,36 Euro monatlich fällig – ein Anstieg von 86 Cent!

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Philipp Grabowski