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Basketball Billionaire

Warum Ex-Basketball-Star Michael Jordan noch immer so viel Geld verdient

von Moritz Weinstock

Er gilt als DER beste Basketball-Spieler aller Zeiten und sein Playoff-Rekordscore von 63 Punkten innerhalb nur eines Spiels ist bis heute das Maß aller Dinge im Basketball. Doch auch abseits des Courts hat Jordan Erfolg - bis heute. Wie viel, das zeigt dir ZASTER.

1986 war Michael Jordan 23 Jahre jung und bereits seit zwei Jahren bei den Chicago Bulls unter Vertrag. Schon in den beiden vorangegangen Jahren stellte das junge, 1,98 Meter große Talent sein überdurchschnittlich ausgeprägtes Können in der NBA unter Beweis und erzielte im Schnitt satte 28 Punkte pro Spiel. Doch vor allem das Spiel gegen die Boston Celtics, in dem Jordan über allen und jedem zu schweben schien, stellte klar, dass die Welt einen neuen Superstar hat. Denn: Jordan machte alleine 63 Punkte für sein Team - sie verloren trotzdem.

Heute ist Jordan einer der reichsten Basketball-Stars der Welt. Sein Vermögen wird laut Forbes derzeit auf rund 1,9 Milliarden US-Dollar geschätzt. Woher das stammt, erklärt dir ZASTER.

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Vertrag mit Nike und eigene Marke Air Jordan

Er fliegt und segelt wie kein Zweiter zum Korb, was seine Fans Anfang der 1980er auch bald abseits des Courts erleben konnten. Denn mit dem Einstieg des Jungstars in die NBA trat auch der Sportartikelhersteller Nike auf das Basketball-Parkett. Eine Win-Win-Situation für alle Parteien, denn Jordan bekam mit Air Jordan seine eigene Marke samt dem von ihm inspirierten „Jumpman“-Logo und Nike den erfolgreichsten Basketball-Spieler und besten Werbebotschafter, den sich ein Ausrüster wohl vorstellen kann. Und die Fans konnten ab sofort ein Stück von ihrem Helden in Form von Schuhen, Shirts, Hosen oder Caps abhaben. Air Jordan existiert übrigens bis heute und hat im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 3,14 Milliarden US-Dollar erzielt, zehn Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Für Michael bedeutet das Einnahmen in Höhe von 130 Millionen US-Dollar - allein in diesem Jahr!

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Hauptanteilseigner Charlotte Hornets

Seit 2006 ist Jordan Anteilseigner des Basketball-Teams „Charlotte Hornets“ aus North Carolina. Damaliger Wert: 175 Millionen US-Dollar. Nachdem er sich von 2000 - 2003 unglücklich als Team-Manager der Washington Wizards versucht hatte, beließ er es diesmal bei der Rolle des Investors - und tut bis heute gut daran. Denn seit 2010 ist er Hauptanteilseigner des Franchise-Unternehmens und der derzeitige Wert liegt nun bei 1,3 Milliarden US-Dollar!

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Immobilien

Aber wer so viel Geld hat, will es natürlich auch ausgeben. Michael lässt dabei nichts anbrennen und hat von Riesenvilla bis Privatjet alles, was das Herz eines Superreichen begehrt. Wobei ihm sein über 5000 Quadratmeter großes Anwesen in Chicago seit 2012 nicht mehr ganz so gefällt. Blöd nur, dass sich bisher niemand bereit dazu erklärt hat, 29 Millionen US-Dollar in die Hand zu nehmen. Beim Preis ist Jordan übrigens immer weiter runtergegangen (zuletzt auf unter 15 Millionen US-Dollar) und auch eine komplette Air Jordan Schuhkollektion konnte niemanden dazu bewegen die Villa zu kaufen. Das Haus steht noch immer leer.

4
Privatjet

Ganz egal ob das Haus verkauft wird oder nicht, Veränderung ist auch mit einem Privatjet möglich. Michael ist seit Jahren stolzer Besitzer einer Gulfstream G550 des amerikanischen Herstellers Gulfstream Aerospace. Kostenpunkt: Mindestens 58 Millionen US-Dollar. Doch damit nicht genug. Seit 2017 hat sein Baby ein neues Aussehen, denn der gesamte Jet wurde passend zu seinen Sneakern im „elephant print“- Design neu gestaltet. Die Flugzeugnummer blieb allerdings gleich, sie verweist auf seine Spielernummer (23), seine Initialen (Michael Jordan) sowie die Meistertitel, die er während seiner Karriere gewonnen hat (6). Auf dem hinteren Seitenleitwerk ist zudem das „Jumpan-Logo“ zu sehen, damit auch jeder weiß, wann der King of Basketball abhebt.

5
Schuhe

Nein, Michael Jordan hat keine Vorliebe für extravagante, super edle Treter. Allerdings werden für seine Basketballschuhe, die er in so manch wichtigem Spiel getragen hat, Verkaufspreise erzielt, die ihresgleichen suchen. Sein damaliger Chuck Taylor Basketball-Schuh, mit dem er Gold gegen Spanien während der Weltmeisterschaft 1984 holte, wurde 2017 beispielsweise für über 190.000 US-Dollar versteigert. Sehr wahrscheinlich, dass auch diese Erlöse in seine eigene Tasche fließen.

6
Namensrechte

Anfang der 1990er Jahre kamen die Geschwister Joe und Gene Silverberg auf ihn zu und offerierten dem Basketball-Star rund sechs Millionen US-Dollar um seinen Namen für ihr Michael Jordan Restaurant in Chicago verwenden zu dürfen. Gesagt, getan. Es existierte immerhin sechs Jahre, von 1993 bis 1999, und wurde kurz nach Michaels zweitem Rücktritt aus dem Profisport ausgeschlossen. Und auch Werbedeals mit Coca-Cola, McDonald's, Chevrolet, Gatorade und General Mills brachten ihm im Laufe der Jahre und Jahrzehnte Millionen ein. Forbes schätzt seine Einkünfte aus Nicht-Nike-Deals auf jährlich rund 15 Millionen US-Dollar.

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Moritz Weinstock
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.

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