MITTAGSBRIEFING

PayPal: Polizei warnt vor Betrügern, Lufthansa erstattet ausgefallene Flüge, Wirecard: Dax-Rauswurf schon im August

von Philipp Grabowski

Wir haben für Dich die wichtigsten Verbraucher-News des Tages zusammengefasst. Hier ist unser ZASTER-Mittagsbriefing.

PayPal: Polizei warnt vor Betrügern

Wenn es um Geldüberweisungen im Internet geht, dann ist PayPal für viele BürgerInnen die erste Wahl. Diese Beliebtheit des Zahlungsanbieters wurde nun auch attraktiv für Betrüger, die laut Chip.de mit einer neuen Masche an Kontodaten von Nutzern kommen wollen. Das Landeskriminalamt sieht die Gefahr gerade bei Verkäufern auf Plattformen wie eBay Kleinanzeigen. Verbraucher müssen dort gerade bei einem Verkauf aufpassen, bei dem internationale Kaufinteressierte nach PayPal-Informationen fragen und ausländische Transportunternehmen einschalten wollen anstatt den Artikel persönlich abzuholen. Besonders vorsichtig sollten Verkäufer ebenfalls sein, wenn Geld auf ausländische Konten von Versandunternehmen überwiesen werden sollen.

Dreistellige Milliardenbeiträge für die Lufthansa-Kunden

Bei der Lufthansa ist 2020 viel los. Erst legte das Coronavirus beinahe den kompletten Flugverkehr lahm, was einerseits zum Ausscheiden aus dem DAX30 des deutschen Fluganbieters führte und andererseits zu vielen Forderungen der Lufthansa-Kunden nach Erstattungen für ausgefallene Flüge führte. Mitten in der „größten Flugplanänderung aller Zeiten“ mit über 250.000 Änderungen bis Ende Oktober, verspricht die Lufthansa nun die wartenden Kunden schon bald für Flugausfälle zu entschädigen. „Innerhalb der nächsten zehn bis 14 Tage wollen wir die automatisierten Prozesse wieder einschalten. Dann werden große dreistellige Millionenbeträge im Monat ausgezahlt“, erklärt Vorstandsmitglied Harry Hohmeister gegenüber der FAZ. Bislang seien bereits 1,4 Milliarden Euro ausgezahlt worden, doch Hohmeister erwartet noch eine Dauer von vier bis sechs Wochen, um alle Erstattungen zurückzuzahlen.

Wirecard ab August nicht mehr im Dax

Um über 260 Millionen Euro brach der Börsenwert des Dax-Konzerns Wirecard ein. Deutlich zu viel, wenn es um die Einschätzung der Deutschen Börse geht. Nach geltenden Indexregeln muss Wirecard so zum 21. September die erste deutsche Börsenliga verlassen, doch die Deutsche Börse erwägt künftig eine frühere Ausscheidung von insolventen Unternehmen. „Unsere Diskussionen mit den Marktteilnehmern haben uns gezeigt, dass dieses Verfahren nicht den Erwartungen eines großen Teils (von ihnen) entspricht“, erklärte die Deutsche Börse. So sollen Unternehmen nach Insolvenzanträgen bereits binnen zwei Handelstagen aus dem Dax ausscheiden können, was den Druck auf den insolventen Zahlungsabwickler Wirecard deutlich erhöhen würde und ein früheres Ausscheiden aus dem Dax realistischer werden lässt. Innerhalb der nächsten vier Wochen soll die Regeländerung bei der Deutschen Börse genehmigt werden.

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Philipp Grabowski