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Oktoberfest 2019

Alles, was du über Lederhosen wissen musst

Jedes Jahr zum Oktoberfest klingeln bei der Stadt München und den daran beteiligten Unternehmen und Branchen die Kassen. Vor allem Trachten stehen hoch im Kurs, allen voran Dirndl und Lederhosen. Sie wandern im Vorfeld besonders häufig über die Ladentheken und durch die Logistikzentren der Versandhäuser. ZASTER hat genau hingeschaut, wie viel eine gute und faire Lederhose mindestens kosten sollte – und bei welchen Preisen ihr stutzig werden solltet.

Trachtenkleidung gehört für echte Bayern zur Grundaustattung

Natürlich gehören für die Bayern und vor allem Münchnerinnen und Münchner Dirndl und Lederhosen zum Oktoberfest wie eine ordentliche Maß zum Festzelt. Die Trachten hängen bei den meisten „Freistaatlern“ schon jahrelang im Kleiderschrank und werden gehegt und gepflegt. Anlässe, die festlichte Folklore zu tragen, gibt es in Bayern schließlich genug. Aus diesem Grund lohnt es sich auch, bei der Anschaffung der Trachten tiefer in die Tasche zu greifen und auf handgefertigte Qualität zu setzen - ein Faktor, der für die zahlreichen internationalen Besucher des Oktoberfestes nicht unbedingt zählt.

So teilt sich laut Statista Amerika den ersten Platz im Ranking der bierseeligen Besucher auf dem Oktoberfest mit der Schweiz und Italien (je zwölf Prozent), dicht gefolgt von Großbritannien (zehn Prozent) und Österreich (acht Prozent, alle Stand 2018). Aber: Eine Lederhose für mehrere Hundert Euro? Diese Investition rechnet sich in der Lebensrealität der meisten ausländischen Touristen nicht.

Lederhosen für weniger als 100 Euro? Lieber nicht

Bei Amazon und Co. gibt es Lederhosen aus „echtem Leder“ bereits für unter 100 Euro – ein Preis, bei dem nicht nur bei Kennern die Alarmglocken schrillen. Laut Trachtenbibel können solche Preise nur bedeuten, dass entweder am Leder gespart wurde oder die Herstellung der Hosen unter fragwürdigen Bedingungen abgelaufen ist. Denn auch in der Folklore ist die Fast Fashion inzwischen angekommen. Laut Trachtenbibel sollten zudem mindestens 400 Euro über die Ladentheke wandern, wenn man wirklich sicher sein möchte, dass man ein gutes Produkt in Händen hält, bzw. um die Schenkel trägt.

Eine echte, faire Lederhose, ohne sich in Unkosten zu stürzen – das geht

Ein Preis, den verständlicherweise nicht jeder zahlen möchte. Doch es gibt viele Möglichkeiten, auch als Nicht-Bayer das Oktoberfest in einer hochwertigen Lederhose zu begehen, ohne sich beim Säckler in Unkosten zu stürzen. So können Lederhosen (und natürlich auch Dirndl) geliehen werden. Nach erfolgreich abgefeiertem Oktoberfest bringt man sie dann einfach wieder zurück.

Eine gewisse Vorausplanung zahlt sich hier sicherlich aus, denn du wirst nicht der Einzige sein, der zum Oktoberfest auf diese Idee kommt. Eine weitere Möglichkeit ist es, sich eine gebrauchte Lederhose im Second Hand Shop oder bei Ebay zu kaufen. Die sind nämlich oft erstaunlich günstig und gut erhalten. Oder aber du fragst einfach im Freundeskreis herum.

Die teuerste Lederhose der Welt

Die teuerste Lederhose der Welt kostet übrigens 85.000 Euro und stammt aus der Lederhosenmanufaktur Wohlmuther in der Steiermark. Sie ist aus sämisch gegerbten, handbesticktem Rothirschleder gefertigt und die sonst üblichen Hirschhornknöpfe wurden mit 166 in Gold eingefassten Edelsteinen ersetzt.

Und so trägt man die Krachlederne

Lederhosen sollten, wenn sie kurz sind, immer knapp über dem Knie enden. Trauen sollte sich das nur, wer auch über kräftige "Wadeln" verfügt. Ein wenig kann geschummelt werden. Zum Beispiel, indem man mit handbestickten Stutzen nachhilft und dünnen Beinen mehr Volumen zaubert. Lange Lederhosen, sogenannte Knickerbocker, endet knapp unter dem Knie und sind das Beinkleid der Wahl für etwas ältere Semester. Hosenträger sind natürlich erlaubt, aber kein Muss.

Ebenso ist die Farbe der Lederhose dem persönlichen Geschmack überlassen. Von hellem Beige über Rotbraun bis Schwarz reicht die Farbpalette der Lederhosen, du hast also die Qual der Wahl. Beim Material indes sind sich alle einig: Sämisch gegerbtes Hirschleder muss es sein. Billigversionen aus Asien können da natürlich nicht mithalten.

ein Artikel von
ZASTER Redaktion
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