© Luba Ertel / Unsplash
JAHRESENDSPURT

Jahresbilanz 2021: Wie steht es um dein Geld?

von Pauline Brinkmann

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, draußen wird es kalt und die Weihnachtszeit steht kurz bevor. Abgesehen davon, dass Weihnachten ein kirchliches Fest ist, bei dem nicht selten die ganze Familie zusammenkommt, ist dies auch die konsumintensivste Zeit des Jahres.

Deswegen ist im Hinblick auf deine Finanzen genau jetzt der optimale Zeitpunkt für eine Jahresbilanz. Wir möchten dir zehn Tipps mit an die Hand geben, die dir dabei helfen können, unnötige Kosten zu meiden und gut organisiert ins neue Jahr zu starten.

1
Erkenne überflüssige Angebote zum Jahresende

Jedes Jahr aufs Neue werden wir in der Weihnachtszeit mit angeblichen Supersparpreisen, die zufällig genau dann auftauchen, wenn wir sowieso Geschenke suchen, zu Käufen genötigt.  Startschuss des ganzen Kaufwahnsinns ist in der Regel der Ende November stattfindende Black Friday, dicht gefolgt von dem Cyber Monday. Nahezu nahtlos schließen sich Adventsmärkte, verkaufsoffene Sonntage und ein Werbe-Bombardement auf sämtlichen Kanälen an. Wichtig ist hier: Vermeiden auf überflüssige Lockangebote hereinzufallen und gebe kein Geld für etwas aus, das du gar nicht wirklich brauchst.

2
Begrenze deinen Konsum im Advent

Feststeht: Die Adventstage lassen viel Platz für übermäßigen Konsum. Egal ob Adventsmarktbesuche, Weihnachtsfeiern, das Nikolausfest oder der Heilige Abend selbst, zu jedem Anlass gibt es ein gutes Angebot.

Viele Menschen vergessen jedoch, dass der Advent zumindest in der kirchlichen Tradition als Fastenzeit gilt, welche uns auf die Geburtsfeier Jesu vorbereiten soll.

Unser Tipp:

Egal ob du religiös bist oder nicht, in der Adventszeit könnte jeder seinen Konsum etwas einschränken, denn das tut sowohl dem Geldbeutel als auch der eigenen Gesundheit mehr als gut.

3
Lege ein Budget für Weihnachtsgeschenke fest

Klingt absurd, ist aber wahr: Für das besinnliche Weihnachtsfest verschulden sich immer mehr Menschen. Das ist in jedem Fall nicht im Sinne des Erfinders und sollte auch tunlichst vermieden werden.

Natürlich möchte man vor seinen Liebsten nicht mit leeren Händen da stehen, aber was nicht möglich ist, ist nun mal nicht möglich.

Unser Tipp:

Lege im Vorhinein ein Budget fest, das du maximal ausgeben möchtest. Hier solltest du darauf achten, dass du dafür auf frei verfügbare Mittel wie: Deinem Weihnachtsgeld oder dem Geldbetrag, der Dir im November und Dezember nach dem Bezahlen Deiner Lebenshaltungskosten übrig bleibt, zurückgreifst. Sollte dein Budget eher gering sein, können wir dir empfehlen im Internet nach DIY-Produkten zu suchen, also solche zum selbst basteln.

4
Erstelle eine Jahresbilanz

Du glaubst, eine Jahresbilanz brauchen nur Unternehmen? Falsch gedacht, denn ein Finanzcheck durchzuführen im Sinne von Verträgen, Konten und Ersparnissen kontrollieren und noch bevorstehende Ausgaben in den Blick zu nehmen, macht durchaus Sinn und erspart dir im Zweifel viel Zeit und auch Geld.

Auch als Privatperson solltest du regelmäßig dein Gesamtvermögen ausrechnen, hier gilt es zu beachten, dass du von deinem Vermögen am Ende auch etwaige Schulden wie Studienkredite oder Ähnlichem abziehst.

Unser Tipp:

Rechne am besten auf in jedem Jahr deine Ersparnisse aus und vergleiche diese mit den Jahren davor. Sind sie weniger geworden, so solltest du dich fragen, ob dies vermeidbar gewesen wäre oder tatsächlich nötig war.
Die Vollprofis unter den Jahresbilanzieren führen schon während des gesamten Jahres ein Haushaltsbuch, um am Ende weniger Arbeit zu haben.

5
Rücklagen, Rücklagen, Rücklagen

Hast du im Laufe des Jahres mehr ausgegeben, als es dein Konto zulässt, so solltest du dir nun überlegen, wie du dieses Geld im nächsten Jahre wieder reinfahren kannst.
Rücklagen sind gerade in unsicheren Zeiten wie der Coronapandemie enorm wichtig. Hast du dir noch keinen finanziellen Puffer aufgebaut, solltest du schleunigst damit beginnen, sofern es dir möglich ist.

Unser Tipp:

Angesichts der zunehmenden Inflation solltest du gegeben, falls darüber nachdenken dein Geld in ETFs oder Produkte mit sicherem Wertzuwachs wie beispielsweise Uhren (Rolex!) anzulegen.

6
Freistellungsaufträge

Damit du deinen Freibetrag auf Kapitalerträge vollständig auszunutzen kannst, solltest du, wenn möglich bei deinen Konten noch in diesem Jahr die Freistellungsaufträge anpassen. Nur so werden deine Erträge in Höhe des Sparerpauschbetrags nicht direkt versteuert und du kannst von einer höheren Rendite profitieren.

ein Artikel von
Pauline Brinkmann
Pauline ist 23 und studiert in Potsdam und Lausanne Rechtswissenschaften. Ihr besonderes Interesse gilt jedoch nicht Mietverträgen, sondern politischen und gesellschaftlichen Prozessen."