IW senkt Konjunkturprognose für 2026 deutlich
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat seine Wachstumsprognose für 2026 auf nur noch 0,4 Prozent korrigiert, herunter von 0,9 Prozent im Dezember – Hauptgrund der Iran-Krieg mit explodierenden Energiepreisen und gestörten Lieferketten. Verbraucher spüren dies durch anhaltend hohe Inflation bei Lebensmitteln und Energie, was den privaten Konsum weiter belastet und zu Sparmodus führt. Experten warnen vor Rezessionsrisiken und raten Haushalten, Reserven für höhere Heiz- und Spritkosten anzulegen; der Arbeitsmarkt hält sich noch, aber Investitionen bremsen. (Deutschlandfunk, ntv)
Widerrufsbutton für Online-Käufe Pflicht
Ab dem 19. Juni 2026 müssen alle Online-Shops in Deutschland einen prominenten „Widerrufsbutton“ anbieten, der Verträge per Klick rückgängig macht – Umsetzung der EU-Richtlinie 2023/2673 im neuen § 356a BGB. Dies gilt für Fernabsatzverträge wie Abos oder Käufe, wo Abschluss einfach per Button erfolgt; PDFs oder E-Mails reichen nicht mehr aus. Verbraucher gewinnen so mehr Schutz vor impulsiven Käufen, Händler müssen Websites anpassen – Bußgelder drohen bei Nichteinhaltung bis 50.000 Euro. (Shopware, eRecht24, IHK)
ver.di weitet Telekom-Streiks aus
Im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde weitet die Gewerkschaft ver.di ihre Warnstreiks am 7. Mai 2026 auf Standorte in zwölf Bundesländern aus. Damit reagiert die Arbeitnehmerseite auf die bisherige „Hinhaltetaktik“ der Deutschen Telekom und fordert mit Nachdruck ein erstes tragfähiges Angebot. Die Kernforderungen umfassen eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent für rund 60.000 Beschäftigte sowie einen zusätzlichen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder. Ziel der verstärkten Streikmaßnahmen ist es, den nötigen Druck für die am 11. und 12. Mai angesetzten Verhandlungen aufzubauen. (Leipziger Zeitung)