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Für jeden Zweck eins

Das sind die gängigsten Kontoarten und dafür brauchst du sie vielleicht

von Nils Matthiesen

Ein Girokonto haben die meisten, darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Kontotypen für spezielle Fälle. ZASTER weiß, welche du unbedingt brauchst.

Ein Girokonto ist heutzutage ein absolutes Muss: Ohne kannst du kein Gehalt beziehen, online shoppen oder eine Wohnung mieten. Doch neben dem klassischen Girokonto existieren noch viele weitere Kontoarten. Hier die sechs Wichtigsten.

Girokonto

Sicher weißt du, dass du ein Girokonto als Basis brauchst. Dabei handelt es sich um das Konto, mit dem du nahezu all deine finanziellen Angelegenheiten regelst. Über dieses Konto beziehst du dein Gehalt und bezahlst täglich Dinge genau wie wiederkehrende Zahlungen wie Miete, Versicherungen und Mobilfunkvertag. Mit dem Girokonto ist die Girokarte verknüpft (früher EC-Karte), mit der du am Geldautomaten Bargeld abheben direkt in vielen Geschäften bezahlen kannst.

Gebühren: Je nach Bank

Tagesgeldkonto

Auf einem Tagesgeldkonto parkst du Geld für einen bestimmten Zeitraum, denn hier wird es besser verzinst (auch wenn die Verzinsung aktuell nicht der Rede wert ist). Das Geld ist auf diesem Konto zwar stets verfügbar, allerdings kannst du das Tagesgeldkonto nicht für deine täglichen Zahlungen nutzen.

Denn erstens kannst du nicht direkt davon auf andere Girokonto überweisen, sondern nur auf deine eigenen (Giro)-Konten. Zweitens bekommst du für dein Tagesgeldkonto keine Girokarte. Ein Tagesgeldkonto ist trotzdem sinnvoll, denn in der Regel kostet es keine Gebühren. Denn wenn du deine Ersparnisse von deinem Girokonto trennst, stellst du sicher, dass du dein Geld nicht versehentlich für Lust- oder Impulskäufe verpulverst.

Viele Menschen finden es zudem hilfreich, ein weiteres Konto speziell für Notfälle zu führen. Darauf bunkern sie Geld ist für unerwartete Ausgaben wie Autoreparaturen oder Arbeitsplatzverlust.

Gebühren: keine

Festgeldkonto

Auf einem Festgeldkonto legt du einen bestimmten Betrag für einen bestimmten Zeitraum „fest“ an. Dafür bekommst du dann noch mehr Zinsen als auf einem Tagesgeldkonto. Aktuell sind beispielsweise für 10.000 Euro für ein Jahr 1 Prozent Zinsen drin. Innerhalb des Zeitraums kommst du nur dann an dein Geld heran, wenn du triftige Gründe wie einen Arbeitsplatzverlust anführen kannst.

Gebühren: keine

Kreditkartenkonto

Wird eröffnet, wenn du eine Kreditkarte beantragst. Genau wie das Tagesgeldkonto ist ein Kreditkartenkonto meist ans Girokonto gekoppelt. Hier werden die mit der Kreditkarte bezahlten Beträge zunächst abgebucht und dann regelmäßig – in der Regel monatlich – über das Girokonto ausgeglichen.

Gebühren: Kreditzinsen

Depotkonto

Du brauchst ein Depotkonto, wenn du Fonds, Aktien oder ETFs kaufen und verkaufen willst. Mehr als deine Wertpapiere zu verwalten, ist nicht möglich. Entsprechend brauchst du zusätzliche ein sogenanntes Referenzkonto, dabei handelt sich in der Regel um das eigene Girokonto.

Gebühren: Je nach Bank

Sparkonto

Auch Sparbuch genannt. Vielleicht kennst du es noch aus deiner Kindheit. Ursprünglich diente es dazu, flexibel Beträge verschiedener Höhe einzahlen zu können und durch attraktive, meist jährliche Verzinsung etwas hinzuzuverdienen. In der derzeitigen Zinslage mit Zinssätzen zwischen 0,01 und 0,03 Prozent lohnt sich das aber nicht mehr. Selbst die flexibleren Tagesgeldkonten bieten meist mehr.

Gebühren: in der Regel keine

So viele Bankkonten sind empfehlenswert

Wie viele Bankkonten benötigst du aber wirklich? Darauf gibt es leider keine allgemeingültige Antwort. Die richtige Anzahl hängt von deiner individuellen Situation und deinen finanziellen Zielen ab. Die ZASTER-Empfehlung: Du solltest mindestens drei Bankkonten haben, sofern du bereits einer Arbeit nachgehst und dein eigenes Geld verdienst:

  • Ein Girokonto für den täglichen Zahlungsverkehr
  • Ein Tagesgeldkonto, mit dem du deine Sparaktivitäten steuerst (am besten in Kombination mit einem Depot)
  • Ein weiteres Tagesgeldkonto für Notfälle, auf dem idealerweise mindestens 3 Monatsnettogehälter liegen

In der Praxis sind die meisten Menschen mit dieser minimalen Einrichtung mit drei bis vier Konten gut aufgestellt. Wenn es um die Verwaltung deiner Finanzen geht, ist es oft ein guter Weg, es nicht zu kompliziert zu machen.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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