Lufthansa-Tochter strauchelt

Harter Kurswechsel bei Eurowings

von Christoph Masurek

Ein Minus von 256 Millionen Euro vor Steuern im ersten Quartal von Eurowings zwingt die Lufthansa-Gruppe zum Sparkurs. Die Konsequenzen für die Tochter sind hart: Langstreckenflüge werden künftig aus dem Programm genommen, Stellen werden abgebaut und die Flotte um 20 Prozent verkleinert.

Im Wettbewerb der Billig-Airlines ist Eurowings das Steckenpferd der Lufthansa-Gruppe. In der Vergangenheit stellte der Konkurrent von RyanAir, EasyJet & Co. sich jedoch als Sorgenkind des deutschen Flugkonzerns heraus. Die zugesicherten schwarzen Zahlen von Eurowings für dieses Jahr werden nicht mehr erzielt, stattdessen sollen sie 2021 erreicht werden.

Drastische Konsequenzen

Zukünftig soll wieder Lufthansa das Kern-Geschäft der Langstreckenflüge übernehmen, Eurowings hingegen wieder den Fokus auf europäische Strecken richten. In München und Frankfurt wurde die Tochter zuletzt auch für lange Routen eingesetzt, um im harten Preiskampf mitmischen zu können.

Darüber hinaus soll die Flotte der 139 Kurzsstreckenflieger bis Ende 2022 um 20 Prozent verkleinert werden, wie das Handelsblatt berichtet. Damit ist unweigerlich auch ein Abbau von Stellen verbunden.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr möchte den Konzern durch diese neuen Strukturen fit für die Zukunft machen. Inwiefern die jüngsten Meldungen Auseinandersetzungen mit Arbeitnehmervertretungen zur Folge haben, bleibt abzuwarten.

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Christoph Masurek
Christoph studiert Politikwissenschaften in Wien und sucht noch immer vergeblich nach der Geschäftsidee, die sein Leben sowohl erleichtert als auch bereichert.