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Tesla, SpaceX, Weltherrschaft

So baute Elon Musk ein Milliarden-Vermögen auf

von Moritz Weinstock

Ihm gehört eines der spannendsten Weltraumunternehmen, zudem ist er Gründer und CEO von Tesla. Klar, dass Elon Musk Geld hat. Wie viel, erklärt dir ZASTER.

Drei Fun Facts vorweg:

  • Elon Musk hält 20 Prozent aller Firmenanteilen von Tesla und rund 50 Prozent von SpaceX
  • Wenn Teslas Börsenwert über 100 Milliarden US-Dollar rutscht, erhält Musk eine Sonderzahlung von 346 Millionen US-Dollar
  • Musk erhält für seinen CEO-Posten von Tesla eine monatliche Vergütung auf Mindestlohn-Niveau

Manche Menschen kommen einfach als Unternehmer auf die Welt. So auch Elon Musk. Mit zehn Jahren kauft der gebürtige Südafrikaner seinen ersten Computer. Nur zwei Jahre später veröffentlicht er das Computerspiel Blastar und vertreibt es kommerziell. Dann dauert es etwas, weil er zum Studium nach Amerika geht und an der Universität von Pennsylvania einen Abschluss in Wirtschaft und Physik macht. Das gerade aufblühende Internet tut es dem jungen Wahlamerikaner jedoch so sehr an, dass er ein Aufbaustudium an der Stanford University nach nur wenigen Tagen abbricht.

Drei Leidenschaften treiben ihn an

Stattdessen beschäftigt er sich immer häufiger mit den großen Fragen unserer Zeit. Was lässt sich mit dem Internet anstellen? Wie kann Energie sauberer werden? Und welche Chance liegen außerhalb unseres Planeten? Herunter gebrochen auf drei Worte, interessiert sich Elon Musk also hauptsächlich für Internet, Energie und das Weltall. Und so baute er auch sein Vermögen auf.

Eine von vielen Visionen des Elon Musk: Die Eroberung des Weltalls und Menschen auf dem Mars
Eine von vielen Visionen des Elon Musk: Die Eroberung des Weltalls und Menschen auf dem Mars © spacex | Unsplash

Elon Musk und das Internet

Noch weit vor der Jahrtausendwende, im Jahr 1995, geht die Internetseite Zip2 online, die Elon Musk gemeinsam mit seinem Bruder Kimbal entwickelt hat. Ursprünglich bot die Plattform eine Zwei-Wege-Kommunikation zwischen Nutzern und Werbetreibenden. Etwas später konnten auch Zeitungen und Nachrichtenblätter dort Anzeigen schalten und Nutzer mit lokalen Angeboten versorgen. Vier Jahr später verkauften die Musk-Brüder die Plattform für 300 Millionen US-Dollar.

Mit PayPal zu neuen Höhenflügen

Doch Musk wäre nicht Musk, wenn er mit dem Geld aus dem Verkauf nicht wieder neues planen würde. So kommt es bereits 1999 zur Entwicklung des digitalen Zahlungssystems X.com. Der Zeitpunkt hätte kaum besser sein können, denn noch ist der Markt in diesem Sektor überschaubar. Pünktlich zum Beginn des neuen Jahrtausends schließt sich X.com mit PayPals Vaterkonzern Cofinity zusammen und wird so zu einem der größten Zahlungsanbieter im Internet. 2002 übernimmt Ebay PayPal für 1,5 Milliarden US-Dollar. Spätestens jetzt ist Musk steinreich. Doch da geht noch mehr.

Ein Bild, das durch die Welt ging. Mit seinem Raumfahrtprogramm SpaceX schoss Elon Musk einen Tesla Roadster ins All. Besseres Marketing geht nicht.
Ein Bild, das durch die Welt ging. Mit seinem Raumfahrtprogramm SpaceX schoss Elon Musk einen Tesla Roadster ins All. Besseres Marketing geht nicht. © SpaceX

Vom World Wide Web ins All

Wenn genialer Pioniergeist auf Mut und unternehmerischen Größenwahn trifft, ist man fast bei Elon Musk angekommen. Denn im selben Jahr des PayPal-Verkaufs begnügt sich der Self-Made-Milliardär nicht mehr mit Revolutionen im Internet. Er will viel höher hinaus und weiter weg. Weg von der Erde, denn die Zukunft der Menschen, so sieht es der Visionär, liegt nicht auf dem blauen Planeten. Mit SpaceX startet Elon Musk 2002 also in die Raumfahrt und schafft es innerhalb kürzester Zeit die NASA als Partner für Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation ISS zu gewinnen.

Zur Rakete die passenden Elektrogeschosse

Ein Jahr nach der Gründung von SpaceX findet Musk wieder zurück auf den Boden. Jetzt hat er die Automobilbranche im Blick und möchte mit Tesla Motors nicht weniger als eine Revolution anzetteln. Wie der Name, so das Mantra. Tesla wird zum Hersteller reiner Elektroautos. 2010 schießt Musk mit SpaceX nicht nur seinen ersten Satelliten ins Alls. Mit dem Tesla Roadster präsentiert er auch das Gesellenstück des neuen Unternehmens aus Palo Alto. Es ist der erste emissionsfreie Sportwagen mit reinem Elektroantrieb und Straßenzulassung.

Der neueste Coup aus dem Hause Tesla: Der ungewöhnlich futuristische Cybertruck kommt 2020
Der neueste Coup aus dem Hause Tesla: Der ungewöhnlich futuristische Cybertruck kommt 2020 © Tesla | Press Kit

Wenn Elektro, dann alles aus einer Feder

Das Ende der Vision von Elon Musk ist aber noch immer nicht erreicht. Mit Tesla und seinen Gigafactorys hat es Musk geschafft, Elektroautos für die Masse zu produzieren. Zum Roadster kamen mit den Jahren insgesamt vier weitere Modelle hinzu, was die Absatzzahlen und den Wert des Unternehmens in die Höhe schnellen ließ.

Auch wenn nicht immer alles glatt lief, so scheinen sich die Produktionsprobleme der Vergangenheit langsam auszupendeln. Derzeit liegt der Wert des Autoherstellers bei rund 86,95 Milliarden US-Dollar! Seit 2012 gibt es übrigens auch ein weiteres Unternehmen, das Musk von seinen Cousins Peter und Lyndon Rive managen lässt: SolarCity. Mit diesem Projekt verfolgt Musk das Ziel, Privathaushalte und Firmen mit Photovoltaikanlagen und smarten Energiespeicher-Systemen auszustatten. Seit 2016 gehört SolarCity zu Tesla und gilt zudem als Markführer in diesem Bereich in den USA.

So, und weil du schon die ganze Zeit darauf wartest: Musks Vermögen beläuft sich laut Bloomberg derzeit auf rund 32 Milliarden US-Dollar!

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Moritz Weinstock
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.

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