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NETTOVERMÖGEN

Einfach ausrechnen: Wie hoch ist dein Vermögen?

von Nils Matthiesen

Michael Jordan hat durch sechs NBA-Meisterschaften mit den Chicago Bulls und durch seine Eigenmarke Jordan ein Vermögen von 1,9 Milliarden Euro erwirtschaftet und ist damit finanziell der erfolgreichste Sportler aller Zeiten. Peanuts allerdings im Vergleich zu Tesla-Gründer Elon Musk, der aktuell auf ein Vermögen von rund 203 Milliarden Euro (!!!) kommt und damit der aktuell reichste Mensch der Welt ist. Wie berechnet man aber solche Zahlen und wie kannst du dein eigenes Vermögen berechnen?

Vielleicht besitzt du schließlich auch einige Wertpapiere, eine Wohnung oder eine dicke Uhr. Wenn du das alles zusammenzählst, kann auch bei dir eine beträchtliche Summe zusammenkommen. Im Prinzip ist die Rechnung simpel: Die Kombination aus deinem Eigentum (deine Aktiva) und dem, was du anderen schuldest (deine Passiva), ergibt dein persönliches Nettovermögen. Aber um wirklich zu wissen, wie hoch dein persönliches Vermögen ausfällt, musst du noch ein paar andere Dinge beachten.

Warum sollte ich mein Vermögen kennen?

Kennst Du dein Gesamt- oder Reinvermögen, hast du einen guten Anhaltspunkt über den Fortschritt bei der Verwirklichung deiner finanziellen Ziele. Es ermöglicht dir zudem besser, deine aktuelle finanzielle Situation besser einschätzen zu können. Im Idealfall wächst dein Vermögen im Laufe der Zeit, wenn du weiterhin fleißig bist und sparst. Ist dein Reinvermögen dagegen mickrig oder sogar unterm Strich negativ, solltest du daran arbeiten, diesen Zustand zu ändern. Um deine Fortschritte zu beobachten, sollten du dein Reinvermögen am besten mindestens einmal pro Jahr berechnen.

Was sind Aktiva und Passiva?

Wenn du dich nicht genau damit auskennst, was Aktiva und Passiva sind, hier einige Beispiele:

Vermögen: Zu den Vermögenswerten zählen Bargeld, zum Beispiel auf deinem Giro-, Spar- und Tagesgeldkonten. Obendrein gehören Gegenstände wie Autos, Schmuck, Möbel und Investitionen dazu, die du gegen Bargeld verkaufen könntest. Diese werden oft als liquide Mittel bezeichnet. Auch einige Sachanlagen kannst du bei der Berechnung deines „Net Worth“ berücksichtigen, sofern du sie bei Bedarf verkaufen könntest. So würde beispielsweise eine Immobilie zu den Aktiva zählen. Bei Lebensversicherungen würde der aktuelle Rückkaufswert zählen.

Passiva: In diese Kategorie fallen alle Posten, die du anderen schuldest. Dazu gehören zum Beispiel ein überzogenes Konto, negative Kreditkartensalden sowie alle anderen laufen Kredite. Wenn du deine Immobile finanziert hast, zählt die Hypothek ebenfalls zu den Verbindlichkeiten.

So erstellst du eine persönliche Vermögensaufstellung

Die Erstellung einer Vermögensaufstellung ist so einfach wie das Erstellen einer einfachen Checkliste und das Ausführen einiger grundlegender Berechnungen.

1. Liste alle deine Aktiva auf. Schätze den Wert jeder einzelnen Position und addiere die Summe.

2. Liste alle deine Passiva auf und addiere die ausstehenden Beträge. 

3. Ziehe Sie deine Passiva von deinen Aktiva ab. Heraus kommt dein persönliches Reinvermögen. 

Benötigst du Hilfe beim Rechnen? Die Vermögensrechnung vereinfachen Internet-Rechner wie der von der F.A.Z.. Hier erfährst du auch gleich, wie gut du im Vergleich zu anderen Personen in deiner Altersklasse finanziell aufgestellt bist.

Fazit

Dein persönliche Vermögen hast du in wenigen Minuten errechnet. Oft fällt es höher aus, als man denkt. 

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ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.