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MITTAGSBRIEFING

Dispozinsen steigen rasant, Eine Million Asylanträge in 2023, Kaum Heizenergie in 2022 gespart

von Zaster Redaktion

Wir haben für Dich die wichtigsten Verbraucher-News des Tages zusammengefasst. Hier ist unser ZASTER-Mittagsbriefing.

Dispozinsen steigen rasant

Immer weiter steigen die Dispozinsen: Seit Ende 2022 sind sie im Schnitt um mehr als 2 Prozentpunkte gestiegen. Viele Kreditinstitute haben zum 01. Oktober 2023 nochmal nachgelegt. Im Schnitt liegen die Zinsen, die Geldhäuser für die geduldete Überziehung des Girokontos verlangen, demnach inzwischen bei etwa 12 Prozent (Stand: 6.10.2023). Ende 2022 waren es bei 176 ausgewerteten Banken und Sparkassen im Schnitt noch 9,94 Prozent. Primär ist der rasante Anstieg der Dispozinsen in erster Linie den Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank geschuldet. Gerade in Zeiten gestiegener Preise dürften Dispokredite an Beliebtheit gewinnen. Etwa jeder sechste Deutsche kann nach eigenen Angaben wegen der hohen Teuerung kaum seine Lebenshaltungskosten bezahlen. Zuletzt sprachen sich die Verbraucherschutzminister der Länder im Sommer für eine Obergrenze für Dispozinsen aus. Die Ministerinnen und Minister halten einen Rahmen von 5 bis 8 Prozent als Obergrenzen für angemessen. (Manager Magazin)

Eine Million Asylanträge in 2023

In diesem Jahr (2023) wird einem Zeitungsbericht zufolge die Zahl der Asylanträge in den 27 Ländern der Europäischen Union plus der Schweiz und Norwegen wohl die Millionenmarke überschreiten. Damit werde der höchste Wert seit 2016 erreicht., als es 1,23 Millionen Asylanträge gewesen seien, so die „Welt“ unter Berufung auf Zahlen der EU-Asylagentur. Demnach wurden in diesem Jahr bis Anfang Oktober 2023 insgesamt 801.459 Asylanträge in der EU sowie Schweiz und Norwegen gestellt. Den Angaben zufolge steht Deutschland an dritter Stelle mit einem Anstieg bei den Antragszahlen um 74 Prozent. Die höchsten Werte hätten Lettland und Estland erreicht. Den größten Rückgang der Asylanträge habe Dänemark gehabt. In Deutschland wurde dem Bericht zufolge fast jeder dritte Asylantrag von einem syrischen Staatsbürger gestellt (27 Prozent), gefolgt von Afghanistan (17 Prozent) und der Türkei (16 Prozent). (Der Tagesspiegel)

Kaum Heizenergie in 2022 gespart

2022 haben Privathaushalte in Deutschland kaum aktiv Heizenergie eingespart: Trotz hoher Öl- und Gaspreise und eindringlicher Warnungen vor einer Versorgungskrise. Das zeigt eine Auswertung des Verbrauchs in knapp 4000 Wohngebäuden der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft „Co2online“, über die „Spiegel Online“ berichtet. Die Haushalte, größtenteils Ein- und Zweifamilienhäuser, hätten zwar insgesamt 10,6 Prozent weniger Heizenergie benötigt, doch das sei fast ausschließlich dem milden Winter (2022) zu verdanken gewesen. Ziehe man den Temperatureffekt ab, komme man auf eine aktive Einsparung von nur 1,4 Prozent. Bei Haushalten mit Gasheizung seien es 3,5 Prozent gewesen. Die Bundesnetzagentur hatte im Sommer 2022 eigentlich ein Sparziel von 20 Prozent für den Gasverbrauch ausgegeben. Bei Gebäuden mit einer mittelschlechten Effizienzklasse stieg der Verbrauch 2022 sogar um bis zu 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mehr dazu hier. (Welt Online)

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Zaster Redaktion
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