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Fintech-Überflieger

Diese Start-ups machen vor, wie Banking heute geht

Unkompliziert, unabhängig und kostenlos – diese Apps krempeln das verstaubte Finanzwesen um.

Mit dem Vertrauen in das Bankensystem steht es nicht zum Besten – und das ist noch nett ausgedrückt. Laut Statista haben rund 30 Prozent der Deutschen wenig bis überhaupt kein Vertrauen in Geldinstitute. Seit der Weltwirtschaftskrise 2007 und der für viele nicht nachvollziehbaren Bankenrettung in zweistelliger Milliardenhöhe sind Alternativen zu unseren klassischen Banken auf Erfolgskurs. Eine Entwicklung, die sicherlich früher oder später ohnehin stattgefunden hätte. Schließlich wird das Leben immer digitaler und unser Smartphone- und Onlinedasein sind schon fast untrennbar mit unserem Alltag verwoben.

Eine Handvoll Fintech-Start-ups, von denen eines als echtes Unicorn sogar die kühnsten Erwartungen der Branche übertroffen hat, beweisen, dass Bankig wieder Spaß macht.

Hier kommen vier Fintech-Überflieger, die mit den klassischen Finanzmodellen aufräumen und unser Leben einfacher machen.

1
TransferWise

Fangen wir doch mit dem derzeit erfolgreichsten Fintech-Start-up an. TransferWise aus London wurde 2011 von den Esten Taavet Hinrikus und Kristo Käärmann gegründet. Mit TransferWise kannst du Fremdwährungen überweisen und so die herkömmlichen Gebühren der Banken merklich unterbieten.

Die Idee zum Peer-to-peer-Online-Geldtransfer-Service wurde aus Frust geboren. Käärmann verlor im Schnitt fünf Prozent seines Gehaltes, das ihm von seinem Arbeitsplatz in England auf sein estnisches Konto überwiesen wurde. Schuld waren Bankgebühren und die Wechselkurse. Bei TransferWise betragen die Gebühren im Schnitt lediglich 0,5 Prozent, was den Kunden offensichtlich gefällt. Laut TransferWise werden monatlich über vier Milliarden US-Dollar über den Dienst verschickt und das Start-up gilt als derzeit erfolgreichstes Fintech Europas.

2
Splitwise

Wir nennen sie auch liebevoll „Alman-App" – weil es unter Deutschen typisch ist, jede Rechnung bis auf den Cent genau aufzuteilen. Und eben genau das geht mit Splitwise. Kein Knatsch nach dem City-Trip mit den Freundinnen und kein mühseliges Herumgerechne mehr beim gemeinsamen Tapas-Abend mit zehn Personen. Zugegeben: Ganz neu ist die App nicht. Doch sie hat genau das geschafft, was alle Banken noch immer nicht umsetzen können: Ein Alltagsproblem wurde identifiziert, analysiert und schließlich aus dem Weg geräumt. So geht modernes Moneyhandling heute.

3
Numbrs

„Eine App, alle Banken.“ Das verspricht Numbrs, eine kostenlose Banking-App, um die es zuletzt ruhiger geworden ist. Nun bläst die App zum Angriff. Sämtliche Konten gesammelt anzeigen – das können inzwischen auch andere Apps. Der Vorteil von Numbrs? Die Kontodaten werden pseudonymisiert und durch eine Machine-Learning-Technologie ausgewertet. Als Nutzer bekommst du also ein individuelles Haushaltsbuch kostenlos dazu und hast eine genaue Übersicht, wofür du dein hart verdientes Geld ausgibst. Ganz schön smart.

4
Klarna

Die Coprorate Identity von Klarna lässt keinen Zweifel an der angepeilten Zielgruppe der Zahlungsdienstleistungs-App. Pastellige Farben, auffällige Schrift, freche Sprüche: Hier wird auf eine junge und kaufkräftige Klientel abgezielt. Mit Erfolg! Der schwedische Konzern konnte im vergangenen Jahr den Umsatz um 30 Prozent steigern. Die App lässt Kunden bequem alle Onlinekäufe (vorausgesetzt, die Shops sind Klarna-Partner) verwalten und bietet superbequeme Ratenzahlungen an, an deren Fälliglkeit per App und Mail erinnert wird.
Kürzlich kam die erste eigene Kreditkarte, die Klarna Card, hinzu, die ebenfalls per Ratenzahlung ausgeglichen werden kann.

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ZASTER Redaktion
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