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FINANZWISSEN

Der Zinsgipfel ist erreicht. Jetzt rücken Anleihen wieder in den Fokus!

von Markus Kaiser

Trotz einer schwachen Konjunkturentwicklung wurde die Serie von Zinserhöhungen im Euroraum jüngst fortgesetzt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hob den Leitzins in ihrer September-Sitzung um weitere 0,25 Prozent-Punkte auf 4,5% an. Der EZB- Rat beschloss damit die zehnte Zinserhöhung in Folge seit Juli 2022. Zuvor notierte der Leitzins zuletzt im August 2001 auf dem Zinsniveau von 4,5%.

Entwicklung des Zinssatzes der Europäischen Zentralbank für das Hauptrefinanzierungsgeschäft von 1999 bis 2023 (Stand 09/2023)

Experten zufolge könnte die EZB mit diesem Zinsschritt den Zinsgipfel bereits erreicht haben. Die weitere Zinsentwicklung steht und fällt jedoch mit der Inflationsrate, bei der die EZB mittelfristig an dem Ziel von 2% festhält, um Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten. Von dieser Zielmarke ist die Teuerung derzeit jedoch noch ein gutes Stück weit entfernt. Zuletzt ging es mit der Inflation nämlich langsamer zurück als erwartet. Für dieses Jahr rechnet die EZB daher insgesamt noch mit einer Teuerungsrate von 5,6%. Höhere Zinsen führen auch zu höheren Effektivverzinsungen bei Anleihen und so bietet es sich an, verschiedene Investitionsmöglichkeiten zu besprechen.

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Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.

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Markus Kaiser
Markus Kaiser ist Geschäftsführer der Greiff Research Institut GmbH und leitet den ETF-Bereich der Greiff capital management AG. Der Dipl. Vermögensmanager verfügt über mehr als 20 Jahre Investment-Erfahrung und zählt zu den erfolgreichsten Dachfonds-Pionieren.