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Coronavirus-Update: Ifo-Umfrage: Bayern ist das Bundesland mit den meisten Kurzarbeitern

von ZASTER Redaktion

Hier halten wir Euch über die Auswirkungen der Coronakrise auf die Börsen und die Wirtschaft auf dem Laufenden.

Montag, 22. Juni

Ifo-Umfrage: Bayern ist das Bundesland mit den meisten Kurzarbeitern

Im Mai wurde in Deutschland mit 7,3 Millionen Menschen der Rekord bei der Anzahl an Personen in Kurzarbeit gemessen. Laut einer neuen Umfrage vom Marktforschungs-Institut Ifo sind dabei vor allem im Bundesland Bayern die Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen. Demnach waren im vergangenen Monat fast 1,5 Millionen Arbeitnehmer im flächenmäßig größten Bundesland betroffen. Das ist ein Anteil von 26 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.

Laut Ifo-Experten Sebastian Link sind gerade Bundesländer mit "bedeutendeer Automobil- und Zuliefererindustrie" von Kurzarbeit betroffen.

Freitag, 19. Juni

Milliarden-Defizit für Krankenkassen in Coronazeiten

„Die Pandemie wirkt sich auch auf die Finanzen der Krankenkassen aus“. Diese Worte stammen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und beim Anblick der Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen wird dies besonders deutlich. Die Corona-Pandemie sorgte nämlich bei den 105 Krankenkassen, die zur gesetzlichen Krankenversicherung zählen, für rote Zahlen. Laut Angaben des Bundesgesundheitsministerium ergibt sich so ein Fehlbetrag von 1,3 Milliarden Euro für die ersten drei Monate dieses Jahres.

Deutschland mit fast 20 Prozent weniger Steuereinnahmen im Mai

Deutschland steht vor einer Mammutaufgabe. Auf der einen Seite wurde grünes Licht für einen Nachtragshaushalt in Höhe von 128,5 Milliarden Euro gegeben, doch auf der anderen Seite fielen im Mai die Steuereinnahmen deutlich geringer als erwartet aus. So muss der deutsche Fiskus ein Minus von 19,9 Prozent für den späten Frühlingsmonat verkünden.

Laut Angaben des Bundesfinanzministeriums gab es auch bei den Umsatzsteuer- und Lohnsteuereinnahmen große Einbrüche. So sanken die Umsatzsteuereinnahmen im Mai um 21 Prozent und die Lohnsteuereinnahmen um 10 Prozent ein.

Montag, 15. Juni

Minus 28 Prozent: Riesiger Export-Einbruch der EU

Die Länder der Europäischen Union exportieren in Coronazeiten deutlich weniger Güter. Laut Statistikbehörde Eurostat haben die 27 EU-Länder insgesamt Güter im Wert von 125,4 Milliarden Euro ausgeliefert. Somit ergibt sich ein Exportrückgang von über 28 Prozent für diesen April im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres. Auch die Importe der Länder der Europäischen Union nahmen mit einem Rückgang von 22,7 Prozent rapide gesunken.

Über 218 Milliarden Euro Neuverschuldung des Bundes in Coronazeiten

Der Bund plant so viele neue Schulden wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Finanzminister Olaf Scholz kündigte heute einen Nachtragshaushalt in Höhe von 62,5 Milliarden Euro an, sodass die geplante Neuverschuldung für 2020 auf nun 218,5 Milliarden Euro steigt. Diese Neuverschuldung in historischer Höhe soll dafür sorgen, dass das Fundament für eine breite und nachhaltige wirtschaftliche Erholung nach und während der Coronakrise gelegt werden kann.

Studierende in Notlage kriegen bis zu 500 Euro pro Monat extra

Positive Nachrichten für Studierende in Notlage: Ab morgen können sie online Zuschüsse vom Bund beantragen. So sollen laut Bundesforschungsministerin Anja Karliczek Zuschüsse von bis zu 500 Euro im Monat an Studierende in Notlage ausgeschüttet werden, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Die Hilfe steht zwar Studentinnen und Studenten aus dem In- und Ausland zu, jedoch soll das jeweilige Studentenwerk über die "pandemiebedingte individuelle, akute Notlage" entscheiden, die Karliczek als Hauptkriterium der möglichen Ausschüttung macht.

Sonntag, 14. Juni

Corona-App startet in der kommenden Woche

Nach wochenlangen Diskussionen ist nun die Corona-App bereit für den Start. „Sie kommt in der jetzt beginnenden Woche“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn am Sonntagabend in der ARD. Unstimmigkeiten über die Art der Datenspeicherung hatten für Verzögerungen bei der Entwicklung gesorgt.

„Wir sind im Zeitplan, den wir mit den Unternehmen vereinbart haben und wir sind übrigens auch im Kostenplan“, fügte Spahn hinzu. Die App sei zwar kein Allheilmittel: „Sie ist aber ein wichtiges Instrument, um einen Unterschied zu machen, um Infektionsketten zu brechen“, sagte der CDU-Politiker. (FAZ)

Dienstag, 9.Juni


BDI: Erholung der Wirtschaft könnte sich bis 2022 erstrecken

Der Bundesverband der Deutschen Industrie rechnet trotz des 130 Milliarden Euro schweren Rettungspaketes der Bundesregierung mit anhaltenden Folgen für die deutsche Wirtschaft. „Die Wirtschaftsleistung dürfte um real 6,5 Prozent sinken. Die Erholung wird sich bis weit ins Jahr 2022 erstrecken“, sagte Joachim Lang (Hauptgeschäftsführer des BDI). Der Verband erwarte desweiteren einen Rückgang beim Export und Import von Waren und Dienstleistungen, die in Deutschland hergestellt sind.

Rekordverluste in Luftfahrtbranche erwartet

Alarmierende Zahlen für die Luftfahrtbranche: Der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) rechnet allein für dieses Jahr mit insgesamt 84 Milliarden Dollar Nettoverlusten durch die Auswirkungen der Corona-Krise. Im kommenden Jahr sollen laut Angaben der Fluggesellschaft zudem 15 weitere Milliarden Dollar an Verlusten hinzukommen.


Steigende Arbeitskosten in Deutschland wegen Corona

Die Arbeitskosten in Deutschland sind so stark in die Höhe geschossen wie noch nie. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes war nämlich im ersten Quartal jede Arbeitsstunde insgesamt 4,3 Prozent teurer für die Arbeitgeber als im Vorjahr. Nie zuvor war der Arbeitskostenindex seit Erfassung der Statistik höher. Der Grund für diese Steigerung liegt unter anderem in der ungewöhnlichen hohen Anzahl an genommenen Urlaubstagen, die in Coronazeiten für die Betreuung der eigenen Kinder genommen wurden.

Montag, 8.Juni

Weltbank: Corona sorgt für größte Weltwirtschaftskrise seit 150 Jahren

Die Weltbank hat neue Einschätzungen zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie bekanntgegeben. So soll die Wirtschaftskrise laut dem Bericht so schwer sein wie zuletzt im Jahre 1870. Laut den Zahlen der Weltwirtschaftsbank trieb die Corona-Krise 70 bis 100 Millionen Menschen in extreme Armut und auch die Rezession war vor 80 Jahren derartig hoch.

Deutsche wollen trotz Mehrwertsteuersenkungen nicht mehr Geld ausgeben

Erst kürzlich brachte die Bundesregierung ein milliardenschweres Konjukturpaket auf den Weg. Das Ziel? Mehr Konsum der Bevölkerung anregen, um die durch das Coronavirus stark gebeutelte deutsche Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Nach Zahlen einer Umfrage des Instituts Civey, die der "Augsburger Allgemeinen" vorliegen, könnte dieses Ziel in Gefahr geraten. Zwei Drittel planen nämlich trotz Steuerbegünstigungen nicht mehr Geld in die Hand zu nehmen; Mehrausgaben haben nicht einmal 20 Prozent geplant.

Freitag, 5.Juni

Linke fordert Verschmelzung von Deutsche Bahn und Lufthansa

Erst vor einigen Tagen einigten sich die Lufthansa und die Bundesregierung auf milliardenschwere Hilfezahlungen zur Bewältigung der Auswirkungen der Coronakrise. Laut der Partei "Die Linke" ist dies nicht genug, denn in einem Konzept von Parteichef Bernd Riexinger sollen die Deutsche Bahn und die Lufthansa bestenfalls zu einem "Mobilitätskonzern Deutsche Bahn-Lufthansa" verschmelzen.

„Eine sinnvolle Verkehrspolitik aus einem Guss wird möglich, wenn Bahn - die bereits zu 100 Prozent in Staatsbesitz ist - und Lufthansa zusammengelegt werden", so Riexinger. Durch diesen möglichen Zusammenschluss soll laut der Oppositionspartei eine bessere Organisation der Verkehrswende möglich werden und Probleme durch die Coronakrise aufgefangen werden.

Fast 100 Prozent weniger Passagiere an NRW-Flughäfen

Der April gilt an den Flughäfen gewöhnlich als verkehrsstarker Monat, da in vielen Bundesländern Teile der Osterferien in ihm liegen und sich das Wetter wieder verbessert. In diesem Jahr war laut Daten des Statistischen Landesamtes alles anders. So flogen von den sechs größten Flughäfen des bevölkerungsstärksten Bundeslandes (Nordrhein-Westfalen) nur 8369 Passagiere. Diese geringe Anzahl an Fluggästen entspricht dabei einen Rückgang von 99,6 Prozent im Vergleich zum Monat, was jedoch auch an den vielen Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Krise liegt.

Donnerstag, 4.Juni

Tschechien öffnet schon ab morgen die Grenze

Die Bundesregierung verkündete die Aufhebung der Reisewarnungen ab Mitte Juni, doch so lange möchte unser Nachbarland Tschechien laut Angaben der tschechischen Agentur CTK nicht warten. So sind bereits ab dem morgigen Freitag die Grenzen für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn offen. Für Touristen aus der Slowakei ist die Grenze schon jetzt geöffnet.


450.000 Pakete am Tag: Apotheken mit 50 Prozent mehr Lieferungen in Coronazeiten

Liefer-Boom bei den deutschen Apotheken: In Coronazeiten liefern die Apotheken laut der Arbeitsvereinigung Deutscher Apothekenverbände (Abda) über 450.000 Pakete am Tag an die Kunden. Das ist ein Anstieg von 50 Prozent zur Anzahl der täglichen Botendienste im Januar diesen Jahres. Abda-Präsident Friedemann: „Die Apotheken haben ihre Patienten auch in der Krise jeden Tag zuverlässig versorgen können“.

Deutsche Bahn: Mehrwertsteuersenkungen sollen an Kunden weitergegeben werden

Erst zum Jahreswechsel wurde die Mehrwertsteuer bei Zugfahrten im Fernverkehr von 19 auf sieben Prozent gesenkt. Nun will die Bundesregierung im neuen Konjunkturpaket in Coronazeiten die Mehrwertsteuer in diesem Bereich auf fünf Prozent absenken. Laut Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla sei diese Senkung "für viele überraschend" gewesen, doch der DAX-Konzern möchte die Ersparnisse direkt an den Kunden weitergeben, wodurch sich weitere Vergünstigungen ergeben.

Mittwoch, 3.Juni

Studie: Coronakrise kostet NRW bis zu 7,2 Milliarden Euro

Laut Untersuchung von Prof. Martin Junkernheinrich von der TU Kaiserslautern kostet die Coronakrise dem bevölkerungsstärksten Bundesland Deutschlands eine Milliardensumme. So sollen sich laut der Studie allein in diesem Jahr bis zu 7,2 Milliarden Euro Belastungen für die Kommunen ergeben, die sich hauptsächlich aus Steuerausfällen sowie höheren Sozialausgaben ergeben.

Kündigungswelle in den USA: 2,76 Millionen Jobs fallen alleine im Mai weg

Die US-Wirtschaft ist durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund des Coronavirus stark gebeutelt. Die Leidtragenden der wirtschaftlichen Schieflage? Die Arbeitnehmer! So wurden laut ADP alleine im Mai etwa 2,76 Millionen Stellen gestrichen. Im Vormonat April waren es schon mehr als 19,5 Millionen abgebaute Stellen.

Deutscher Reiseverband: Sichere Sommerurlaube in Europa sind möglich!

Laut dem Geschäftsführer des Deutschen Reiseverbandes, Dirk Inger, soll ein sicherer Urlaub im europäischen Ausland schon in diesem Sommer möglich sein. „Wir können schon davon ausgehen, dass in sehr vielen Ländern ein sicheres Reisen möglich ist", sagte Inger gegenüber dem Deutschlandfunk. In allen europäischen Ländern soll es laut Inger "vernünftige und ordentliche Gesundheitssysteme und auch belastbare Infektionszahlen" geben.

Zahnärzte fürchten Praxis-Sterben

Laut Zahnärztekammer stehen viele Zahnärzte vor dem Aus. So sind beispielsweise alleine in Wetfalen im März und April die Patientenzahlen um 50 Prozent zurückgegangen und in manchen Landkreisen wurden bei 79 Prozent der Praxen Kurzarbeit angemeldet. Und das trifft die Finanzen der Zahnarztpraxen so empfindlich wie eine Wurzelbehandlung.

„Viele Zahnarztpraxen stehen vor dem wirtschaftlichen Aus", sagt Ralf Hausweiler, Präsident der Zahnärztekammer Nordrhein, gegenüber der "Rheinischen Post". Ein weiterer Kritikpunkt ist laut Hausweiler der fehlende Rettungsschirm für Humanmediziner.

Dienstag, 2.Juni

Mehr Menschen stocken Hartz-IV auf

Fast 100.000 Arbeitnehmer haben in der Corona-Krise wegen wegbrechenden Einnahmen Hilfe beim Jobcenter beantragt. So tauchen laut der Partei "Die Link" insgesamt 84.000 Arbeitnehmer und Selbsttändige neue Menschen in den Statistiken auf, die ihr Hartz-IV aufstockten. Normalerweise sind in diesem Bereich 15.000 Neuzugänge das Maximum.

Flächendeckende Corona-Tests für Kitas, Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime würden 7,6 Milliarden Euro kosten

Gesundheitsminister Jens Spahn plant die Ausweitung der Corona-Tests und möchte zur weiteren Eindämmung des Corona-Virus vermehrt Personen in Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen testen. Laut dem GKV-Verband sollen dabei Kosten von bis zu 7,6 Milliarden Euro auf die Krankenkassen zukommen, die nach den Forderungen von Spahn die vollständige Kostenübernahme der Tests bewerkstelligen sollen. Wöchentlich 4,5 Millionen Tests sollen bestenfalls pro Woche gewährleistet werden können, sofern dem Entwurf der Verordnung stattgegeben wird.


40 Prozent der Studierenden haben Nebenjob verloren

Laut einer Umfrage der Funke Mediengruppe haben vier von zehn Studierenden wegen der Corona-Krise ihren Job verloren. Dies führte dazu, dass jeder dritte Studierende auf das Ersparte zurückgreifen musste, um den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren. Während sich ein Drittel sehr große finanzielle Sorgen macht, gibt es jedoch auch Zuversicht unter den Befragten. So gaben 40 Prozent der Studierenden mit Jobverlust in der Corona-Krise an, dass sie nach der Krise schon bald einen neuen Studentenjob finden könnten.

Montag, 1.Juni

Reise: Balearische und Kanarische Inseln empfangen ab 22. Juni wieder Touristen

Spanien will bereits ab dem 22. Juni die Inselgruppen der Balearen und der Kanaren für Touristen öffnen. Dies teilte das Tourismusministerium in Madrid mit. Möglicherweise würden auch weitere Regionen wie Andalusien oder Katalonien in das Pilotprojekt aufgenommen.

Vor einer Woche hatte der spanische Regierungschef Pedro Sánchez angekündigt, sein Land wolle seine Grenzen für ausländische Touristen ab dem 1. Juli wieder öffnen. Seit dem 15. Mai hatte eine Quarantäne-Pflicht bei einer Einreise nach Spanien gegolten. (FAZ)

Samstag, 30.5.

Umfrage: Deutsche gegen mehr verkaufsoffene Sonntage

Einer Umfrage zufolge lehnt die Mehrheit der Deutschen es ab, dem Einzelhandel mit Sonntagsöffnungen aus der Coronakrise zu helfen.

Laut dem Meinungsforschungsinstitut Forsa befürwortet nur ein gutes Drittel zusätzliche verkaufsoffene Sonntage.

Unter anderem die Berliner FDP hatte zuletzt vorgeschlagen, die verpflichtenden Geschäftsschließungen am Sonntag für ein Jahr auszusetzen. "Die Vorteile aus Sicht des Einzelhandels lägen auf der Hand: Ein zusätzlicher Öffnungstag würde mögliches Gedränge entzerren. Zudem könnten Geschäfte in den Städten davon profitieren, wenn Inlandstourismus und Städtereisen wieder anzögen." (RND)

Freitag, 29.5.

Jeder vierte Solo-Selbstständige rechnet mit der Pleite

Laut Analyse des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung rechnet jeder vierte Soloselbstständige innerhalb der nächsten 12 Monate mit der Pleite. Grund für diesen besorgniserregenden Ausblick stellt unter anderem der hohe Anteil der Befragten dar, die mit enormen Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Knapp 60 Prozent der etwa 16.000 Befragten gab nämlich an, dass sie durch die Corona-Pandemie mehr als 75 Prozent weniger Umsatz haben.

115 Millionen Euro für Reha-Einrichtungen

Die Deutsche Rentenversicherung sichert Reha-Einrichtungen ihre Hilfe zu. Knapp 115 Millionen Euro fließen im Rahmen eines Schutzschirms an Unterstützungsgeldern an diese Einrichtungen. Diese dreistellige Millionensumme ist Teil des Sozialschutz-Pakets und soll die hohe Qualität der Einrichtungen in Gegenwart und Zukunft sicherstellen.

ZDF-Umfrage: Den Deutschen ist die Wirtschaft wichtiger als die Gesundheit

"Die oberste Priorität ist die Gesundheit!" gilt für viele Bürger, doch nicht für die Deutschen in der Corona-Krise. Laut "Politbarometer" des ZDF machen sich 61 Prozent der Teilnehmer größere Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, als die gesundheitlichen Auswirkungen. Bei 33 Prozent der Befragten stehe die Gesundheit vor der Wirtschaft. Desweiteren erwarten 71 Prozent der Befragten, dass sich die Wirtschaftslage "stark verschlechtern" werde.

Donnerstag, 28.5.

Verkehrsminister fordern Milliarden für ÖPNV

"Wenn der Bund nicht hilft, sehen wir das Sterben einer ganzen Branche". Das sind die Worte von Anke Rehlinger und sie sind gerichtet den öffentlichen Personennahverkehr der durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage gerät. Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz möchte daher mit den Verkehrsminister der Länder etwa 2,5 Milliarden Euro um die Branche zu retten. Sie appeliert an die Regierung, dass das geplante Konjunkturpaket eben auch ein "dickes Mobilitätspaket" beeinhaltet.


Bestätigt: Weniger Mehrwertsteuern auf Gaststätten-Essen

Positive Nachrichten für die Gastronomie: Der Bundestag hat grünes Licht für eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Restaurant-Essen gegeben. Für ein Jahr sind so nur sieben statt 19 Prozent auf diese Speisen zu entrichten. Mit dieser Gesetzesänderung soll sichergestellt werden, dass Restaurantbetreiber ihre Umsatzeinbußen etwas abfedern können. Achtung: Die Mehrwertsteuersenkung betrifft keine Getränke in Gaststätten.


Analyse: 86 Millionen Kinder zusätzlich von Armut bedroht

Laut Angaben der Hilfsorganisationen Unicef und Save The Children rutschen immer mehr Kinder durch die Folgen der Corona-Pandemie in die Armut ab. In der Studie der beiden Organisationen wird vom weltweiten Anstieg, der in Armut lebenden Kinder, um 15 Prozent bis zum Jahresende ausgegangen. Das sind insgesamt über 86 Millionen zusätzliche Kinder in Armut, wodurch sich eine Gesamtzahl von 672 Millionen Kindern unter der jeweiligen nationalen Armutsgrenze ergeben könnte.

Mittwoch, 27.5.

Bayern ist das Bundesland mit den meisten Corona-Schulden

Spitzenreiter Bayern. Die Rede ist nicht von der Fußball-Bundesliga, sondern vom Ranking der Neuverschuldung in Corona-Zeiten. Durchschnittlich 3049 Euro pro Einwohner nahm das Bundesland mit den Alpen vor der Haustür an Nettokredite zur Bewältigung der Corona-Pandemie.


Diakonie fordert finanzielle Hilfen für Familien mit geringem Einkommen

Mehr Geld für Familien mit geringem Einkommen in der Corona-Krise? Das fordert nun die evangelische Diakonie!

"Die Corona-Krise hat Familien mit niedrigen Einkommen besonders getroffen“, sagte Maria Loheide, Vorstandsmitglied der Diakonie Deutschland. Die Diakonie fordert höhere Auszahlungen für alle Familien, die Leistungen nach dem Wohngeldgesetz, den Kinderzuschlag oder Grundsicherungsleistungen erhalten.

Auch beim Thema E-Learning sieht das Vorstandsmitglied der Diakonie Deutschland eine Benachteiligung von Kindern aus Familien mit niedrigem Einkommen. "Aus der Corona-Krise darf keine Bildungskrise werden".

Gerade bei der Bereitstellung von Computern für die Bewältigung solle daher investiert werden.


Ab dem 1. September: Erstes Bundesland erlaubt wieder Messeveranstaltungen

Aufatmen bei den Messeveranstaltern in Bayern: Ministerpräsident Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger haben sich auf eine Erlaubnis von Messen ab dem 01. September verständigt.

"Jede Entscheidung über einen so langen Zeitraum steht natürlich jedoch verstärkt unter dem Vorbehalt, wie sich die Corona-Infektionszahlen entwickeln“, ergänzte Staatskanzleichef Florian Herrmann zu dieser Verständigung.

Damit die Messen ihren gewohnten Betrieb aufnehmen können, soll demnächst ein Hygiene-Konzept in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium und den Messeanbietern aufgestellt werden.


Bestätigt: Kontaktbeschränkungen werden bis Ende Juni verlängert

In dieser Frage herrscht bei Bund und Ländern Einigkeit: Laut der Deutschen Presse-Agentur werden die Kontaktbeschränkungen wegen des Coronavirus bis zum 29. Juni verlängert. Diese Regelung besagt, dass sich maximal zehn Menschen oder Personen aus zwei Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen.

Dienstag, 26.5.

EU plant neue Steuern, um Corona-Hilfen zu finanzieren

Die finanziellen Zuwendungen der EU an besonders gebeutelte Staaten und Wirtschaftszweige bewegen sich bei hohen Milliardensummen. Nun sollen diese Gelder laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur durch neue Abgaben und Steuern für Digitalkonzerne oder Nutzer von Plastik refinanziert werden. Mit diesem Plan von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Wirtschaft in Europa bis Ende 2027 wieder aufbauen.


Alarmierende Zahlen: Mehr als die Hälfte der EU-Bürger hat Sorgen ums Geld

Die Coronakrise gräbt die Sorgenfalten der europäischen Bürger tiefer. Der Grund: Finanzielle Schwierigkeiten, die sich aus den Folgen der Pandemie ergeben. So gaben laut einer Umfrage, die in Auftrag des Europaparlaments geführt wurde, sechs von zehn EU-Bürger an, dass sie aktuell finanzielle Probleme haben. Über 30 Prozent von den befragten Personen beklagen Einkommensverluste, 23 Prozent sind von Kurzarbeit betroffen und 14 Prozent haben Probleme eigene Rechnung fristgerecht und pünktlich zu zahlen.

Reisewarnung soll für 31 Länder aufgehoben werden

Bisher war die weltweite Reisewarnung in Coronazeiten Standard. Nun soll die Bundesregierung nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur über eine Aufhebung der Reisewarnung für 31 europäische Staaten sprechen – und das vor den Sommerferien!

Laut dem Entwurf mit dem Titel "Kriterien zur Ermöglichung des innereuropäischen Tourismus" sollen bereits ab dem 15. Juni die Reisewarnungen für die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, sowie die Länder Island, Norwegen, Schweiz, Liechtenstein und Großbritannien aufgehoben werden.

Montag, 25.5.

Wegen Corona: Fünf Milliarden Euro Verlust für deutsche Krankenkassen

Aufgrund steigender Ausgaben in der Corona-Krise beklagen die Krankenkassen in Deutschland einen Verlust von etwa fünf Milliarden Euro. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sollen diese erheblichen Defizite im Gesundheitswesen durch den Bundeshaushalt ausgeglichen werden. Schlechte Nachrichten für Mitglieder der Krankenkassen: Der erhöhte Verlust könnte zu steigenden Krankenkassenbeiträgen führen.


Grünes Licht der Bundesregierung: Lufthansa erhält milliardenschweres Rettungspaket

Über Wochen verhandelte die Bundesregierung mit dem durch die Corona-Krise finanziell stark gebeutelten Fluganbieter Lufthansa über ein milliardenschweres Rettungspaket. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur haben sich nun beide Parteien grundsätzlich geeinigt.

Demnach sollen Hilfen in Höhe von neun Milliarden Euro in die Kassen des deutschen Fluganbieters fließen. Dafür erhält der Bund unter anderem 20 Prozent der Anteile an Lufthansa.

Für die finale Zustimmung der Gelder muss nun noch der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, die Lufthansa-Gremien und die EU-Kommission ihre Zustimmung erteilen.


Nach Thüringen will auch Sachsen nahezu alle Corona-Beschränkungen aufheben

Diese Nachricht sorgte für Aufsehen: Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow will aufgrund der niedrigen Infektionszahlen die generellen Einschränkungen des öffentlichen Lebens komplett aufheben.

Dieses Vorhaben löste viel Kritik aus und so warnte unter anderem Gesundheitsminister Jens Spahn davor, dass nicht der Eindruck entstehen solle, dass die Pandemie schon vorbei wäre.

Nun liebäugelt mit Sachsen ein zweites Bundesland mit der baldigen Abschaffung der Corona-Beschränkungen. "Wenn die Zahl der Neuinfektionen weiterhin stabil auf einem niedrigen Niveau bleibt, planen wir für die Zeit ab dem 6. Juni in der nächsten Corona-Schutzverordnung einen Paradigmenwechsel“, so Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping.

Bei diesem "Paradigmenwechsel" wird dann "generell alles freigegeben und nur noch das wenige an Ausnahmen benannt, was noch nicht möglich sein wird", so die SPD-Politikerin gegenüber der "Leipziger Volkszeitung".

Sonntag, 24.5.

Lindner fordert sofortige Grenzöffnungen

In der "Bild am Sonntag" hat der FDP-Vorsitzende Christian Lindner ein sofortiges Ende der Grenzkontrollen gefordert. "Die Grenzen innerhalb Europas sollten geöffnet werden. Jeder weitere Tag schadet den Grenzregionen und dem europäischen Einigungsprojekt. Auch der Sinn einer Reisewarnung für Österreich, Italien oder Kroatien erschließt sich mir nicht, wenn es dort kaum noch Neuinfektionen gibt und sich die Länder wieder für Touristen öffnen wollen."

Bundesaußenminister Heiko Maas hatte am 17. März eine weltweite Reisewarnung für Touristen ausgesprochen, die noch bis zum 14. Juni gilt. Sie soll dann für die EU-Länder aufgehoben und durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden.

Samstag, 23.5.

Altmaier verteidigt Staatsbeteiligung an Lufthansa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verteidigt die geplante Staatsbeteiligung an der Lufthansa. Die Lufthansa sei ein starkes Unternehmen, das durch die Corona-Krise unverschuldet in größte Schwierigkeiten gekommen sei, sagte er der „Saarbrücker Zeitung“: „Ich habe noch keine ernst zu nehmende Stimme vernommen, die dafür plädiert, die Lufthansa und all ihre Beschäftigten in die Insolvenz zu schicken“. Der CDU-Politiker weiter: „Der Staat wird sich so schnell wie möglich wieder zurückziehen, damit die Lufthansa dann alleine zurechtkommt. Das gilt auch für ähnliche Fälle, über die wir möglicherweise in der Zukunft noch Entscheidungen treffen müssen.“

Freitag, 22.5.

Corona-Familienbonus geplant

Bundesfinanzminister Scholz will die Kaufkraft von Familien mit einem einmaligen Bonus in Höhe von 300 Euro stärken. Die Maßnahme soll Teil des für Juni geplanten Konjunkturpakets sein. Für den Bund seien dies Kosten von fünf bis sechs Milliarden Euro. Insgesamt werde das Konjunkturpaket bis zu 150 Milliarden Euro umfassen. (FAZ)

Donnerstag, 21.5.

Weltweit über 5 Millionen Infizierte

Die Anzahl von Covid-19-Infizierungen hat weltweit die Marke von 5 Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Johns Hopkins Universität (JHU) in Baltimore hervor. Etwa 328.000 Menschen seien nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Die Webseite der JHU wird regelmäßiger mit Daten aktualisiert als etwa bei der Weltgesundheitsorganisation. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. (FAZ)

Mittwoch, 20.5.

Lohnersatz-Zahlungen auf 20 Wochen verlängert

Weil Kitas und Schulen voraussichtlich noch längere Zeit nicht geöffnet werden, sollen Eltern bis zu 20 Wochen Lohnersatz bekommen können, wenn sie ihre Kinder zu Hause betreuen müssen. Familienministerin Franziska Giffey sagte am Mittwochmorgen im "ZDF-Morgenmagazin", dass das Kabinett die Verlängerung der Zahlung heute beschließen werde. „Die Lohnfortzahlungen werden weitergehen bis zu 20 Wochen.“ Der Lohnersatz werde je Elternteil auf bis zu zehn Wochen verlängert, für Alleinerziehende auf bis zu 20 Wochen. Wer in der Corona-Krise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann und deshalb kein Geld verdient, erhält bisher für sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens als Entschädigung, höchstens 2016 Euro im Monat. Der Arbeitgeber zahlt das Geld aus und kann es sich von den Behörden erstatten lassen. (FAZ)

Dienstag, 19.5.

Umfrage: Fast 70 Prozent wollen im Sommerurlaub in Deutschland bleiben

Mehr als zwei Drittel der Deutschen planen laut einer Umfrage von t-online.de in diesem Sommer keinen Urlaub im europäischen Ausland. Demnach hat die Studie des Meinungsforschungsinstituts Civey ergeben, dass 67,7 Prozent lieber zu Hause bleiben wollten. 15,5 Prozent wollten "auf jeden Fall" ins europäische Ausland reisen.

Sonntag, 17.5.

Deutsche Bahn: Mehr als 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr

In Folge der Corona-Krise sind bei der Deutschen Bahn mehr als 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr. „Es droht ein dramatischer Stellenabbau“, zitierte die „Bild am Sonntag“ den Vorsitzenden der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Klaus-Dieter Hommel. „Die Deutsche Bahn AG will im Gegenzug für staatliche Hilfen etwa fünf Milliarden Euro, davon etwa 2,25 Milliarden beim Personal einsparen. Die Umsetzung dieser Vereinbarung zwischen dem Konzern und der Bundesregierung heißt im Klartext: Abbau von weit über 10.000 Stellen bei der Deutschen Bahn im gesamten Bundesgebiet.“ Die Deutsche Bahn beschäftigt in Deutschland mehr als 210.000 Menschen.

Samstag, 16.5.

Olaf Scholz fordert Milliarden-Schutzschirm für die Kommunen

Finanzminister Olaf Scholz hat dort seine Pläne für ein milliardenschweres Hilfspaket für die Koommunen bekräftigt. „Das ist eine Debatte, die keinen weiteren Aufschub braucht. Die muss jetzt geführt werden, auch dringend und auch gerne mit unterschiedlichen Ansichten“, sagte er am Samstagnachmittag in Berlin. Außerdem drängte Schulz auf eine Lösung des Altschuldenproblems. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Einnahmeausfälle, die in diesem Jahr entstehen, nicht dazu führen, dass Investitionen zurückgefahren werden, dass Aufgaben nicht bewältigt werden können, die jetzt ja noch dringender sind, als ohnehin schon.“ In Krisen seien Dinge bislang oftmals nicht zu Ende gedacht worden. Wenn Kommunen jetzt Aufgaben und Ausgaben zurückfahren müssten, „dann hat das in diesem und im nächsten Jahr dramatische Folgen für die Investitionstätigkeit in Deutschland“, warnte Scholz. „Die größten öffentlichen Investoren in Deutschland sind unsere Gemeinden und Städte.“ (FAZ)

Freitag, 15.5.

19:00 Uhr

Weiterer Nachtragshaushalt in Höhe von mindestens 100 Milliarden Euro geplant

Laut "Spiegel" bereitet Bundesfinanzminister Olaf Scholz einen weiteren Nachtragshaushalt vor. Bislang reagierte man aufgrund der Corona-Krise, die für einen Einbruch der Steuereinnahmen sorgte, mit 156 Milliarden Euro. Nun sollen mindestens 100 Milliarden zusätzlich benötigt, die auch mit neuen Schulden verbunden wären.



15:00 Uhr

Erstes EU-Land erklärt Corona-Pandemie für beendet und öffnet Grenzen

Slowenien hat als erstes EU-Land die Corona-Krise offiziell für beendet erklärt und öffnet ab dem 31. Mai alle Grenzen für gesunde EU-Bürger. Grund für die Öffnung seien die niedrigen Ansteckungszahlen von nur 35 Neuansteckungen innerhalb der letzten zwei Wochen. Abstandsregeln und Maskenpflicht sollen weiterhin gelten. Bei Symptomen des Coronavirus und Nicht-EU-Bürgern wird die Einreise jedoch weiterhin verwährt.



11:30 Uhr

Corona-Prämie in Höhe von 1000 Euro für Beschäftigte in der Altenpflege genehmigt

Grünes Licht vom Bundesrat: Die Beschäftigten in der Altenpflege erhalten für ihren Einsatz in der Corona-Krise eine Netto-Extrazahlung von bis zu 1000 Euro, die von den Arbeitgebern auf bis zu 1500 Euro aufgestockt werden kann. Die Höhe der Zahlungen im Einzelfall sind abhängig von Funktion und der Arbeitszeit.

Donnerstag, 14.5.

19:30 Uhr

Studie: Mütter reduzieren zur Betreuung der Kinder in Coronazeiten eher ihre Arbeitszeit als Väter

Die Schulen waren für Wochen geschlossen und Millionen Kinder mussten zuhause betreut werden. Keine leichte Aufgabe, wenn beide Elternteile Vollzeit arbeiten. In der Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) wurden 7.600 Erwerbstätige befragt, um festzustellen, wie der zusätzlich anfallende Betreuungsaufwand aufgefangen wird.

Laut der Studie reduzierten dabei eher Mütter als Väter von Kindern unter 14 Jahre ihre Arbeitszeit. Während 27 Prozent der Frauen ihre Arbeitszeit im Job runterfuhren, waren es nur 16 Prozent der Väter. Gerade bei Haushalten mit geringen bis mittleren Einkommen soll dieser Effekt noch stärker ausgeprägt sein.




11:30 Uhr

Bestätigt: Bundesregierung erhöht Kurzarbeitergeld

Bisher erhielten Arbeitnehmer in der Kurzarbeit 60 Prozent des letzten Nettolohns und Arbeitnehmer mit Kindern 67 Prozent. Nun gab die Bundesregierung grünes Licht für ein Gesetz, welches eine Erhöhung der Sätze ab dem vierten Bezugsmonat vorsieht. So bekommen Arbeitnehmer zukünftig 70 Prozent beziehungsweise 77 Prozent des letzten Nettolohns, ab dem siebten Bezugsmonat sogar bis zu 87 Prozent für Arbeitnehmer mit Kindern. Diese deutliche Erhöhung des Kurzarbeitergeld soll bis maximal zum 31. Dezember 2020 gelten.

Mittwoch, 13.5.

21:15 Uhr

UN: Bittere Armut auf der Welt wird zunehmen

Die Vereinten Nationen haben neue Zahlen zur Armut auf der Welt vorgestellt. Durch das Coronavirus geht die UN von einem enormen Anstieg an Menschen in bitterer Armut aus, sodass etwa 34,3 Millionen zusätzliche Menschen unter den Status "extreme Armut" fallen. Vor allem Menschen auf dem afrikanischen Kontinent (56 Prozent) sollen dabei von diesem Schicksal betroffen sein.



16:45 Uhr

Verkehrsministerium plant 170-Millionen-Hilfspaket für die Busbranche

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer möchte die Busbranche finanziell kräftig unter die Arme greifen. Insgesamt 170 Millionen Euro sollen dabei laut Scheuer in die Bus-Firmen fließen. Vor allem Unternehmen, die im Nahverkehr operieren, sollen dabei von den Geldern profitieren.



14:00 Uhr

Laut Kanzlerin Merkel sind keine Steuererhöhungen geplant

Gute Nachrichten für Steuerzahlen: Um die Corona-Krise zu bewältigen, sind laut Bundeskanzlerin Angela Merkel keine Steuer- oder Abgabenerhöhungen geplant.

"Ich sage nicht, dass niemand etwas merken wird. (...) Stand heute sind keinerlei Erhöhungen von Steuern und Abgaben geplant", so die Kanzlerin auf eine Frage eines Abgeordneten.




10:00 Uhr

TUI streicht 8000 Arbeitsplätze wegen der Corona-Krise

Der Reisekonzern TUI möchte wegen den finanziellen Engpässen aufgrund der Corona-Krise etwa jede zehnte Stelle der mehr als 70.000 Arbeitsplätze streichen.

TUI-Chef Fritz Joussen: “Sie wird eine andere TUI sein und ein anderes Marktumfeld vorfinden als vor der Pandemie. Das macht Einschnitte erforderlich“.

Neben dem Stellenabbau sollen auch die Verwaltungskosten um 30 Prozent sinken.

Dienstag, 12.5.

19:45 Uhr

Finanzministerium erwartet 118,8 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen

Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur rechnet das Finanzministerium mit geringeren Steuereinnahmen. Grund für die mit 118,8 Milliarden Euro niedrigeren Einnahmen für Bund, Länder und Gemeinden, sind die Corona-Hilfsmaßnahmen der vergangenenen Wochen und Monate.

„Jedem sollte anhand der Zahlen klar sein, dass die Möglichkeiten des Staates begrenzt sind“, erklärte der FDP-Politiker Karsten Klein.

Das Finanzministerium beziffert die gesamten Hilfskosten in einer Höhe von 453,4 Milliarden Euro für das Jahr 2020.




13:00 Uhr

EU will die Grenzen wieder öffnen

Aktuell sind in Europa für die meisten Menschen die Grenzen dicht. Das soll nach Auffassung der Europäischen Kommission jedoch schon bald ein Ende finden. „Da sich die Gesundheitssituation allmählich verbessert, sollte sich die Abwägung ändern, hin zu einer uneingeschränkten Personenfreizügigkeit“, heißt es nach Angaben des "Handelsblatt" in einem Entwurf der Kommission. Zunächst sollen dabei die Kontrollen an Grenzen gelockert werden, wo die Infektionszahlen in beiden Ländern auf ähnlichem Niveau seien.





10:30 Uhr

Ab Juli: Fluganbieter Ryanair kehrt mit fast 1000 Flügen am Tag langsam zur Normalität zurück

Der Fluganbieter Ryanair fährt seinen Flugbetrieb ab Juli wieder deutlich hoch. So sollen täglich fast 1000 Flüge angeboten werden, was in etwa 40 Prozent des regulären Flugverkehrs der britischen Airline entspricht. Damit die Flüge wie geplant stattfinden können, sollen die Passagiere unter anderem vor und während des Fluges Gesichtsmasken tragen. Durch die 1000 täglichen Flügen sollen laut Angaben der Airline insgesamt 90 Prozent der normalen Strecken abgedeckt werden.

Montag, 11.5.

16:30 Uhr

Deutsche Bahn nimmt erste grenzüberschreitende Züge wieder in Betrieb

Bislang war der grenzüberschreitende Bahnverkehr nach Frankreich gekappt, doch nun bietet die Deutsche Bahn wieder Fahrten in unser Nachbarland an. Auf der Strecke von Frankfurt über Saarbrücken nach Paris können Pendler so täglich in die Millionenmetropole Paris reisen. Doch aufgepasst: Die Einreise ist nur aus triftigen Gründen wie der Ausübung des Jobs gestattet.



12:30 Uhr

Deutscher Hochschulverband fordert Corona-Bonus für Abiturienten

Der Deutsche Hochschulverband erwartet aufgrund den Corona-Beschränkungen schlechtere Gesamtschnitte beim Abiturienten im Vergleich zu den Vorjahren. Laut Verbandspräsident Bernhard Kempen soll den Schulabgängern jedoch entgegengekommen werden. Sollten die Abiturnoten im Schnitt 0,4 oder 0,5 Punkte schlechter ausfallen, soll es einen "angemessen Bonus" bei zulassungsbeschränkten Studiengängen geben, wie Kempen gegenüber der Funke-Mediengruppe bestätigte.

Sonntag, 10.5.

2,1 Millionen Deutsche erleiden existenzbedrohende Verluste

2,6 Prozent der Deutschen – also rund 2,1 Millionen Bürger – erleiden existenzbedrohende finanzielle Verluste, da sie durch das Raster der staatlichen Hilfen fallen, wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Postbank berichtete.

Weitere 4,2 Prozent (3,5 Millionen) verzeichnen demnach erhebliche finanzielle Einbußen. Insgesamt müsse mehr als ein Fünftel der deutschen Bevölkerung mit weniger Geld auskommen als vor der Krise.

Samstag, 9.5.

Immer mehr Politiker fordern Grenzöffnungen

Wie die FAZ berichtet, werden die Forderungen von Politikern nach Grenzöffnungen lauter. Nun hat sich auch der Ministerpräsident von NRW und Kanzlerkandidat Armin Laschet geäußert: „Wir brauchen dringend eine Öffnung der Grenze zu Frankreich“, sagte der CDU-Politiker der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. „Dort endet der Lockdown am 11. Mai – das wäre ein guter Zeitpunkt, unseren Nachbarn zu signalisieren, dass wir eine gemeinsame europäische Antwort bei der Pandemiebekämpfung anstreben.“

Auch mit Österreich müsse man über Grenzöffnungen reden. Aus Laschets Sicht waren die vergangenen Wochen „zu sehr nationalstaatlich und zu wenig europäisch geprägt“.

Bereits am Freitag hatten der Ministerpräsident Saarlands, Tobias Hans, und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer eine baldige Öffnung gefordert. Außerdem hatten zwölf deutsche und französische Parlamentarier einen gemeinsamen Aufruf zur Öffnung der Grenze veröffentlicht. Wegen der sinkenden Zahl von Corona-Infektionen in beiden Staaten könnten die Grenzschließungen „nicht mehr mit Gesundheitsschutz begründet werden“.

Donnerstag, 7.5.

17:00 Uhr

Mehr als 33 Millionen Amerikaner haben durch Corona ihren Job verloren

In Deutschland gibt es insgesamt 45 Millionen Erwerbtstätige. Fast genau so viele Menschen sind in den USA durch Corona arbeitslos geworden. Konkret sind es mehr als 33 Millionen Menschen wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Irre: Alleine in dieser Woche sind rund 3,2 Millionen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ausstellen.



12:30 Uhr

Deutsche Flughäfen mit einer halben Milliarde Euro Verlust pro Monat

Weil derzeit fast keine Flieger mehr abheben, ist der Umsatz an deutschen Flughäfen dramatisch eingebrochen. Stefan Schulte (Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) bestätigt: "Jeden Monat verlieren unsere Standorte eine halbe Milliarde Euro an Umsatz" und zehntausende Arbeitsplätze seien wegen Corona "akut gefährdet". Abhilfe würden laut Schulte Kredite schaffen, die die Vorhaltekosten für die Betriebsbereitschaft der Flotten abdecken könnten.



09:30 Uhr

McKinsey-Umfrage: Verbraucher wollen wegen Corona ihr Verhalten ändern

Laut einer repräsentativen Umfragen des Marktforschungs-Unternehmens McKinsey wollen viele deutsche Verbraucher auch nach Abflauen der Coronakrise und Lockerungen der Beschränkungen im öffentlichen Leben, ihr Verhalten im Alltag ändern. Dabei wollen 40 Prozent der Verbraucher seltener die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, 30 Prozent seltener auf Konzerte gehen und ebenfalls 30 Prozent der Deutschen zukünftig weniger reisen.

Mittwoch, 6.5.

18:15 Uhr

In der Fußball-Bundesliga kann ab Mitte Mai wieder der Ball rollen

Diese Nachricht lässt das Herz von Fußballfreunden höher schlagen. Bund und Länder beschlossen heute, dass ab der zweiten Maihälfte der Ball wieder rollen darf. Der konkrete Termin, wann es wieder Fußballspiele in der besucherstärksten Fußballliga der Welt geben wird, steht derzeit noch nicht fest und wird von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) bestimmt. Der überwiegende Teil der Ministerpräsidenten präferierte beim Votum für einen Starttermin am 15. Mai. Der Spielbetrieb der Bundesliga wird jedoch zunächst ohne Fans in Geisterspielen stattfinden müssen, um weitere Ansteckungen am Coronavirus zu verhindern.



14:30 Uhr

Beschränkungen aufgehoben: Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen

Bisher durften Geschäfte nur mit einer Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern öffnen. Nun kippt die Bundesregierung diese Beschränkung: Ab sofort können Geschäfte jeglicher Größe wieder Kunden in ihren Räumlichkeiten begrüßen. Allerdings verständigten Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder auf Vorgaben zur maximalen Anzahl an Kunden und Personal, die gleichzeitig im Laden sind. Diese Zahl richtet sich an der Größe der Verkaufsfläche. Mit dieser Regelung soll weiterhin die Ansteckungsgefahr gering gehalten werden.



12:30 Uhr

Grünes Licht: Bundesregierung beschließt Mehrwertsteuersenkung für Restaurants und Gaststätten

Positive Nachrichten für die Gastronomie. Die Bundesregierung billigte einen Gesetzesentwurf, indem die Mehrwertsteuer für Speisen in Restaurants und Gaststätten zeitweise auf sieben Prozent gesenkt wird. Diese befristete Steuersenkung gilt bis Ende Juni 2021 und betrifft nur das Essen, jedoch keine Getränke.

„Die Umsatzsteuersenkung auf Speisen wird der Gastronomie beim Durchstarten nach dem Corona-Lockdown helfen.“, sagt Finanz-Staatssekretärin Sarah Ryglewski gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters.


10:00 Uhr

Industrie mit stärkstem Auftragseinbruch seit fast 30 Jahren

Der März war für die deutsche Industrie ein Horror-Monat. Grund dafür: Die Auswirkungen der Corona-Krise. Laut Bundeswirtschaftsministerium hatte die deutsche Industrie um 15,6 Prozent weniger Aufträge als im Vormonat zu beklagen. Das ist der stärkste Rückgang seit dem Jahr 1991.

Dienstag, 5.5.

12:30 Uhr

Britischer Automarkt bricht um fast 100 Prozent ein

In Großbritannien scheint auf dem Automobilbranche die Welt im wahrsten Sinne des Wortes still zu stehen. Laut dem Branchenverband Society of Motor Manufacturers and Traders wurden fast 100 Prozent weniger Auto-Neuzulasssungen im April im Vergleich zum Vorjahr ausgestellt, sodass lediglich 4321 Neuwagen im gesamten Königreich auf den Markt gekommen sind.




09:30 Uhr

Große Geschäfte vor bundesweiter Wiedereröffnung

Die Lockerungen der Beschränkungen für Unternehmen in der Corona-Pandemie sah bislang bis auf wenige Ausnahmen eine Öffnung von großen Geschäften mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern ab. Nun soll nach dem tröpfchenweisem Wegfallen dieser Regel in einzelnen Bundesländern wie Berlin, Saarland und Sachsen-Anhalt, auch bundesweit diese Begrenzung fallen und ein Verkauf auf Flächen von mehr als 800 Quadratmetern möglich sein, sofern strenge Hygieneregeln befolgt werden.

Montag, 4.5.

18:30 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel verspricht 525 Millionen Euro im Kampf gegen Corona

Beim Kampf gegen das Coronavirus hält Europa zusammen. Entscheidender Treiber der Finanzierung der internationalen Zusammenarbeit bei der Enwicklung von Impfstoffen? Deutschland! Insgesamt 525 Millionen fließen dabei alleine aus dem deutschen Staatshaushalt, um die Forschung für ein Heilmittel voranzutreiben. Die Gelder Deutschlands sind Teil von bisher einer Milliarde Euro, die in der EU-Komission bislang gesammelt wurden. Über 7,5 Milliarden Euro sollen insgesamt benötigt werden.




15:30 Uhr

Vorreiter: Niedersachsen eröffnet Restaurants ab nächster Woche

Unternehmen haben bisher nur wenig von den Corona-Lockerungen profitieren können.Das wird schon in Kürze ein baldiges Ende finden, denn Bundesland Niedersachsen erwägt eine Öffnung der Restaurants – und das bereits ab kommenden Montag. Damit Restaurants, Gaststätten und Co. wieder Plätze innerhalb ihrer Lokalitäten anbieten können, soll nur maximal die Hälfte der Plätze zugänglich sein und eine Reservierungspflicht gelten.




12:15 Uhr

Lockdown kostet 5 Milliarden Euro – täglich!

Jens Südekum ist Wirtschaftswissenschaftler und im Beraterstab von Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Im Livestream der BILD erklärte der Ökonom die Kosten eines Lockdowns. So sollen diese Kosten bei 35 Milliarden Euro die Woche liegen bzw. 5 Milliarden am Tag kosten. Auf den einzelnen Bürger heruntergebrochen, bezahlt ein Bundesbürger so durchschnittlich 60 Euro für jeden Tag dieser Ausnahmesituation.


9:15 Uhr

DIHK bangt um Zukunft von Azubis

Mehr als 1,3 Millionen Auszubildende machen derzeit in Deutschland ihre Ausbildung. Nun blickt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie besorgt in die Zukunft für Azubis.

„Wenn Einnahmen fehlen und Berufsschulen geschlossen sind, geraten bestehende Ausbildungsverhältnisse in Gefahr“, heißt es in einer internen DIHK-Analyse, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

Die DIHK erwartet rund eine halbe Million Schulabgänger, die im August und September eine Ausbildung beginnen wollen. Aufgrund eines möglichen Engpasses an Ausbildungsstellen , fordert die DIHK die Zahlung eines finanziellen Bonus der Regierung an Unternehmen, die zusätzliche Azubistellen schaffen.

Samstag, 2.5.

9:00 Uhr

BDI-Präsident warnt vor massivem Wohlstandsverlust

Der Präsident des Industrieverbands BDI Dieter Kempf hat vor gravierenden Folgen eines verlängerten Shutdowns gewarnt: "Jede Woche eines Shutdowns kostet die deutsche Volkswirtschaft einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag an Wertschöpfung", sagte Kempf gegenüber der Funke-Mediengruppe. "Ein derartiger Einschnitt lässt sich nicht über Monate aushalten und erzeugt massive Wohlstandsverluste und dauerhaften Schaden in Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere Unternehmen wollen und müssen wissen, in welchen Stufen das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder anlaufen soll – und zwar nach dem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am 6. Mai."

Donnerstag, 30.4.

10 Uhr

Kanzleramtschef: Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis 10.5.

Nach Einschätzung von Kanzleramtschef Helge Braun werden die bis zum 3. Mai geltenden Kontaktbeschränkungen mindestens bis 10. Mai verlängert. Weitere Öffnungsschritte würden sicherlich erst bei der übernächsten Beratung von Bund und Ländern am 6. Mai erfolgen.

Bis zum 3. Mai sind Gastronomiebetriebe und viele andere Einrichtungen geschlossen. Ausgenommen ist nur die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. (FAZ)

Dienstag, 28.4.

DFL-Chef Seifert will Profi-Fußball nach Coronakrise neu gestalten

In einem Interview mit der FAZ sagte Christian Seifert: „Wir brauchen jetzt nicht nur eine Taskforce 'Sportmedizin', um überhaupt die Voraussetzungen zu schaffen, unter denen wir weiterspielen dürfen. Wir brauchen jetzt auch eine Taskforce 'Zukunft Profifußball', die die Rahmenbedingungen definieren muss, unter denen wir künftig spielen wollen“. Dies sei die einhellige Meinung des gesamten DFL-Präsidiums.

Der Geschäftsführer und Präsidiumssprecher der Deutschen Fußball Liga würde diese Taskforce ab Herbst einsetzen: „In jeder Präsidiumssitzung war zuletzt das Thema: Was lernen wir aus dieser Krise, worüber müssen wir nachdenken? Die Liste wird mit jeder Sitzung länger. Wir wollen nicht einfach nur irgendwie durch die Krise kommen und dann weitermachen wie bisher.“

So hofft Seifert auch auf Gehaltsobergrenzen. „Doch Tatsache ist, dass ein Salary Cap gegen europäisches Recht verstößt“, sagte er. „Sollten neue Signale seitens der Politik gesendet werden, gebe ich Ihnen Brief und Siegel, dass UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zur EU fährt und dort sagt: Lasst uns über Salary Caps, über die Begrenzungen von Ablösesummen und Beraterhonoraren sprechen. Und ich bin der Erste, der ihn begleitet.“

Montag, 27.4.

13:00 Uhr

Einzelhandelsverband fordert Coronaschecks

Der Einzelhandelsverband HDE hat die Bundesregierung aufgefordert, die Konjunktur mit Hilfe von "Coronaschecks" anzukurbeln. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte, die Binnenkonjunktur sei der Stabilitätsanker der Wirtschaft gewesen. Das könne sie wieder werden, „wenn die Bundesregierung einen starken Konjunkturimpuls setzt“.

Ein "staatlicher Konsumimpuls" von 500 Euro je Einwohner würde einen Nachfrageschub von bis zu 40 Milliarden Euro auslösen. (FAZ)

Sonntag, 26.4.

11:00 Uhr

Corona-App: Regierung nun für dezentralisierte Speicherung der Daten

Laut Kanzleramtschef Helge Braun bevorzugt die Regierung nun eine dezentralisierte Speicherung der Nutzerdaten der geplanten Corona-App. In einem ARD-Interview sagte Braun am Samstagabend, man werde "eine dezentralisierte Architektur vorantreiben, die die Kontakte nur auf den Geräten speichert und damit Vertrauen schafft". Bisher hatte das Bundesgesundheitsministerium eine zentralisierte Variante präferiert.

Die Behörden führen derzeit mit Google und Apple Gespräche über eine entsprechende App, die helfen soll, die Ansteckungen nach dem Shutdown einzudämmen. Die App soll erfassen, welche Smartphones sich nahegekommen sind – und Nutzer warnen, wenn sich herausstellt, dass sie in der Nähe von infizierten Personen waren.

10:00 Uhr

Tourismusbeauftragter schließt Fernreisen in diesem Sommer aus

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hält laut FAZ Sommerurlaube in Deutschland für möglich – aber keine Fernreisen. "Große Fernreisen werden in diesem Jahr eher ausfallen. Es steht für viele Heimaturlaub auf dem Programm. Ich gehe davon aus, dass das möglich sein wird, hoffentlich auch schon im Sommer."

Dazu brauche es aber klare Sicherheitskriterien. "Sicherheitsabstände, regelmäßige Desinfektion oder auch Tests für Personal und Mitarbeiter sind sicher vorstellbar."

Freitag, 24.4.

12:30 Uhr

Städtebund fordert Milliarden vom Bund

Der Städte- und Gemeindebund hat durch die Coronakrise einen milliardenschweren Fehlbetrag in den Kassen. Deswegen fordert Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg ein "hoher zweistelliger Milliardenbetrag" und fordert "einen Rettungsschirm von Bund und Ländern" um handlungsfähig bleiben. Bislang seien laut Landsberg noch keine Angebote des Bundes an Kommunen angeboten.




09:00 Uhr

Großbritannien steht möglicherweise vor schwerster Rezession seit dem 17. Jahrhundert

Während in Deutschland die schrittweise Öffnung der Geschäfte beginnt, soll in Großbritannien der Lockdown bis mindestens zum 11. Mai andauern. Durch diese Auswirkungen der Coronakrise steht dem Vereinigten Königreich nun möglicherweise der tiefste Wirtschaftseinbruch seit mehr 300 Jahren bevor. Diesen Einbruch in Höhe von bis zu 20 Prozent erwartet laut Angaben des Handelsblatt der Volkswirt David Owen, der bei der Investmentbank Jefferies arbeitet.

Donnerstag, 23.4.

17:30 Uhr

Besuch beim Friseur wird wegen Hygiene-Vorgaben teurer

Haarschnitte werden teurer. Das ist die Meinung von Jörg Müller, Hauptsgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. Dieser Preisanstieg von geschätzten ein bis zwei Euro, ist vor allem in den gestiegenen Hygienevorgaben und den höheren Kosten für Schutzausrüstung begründet.



12:15 Uhr

Tausende Fahrschulen vor dem Aus

Die Interessensvereinigung europäischer Verkehrsverlage, Moving International Road Safety Association, schlägt Alarm für deutsche Fahrschulen. Mehr als 3000 Fahrschulen sollen durch die Corona-Krise vor dem Aus stehen. Das sind 30 Prozent der aktuell rund 10.000 Fahrschulen in Deutschland.

„Die Fahrschulen brauchen kurzfristig eine zeitliche Perspektive, um Arbeitsplätze in einem systemrelevanten Beruf zu erhalten und um unter anderem die dringend notwendigen Berufskraftfahrer-Ausbildungen möglich zu machen“, so der Verbandspräsident Jörg-Michael Satz gegenüber der dpa.



09:15 Uhr

76 Prozent der Unternehmen schicken Mitarbeiter verstärkter ins Home-Office

Das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) hat neue Zahlen zum Arbeitsmarkt veröffentlicht. So befinden sich derzeit 50 Prozent der deutschen Unternehmen in Kurzarbeit; 70 Prozent der Unternehmen bereiten sich auf Kurzarbeit vor. Besonders betroffen sind dabei Mitarbeiter im Handel mit 55 Prozent der Betriebe.

Desweiteren sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen zum Stellenabbau gezwungen.

Eine weitere Erkenntnis des ifo-Instituts ist der gestiegene Anteil an Home-Office. So nutzen aktuell 76 Prozent der Unternehmen verstärkter diese Form der Arbeit.

Mittwoch, 22.4.

22:45 Uhr

Ver.di fordert mehr Pausen für Verkäufer

Die Vereinte Dienstleistungsgesellschaft (ver.di) fordert verlängerte Pausen für Verkäufer. Insgesamt zehn Minuten Pause pro Stunde sollen dabei für die Angestellten herausspringen. Grund für diese Forderung stellen laut Gewerkschaft die erhöhten Belastungen und Beeinträchtigungen durch das Tragen von Atemschutzmasken dar.


15:45 Uhr

Bundesregierung erwartet deutlichen Einbruch des Bruttoinlandsproduktes

7,25 Prozent! So hoch fällt der Einbruch des Bruttoinlandsproduktes für 2020 nach Einschätzungen der Bundesregierung aus. Aus dem Deutschen Stabilitätsprogramm 2020 geht hervor, dass sich vor allem die Coronakrise und Neuverschuldung in Rekordhöhe dafür verantwortlich zeigen.



12:30 Uhr

Laut Medienbericht: Bundesarbeitsminister will länger Arbeitslosengeld zahlen

Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins "Business Insider" will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil das Arbeitslosengeld I länger auszahlen. Dies soll alle Erwerbslose betreffen, deren Ansprüche im Zeitraum bis Oktober enden würden. Die Entscheidung über diese Regelung soll dabei heute um 17 Uhr bei einem Koalitionsausschuss fallen.



11:45 Uhr

Erster klinischer Impfstoff-Test in Deutschland

Das Paul-Ehrlich-Institut in Langen (Hessen) hat erstmals eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das neuartige Coronavirus erteilt – an das Mainzer Unternehmen Biontech. Wie das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel mitteilte, darf Biontech nun seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen testen. Biontech arbeitet bei der Entwicklung des Impfstoffs mit dem US-Pharmaunternehmen Pfizer zusammen. Laut Paul-Ehrlich-Institut soll der Impfstoff zunächst an etwa 200 gesunden Erwachsenen im Alter von 18 bis 55 Jahren geprüft werden. In Phase 2 soll er an etwa 500 Menschen getestet werden, die zur größten Risikogruppe zählen: Menschen über 55 Jahre, die zum Teil auch Vorerkrankungen haben. (Spiegel)

09:10 Uhr

Apotheken mit Umsatz-Plus in Coronazeiten

Die aktuelle Coronakrise sorgt für viele Beschränkungen des öffentlichen Lebens, jedoch auch für ein ordentliches Umsatzplus für die Apotheken. So berichtet das Statistische Bundesamt von einem preisbereinigten Anstieg der Einnahmen der Apotheken von 6,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Der Grund? Das Statistische Bundesamt sieht es in der Produktvielfalt.„Sie können neben Medikamenten auch Umsätze mit Desinfektionsmitteln, kosmetischen Produkten oder mit Atemschutzmasken erzielen“, heißt es im Bericht.

Dienstag, 21.4.

18:30 Uhr

Politiker im Bundestag verzichten auf höhere Diäten

Die Politiker im deutschen Bundestag setzen ein weiteres Zeichen in der Coronakrise. Die Abgeordneten verzichten nämlich auf die Diätenerhöhung, die sich in Höhe von 2,6 Prozent bewegt hätte.

"Die Bundestagsfraktionen werden, wie angekündigt, in dieser außergewöhnlichen Krisensituation ein Signal bei den Diäten setzen", erklärte Britta Haßelmann (Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

So bleibt die Entschädigung eines Abgeordneten im Bundestag weiterhin auf dem Stand von 10.083,47 Euro im Monat.

Auch im Landtag des bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen haben sich heute die Parteien CDU, FDP, SPD und Grüne zusammengeschlossen, um auf die turnusmäßige Diätenerhöhung zu verzichten.




18:00 Uhr

KfW: Viele Selbstständige derzeit ohne Einnahmen

Laut der staatlichen Förderbank KfW trifft die Coronakrise Selbstständige besonders hart. So haben 90 Prozent dieser Gattung mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen, ein Drittel hat sogar keine Einnahmen mehr. Das sorgt dafür, dass viele Selbstständige ihre laufenden Kosten nicht mehr decken können. Wie angespannt die finanzielle Lage ist, zeigt auch eine weitere Zahl der KfW-Untersuchung. So haben etwa 50 Prozent der Selbstständigen so wenig Rücklagen, dass sie nicht mehr als zwei Monate überbrücken können.




12:00 Uhr

In Deutschland aktuell vier Millionen Angestellte in Kurzarbeit

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) hat im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung herausgefunden, dass in Deutschland mittlerweile rund vier Millionen Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen sind. Vor allem Beschäftigte mit einem niedrigeren Verdienst sind deutlich häufiger von diesen Maßnahmen betroffen als Besserverdienende.

Montag, 20.4.

20:00 Uhr

Starköche und Supermärkte mit gemeinsamen Brief an die Bundesregierung

In der Not halten sie noch mehr zusammen. Die Rede ist von den Handelsketten Metro und Edeka, als auch einer illustren Riege an prominenten Köchen wie Tim Mälzer, Frank Rosin und Tim Raue. Gemeinsam plädieren sie laut Nachrichtendienst dpa, in einem Brief an die Bundesregierung, für einen "achtsamen Neustart" der Gastronomie-Branche. Dieser Neustart soll Regeln für Abstände und höheren Hygienestandards in den Restaurants beeinhalten, um früher wieder zu öffnen und somit weiteren Pleiten durch Verdienstausfälle vorzubeugen.




18:30 Uhr

Sommerurlaub in Österreich könnte Realität werden

Der Frühling lässt die Bäume sprießen und die Temperaturen steigen an, doch an Urlaub ist in der Coronazeit derzeit nicht zu denken. Die österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstlinger macht jedoch Hoffnungen, dass deutsche Bürger ihren Sommerurlaub in Österreich verbringen könnten.

„Die Einschränkung der Reisefreiheit wird uns in den nächsten Monaten noch erhalten bleiben. Wenn Länder aber auch auf einem sehr guten und positiven Weg sind, wie beispielsweise Deutschland, dann gibt es durchaus auch die Möglichkeit, dass man sich bilateral einigt", so die 41-jährige Politikerin aus unserem Nachbarland.




14:15 Uhr

Flugbranche will mit 20-Punkte-Plan den Flugverkehr wiederaufnehmen

Zurzeit steht der Flugverkehr größtenteils still und das wird zum Problem einer ganzen Branche, denn nur mit möglichst vielen Maschinen in der Luft sind die Airlines überlebensfähig. Damit in Zukunft wieder Flugzeuge gen Himmel steigen können, hat die deutsche Luftfahrtbranche ein Konzeptpapier mit 20 Punkten entworfen. Laut Deutscher Presse-Agentur umfassen die Vorschläge unter anderem, ein mögliches verpflichtendes Tragen von Schutzmasken, mehr Passagierbusse und größere Abstände in der Warteschlange beim Sicherheitscheck




14:00 Uhr

Mehr Personal für Gesundheitsämter

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verkündete neue Pläne zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes. „Wir wollen Gesundheitsämter personell stärken", so der SPD-Politiker. In Zukunft sollen Teams von 5 Personen für 20.000 Einwohner zuständig sein. Desweiteren soll die Digitalisierung der Gesundheitsämter vorangetrieben werden.



11:30 Uhr

59 Millionen Arbeitsplätze in Europa gefährdet

In der Coronakrise explodierte die Zahl an Anträgen auf Kurzarbeit, doch auch die Zahl der Arbeitslosen könnte sich bald in dramatischen Sphären bewegen. So sollen nach Schätzungen der Beratungsunternehmen McKinsey insgesamt 59 Millionen Arbeitsplätze in Europa Gefahr sein. Mehr als die Hälfte der gefährdeten Stellen sollen dabei im Kundenservice und Vertrieb, Gastronomie und Baugewerbe zu finden sein.

Freitag, 17.4.

15:15 Uhr

70 Prozent Mietausfälle bei Gewerben in Deutschland

Die Corona-Beschränkungen sorgen für Mietausfälle in Deutschland. Das geht aus den neuen Zahlen des Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) hervor. So haben laut der Umfrage 70 Prozent der Verbandsmitglieder mit Ausfällen aus Mietverträgen mit dem Einzelhandel, Gastronomie-Gewerbe und der Hotellerie zu kämpfen.



09:20 Uhr

55 Prozent weniger Autoverkäufe in der EU

Schwere Zeiten für die Automobilbranche: Während gestern die erste Wiederaufnahme des Produktionsbetriebes von Volkswagen bekanntgegeben wurde und für einen ersten Hoffnungsschimmer zur Rückkehr zu alten Produktionen sorgen kann, zeigen neue Zahlen des Herstellerverband ACEA das schwere Ausmaß der Corona-Pandemie auf den Automarkt in der EU. So wurden im März mit rund 567.000 Fahrzeugen über 55 Prozent weniger Neuwagen für den Straßenverkehr zugelassen. Der stärkste Absatzrückgang war dabei in Italien festzustellen, die 85 Prozent weniger Neuzulassungen verkündeten.

Donnerstag, 16.4.

17:00 Uhr

Bayern öffnet Geschäfte erst eine Woche später

Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündete am gestrigen Tage, dass ab kommenden Montag Geschäfte mit einer Verkaufsfläche mit bis zu 800 Quadratmeter wieder geöffnet werden dürfen. Das betrifft alle 16 Bundesländer Deutschlands, doch Bayern verzichtet auf die frühzeitige Öffnung. So will das Bundesland erst am 27. April diese Geschäfte wieder öffnen wie Ministerpräsident Markus Söder in einer Kabinettssitzung verkündete.



15:20 Uhr

Uber verschenkt 20.000 Gratis-Fahrten an Beschäftigte im Gesundheitswesen

Freie Fahrt für Beschäftigte im Gesundheitswesen! Der Fahrdienstvermittler "Uber" schenkt nämlich diesen Alltagshelden über 20.000 kostenfreie Fahrten. Zunächst startet das Angebot in München und wird dann auf vier weitere Großstädte ausgeweitet.

Mittwoch, 15.4.

19:30 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel verkündet Lockerung bei Corona-Maßnahmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel wendete sich heute an die Öffentlichkeit und verkündete dabei einige Lockerungen der Corona-Maßnahmen. So bleiben zwar Großveranstaltungen noch bis zum 31. August verboten und die Kontaktbeschränkungen werden bis zum 3. Mail verlängert, jedoch sollen die Schulen und Friseure unter strengen Auflagen ab 4. Mai wieder schrittweise starten dürfen. Gute Nachrichten auch für Inhaber von Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmeter: Sie dürfen ab Montag wieder öffnen.




11:00 Uhr

Über 725.000 Unternehmen mit Kurzarbeit-Anträgen

Der Ansturm auf Kurzarbeit-Anträge ebbt nicht ab: Mittlerweile haben 725.000 Unternehmen einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt, wie neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigen. Das entspricht jedem dritten Betrieb in Deutschland und bedeutet einen Anstieg von 75.000 Betrieben in nur einer Woche. Diese Zahlen aus der Schnellauswertung stammen laut Bundesagentur für Arbeit aus fast allen Branchen.



10:45 Uhr

Wirtschaftsministerium rechnet mit Konsum-Rückgang

Das Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichte einen neuen Bericht zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands im April. In diesem Papier wird mit einem "bisher einmaligen" Einbruch der Industriekonjunktur für diesen Monat gerechnet.

„Die wegbrechende globale Nachfrage, die Unterbrechung von Lieferketten, Verhaltensänderungen der Verbraucher und eine Verunsicherung von Investoren wirken sich massiv auf Deutschland aus.“, heißt es im Bericht des Bundeswirtschaftsministerium.


Schon seit März befindet sich Deutschland in einer Rezession.

Dienstag, 14.4.

17:15 Uhr

IWF rechnet mit größtem Wirtschaftseinbruch seit 90 Jahren

Die Volkswirte des Internationalen Währungsfonds (IWF) rechnen mit einem dramatischen Einbruch des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland. So rechnen die Experten mit einem Verlust von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im gesamten Europa wird sogar mit einem Minus von 7,5 Prozent gerechnet. Globale Zahlen liegen noch nicht vor, doch wird mit dem größten Einbruch der Weltwirtschaft seit der Großen Depressionen in 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts gerechnet.





16:15 Uhr

Goldpreis auf rekordverdächtigem Hoch

Goldige Aussichten für Anleger, die vor der Coronakrise auf das begehrte Edelmetall gesetzt haben. Heute dotiert der Goldpreis auf einem Allzeithoch von knapp 1582 Euro pro Unze. Nie zuvor war der Preis für Gold in der Währung Euro höher. Auch an der Börse in London wurden Rekorde gesprengt. Mit 1728 Dollar pro Feinunze stellt es den höchsten Preis seit Ende 2012 dar. Das entspricht einem Anstieg des Goldpreises von etwa zehn Prozent.


15:30 Uhr

Deutsches Unternehmen spendet über 100 Millionen Atemschutzmasken

Der Chemiekonzern BASF hilft im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus mit einer Spende in achtstelliger Höhe. Genauer gesagt: 100 Millionen Atemschutzmasken werden so vom DAX30-Konzern an den deutschen Staat verschenkt. „Eine Notsituation wie diese können wir nur alle gemeinsam bewältigen“, so BASF-Chef Martin Brudermüller. „Wir nutzen daher unsere Einkaufsnetzwerke und unsere Logistik in China, um zu helfen.“ Der Konzern baut die Masken nämlich nicht selbst, sondern kauft sie in China ein.




09:45 Uhr

Zeitpunkt der Wiederöffnung von Geschäften weiterhin offen

In unserem Nachbarland Österreich beginnen ab heute die stufenweisen Lockerungen der Corona-Beschränkungen, sodass kleine Läden mit einer Verkaufsfläche von weniger als 400 Quadratmetern, sowie Garten- und Baumärkte wieder öffnen dürfen. In Deutschland zeigt sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier jedoch noch vorsichtig, was einen Termin für mögliche Lockerungen für die Ladengeschäfte betrifft.

„Ich möchte den Ministerpräsidenten nicht vorgreifen, das ist eine Entscheidung von 16 Bundesländern“, sagte Altmaier. Die Landesregierungschefs wollen am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen beraten. „Wir schauen, was geschieht, wie die Infektionszahlen sich in den nächsten Tagen entwickeln werden“, so Altmaier im ARD-Morgenmagazin.

Montag, 13.4.

09:45 Uhr

Lockerung des Shutdown: Kramp-Karrenbauer fordert gemeinsames Vorgehen

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer besteht auf einem gemeinsamen Vorgehen bei einem schrittweisen Ausstieg aus den Corona-Maßnahmen nach den Osterferien. „Es ist wichtig, dass wir möglichst einheitliche Regelungen haben. Alles andere wirft zusätzliche Fragen auf“, sagte Kramp-Karrenbauer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es gebe innerhalb der Ministerpräsidentenkonferenz die feste Vereinbarung, „gemeinsam mit der Bundesregierung ein gutes Gesamtpaket auch vorstellen zu können, mit dem man möglicherweise, das hängt von der Entwicklung der Zahlen über Ostern ab, erste Schritte gehen kann“. Am Mittwoch soll es eine Telefonkonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel zum weiteren Vorgehen geben.

Sonntag, 12.4.

13:00 Uhr

Jens Spahn: "Wir sind bis hierhin gut durchgekommen"

Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich in Bild-TV optimistisch zu Deutschlands Umgang mit der Corona-Pandemie geäußert: „Wir sind bis hierhin gut durchgekommen zusammen. Wir haben noch 10.000 freie Intensiv-Betten. Wenn wir das jetzt durchtragen über Ostern, dann werden wir diese erste Dynamik gemeinsam geschafft haben, und dann wird es darum gehen, wie wir schrittweise zurückkommen.“

Der CDU-Politiker sagte zu möglichen Lockerungen der bestehenden Maßnahmen: „Wir müssen dort lockern, wo das Infektionsrisiko gering ist. Bei Partys ist das nicht der Fall. Wir müssen zuerst etwas für berufstätige Eltern tun."

Samstag, 11.4.

22:00 Uhr

TV-Ansprache des Bundespräsidenten

In einer Fernsehansprache hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Deutschen für ihren Einsatz in der Corona-Krise gedankt. Er sei "tief beeindruckt von dem Kraftakt, den unser Land in den vergangenen Wochen vollbracht hat". Durch die Einhaltung der teils radikalen Einschnitte habe jeder "Menschenleben gerettet und rettet täglich mehr", sagte Steinmeier. Weiter sagte er: "Die Pandemie zeigt uns: Ja, wir sind verwundbar. Vielleicht haben wir zu lange geglaubt, dass wir unverwundbar sind, dass es immer nur schneller, höher, weiter geht. Das war ein Irrtum." Der Bundespräsident rief die Bürger auf, weiterhin geduldig zu sein. Über ein Ende oder eine Lockerung des Shutdowns würden seiner Meinung nach nicht allein Politiker und Experten entscheiden, "sondern wir alle haben das in der Hand".

Freitag, 10.04

22:30 Uhr

Eine halbe Billion Euro Hilfspaket für Europa

In Brüssel haben sich die Finanzminister der Europäischen Union auf ein milliardenschweres Hilfspaket für die Mitgliedsstaaten geeinigt. So stehen für den Arbeitsmarkt, Unternehmen und Staatsschulden Gelder in Höhe von mehr als 500 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Kredite für Staaten der Eurogruppe haben mit 240 Milliarden Euro das höchste Volumen in diesem Paket und ermöglichen jedem Empfängerland Kredite in Höhe von bis zu zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts.




19:30 Uhr

Google und Apple kooperieren im Kampf gegen Corona

Geschäftlich sind sie erbitterte Konkurrenten, beim Kampf gegen das Coronavirus sind die amerikanischen Tech-Giganten vereint. So wollen die beiden führenden Anbieter von Smartphone-Betriebssystemen die Entwicklung von Apps zur Überwachung von Corona-Infizierten erleichtern. Beide Betriebssysteme sollen Schnittstellen bekommen und setzen auf Bluetooth-Technik. Datenschutz spiele dabei eine Hauptrolle. "Der Schutz der Privatsphäre und die Sicherheit der Benutzer werden im Mittelpunkt dieser Entwicklung stehen“, erklärten die Unternehmen.



15:15 Uhr

Deutsche Post plant nun auch am Sonntag Pakete auszuliefern

Aufgrund des hohen Bestellaufkommens in Zeiten der Coronakrise bringt die Deutsche Post eine Paketzustellung auch am Sonntag ins Spiel. Bisher liefert das Bonner Unternehmen an sechs Tagen die Woche Pakete und Briefe aus. "Hilfreich wäre beispielsweise, punktuell auch sonntags arbeiten zu können, um beispielsweise Spitzen in der Paketzustellung besser bewältigen zu können", sagt Post-Vorstand Tobias Meyer der "Rheinischen Post".

Momentan liefert die Deutsche Post DHL acht Millionen Pakete und Päckchen am Tag aus.

Donnerstag, 09.04

13:45 Uhr

650.000 Betriebe mit Anträgen auf Kurzarbeit

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit haben mittlerweile rund 650.000 deutsche Firmen aufgrund der Coronakrise Kurzarbeit beantragt. Das ist ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die Anzahl an kurzbeschäftigten Arbeitnehmern könne jedoch nach Aussage vom Vorsitzenden des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, noch nicht abgeschätzt werden.



09:45 Uhr

9,2 Milliarden Euro Marktwertverluste bei Fußballprofis

Die Welt scheint aktuell still zu stehen und auch das runde Leder in der Bundesliga ruht derzeit. Wie es nach der Coronakrise weitergeht? Noch ungewiss! Eine Situation, die bei fast allen Bundesligisten für Kurzarbeit sorgte und sich auch auf die Marktwerte der Fußballprofis auswirkt.

Das Onlineportal Transfermarkt.de hat nun die Werte angepasst und dabei sind allein die Bundesligaspieler nun 900 Millionen Euro weniger wert. Auf alle Spieler betrachtet fällt der Marktverlust mit 9,2 Milliarden Euro noch drastischer aus, doch kann dabei auch erst einen Anfang darstellen.

„Der jetzige pauschale Marktwert-Cut ist eine Reaktion auf die außergewöhnliche Gesamtlage, angesichts der man auch nicht ausschließen kann, dass in einigen Wochen noch ein weiterer erfolgen muss.“, so Transfermarkt-Geschäftsführer Matthias Seidel gegenüber der Welt.

Mittwoch, 08.04

22:00 Uhr

Lufthansa mit 1 Million Euro Verlust pro Stunde


Erst gestern zog die Fluggesellschaft Lufthansa den Stecker bei der eigenen Tochter Germanwings. Nun wird ersichtlich wie ernst die Lage beim DAX30-Unternehmen wirklich ist.

"In Summe verlieren wir daher jede Stunde eine Million Euro unserer Liquiditätsreserve – Tag und Nacht, Woche für Woche und wohl auch noch Monat für Monat“, so der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr.

Immense Verluste, die vor allem am derzeit sehr eingeschränktem Flugverkehr liegen. So befördert die Airline aktuell weniger als 3.000 Fluggäste am Tag. Sonst lag die durchschnittliche Passagieranzahl bei 350.000, was einer mehr als hundert Mal höheren Anzahl an Fluggästen entspricht.






16:45 Uhr

Laut WTO: Welthandel vor dramatischem Rückgang


Das öffentliche Leben steht vielerorts still und die Menschen sollen zuhause bleiben. Gewinner? Die Gesundheit der Menschen. Leidtragende? Der Welthandel! Laut Welthandelsorganisation (WTO) soll der Welthandel aufgrund der Corona-Krise um etwa 13 bis 32 Prozent zurückgehen.

WTO-Chef Roberto Azevedo: „Der unvermeidliche Rückgang bei Handel und Produktion wird schmerzhafte Konsequenzen für Haushalte und Unternehmen haben, ganz abgesehen von dem menschlichen Leid, das diese Krankheit verursacht.



11:00 Uhr

Kein Toilettenpapier oder Nudeln: Deutsche hamstern nun Süßigkeiten und Alkohol

In den vergangenen Woche herrschte beim Blick auf die Toilettenpapier-Regale meist nur gähnende Leere. Zu groß der Ansturm auf dieses Haushalt-Essential. Das ist jedoch nun vorbei, denn laut Analyse der Einkaufs-App "Bring" landen nun besonders häufig Genussmittel wie Süßigkeiten, Alkohol und Zigaretten im Warenkorb der Deutschen. Auch Obst und Gemüse sind nun Bestseller in den Supermärkten. So wurden beispielsweise Gurken in der vergangenen Woche um 30 Prozent häufiger gekauft und auch Bananen wanderten um 22 Prozent öfter über die Ladentheke.

Dienstag, 07.04

18:50 Uhr

Reaktion auf Coronakrise: Lufthansa stellt Betrieb von Germanwings ein

Der Flugverkehr ist derzeit zum Großteil eingestellt und nun zeigt Lufthansa eine Reaktion auf die Coronakrise. Die eigene Billigfluggesellschaft Germanwings wird zukünftig nicht mehr abheben. Die Lufthansa-Tochter wurde 1996 gegründet und wurde hauptsächlich für den Kurzstrecken-Flugverkehr genutzt.

Desweiteren sollen bei nahezu allen Flugbetrieben von Lufthansa zukünftig weniger Maschinen in den Lüften unterwegs sein und der eigene Verwaltungsapparat verkleinert werden. Erst kürzlich beantragte Lufthansa zudem Kurzarbeit für 27.000 Mitarbeiter.

16:30 Uhr

Bayern plant Lockerung der Corona-Regeln nach Ostern

Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Restaurants und Einkaufszentren. In weiten Teilen Deutschlands liegt das Leben angesichts der Corona-Pandemie lahm. Das soll auch vorerst bis und über Ostern hinaus so bleiben. Dennoch gibt sich der Bayerische Ministerpräsident in einer Pressekonferenz optimistisch und erwägt eine Locker der Beschränkungen nach dem "Wiener Modell". Demnach sollen ab Ende April bzw. Anfang Mai zunächst "kleinere Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte" öffnen, im weitere Verlauf sollen dann auch größere Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure folgen. Bei den österreichischen Nachbaren werden jedoch noch bis mindestens Mitte Mai Schulen, Restaurants und Hotels geschlossen bleiben. Ähnliches wird wohl auch in Bayern umgesetzt.

13:58 Uhr

Sachsen erweitert Zuschüsse für ausländische Gastarbeiter

Das Bundesland an der Grenze zu Polen und Tschechien erweitert seine Finanzleistungen zur Unterbringung von Pendlern aus den angrenzenden Ländern. Laut MDR werden demnach pro Nacht 40 Euro an Beschäftigte ausgezahlt, die "in Einrichtungen und Betrieben, die der Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, sowie der öffentlichen Infrastruktur oder der Versorgung der Bevölkerung dienen." Dazu gehören neben landwirtschaftlichen Betrieben und dem Lebensmittelhandel auch weite Teile der Logistik für Güter der täglichen Bedarf. Partner und Familienangehörige der Zuarbeiter werden mit 20 Euro pro Nacht bezuschusst.

13:42 Uhr

Maskenpflicht in Bayern erwartet

Bayerns Ministerpräsident Marcus Söder gab in einer Pressekonferenz bekannt, dass sich die Infektionsrate im Bundesland nun bei unkritischen 4,6 Prozent befinde. Dennoch geht er davon aus, dass "es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben" wird.

Gleichzeitig sollen Gaststätten nun noch deutlich länger als bisher geschlossen bleiben. Pflegekräfte bekommen unterdessen in Bayern nun einen Bonus in Höhe von 500 Euro für ihren Einsatz in der Corona-Krise.

Montag, 6.4.

20:30 Uhr

1500 Euro Sonderbonus für Pflegekräfte

Zahltag für Pflegekräfte: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber der Pflegebranche (BVAP) haben sich auf eine Sonderprämie in Höhe von 1.500 Euro für Pflegekräfte geeinigt. Das Geld wird an Beschäftigte in Vollzeit mit dem Juli-Gehalt ausbezahlt. Auszubildende erhalten eine Prämie in Höhe von 900 Euro.

Zu den Empfängern zählen unter anderem Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte und Alltagsbegleiter.

16:10 Uhr

Laut Nachrichtendienst Reuters: Einzelhandel und Restaurants vor schrittweiser Rückkehr in den Alltag

Nach Angaben vom Nachrichtendienst Reuters, der sich auf ein Konzeptpapier des Innenministeriums beruht, sollen die Einschränkungen im öffentlichen Leben durch das Coronavirus schrittweise gelockert werden. So soll zunächst der Einzelhandel, Restaurants und teilweise auch Schulen wieder zum Alltag zurückkehren dürfen. Großveranstaltungen sollen jedoch weiterhin bis mindestens 19. April verboten bleiben.

Kanzlerin Angela Merkel wird heute ein Update zur Corona-Pandemie geben und dort Klarheit zu möglichen Lockerungen schaffen.


11:15 Uhr

Studie: Wirtschaftseinbruch durch Kurzarbeit fast halbiert

Nach Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) präsentiert IW Consult neue Zahlen zur Wirtschaftsleistung Deutschlands in der Coronakrise. Ein besonders wirksames Mittel für den geringer als erwarteten Wirtschaftseinbruch in der Bundesrepublik, stellt laut dem Vergleich derzeit das Instrument der Kurzarbeit dar. So fiel der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland mit Kurzarbeit um rund 45 Prozent geringer aus als in einer Situation ohne diese Form der Beschäftigung.

10:00 Uhr

Dax startet stärker in die neue Woche

Wie die FAZ berichtet, ist der Dax etwas erholt in die Woche gestartet. Dank vorsichtiger Hoffnung auf eine erfolgreiche Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus in der EU stieg der Dax im frühen Xetra-Handel um 4 Prozent auf 9910,26 Punkte. Der MDax für mittelgroße Unternehmen rückte um 3,5 Prozent auf 21.062,04 Punkte vor. Der EuroStoxx 50 erholte sich um gut drei Prozent.

Die am Montagmorgen vom Robert-Koch-Institut bekanntgegebene Zahl der Neuinfektionen in Deutschland liegt mit 3.677 deutlich unter der vom Vortag (5.936).

Sonntag, 5.4.

9:30 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sinkt erneut leicht

Nach den aktualisierten Fallzahlen des Robert-Koch-Instituts sind die bestätigten Fälle von Covid-19 in Deutschland um 5936 auf 91.714 gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen seit dem Vortag ist dabei wie schon gestern erneut leicht – um 100 – gesunken. Die Zahl der Todesfälle ist laut dem RKI um 184 auf 1342 angestiegen.

Samstag, 4.4.

22:00 Uhr

BIP-Rückgang bis zu 6 Prozent erwartet

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet für die deutsche und internationale Wirtschaft gravierende Folgen der Coronakrise. "Für Deutschland muss im laufenden Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von drei bis sechs Prozent gerechnet werden", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang in der "Welt am Sonntag". Sechs Prozent würden dem Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland während der Finanzkrise 2009 entsprechen. Bei seinen Berechnungen ging der BDI von einem Shutdown von maximal sechs Wochen aus.

Freitag, 3.4.

19:40 Uhr

13 Bundesliga-Vereine vor der Insolvenz

Momentan rollt der Ball im deutschen Profifußball bis mindestens 30. April. nicht. Wie es danach weitergeht? Noch ungewiss! Auch finanziell ist die Zukunft bei vielen Profivereinen noch ungeklärt.

13 Profivereinen der 36 Bundesliga-Teams im Ober- und Unterhaus sollen nun laut Sportmagazin Kicker, der sich auf eine Videokonferenz der Deutschen Fußball Liga (DFL) beruft, vor der Insolvenz stehen. Dabei sind vier Erstligisten und neun Zweitligisten, von denen der Großteil der Vereine sogar schon Ende Mai Insolvenz anmelden müssen, sofern der Spielbetrieb nicht aufgenommen wird.

11:00 Uhr

19 Billionen Euro Verlust an der Börse

Im März gab es bei allen DAX30-Unternehmen Kurseinbrüche. Das entspricht dem Trend, der sich auch insgesamt bei den weltweit 50.805 börsennotierten Unternehmen feststellen lässt.

Nach aktuellen Handelsblatt-Berechnungen wurden so 19,4 Billionen Euro innerhalb von nur sechs Wochen verloren. Das entspricht einem Gesamtverlust von 24 Prozent. In Deutschland sind die Kursverluste bei den 75 börsennotierten Unternehmen mit knapp 30 Prozent sogar noch höher.


10:15 Uhr

Trauriger Rekord: USA mit historischer Höchstzahl an neuen Arbeitslosen

Die Vereinigten Staaten sind mit weit über 200.000 Corona-Infizierten am häufigsten vom neuartigen Virus betroffen und auch bei den Arbeitslosenzahlen stellen die Amerikaner einen traurigen Rekord auf. So teilte das Arbeitsministerium in Washington mit, dass alleine in der vergangenen Woche über 6,65 Millionen Arbeitslosenanträge stellten. Das ist Höchstwert in der amerikanischen Geschichte, wie auch das Video von Twitter-User Tibor Martini verdeutlicht.

Donnerstag, 2.4.

12:30 Uhr

Deutsche Kliniken mit 12.000 weiteren Intensivbetten

Um sich auf den erwarteten, dramatischen Anstieg an schwer erkrankter Corona-Patienten einzustellen, haben deutsche Kliniken nun laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft ihre Anzahl an Intensivbetten von 28.000 auf 40.000 Betten erhöht. Auch bei Betten mit Beatmungsgeräten wurde kräftig aufgestockt: So gibt es nun 30.000 dieser Betten, was einen Anstieg von 10.000 Betten bedeutet.

Mittwoch, 1.4.

18:00 Uhr

Zum ersten Mal seit 75 Jahren: Tennisturnier Wimbledon fällt aus!

Nun erwischte es auch das Tennisturnier Wimbledon: Das wohl bekannteste Tennisturnier der Welt wird wie der Großteil der sportlichen Großereignisse abgesagt. Das berichtet der Veranstalter auf der eigenen Homepage. Ein Ausfall vom berühmten Tennisturnier, welches jährlich in London stattfindet, fällt damit zum ersten Mal seit dem zweiten Weltkrieg aus. Die 134. Ausgabe des Turniers solle nun zwischen dem 28. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden.


14:30 Uhr

Studie: Deutschland bezahlt europaweit am wenigsten Kurzarbeitergeld

Rote Laterne für die Bundesrepublik: Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) fand in einer aktuellen Studie heraus, dass Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern am wenigsten Kurzarbeitergeld bezahlt. So erhalten Beschäftigte 60 Prozent des Nettogehaltes bzw. 67 Prozent des Nettogehaltes bei Beschäftigten mit Kindern. In vielen Ländern Europas wird bis zu 80 bis 100 Prozent Kurzarbeitergeld bezahlt. Spitzenreiter sind hierbei Dänemark, Irland, Niederlande und Norwegen die den kompletten Lohhnausfall kompensieren. Ein Abbruch auf Anträge von Unternehmen stellt dies jedoch nicht dar: So wurden gestern über 470.000 Anträge auf Kurzarbeit von deutschen Unternehmen beantragt.


12:00 Uhr

Ifo-Untersuchung: Coronakrise kostet Europa hunderte Milliarden Euro

Die Bundesregierung beschloss in den letzten Tagen und Wochen milliardenschwere Hilfspakete für die deutsche Wirtschaft. Wie ernst es um die wirtschaftliche Lage in ganz Europa steht, zeigen neue Zahlen des Ifo-Instituts. Um die Corona-Krise zu bekämpfen, kommen laut Institut Kosten in Höhe von hunderten Milliarden Euro auf die Länder zu. Alleine in Großbritannien solle die zweimonatige Teilschließung der Unternehmen bis zu 328 Milliarden Euro an Ausfällen mitsichbringen. Auch in unseren Nachbarländern Frankreich (bis zu 298 Milliarden Euro), Italien (bis zu 234 Milliarden Euro) und Spanien (bis zu 171 Milliarden Euro) bewegen sich die Kosten demnach in Höhe von hunderten Milliarden Euro.

Dienstag, 31.3.

17:45 Uhr

Bundesagentur für Arbeit erwartet 200.000 neue Arbeitslose im April

Laut Prognosen der Bundesagentur für Arbeit werden im April deutlich mehr Menschen arbeitslos sein. "Wir gehen zur Zeit davon aus, dass die Arbeitslosigkeit um 150.000 bis 200.000 Menschen gestiegen ist", verdeutlicht BA-Chef Detlef Scheele. Vor allem in der Gastronomie und im Tourismus wird ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosenzahl erwartet. Die konkreten Zahlen werden am 12. April erfasst.



15:45 Uhr

Fast eine halbe Million Betriebe in Deutschland beantragen Kurzarbeit

Trauriger Rekord: In Deutschland haben so viele Unternehmen wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik einen Antrag auf Kurzarbeitergeld gestellt.

Im März wurden so insgesamt mehr als 470.000 Anträge gestellt, was laut dem Vorstandschef der Bundesagentur für Agentur, Detlef Scheele, ein Anstieg in "nie da gewesenen Ausmaß" darstellt.

470.000 Anträge sind dabei in etwa 361 Mal mehr Anträge auf Kurzarbeit als im März 2019.



13:40 Uhr

Bundesfinanzminister Scholz kündigt milliardenschwere Hilfen für Start-Ups an

In Coronazeiten sind besonders kleine Unternehmen häufig vor große Probleme gestellt. Laut Zahlen des Start-Up-Verbandes sehen dabei über 80 Prozent der deutschen Start-Ups ihre Existenz gefährdet. Alarmierende Zahlen, wo nun ein besonderes Programm für Start-Up-Finanzierung entgegenwirken soll.

"Wir wollen, dass diese jungen, innovativen Unternehmen für unser Land erhalten bleiben", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz bei einer Pressekonferenz in München. Der SPD-Politiker ergänzte, dass man die Hilfen in Höhe von zwei Milliarden Euro "ganz schnell aktivieren" wolle.

Scholz möchte mit diesem Fond sicherstellen, dass vor allem gerade neu gegründete Unternehmen weitere Finanzierungen bekommen. Die Mittel sollen über die Förderbank KfW an die Start-Ups fließen.



11:40 Uhr

Studie: Immobilienboom vor dem Ende

In den letzten zehn Jahren kannten die Immobilienpreise in Deutschland nur eine Richtung: Nach oben! Alleine im vierten Quartal 2019 mussten Käufer von Wohnimmobilien laut Statistischem Bundesamt noch einmal eine Erhöhung von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen.

Nun soll laut einer Untersuchung der Helaba Schluss mit dem Immobilienboom sein. „Angesichts der Schärfe der zu erwartenden Rezession gehen wir davon aus, dass der Aufschwung am deutschen Immobilienmarkt beendet ist“, heißt es in der veröffentlichen Studie der Landesbank Hessen-Thüringen.

Gerade in teuren Wohngebieten der Großstädte könnten die Preise für Wohnimmobilien nun sinken.


09:40 Uhr

250 Millionen Dollar: Airbnb entschädigt Gastgeber

Ohne Tourismus, kein Geld! Das gilt für viele Hotels und Ferienunterkünfte, aber auch für viele Anbieter des Wohnungsvermittlers Airbnb, die unter Reiseverboten und einem stark dezimierten Flugverkehr leiden. Um seinen Gastgebern in der Corona-Krise zur Seite zu stehen, zahlt das Unternehmen aus dem Silicon Valley laut der ältesten internationalen Nachrichtenagentur AFP nun Entschädigungen für Gewinnausfälle in Höhe von 250 Millionen Dollar. Die umgerechnet 227 Millionen Euro fließen dabei an Gastgeber, die wegen der Pandemie von Stornierungen im Zeitraum zwischen dem 14. März und 31. März betroffen waren. Ist das der Fall, dann zahlt das amerikanische Unternehmen 25 Prozent des Mietpreises. Besonders gut bewertete Vermieter erhalten zudem Zahlungen in Höhe von bis zu 5.000 Euro ohne sie zurückzahlen zu müssen.

Montag, 30.3.

18:30 Uhr

DOSB startet millionenschweren Solidarfonds zum Erhalt der Vielfalt des Sports

Aktuell steht vor allem der Teamsport in Deutschland still, was gerade gemeinnützige Breitensportvereine vor einen finanziellen Kraftakt stellt. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will nun hier ansetzen und richtet zur Unterstützung von Vereinen, die nachweislich unverschuldet durch die Coronakrise in Not geraten, einen Solidarfonds ein. Über die Stiftung Deutscher Sport sollen mit einem Grundstock von einer Million Euro der „Erhalt der Vielfalt des Sports“ im Vordergrund stehen.

„Wir wollen über unsere Forderungen an die Politik hinaus einen eigenen wertvollen Beitrag leisten, damit unsere einzigartige und vielfältige Verbands- und Vereinslandschaft auch in dieser Krisensituation erhalten werden kann. Nur dann ist es möglich, dass der Sport auch in Zukunft seine umfangreichen und nicht verzichtbaren Leistungen für die Gesellschaft zur Verfügung stellen kann“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

In Deutschland gibt es aktuell rund 90.000 Sportvereine und Verbände.




17:30 Uhr

Deutsche Bank spendet 375.000 Schutzmasken

Prägten Atemschutzmasken vor einiger Zeit hauptsächlich in ostasiatischen Ländern wie Japan oder Südkorea häufiger das Straßenbild, haben die Schutzmasken in Zeiten des Coronavirus nun auf der ganzen Welt Hochkonjunktur. Die hohe Nachfrage sorgt vielerorts für einen Engpass und extreme Preiserhöhungen, doch nun möchte die Deutsche Bank helfen. Mit einer Spende von 375.000 OP-Masken will das DAX30-Unternehmen nun "unbürokratisch unterstützen" wie Vize-Vorstandschef Karl von Rohr gegenüber dem Nachrichtendienst dpa erklärte. Die Masken werden nun vom Gesundheitsamt des Unternehmensstandortes Frankfurt an Kliniken, Pflegeeinrichtungen und weitere soziale Einrichtungen sowie Behörden mit besonderen Schutzaufgaben verteilt.



15:00 Uhr

Mehr Geld für den Mittelstand in Bayern

Gute Nachrichten für mittelständische Unternehmen in Bayern: Die Landesregierung stockt die Corona-Soforthilfen im zweitgrößten Bundesland nämlich deutlich auf! Als maximalen Zuschuss können Firmen mit einer Angestelltenzahl zwischen 50 und 250 Mitarbeiter nun eine Summe in Höhe von bis zu 50.000 Euro beantragen. Bislang betrug der Höchstzuschuss nur 30.000 Euro. Auch Betriebe mit nur einem oder einer Angestellten erhalten mit 9.000 statt 5.000 Euro nun deutlich höhere Soforthilfen, um die Coronazeit zu überstehen.

14:30 Uhr

Expo 2020 wird um ein Jahr verschoben

Laut Informationen des Nachrichtendienstes Reuters soll die Weltausstellung "Expo" um ein Jahr verschoben werden. Zur Ausstellung, die ursprünglich in diesem Oktober in Dubai starten und etwa sechs Monate dauern sollte, wurden rund 11 Millionen Besucher erwartet. Ein konkreter neuer Termin für das Event, wo Stände aus insgesamt 192 Ländern erwartet wurden, ist zur Stunde noch nicht gefunden.

12:00 Uhr

Industrie vor deutlichem Anstieg an Kurzarbeit

Nach aktuellen Zahlen des Ifo-Instituts dürfte voraussichtlich jedes vierte Industrie-Unternehmen innerhalb des kommenden Quartals Kurzarbeit einführen. Das Münchener Institut spricht konkret von einem Anteil von 25,6 Prozent der Unternehmen und diese Prognosen, die sich auf dem Höchstwert seit mehr als zehn Jahren bewegen, könnten sogar noch stärker ausfallen. "Das volle Ausmaß der Corona-Pandemie ist in all diesen Zahlen vermutlich noch nicht berücksichtigt, denn die meisten Antworten liefen ein bis Mitte März", so Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Konjunkturumfragen.

Besonders die Automobil-Branche könnte mit einem Anteil von 41 Prozent überdurchschnittlich von den Maßnahmen betroffen sein.


09:45 Uhr

Berliner Corona-Klinik soll in kommenden Wochen eröffnen

Vor einiger Zeit wurden Pläne bekanntgeben, dass auf dem Berliner Messegelände ein Behandlungszentrum für Corona-Patienten entstehen solle.

Nun nimmt das Vorhaben ordentlich Tempo auf, wie die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci von der SPD gegenüber dem RBB bestätigte. Die Politikerin denke, "dass wir im April, Mai dann auch starten können".

In der provisorischen Klinik sollen bis zu tausend Patienten behandelt werden können. Zu aktueller Stunde gibt es 2.464 Corona-Infizierte in der Bundeshauptstadt.

Sonntag, 29.3.

10:45 Uhr

JP Morgan: Dramatische Prognose für US-Wirtschaft

Nach Goldman Sachs hat nun auch die Investmentbank JPMorgan ihre Wirtschaftsprognosen für 2020 deutlich nach unten korrigiert. Für das erste Quartal erwartet JP Morgan einen 10-prozentigen Verfall des amerikanischen Bruttoinlandsprodukt, für das zweite Quartal sogar einen Einbruch um 25 Prozent.

Vor einer Woche hatte die konkurrierende Finanzinstitut Goldman Sachs einen Rückgang von 6 bzw. 24 Prozent prognostiziert.

10:30 Uhr

Corona-Bonuszahlungen für Arbeitnehmer bis 1500 Euro steuerfrei

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat angekündigt, dass Prämien, die für den Einsatz in der Corona-Krise gezahlt werden, bis 1500 Euro steuerfrei für Arbeitnehmer sein werden.

„Viele Arbeitgeber haben bereits angekündigt, ihren Beschäftigten einen Bonus zahlen zu wollen. Als Bundesfinanzminister werde ich am Montag die Anweisung erlassen, dass ein solcher Bonus bis 1500 Euro komplett steuerfrei sein wird“, sagte Scholz in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“.

„Viele Arbeitnehmer sind täglich im Einsatz unter erschwerten Bedingungen, um uns zu versorgen – als Pflegekraft, an der Supermarktkasse, als Krankenhausarzt, hinterm Lkw-Lenkrad. Dieses Engagement sollten wir honorieren.“

In dieser Woche hatten unter anderem Aldi, Real und Lidl angekündigt, ihren Mitarbeitern einen Bonus für ihren Einsatz in der Corona-Krise zu zahlen - aus steuerlichen Gründen aber in Form von Warengutscheinen.

Samstag, 28.3.

18:00 Uhr

Trump erwägt, New York unter Quarantäne zu stellen

Die US-Regierung prüft eine Abschottung von New York und anderen stark betroffenen Regionen. Bei den Maßnahmen soll es sich vor allem um Reisebeschränkungen für die Bewohner handeln. „Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist“, sagte Trump laut FAZ am Samstag vorm Weißen Hauses zu Reportern.

Neben New York werde auch über New Jersey und gewisse Teile von Conneticut nachgedacht, sagte Trump.


10:40 Uhr

BA ist gewappnet für Ansturm auf Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit sieht sich laut FAZ finanziell ausreichend ausgestattet, um den Ansturm beim Kurzarbeitergeld zu bewältigen. Es sei absehbar, dass die Zahl der Kurzarbeiter weit höher ausfallen werde als während großen Finanzkrise der Jahre 2008/2009, sagte BA-Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele der dpa. Damals waren zwischenzeitlich 1,44 Millionen Menschen in Kurzarbeit.

Freitag, 27.3.

17:45 Uhr

In weniger als 4 Stunden: Mehr als 100.000 Anträge auf Corona-Zuschüsse in Berlin

Heute Vormittag kündigte die Investitionsbank Berlin (IBB) die Verschiebung des Startes der Antragsstellung auf die Corona-Zuschüsse um eine Stunde zu verschieben, um weitere Serverkapazitäten bereitstellen zu können. In weiser Voraussicht wie folgende Zahlen beweisen: So haben nach nicht einmal vier Stunden bereits über 100.000 Hilfesuchende den entsprechenden Antrag auf einen Sofortzuschuss gestellt. Rekord für die Bank, die "noch nie eine solche Antragsflut" erlebt hat, wie der Landesförderbank-Berlin-Pressesprecher auf Nachfrage des ZEIT-Journalisten Tilman Steffen bestätigte.

15:15 Uhr

Britischer Premierminister Boris Johnson positiv auf Corona getestet

Das Coronavirus macht auch in Großbritannien keinen Halt, denn seit Wochenbeginn verdoppelte sich die Infiziertenzahl im Vereinigten Königreich. Einer der Infizierten: Der britische Premierminister Boris Johnson!

Der 55-Jährige wandte sich heute über eine Videobotschaft auf dem Kurznachrichtendienst Twitter an die Öffentlichkeit und berichtete über seinen positiven Coronatest. So empfindet Johnson nur milde Symptome wie Husten und erhöhte Temperatur und will seine Arbeit aus dem Home-Office in häuslicher Quarantäne fortsetzen.

Johnson ist dabei nicht der erste Fall aus Regierungskreisen, der an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankte. So infizierte sich bereits der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mit dem Coronavirus und auch in der britischen Königsfamilie steckte sich Prince Charles an.

14:00 Uhr

Ver.di fordert 500 Euro extra für jeden Corona-Helden

Enorme Arbeitsbelastungen sind für viele Arbeitnehmer in Coronazeiten derzeit Alltag. Nun fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in einer Pressemitteilung die Arbeitgeber dazu auf, eine Prämie von zusätzlichen 500 Euro je Monat für Menschen in systemrelevanten Berufen zu zahlen. Diese Anerkennungsprämie solle zudem steuerfrei erfolgen.

„Die Beschäftigten im Gesundheitswesen, in Versorgung und Handel, bei der Bundesagentur für Arbeit – und das sind nur Beispiele –, halten dieses Land für uns alle am Laufen. Sie stehen unter extremen Belastungen und gefährden zum Teil in besonderer Weise ihre eigene Gesundheit. Die Arbeitgeber müssen sich dafür erkenntlich zeigen“, so der Ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

Diese Anerkennungsprämie soll dabei jedoch nur den Beginn von weiteren Forderungen des Gewerkschaftsverbundes darstellen. „Für die Zukunft sind deshalb dauerhaft bessere tarifliche Entgelte und Regelungen erforderlich. Das wird ver.di aufrufen, wenn die derzeitige Pandemie überwunden ist“, so Werneke.

8:30 Uhr

USA hat nun weltweit höchste Infektionszahl

Wie die FAZ berichtet, sind die Vereinigten Staaten seit gestern das Land mit den meisten Coronavirus-Infektionen. Demnach wurden 81.378 Menschen positiv getestet.

Damit ist China (offizielle Zahl 81.285), wo die Pandemie ihren Anfang nahm, überholt.
In Italien sind es 80.539 Menschen.

In Deutschland sind laut dem Robert-Koch-Insititut Stand heute morgen (8 Uhr) 42.288 Menschen betroffen.

Donnerstag, 26.3.

14:40 Uhr

Bosch kündigt Covid-19-Schnelltest ab April an

Die Medizintechniksparte des weltgrößten Autozulieferers Bosch hat einen Schnelltest entwickelt, mit dem innerhalb von zweieinhalb Stunden eine Covid-19-Infektion festgestellt werden kann. Der Test, der die Qualitätsstandards der Weltgesundheitsorganisation WHO erfüllen soll, hat angeblich eine Genauigkeit von 95 Prozent und soll auch ohne geschultes Personal bedienbar sein.

„Mit dem Covid-19-Schnelltest wollen wir einen Beitrag zur möglichst raschen Eindämmung der Corona-Pandemie leisten", sagte der Bosch-Vorstandsvorsitzende Volkmar Denner in einem Interview mit der FAZ. "Eine zuverlässige, schnelle Diagnose direkt vor Ort ohne Umwege – das ist der große Vorteil unserer Lösung.“



8:40 Uhr

Handelsverbände warnen vor Versorgungslücken

Handels- und Bauernverbände vor Versorgungsengpässen. Grund sei, dass viele Saisonarbeitskräften derzeit nicht nach Deutschland einreisen dürfen. Ein Sprecher des Handelsverband Deutschland (HDE) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass die Weisungen des Bundesinnenministeriums an die Bundespolizei "für die Aufrechterhaltung der Lebensmittellieferkette eine sehr große Herausforderung" seien. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sagte, die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sei zwar nicht gefährdet, "dennoch kann es, abhängig von der Dauer des Einreisestopps, durchaus im Obst und Gemüsebereich zu Versorgungslücken kommen."

Mittwoch, 25.3.

17:00 Uhr

Bundestag gibt sein Okay für milliardenschweres Hilfspaket für die deutsche Wirtschaft

Der Bundestag hat im Eiltempo ein Milliarden-Paket zur Unterstützung der deutschen Wirtschaft während der Corona-Krise beschlossen. Der Nachtragshaushalt ermöglicht Hilfen im Gesamtvolumen von 750 Milliarden. Damit sollen umfangreiche Maßnahmen unterstützt werden, die hauptsächlich zur Rettung von Arbeitsplätzen und Firmen beitragen und Krankenhäuser in der aktuellen Notlage unterstützen.

Aus dem Nachtragshaushalt in historischer Höhe ergibt sich eine Neuverschuldung Deutschlands in Höhe von 156 Milliarden Euro. Eine Summe, die laut Vizekanzler Olaf Scholz notwendig war. "Wir sind als Gesetzgeber in dieser Situation verpflichtet, den Bürgerinnen und Bürgern beizustehen.“

Bevor diese Regelung in Kraft treten kann, bedarf es allerdings noch eine weitere Zustimmung. So muss der Bundesrat am Freitag sein Okay geben, was jedoch als Formsache gilt.

14:30 Uhr

Bestätigt: Deutsche kaufen derzeit mehr als doppelt so viel Seife und Toilettenpapier!

Das Statistische Bundesamt bestätigt, was viele Bürger bereits vermutet haben: Toilettenpapier und Co. wandern derzeit besonders häufig über die Ladentheke. So stieg die Verkaufszahl von Toilettenpapier in dieser Woche um 211 Prozent und von Seife um stolze 337 Prozent im Vergleich zum Mittelwert der Preise der sechs Monate zwischen August und Januar. Auch Lebensmittel sind laut der Auswertung der Verkaufszahlen im Einzelhandel hoch im Kurs. So sind Reis (plus 208 Prozent) und passierte Tomaten (plus 171 Prozent) derzeit sehr beliebt in den Supermärkten des Landes.

12:00 Uhr

RKI wagt noch keine Einschätzung zur Wirkung der Ausgangsbeschränkungen

Das Robert Koch-Institut (RKI) will sich noch nicht dazu äußern, wie lange die harten Maßnahmen und Ausgangseinschränkungen in Deutschland gelten sollten. „Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen“, sagte Institutschef Lothar Wieler laut FAZ.

Im Moment sei es noch zu früh, um solche Aussagen treffen zu können. Deutschland stehe erst am Anfang der Epidemie, bekräftigte Wieler. Die Zahl der gemeldeten Fälle steige weiter an. Von Dienstag auf Mittwoch hat es weitere 4118 Corona-Meldungen gegeben (insgesamt 31.554 ), teilte das Institut mit.

Die gute Nachricht: Damit bleibt seit 2 Tagen die Anzahl der täglichen Neu-Infektionen etwa auf einem gleichen Niveau. Noch von Sonntag auf Montag hatte sich diese Zahl nahezu verdoppelt.

Dienstag, 24.3.

13:25 Uhr

Olympische Sommerspiele werden auf 2021 verschoben

Tokio 2020 wird Tokio 2021. Das hat Japans Premier Abe nach einem Telefonat mit IOC-Präsident Thomas Bach bekannt gegeben. Zuvor hatte Bach stets betont, trotz der Coronavirus-Pandemie an dem ursprünglichen Termin im Sommer 2020 (24. Juli bis 9. August) festhalten zu wollen. Die Kritik an Bach wurde in den vergangenen Tagen jedoch immer lauter.

13:00 Uhr

Goldpreis steigt – Lieferengpässe bei Goldhändlern

Gold wird knapp: Wie die FAZ berichtet, hat das Goldhandelshaus Pro Aurum nach seinen Filialen nun auch den Online-Shop bis einschließlich Mittwoch geschlossen, weil die Werttransport-Logistikfirma Prosegur keine Lieferungen an Privatpersonen mehr durchführe. Der Onlineshop soll dann mit einer stark eingeschränkten Produktauswahl wieder eröffnen.

Der Goldpreis ist in der Nacht zum Dienstag auf 1585 Dollar je Feinunze gestiegen, fast 100 Dollar mehr als noch am Montagvormittag. Auslöser seien laut Analysten der Commerzbank die Rettungsmaßnahmen der US-Notenbank Fed, die auch für ein vorläufiges Ende des Dollar-Höhenfluges gesorgt hätten.

9:00 Uhr

Altmaier: Wirtschaftshilfen sollen nächste Woche bereitstehen

Die geplanten Milliardenhilfen für die Wirtschaft sollen nach Aussage von Wirtschaftsminister Peter Altmaier kommende Woche bereitstehen. Das Bundeskabinett hatte am Montag ein Hilfspaket für Wirtschaft und Bürger zur Bewältigung der Corona-Krise auf den Weg gebracht. Heute beraten die Fraktionen des Bundestages. Am Mittwoch soll der Bundestag im Schnellverfahren mehrere Gesetzesvorhaben beschließen – darunter auch eine Notfallregelung für die Schuldenbremse, die dem Bund neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro ermöglicht. Am Freitag soll der Bundesrat zustimmen. Altmaier sagte am Montagabend in den ARD-„Tagesthemen“, er hoffe, dass die Gelder in der nächsten Woche zur Verfügung stehen.

Montag, 23.3.

19:00 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel: Erster Coronatest negativ

Beim ersten Test von Kanzlerin Merkel auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden, wie der Spiegel berichtet. "Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ", sagte demnach Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. "Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt."

Angela Merkel befindet sich weiterhin in ihrer Berliner Wohnung in häuslicher Quarantäne

18:00 Uhr

Die ZASTER-Kurve zur Coronakrise

Welche Auswirkungen haben die #flatteningthecurve-Maßnahmen eigentlich auf unser Bruttosozialprodukt? Die ZASTER-Kurve zur #coronakrise.

11:00 Uhr

Update: Das Robert-Koch-Institut vermeldet Stand Montagmorgen 22.672 Fälle von Covid-19-Erkrankungen. Dies ist ein Ansteig um 4062 seit gestern, am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 1948. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 86.

Die Fallzahlen nach Bundesländern:

© www.rki.de

Sonntag, 22.3.

18:50 Uhr

18:30 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel gibt neue bundesweite Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus bekannt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einer Pressekonferenz neue drastische Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verkündet (Süddeutsche, Spiegel)

Die Maßnahmen – die Kanzlerin betonte, es handele sich um Regeln, nicht um Empfehlungen – sollen für mindestens zwei Wochen gelten:

Alle Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen Personen als denen des eigenen Hausstandes ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiter möglich.

Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen werden ab sofort polizeilich aufgelöst.

Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.

Die Kanzlerin ermahnte die Bürger*innen in der Pressekonferenz eindringlich zur Einhaltung der Beschlüsse: "Bitte ziehen Sie alle mit. Zeigen Sie Vernunft und Herz."

Sie bedankte sich außerdem bei allen Menschen, die sich bereits jetzt an die Empfehlungen der deutschen Behörden halten: "Ich weiß, dass es Verzicht und Opfer bedeutet, wenn Geschäfte schließen, man Freunde und Angehörige nicht mehr treffen darf." Dass sich so viele daran hielten, bewege sie sehr. "So retten wir Leben."

12:30 Uhr

Berliner Virologe: Kein Profi-Fußball bis Frühjahr 2021

Der Virologe Christian Drosten von der Charité Berlin macht dem Profi-Fußball keine Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr zum normalen Spielbetrieb. In einem Interview mit dem Stern sagte er: "Ich glaube überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig. Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben."

Freizeitaktivitäten wie Fußballspiele oder andere Massenveranstaltungen im öffentlichen Raum würden auf absehbare Zeit nicht stattfinden. "Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten."

00:15 Uhr

Italien lässt alle Unternehmen schließen

Italiens Regierung hat die Schließung aller "nicht lebensnotwendigen" Unternehmen angeordnet. Dies teilte Ministerpräsident Giuseppe Conte in der Nacht zu Sonntag in einer Fernsehansprache mit. Dies betreffe eine jede Produktionsstätte, "die nicht ausdrücklich notwendig, entscheidend, unverzichtbar ist, um unsere grundlegenden Waren und Dienstleistungen sicherzustellen."

Supermärkte, Apotheken, Post- und Bankfilialen sollen weiter geöffnet bleiben, ebenso soll der öffentliche Nahverkehr in Betrieb bleiben.

In Italien sind Stand Sonntag Mitternacht 4.825 an Covid-19 gestorben, dies ist der weltweit höchste Wert.

Samstag, 21.3.

18:00 Uhr

Weitere Ausgangsbeschränkungen in Berlin

Die Hauptstadt nähert sich weiter einer Ausgangssperre an. Der Senat hat beschlossen, dass ab Sonntag keine Veranstaltungen oder Ansammlungen mit mehr als zehn Personen stattfinden dürfen, teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller mit. Gaststätten müssen für den Publikumsverkehr schließen, dürfen aber weiter per Abholung oder per Lieferung verkaufen.

12:00 Uhr

Goldman Sachs: Düstere Prognose für US-Wirtschaft

Wie Fortune berichtet, hat die Investmentbank Goldman Sachs eine beispiellos düstere Prognose für die amerikanische Wirtschaft herausgegeben: Nach einem Rückgang von 6 Prozent im ersten Quartal 2020 soll die Wirtschaft im zweiten Quartal um 24 Prozent schrumpfen. Danach aber würde aber ein starker Aufschwung möglich sein, mit 12 Prozent Wachstum im dritten und 10 Prozent Wachstum im vierten Quartal.

Freitag, 20.3.

17.50 Uhr

Bosch fährt Produktion herunter

Nach vielen Automobilherstellern fährt nun auch der Bosch-Konzern, der weltgrößte Autozulieferer, in der kommenden Woche seine Produktion in Deutschland weitgehend herunter, wie die FAZ berichtet. Betroffen seien rund 35 Standorte der Mobilitätssparte sowie diverse Zentralbereiche, teilte der Konzern am Freitag mit. Bosch reagiert damit auf die drastisch sinkende Fahrzeugnachfrage in Europa und die Produktionsstopps vieler Automobilhersteller.

Die betroffenen Mitarbeiter sollen zunächst Überstunden abbauen oder Urlaub nehmen, ab dem 5. April an will Bosch Kurzarbeit einführen.

9:30 Uhr

Olaf Scholz erwägt staatliche Beteiligung an Großkonzernen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will laut Manager-Magazin Großkonzernen wie der Lufthansa in der Virus-Krise notfalls zeitweisen staatlichen Beteiligung helfen. Der Bund garantiere über die KfW-Programme Liquidität für Unternehmen, so der SPD-Politiker. "Ich habe vorgeschlagen, dass wir das auch ergänzen durch Programme, wo wir dann mit Eigenkapital helfen können, uns also zeitweilig an solchen Unternehmen auch beteiligen, wenn die das sinnvoll und hilfreich finden."

9:20 Uhr

Kurzes Durchatmen auf beim Dax: Nachdem gestern der US-Aktienmarkt mit einem leichten Plus schloss, stieg auch der Dax im frühen Handel um 6,3 Prozent (9153 Punkte), wie die FAZ berichtet.

9:00 Uhr

Kanzleramtschef zu Ausgangssperren: "Samstag ist entscheidend"

Zu den möglichen Ausgangssperren in Deutschland hat sich Kanzleramtschef Helge Braun „Spiegel“ geäußert – demnach sei der „Samstag ein entscheidender Tag“:

„Am Samstag verabreden sich die Menschen ja traditionell miteinander, weil sie frei ­haben“, sagte Braun. „Aber das geht abseits der Kernfamilie derzeit nun einmal leider nicht. Das muss jetzt eingestellt werden. Geschieht das nicht, kann es passieren, dass auch in den Bundesländern weitergehende Maßnahmen beschlossen werden, obwohl wir das eigentlich vermeiden wollen.“ Helge Braun wiederholte, dass die Bundesregierung grundlegend eine Ausgangssperre vermeiden wolle.

Donnerstag, 19.3.

22:00 Uhr

US-Aktienmarkt stoppt Talfahrt

Durchatmen an der Wall Street: Der Dow-Jones-Index schwankte um mehr als 1.200 Punkte, bis er schließlich um fast 1 Prozent (188 Punkte) im Plus schloss. Der S&P 500 schloss mit einem Plus von 0,5 Prozent. Der Nasdaq Composite schloss sogar mit einem Plus von 2,3 Prozent. (FAZ)

12:45 Uhr

Bundesregierung plant Rettungspaket für Kleinstunternehmer

Wie der Spiegel berichtet, plant die Bundesregierung ein Rettungspaket für Ein-Personen-Betriebe und Kleinstunternehmer (bis zehn Beschäftigte). Dafür will sie insgesamt 40 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Zehn Milliarden Euro davon sollen als direkte Zuschüsse vergeben werden, die restlichen 30 Milliarden Euro als Darlehen. Das Projekt soll "Solidaritätsfonds" heißen, Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will es in Form eines Sondervermögens des Bunds organisieren, das selbstständig Kredite aufnehmen darf.

7:30 Uhr

Lufthansa fliegt nur noch 5 Prozent ihres Angebots

Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugprogramm weiter zusammen: Bis 19. April werden nur fünf Prozent der ursprünglich geplanten Flüge stattfinden, hieß es bei der Vorlage der Jahresbilanz in Frankfurt am Donnerstag. Fernverbindungen gibt es demnach nur noch ab Frankfurt sowie dreimal pro Woche mit Lufthansa-Tochter Swiss ab Zürich. In München werden nur noch Cityline-Kurzstreckenflüge abheben. Die Flugzeuge sollen vor allem Deutsche aus dem Ausland zurückholen. CEO Carsten Spohr zeichnete ein düsteres Bild seiner Branche: „Je länger diese Krise andauert, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Zukunft der Luftfahrt ohne staatliche Hilfe nicht gewährleistet werden kann.“

Mittwoch, 18.3.

16:20 Uhr

EZB-Chefin erwartet dramatischen Konjunktur-Rückgang

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, rechnet laut der FAZ mit einem drastischen Konjunktureinbruch. Die Wirtschaftsleistung des Euroraums könnte zwischen 2 und 10 Prozentpunkte sinken, sagte Lagarde demnach in der Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs zu den Folgen der Corona-Krise.

16:00 Uhr

Eurovision Song Contest in Rotterdam abgesagt

Erstmals in seiner 64-jährigen Geschichte wird auch der Eurovision Song Contest (ESC) in diesem Jahr ausfallen. Dies teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) mit. Man wolle nicht die Gesundheit der Künstler, der Fans und der vielen Besucher des ESC gefährden. Es wird keinen Nachholtermin in diesem Jahr geben. Allerdings soll der ESC 2021 in der diesjährigen Gastgeberstadt Rotterdam stattfinden.

9:30 Uhr

IHK: Schwerste Prüfung für die Wirtschaft seit dem 2. Weltkrieg

Die Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) hat die derzeitige Corona-Krise für die schwerste Prüfung für die Wirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet. Wie der Hauptgeschäftsführer Jan Eder am Mittwochmorgen gegenüber dem Inforadio des RBB sagte, erhalte die IHK täglich tausende Anrufe von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in den kommenden Wochen um ihr Überleben kämpfen werden.

Ein Großteil der Geschäfte soll ab heute zur Eindämmung des Coronavirus schließen.

Montag, 17.3.

14:00 Uhr

Fußball-EM 2020 wird auf nächstes Jahr verschoben

Das Turnier sollte am 12. Juni in Rom eröffnet werden, das Endspiel war für den 12. Juli in London geplant. Zwölf Gastgeberländer, darunter Deutschland mit dem Spielort München, sollten das Turnier austragen.

Vertreter aller 55 Mitgliedsverbände der UEFA haben sich nun darauf geeinigt, das Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden zu lassen.

9:30 Uhr

Ikea schließt ab heute alle 53 Filialen in Deutschland.

9:00 Uhr

VW stellt Produktion ein

Ab Samstag wird Volkswagen die Produktion für bis zu drei Wochen weitgehend einstellen. An diesem Freitag soll an den meisten deutschen Standorten die letzte Schicht laufen, wie der Betriebsrat in Wolfsburg am Dienstagmorgen mitteilte.

Produktionsunterbrechungen gibt es bereits in Werken in Spanien, Portugal, Italien und in der Slowakei; in China dagegen hat VW die Produktion bereits wieder aufgenommen.

Montag, 16.3.

16:00 Uhr

Bundesregierung empfiehlt Ladenschließungen

Die Bundesregierung rät den Ländern, die meisten Geschäfte zu schließen. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen demnach allerdings offen bleiben. Das berichtet die dpa nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses mit Kanzlerin Angela Merkel.

Aus Regierungskreisen hieß es, natürlich würden auch Supermärkte geöffnet bleiben. Es handele sich nicht um einen sogenannten „Shutdown“, bei dem alle Läden geschlossen würden.

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung sollen Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen und Banken und Sparkassen, Poststellen, Waschsalons und der Großhandel weiterhin geöffnet bleiben.

10:30 Uhr

Söder ruft Katastrophenfall in Bayern aus

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat den angekündigten Katastrophenfall im Freistaat ausgerufen. In seiner Erklärung sagte er: Die Lage sei sehr ernst, da die Infektionsketten nicht mehr nachvollzogen werden könnten. Der Katastrophenfall biete den Behörden umfangreiche Möglichkeiten und eine bessere Koordination. Außerdem richte man ein Sondervermögen von bis zu 10 Milliarden Euro an Hilfen ein: "Wir lassen niemanden allein."

Söder weiter: "Das öffentliche Leben wird runtergefahren." Bis Ende der Osterferien wird es keine genehmigungspflichtigen Veranstaltungen mehr geben. Nachdem die Schulen bereits geschlossen wurden, werde derzeit eine Notbetreuung eingerichtet. Nach Museen, Kinos, Bars und Fitnesszentren werden ab morgen auch Spielplätze geschlossen. Der Restaurantbetrieb wird auf 9 bis bis 15 Uhr und maximal 30 Personen beschränkt. Nach 15 Uhr dürfe Essen nur noch mitgenommen werden. Der Einzelhandel soll ab Mittwoch ebenfalls eingeschränkt werden. Dafür werden die Ladenschlusszeiten für Supermärkte bis 22 Uhr verlängert.

9:45 Uhr

Luxuskonzern LVMH produziert Desinfektionsmittel

Der französische Luxuskonzern LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy) hat angekündigt, ab dem heutigen Montag Handdesinfektionsmittel zu produzieren. Diese sollen dann kostenlos französischen Gesundheitseinrichtungen überlassen werden, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

"Anbetracht einer drohenden Knappheit an Desinfektionsmitteln in Frankreich hat Bernard Arnault die Kosmetik- und Parfümsparte von LVMH angewiesen, die Fabriken für die Herstellung großer Mengen hydroalkoholischen Gels vorzubereiten", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Arnault ist Hauptanteilseigner des LVMH-Konzerns und mit einem Vermögen von 84,5 Milliarden US-Dollar der reichste Franzose.

9:15 Uhr

Der Dax ist zum Handelsstart am Montagmorgen unter die 9000-Punkte-Marke gefallen. Um kurz nach 9 Uhr lag er bei 8715 Punkten – ein Minus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Schlussstand vom Freitag.

Auch in Asien waren die Aktienkurse bereits weiter gesunken. Weder die Leitzinssenkung der US-Notenback auf 0,25% noch weitere Notmaßnahmen von asiatisch-pazifischen Zentralbanken konnten die Anleger beruhigen.

Sonntag, 15.3.

22:30 Uhr

US-Leitzins nahezu auf Null gesenkt

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat überraschend die Leitzinsen wegen des Coronavirus auf eine Zielspanne von null bis 0,25 Prozent gesenkt.

In der Erklärung der Notenbank vom Sonntag heißt es unter anderem: "Der Ausbruch des Coronavirus habe vielen Ländern, einschließlich den Vereinigten Staaten, geschadet und die Wirtschaftstätigkeit gestört. Die Federal Reserve ist bereit, ihre gesamte Palette an Instrumenten einzusetzen, um den Kreditfluss an Haushalte und Unternehmen zu unterstützen."

Wie das Handelsblatt schreibt, tagt die Fed eigentlich "am Dienstag und Mittwoch in Washington, doch Fed-Chef Jay Powell wollte so lange nicht warten, um neue Schritte im Kampf gegen das Coronavirus und die Folgen für die Wirtschaft zu unternehmen."

Update 21:00 Uhr

In der Pressekonferenz erklärte Seehofer, dass Personen, die im Rahmen der vorübergehenden Grenzkontrollen als Verdachtsfall eingestuft werden, am Grenzübertritt gehindert werden. Die Bundespolizei sei angewiesen worden, die Grenzkontrollen zu übernehmen. Ein vorläufiges Enddatum für die Kontrollen nannte Seehofer nicht.

Wie die FAZ meldet, sei derzeit aber noch unklar, ob auch die Flughäfen von den neuen Grenzkontrollen betroffen sein werden.

17:00 Uhr

Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz werden geschlossen

Deutschland wird ab Montagmorgen 8 Uhr die Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz teilweise schließen.

Darauf haben sich Kanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder, Bundesinnenminister Horst Seehofer, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Saarlands Regierungschef Tobias Hans und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer geeinigt.

Es soll verschärfte Kontrollen und gegebenfalls auch Zurückweisungen geben. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll aber laut der dpa weiter gesichert bleiben. Auch Pendler sollen weiterhin die Grenzen passieren dürfen.
Innenminister Horst Seehofer will um 19.00 Uhr in einer Pressekonferenz über die geplanten Grenzschließungen sprechen.

12:00 Uhr

Donald Trump will sich möglichen Covid-19-Impfstoff aus Deutschland sichern

Laut Welt am Sonntag versucht US-Präsident Donald Trump, die Wissenschaftler der Tübinger Firma CureVac, die an einem potenziellen Corona-Impfstoff arbeiten, mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken beziehungsweise das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern. Der US-Präsident bietet der Firma angeblich einen hohen Betrag, um sich deren Arbeit exklusiv zu sichern. Trump tue alles, um einen Impfstoff für die USA zu bekommen. „Aber eben nur für die USA“, heißt es nach Informationen der Welt am Sonntag aus der Bundesregierung.

CureVac arbeitet gemeinsam mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel an der Herstellung eines Impfstoffs gegen das Virus. Vertreter der Bundesregierung verhandeln nun mit CureVac.

„Die Bundesregierung ist sehr daran interessiert, dass Impf- und Wirkstoffe gegen das neuartige Corona-Virus auch in Deutschland und in Europa entwickelt werden“, bestätigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Welt am Sonntag. „Diesbezüglich ist die Regierung in intensivem Austausch mit der Firma CureVac.“ Deutschland, so ist in Berlin zu hören, versuche, das Unternehmen mit finanziellen Angeboten zu halten.

Samstag, 14.3.

18:30 Uhr

Shutdown in Berlin

Kneipen, Bars, Kinos und Clubs sowie öffentliche und private Sportstätten müssen ab sofort schließen. Berlin verbietet alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen. Die Verordnung gelte ab sofort, teilte ein Sprecher der Senatskanzlei am Samstagabend mit. Auch für Krankenhäuser und Pflegeheime gibt es strenge Regeln.


16:00 Uhr

Uni Wien distanziert sich von angeblichen Forschungsergebnissen

Derzeit wird von vielen WhatsApp-Nutzern eine Sprachnachricht weitergeleitet, in der berichtet wird, die teils extrem schweren Covid-19-Verläufe in Italien stünden mit der Einnahme von Ibuprofen in Zusammenhang. Diese hätten Forscher an der Uniklinik der Universität Wien herausgefunden. Die Universität Wien distanzierte sich von den Aussagen:

12:15 Uhr

Gesundheitsministerium warnt vor Fake News

9:30 Uhr

Apple schließt alle Läden außerhalb Chinas

CEO Tim Cook gab außerdem bekannt, 15 Millionen Dollar gegen die Folgen des Corona-Ausbruchs zu spenden.

9:30 Uhr

Tschechien macht Grenzen dicht

Tschechien hat seit Mitternacht die festen Grenzkontrollen zu Deutschland und Österreich wiedereingeführt, berichtet die FAZ: "Wegen möglicher Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus dürfen Deutsche, Österreicher, Schweizer und Bürger weiterer zwölf Risikostaaten nicht mehr in den EU-Mitgliedstaat einreisen und werden abgewiesen. Tschechen dürfen nicht nach Deutschland und Österreich ausreisen.Ausnahmen gelten nur für Deutsche mit Wohnsitz in Tschechien sowie Berufspendler in einem Streifen von 100 Kilometern Tiefe beiderseits der Grenze. Von Montag an wird der Einreisestopp auf alle Ausländer ausgeweitet."

Freitag, 13.3.

16:30 Uhr

Bundesliga stellt den Spielbetrieb ein

Die DFL stellt den Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesliga sofort ein. Auf ihrer Website schriebt die DFL: "Angesichts der Dynamik des heutigen Tages mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga hat das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga kurzfristig beschlossen, den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen. Darüber hinaus empfiehlt das Gremium, wie geplant, der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung der Proficlubs, die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April – also inklusive der Länderspiel-Pause – fortzusetzen.

Hintergrund ist unter anderem, dass sich im Lauf des Tages der Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus im Umfeld mehrerer Clubs und von deren Mannschaften ergeben haben und weitere Infektionen nicht auszuschließen sind. Zuvor wurde in der 2. Bundesliga nach der Profimannschaft von Hannover 96 auch für die gesamte Mannschaft des 1. FC Nürnberg durch die örtliche Gesundheitsbehörde häusliche Quarantäne verordnet.

Unverändert soll in der Länderspiel-Pause zwischen allen Clubs unter Berücksichtigung der dann vorliegenden Erkenntnisse, zum Beispiel auch hinsichtlich des internationalen Spielkalenders, über das weitere Vorgehen befunden werden. Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen – aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Clubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte."

13:30 Uhr

Bundesregierung hilft Wirtschaft mit unbegrenzten Krediten

In der Coronakrise will die Bundesregierung den Unternehmen mit unbegrenzten Kreditprogrammen helfen. Das sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Freitag in Berlin.

“Wir tasten uns nicht ran. Wir legen gleich alle Waffen auf den Tisch”, sagte Scholz laut Reuters. Es geht dabei vor allem um Kreditgarantien durch die staatliche Förderbank KfW sowie steuerliche Hilfen. “Wir kleckern nicht, wir klotzen.” Das werde den Staat am Ende “zig Milliarden” kosten, unklar sei noch die genaue Summe.

Dies könnte aber noch nicht das Ende der staatlichen Hilfen sein: “Wir haben noch etwas in der Hinterhand”, so der SPD-Politiker. Ein Konjunkturprogramm oder staatliche Beteiligungen an Unternehmen seien nicht auszuschließen.

Der Bundestag hat außerdem im Schnellverfahren einstimmig die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes beschlossen. Damit sollen Arbeitnehmer und Unternehmen besser vor den wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus geschützt werden.

10:00 Uhr

Bayern: Besuchsverbot in Seniorenheimen


Ministerpräsident Markus Söder hat heute morgen ein Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen bekanntgegeben. Zudem werden alle Schulen für 5 Wochen geschlossen. Söder warnte Eltern davor, Großeltern mit der Kinderbetreuung zu beauftragen. Ältere Menschen gelten als gefährdetste Bevölkerungsgruppe.

Die Kommunalwahlen am Sonntag sollen noch wie geplant stattfinden. Die zwei Wochen später angesetzten Stichwahlen um Bürgermeister- und Landratsposten werden dagegen ausschließlich per Briefwahl stattfinden.

9:50 Uhr

Schulen in mehreren Bundesländern geschlossen

Bayern: Alle Schulen und Kindergärten werden ab Montag bis zum 19. April geschlossen.

Niedersachsen: Ab Montag werden alle Schulen für 4 Wochen geschlossen.

In Saarland und Berlin: Ab Montag sollen die Schulen und Kindergärten schrittweise geschlossen werden.

Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen wollen heute über landesweite Schulschließungen entscheiden.


9:40 Uhr

Dax erholt sich leicht

Nachdem der Dax am Donnerstag den zweitgrößten Tagesverlust seiner Geschichte durchstehen musste, begann der heutige Handelstag mit einem kleinen Plus von 2 Prozent.

Am Donnerstagabend hatte der deutsche Leitindex bei 9161 Punkten mit einem Minus von 12,2 Prozent geschlossen – dem schwersten Tagesverlust seit dem 16. Oktober 1989. Größter Verlierer des Tages war die Daimler-Aktie mit einem Minus von knapp 19 Prozent.

9:30 Uhr

Formel-1-Saisonauftakt in Melbourne abgesagt

Nach langen Diskussionen hat sich der Rennsportverband FIA nun entschieden, den ersten Formel-1-Grand-Prix der Saison am 15. März in Melbourne abzusagen. Auch die folgenden Rennen der Saison sind in Gefahr. Der zweite Termin wäre am 22. März in Bahrein.

9:00 Uhr

Lieferservice stellt nur noch vor der Wohnungstür ab

Lieferando-Kuriere stellen ab sofort bestelltes Essen nur noch an der Wohnungstür ab. Das teilt der niederländische Essenslieferdienst Takeaway.com mit, der hinter der Marke steht. Die Maßnahme gilt in ganz Europa.

Donnerstag, 12.3.

19:00 Uhr

Dax: Zweithöchster Tagesverlust der Geschichte

Nach einem Minus von sieben Prozent zum Handelsauftakt und anschließender leichter Erholung verlor der Dax zum Handelsschluss 12,2 Prozent und notiert nun bei 9.161 Punkten. Dies ist das erste Mal seit 2016, dass der Aktienindex unterhalb von 10.000 Punkten liegt.

Wie das Handelsblatt schreibt, war es der zweitgrößte Tagesverlust in der Geschichte des Dax. Nur am 16. Oktober 1989 war das Minus mit 12,8 Prozent größer.

14:15 Uhr

EZB tritt Coronakrise mit Kreditprogramm entgegen

Die Europäische Zentralbank hat beschlossen, bis zum Jahresende zusätzlich 120 Milliarden Euro für Wertpapierkäufe auszugeben. Außerdem sollen besonders günstige Kredite die Banken dazu bewegen, mehr Kredite zu vergeben und so besonders betroffene Branchen und Unternehmen unterstützen. Dies soll vor allem kleinen und mittelgroßen Firmen helfen.

Die Leitzinsen ließ EZB-Präsidentin Christine Lagarde hingegen unverändert. Banken müssen für ihre eigenen Einlagen bei der EZB weiterhin 0,5 Prozent Zinsen zahlen.

10:20 Uhr

Deutsche Bahn verzeichnet ein Viertel weniger Passagiere

Neben der Luftfahrtbranche leidet auch die Deutsche Bahn unter dem Ausbruch des Coronavirus. Während im Januar und Februar noch um jeweils zehn Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr in IC und ICE unterwegs waren, so waren es in der ersten Märzwoche ein Viertel weniger. Dies gab der Fernverkehrsvorstand der Deutschen Bahn Michael Peterson laut Reuters bekannt. Für die laufende Woche erwarte die Bahn einen weiteren Rückgang um 40 Prozent.

9:30 Uhr

Börsen fallen nach US-Einreisestopp für Europäer weiter

Der Dax notiert am Donnerstagmorgen rund fünf Prozent tiefer und steht derzeit bei 9914 Punkten. Damit befindet sich der deutsche Leitindex erstmal seit 2016 unter 10.000 Punkten.

Laut Handelsblatt zeigen sich die Anleger über die neuesten Entwicklungen der Coronakrise schockiert.

Gestern hatte US-Präsident Donald Trump einen 30-tägigen Einreisestopp für Reisende aus Europa verhängt, der ab diesem Freitag gelten soll. Ebenfalls gestern hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO den Ausbruch des Coronavirus als Pandemie eingestuft und die US-Börsen damit weiter belastet. Der Leitindex Dow Jones fiel bis zum Börsenschluss am Mittwoch um mehr als 5,9 Prozent auf 23.533 Punkte.

Am Mittwochabend hatte US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus einen Einreisestopp für Ausländer, die sich in den vergangenen 14 Tagen in den 26 Schengen-Staaten aufgehalten haben, bekanntgegeben. „Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen.“ Ausgenommen seien Einreisende aus Großbritannien. Amerikaner, die aus Europa einreisen, müssen sich Tests unterziehen. Die Maßnahme gilt ab 23.59 Uhr am Freitag (4.59 Uhr MEZ am Samstag). Passagiere, deren Flug aus Europa vorher startet, dürfen demnach noch einreisen.


9:00 Uhr

Mittwoch, 11.3.

15:45 Uhr

Lufthansa streicht 23.000 Flüge

Der Lufthansa-Konzern hat 23.000 Flüge bis zum 24. April annuliert. Sie betreffen hauptsächlich Europa, Asien und den Nahen Osten. Man habe darauf geachtet, sämtliche Ziele mit mindestens einer Airline des Konzerns (Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings) erreichbar zu halten. Weitere Flugabsagen seien zu erwarten, erklärte das Unternehmen in Frankfurt.

14:00 Uhr

Robert-Koch-Institut aktualisiert Risikogebiete

Das RKI Berlin hat seine Liste internationaler Risikogebiete für eine Covid-19-Ansteckung um die französische Region Grand Est aktualisiert. Als Risikogebiete definiert das Institut "Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch ("ongoing community transmission") vermutet werden kann".

Die komplette Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts:

rki.de
rki.de

12:30 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel ruft zu Solidarität auf

Bei ihrer ersten Pressekonferenz zur Coronakrise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bürger*Innen Deutschlands zur Solidarität aufgerufen: „Da sind unsere Solidarität, unsere Vernunft, unser Herz füreinander schon auf eine Probe gestellt, von der ich mir wünsche, dass wir diese Probe auch bestehen.“ Weiter sagte sie: "Das Virus ist in Europa angelangt. Es ist da. Das müssen wir alle verstehen." Das nun folgende politische Handeln ergäbe sich aus Empfehlungen der Wissenschaftler. Merkel erinnerte daran, dass es noch keine Therapie- und Impfmöglichkeiten gebe. Daher könnten sich 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung infizieren. Da bei Risikogruppen schwere Krankheitsverläufe zu erwarten seien, bestehe die Gefahr, das Gesundheitssystem zu überlasten. Es sei wichtig, dass kritische Infrastruktur, staatliche Stellen und medizinisches Personal weiter arbeiten könnten. "Deshalb sind alle Maßnahmen von größter Bedeutung. Sie geben uns Zeit."

Mehr zur Pressekonferenz der Kanzlerin.

12:30 Uhr

Nun auch in Berlin: Alle Großveranstaltungen untersagt

11:00 Uhr

EZB will noch in dieser Woche Maßnahmen ergreifen

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde hat die Staats- und Regierungschefs der EU vor einem wirtschaftlichen Schock wie in der Finanzkrise gewarnt. Es müsse nun schnell gegen das Coronavirus vorgegangen werden, dann bleibe der Schock temporär, sagte sie in einer Videokonferenz. Zudem soll Lagarde signalisiert haben, dass die EZB bereits in dieser Woche Maßnahmen ergreifen wird.

10:20 Uhr

Veranstaltungs-Absagen: Warum sind ausgerechnet 1000 Teilnehmer die Grenze?

Gesundheitsminister Jens Spahn will Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen generell absagen oder gar nicht erst zulassen. Doch warum ist ausgerechnet 1000 Teilnehmer die magische Zahl? ZASTER verrät es dir hier.


9:00 Uhr

Kanzlerin gibt Pressekonferenz und lädt zu Krisensitzung

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird heute um 11.30 Uhr gemeinsam mit Gesundheitsminister Jens Spahn eine Pressekonferenz zur Coronakrise geben. Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, wird teilnehmen.

Am Freitag um 18 Uhr will die Kanzlerin mit Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften über Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung Corona-Virus in Deutschland beraten. Das berichtet das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND).

Dienstag, 10.3.

18:00 Uhr

Berlin: Bis 19. April keine Veranstaltungen in den staatlichen Opern-, Konzert- und Theaterhäusern

Der Berliner Senat hat zwar bisher noch kein Verbot aller Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen wie etwa in NRW und Bayern bekanntgegeben. Allerdings sollen bis zum 19. April alle geplanten Veranstaltungen in den großen Sälen der staatlichen Theater, Opern- und Konzerthäuser in Berlin abgesagt werden. Dies teilte Kultursenator Klaus Lederer am Dienstag mit.

16:00 Uhr

Holocaust-Gedenkveranstaltungen verschoben

Wie die FAZ berichtet, wird die Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen um ein Jahr verschoben. Insbesondere die rund 100 hochbetagten Holocaust-Überlebenden, die zum Jahrestag der Befreiung in die Lüneburger Heide kommen wollten, sollen so vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus geschützt werden.

Der für den 19. April geplante Gedenk-Akt soll nun am 18. April 2021 stattfinden. Ebenso werden die Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora am 5. April verschoben. Der Thüringer Regierungssprecher Günter Kolodziej sagte, man wollen am 19. März einen Alternativ-Termin vorstellen.

13:45 Uhr

Bundesländer untersagen Großveranstaltungen

Das Land Bayern wird alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen untersagen. Das teilte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer Pressekonferenz mit. Bei Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen werde zumindest eine Absage empfohlen. Söder sagte: "Die Coronakrise ist in Bayern angekommen. Dieser Herausforderung müssen wir uns ernsthaft und seriös stellen." Es gebe zwar "keinen Anlass zur Panik, aber zu ernsthafter Sorge." Eine ähnliche Situation wie in Italien müsse verhindert werden. (FAZ)

Auch Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein wollen Großveranstaltungen ab 1000 Personen ab sofort nicht mehr zuzulassen. Unklar ist noch, wie lang die Regelung gelten soll.

Update:
Auch Bremen will alle Veranstaltungen in dieser Größenordnung verbieten. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat bislang keine Absagen vor, fordert aber bundesweit einheitliche Regeln für Großveranstaltungen. „Wir können da keinen Flickenteppich haben", sagte der SPD-Politiker. „Es kann nicht sein, dass eine Veranstaltung beispielsweise in Berlin-Zehlendorf verboten wird, aber 100 Meter weiter in Brandenburg könnte sie stattfinden."


11:00 Uhr

Dax erholt sich – 3 Prozent im Plus

Nach dem gestrigen Crash ist der Dax heute mit einem Plus gestartet. Wie die FAZ berichtet, stiegen die Kurse in Erwartung von wirtschaftlichen Hilfspakete gegen die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie wieder. Der Dax "legte im Vormittagshandel um bis zu 3 Prozent zu, blieb aber zunächst noch unterhalb der Marke von 11.000 Punkten."

Überdurchschnittlich stark gestiegen sind die Kurse der Lufthansa, von Infineon und der Deutschen Post.

Am Montag erlebte der Dax den schlimmsten Kursrutsch seit dem 11. September 2001.


Update 9:55 Uhr: Als letztes Bundesland hat nun auch Sachsen-Anhalt eine erste Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Es handele sich um einen Mann aus Halle, der vor wenigen Tagen von einer Reise aus Norditalien zurückgekehrt war, teilte das Sozialministerium Sachsen-Anhalts mit.

Montag, 9.3.

Update 23:00 Uhr: Der US-Leitindex Dow Jones hat mit Ende des Tages 7,8 Prozent verloren und fiel auf 23.851,33 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq gab 7,3 Prozent auf 7.950,68 Punkte nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 7,6 Prozent auf 2.746,52 Punkte ein. (FAZ)

23:00 Uhr

Italien: Sperrzone gilt nun landesweit

Die italienische Regierung weitet die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit auf das ganze Land aus. Das gab Premierminister Giuseppe Conte bekannt. „Es wird nicht nur eine rote Zone geben“, sagte Conte auf einer Pressekonferenz. „Es wird Italien sein.“ Die Maßnahmen sollen ab Dienstag in Kraft treten. Alle öffentlichen Versammlungen inklusive Fußballspiele oder Konzerte sind verboten. Schulen und Universitäten sind bis zum 3. April geschlossen. Der öffentliche Verkehr soll in Betrieb bleiben.

19:00 Uhr

Schwarzer Montag an den Börsen

Der Dax hat heute einen der schlimmsten Tage seiner Geschichte erlebt. Wegen des drastischen Ölpreisverfalls und der Angst vor einer globalen Rezession seien die Anleger panikartig aus dem Aktienmarkt geflüchtet, schreibt die FAZ. Der Dax hatte zwischenzeitlich fast 1000 Punkte eingebüßt und schloss 7,94 Prozent tiefer bei 10.625,02 Punkten. Dies ist der größte prozentuale Tagesverlust seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001.

Update 19:20: An der Wall Street haben sich die Kurse nach einem dramatischen Start und zwischenzeitlichem Handelsstop wieder erholt. Das Handelsblatt berichtet: "Der Dow Jones liegt derzeit knapp 6 Prozent im Minus, nachdem er zum Handelsstart um 7,2 Prozent auf 24.016 Punkte eingebrochen war. Auch der S&P 500 grenzte seine Verlust auf rund 5 Prozent ein und steht derzeit bei gut 2800 Punkten. Nachdem der breit gefasste S&P 500 um sieben Prozent herabgestürzt war, reagierte der größte Börsenplatz der Welt mit einem 15-minütigen Handelsstopp. Mit dieser kurzen Verschnaufpause soll verhindert werden, dass die Kurse ins Bodenlose fallen."

17:00 Uhr

Bis zu 5000 Menschen in Brandenburg in Quarantäne

Nach einem Coronavirus-Verdacht an einer Schule in Neustadt/Dosse (Kreis Ostprignitz-Ruppin) halten sich 4000 bis 5000 Menschen in häuslicher Quarantäne auf, wie die dpa berichtet. Lehrer der Gesamtschule hatten Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Berlinerin gehabt. Das Gesundheitsamt ordnete die häusliche Isolation der Schüler, Lehrer, Verwaltungsmitarbeiter und aller Angehörigen an.

12:45 Uhr

CL-Rückspiel Paris-Dortmund ohne Zuschauer

Geisterspiel in der Champions League: Das Achtelfinal-Rückspiel von Borussia Dortmund bei Paris Saint-Germain wird ohne Zuschauer stattfinden. Die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt teilte, dass die Partie im Pariser Prinzenparkstadion (Mittwoch, 21 Uhr) vor leeren Rängen stattfinden wird. Damit halte man sich an die vom nationalen Krisenstab beschlossenen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus.

Währenddessen soll das Spiel Leipzig-Tottenham mit Zuschauern stattfinden, wie die FAZ berichtet. Dies habe das Gesundheitsamt Leipzig in einem Gespräch mit RB-Verantwortlichen zur Corona-Krise am Montag entschieden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Wochenende empfohlen, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Das Leipziger Gesundheitsamt begründete seine Entscheidung damit, dass Großbritannien nicht als Corona-Risikogebiet gelte.

10:00 Uhr

Update: Laut Robert-Koch-Institut gibt es Stand Montagmorgen 1112 Covid-19-Fälle in Deutschland. Noch immer gibt es keinen bekannten Fall in Sachsen-Anhalt, alle anderen Bundesländer sind betroffen, darunter am schwersten Nordrhein-Westfalen mit 484 und insbesondere der Landkreis Heinsberg mit 290 Fällen.

Der erste deutsche Staatsbürger starb in Ägypten an Covid-19. Bislang ist in Deutschland kein Todesfall durch das Virus bekannt. In Italien starben bereits 366 Menschen, mehr als 7300 Menschen sind infiziert.

Weltweit wurden mehr als 110.000 Erkrankungen festgestellt.

www.rki.de
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9:30 Uhr

Dax und asiatische Börsen brechen ein

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie und ein Einbruch des Öl-Preises haben den Börsen zum Wochenauftakt zugesetzt. "Der Dax eröffnete 7,9 Prozent im Minus bei 10.630 Punkten und unterschritt damit erstmals seit mehr als einem Jahr wieder die Marke von 11.000 Zählern", berichtet das Handelsblatt.

"Bestimmendes Thema war an den Handelsplätzen der plötzliche Einbruch der Ölpreise um mehr als 30 Prozent. Saudi-Arabien hatte am Sonntag angekündigt, den Markt mit Öl zu fluten und die Preise massiv zu senken, um mit diesem Preiskampf vor allem Russland zu treffen. Beide Staaten konnten sich vorige Woche bei den Verhandlungen im Rahmen der Opec+ nicht auf eine Kürzung der Fördermengen einigen."

Auch Japan sei schwer getroffen, schreibt die FAZ: "An der Leitbörse in Tokio stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte am Montag um mehr als 1000 Punkte unter die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Punkten. Zur Handelsmitte notierte das Börsenbarometer einen massiven Abschlag von 1276,68 Punkten oder 6,15 Prozent beim Zwischenstand von 19.473,07 Zählern."

Auch Australiens Aktienmarkt ist enorm unter Druck: "Der australische Aktienmarkt verzeichnete den schlimmsten Lauf seit der globalen Finanzkrise 2008. Der Aktienindex S&P/ASX 200 beendete den Handel in Sydney mit einem Minus von 7,3 Prozent auf nun noch 5705,5 Punkte. Der Höchststand des Index liegt erst zwei Wochen zurück: Seit dem 20. November hat der Index nun fast 20 Prozent verloren.

Auslöser für den Ölpreisrutsch war die Nachricht, dass sich das Ölkartell Opec und seine Kooperationspartner nicht auf eine weitere Beschränkung der Rohölproduktion einigen konnten. Hinzu kommt die Unsicherheit über die Folgen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft.

Sonntag, 8.3.

23:00 Uhr

Update: Laut Robert-Koch-Institut gab es Stand Sonntagnachmittag 902 Covid-19-Fälle in Deutschland. Noch immer gibt es keinen bekannten Fall in Sachsen-Anhalt, alle anderen Bundesländer betroffen.

Der erste deutsche Staatsbürger starb in Ägypten an Covid-19. Bislang ist in Deutschland kein Todesfall durch das Virus bekannt. In Italien starben bereits 366 Menschen, mehr als 7300 Menschen sind infiziert.

Weltweit wurden mehr als 105.000 Erkrankungen festgestellt.

22:00 Uhr

Frankreich verbietet Großveranstaltungen

Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran hat am Sonntag in Paris angekündigt, Veranstaltungen mit über 1000 Menschen zu verbieten. Es soll einige wenige Ausnahmen geben. Die Behörden werden nun eine Liste mit Veranstaltungen zusammenstellen, die „nützlich für das Leben der Nation“ seien, dazu gehörten etwa Demonstrationen.

Währenddessen fordert auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die Absage aller Großveranstaltungen in Deutschland. „Jeder, der jetzt nicht solche Veranstaltungen verbietet, muss sich in ein paar Wochen fragen lassen, ob er nicht für eine neue Welle an Infektionen und Todesfälle verantwortlich ist", sagte Lauterbach der „Bild“. Außerdem forderte er regelmäßige Stichproben-Tests an Schulen, da bei Kindern und Jugendlichen die Krankheit meist nicht ausbreche, sie aber ansteckend seien.

14:00 Uhr

Update: Das Robert-Koch-Institut vermeldet 847 Covid-19-Fälle in Deutschland. Noch immer gibt es keinen bekannten Fall in Sachsen-Anhalt, ansonsten sind alle Bundesländer betroffen. Mehr als 200 bestätigte Fälle sind es im Landkreis Heinsberg in NRW.

Weltweit wurden mehr als 105.000 Fälle festgestellt.

13:45 Uhr

Italienische Regierung stellt Mailand und Venedig unter Quarantäne

Die italienische Regierung hat u.a. Mailand und Venedig unter Quarantäne gestellt. In insgesamt 15 Provinzen dürften Menschen nur noch aus wichtigen Gründen ein- oder ausreisen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte bei einer Pressekonferenz. Bisher ist noch nicht klar, in welcher Form die Kontrollen durchgeführt werden sollen. Ebenfalls unklar ist, wie und wann Touristen ihre Urlaubsorte verlassen dürfen. Betroffen sind etwa 16 Millionen Menschen.

„Wir haben eine Situation des nationalen Notstands“, sagte Conte. Ziel der drastischen Maßnahmen sei „die Eindämmung des Virus und eine Vermeidung der Überlastung der Krankenhäuser“.

Italien ist mit 5883 Covid-19-Erkrankungen (Stand Samstagabend) nach China und Südkorea das am stärksten betroffene Land.

13:40 Uhr

Jens Spahn fordert europäisches Robert-Koch-Institut

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Einrichtung eines neuen Instituts zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten gefordert: „Die europäische Seuchenbehörde ECDC ist viel zu klein, um Epidemien wie diese vernünftig begleiten zu können“, sagte Spahn in einem Interview der „Bild am Sonntag“. „Wir brauchen eine Art europäisches Robert-Koch-Institut.“ Das Berliner Robert-Koch-Institut ist zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und –prävention

13:30 Uhr

Moskau droht Bürgern mit Haft

Einwohner Moskaus, die u.a. aus Deutschland, China, Südkorea, dem Iran oder Italien in ihre Heimatstadt zurückkehren, müssen sich für zwei Wochen selbst unter Quarantäne stellen. Andersfalls drohen ihnen bis zu 5 Jahre Haft. In Russland gibt es bislang 15 bestätigte Infektionsfälle.

13.00 Uhr

Luftfahrtmesse Aero wird verschoben

Wie die Messe Friedrichshafen gab bekannt, wird die Luftfahrtmesse Aero auf einen noch nicht genannten Termin verschoben. Wie die FAZ berichtet, könnte die Terminfindung allerdings schwierig werden: "Im Mai soll bereits die Internationale Luftfahrtausstellung in Berlin stattfinden, auf der sich ebenfalls viele Aussteller aus der Allgemeinen Luftfahrt präsentieren. Zu spät im Jahr kann die Aero auch nicht stattfinden, denn der größte Teil der Luftfahrzeuge wird zum Messegelände geflogen, das direkt an den Flughafen Friedrichshafen angrenzt. Viele dieser Flugzeuge und Helikopter dürfen nur nach Sicht geflogen werden, können also nicht in Wolken und bei schlechter Sicht etwa während typischen Spätherbstwetterlagen fliegen."

Samstag, 7.3.

18:30 Uhr

US-Technologiekonferenz South by Southwest abgesagt

Auch das Digitalfestival „South by Southwest“ in Austin, Texas, wird in diesem Jahr wegen des Coronavirus gecancelt. South by Southwest (SXSW) begann vor mehr als dreißig Jahren als Musikmesse und -festival und entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Film- und Technologie-Konferenzen der Welt. SXSW hätte vom 13. bis 22. März stattfinden sollen.

17:45 Uhr

Papst Franziskus vermeidet vorerst öffentliche Auftritte

Papst Franziskus wird bei seinem traditionellen Angelus-Gebet am Sonntagmittag nicht wie üblich direkt vor den Besuchern auf dem Petersplatz sprechen. Stattdessen soll das Gebet per Video live aus dem Papstpalast übertragen werden. Es wird außerdem auf Bildschirmen auf dem Petersplatz zu sehen sein. Die kommende Generalaudienz am Mittwoch soll auf gleiche Weise übertragen werden. Damit erhofft sich der Vatikan eine kleinere Menschenansammlung auf dem Petersplatz. Italien ist das am stärksten von Covid-19-Erkrankungen betroffene Land in Europa.

17:30 Uhr

Update: Das Robert-Koch-Institut vermeldet 795 Covid-19-Fälle in Deutschland. Bis auf Sachsen-Anhalt sind alle Bundesländer betroffen. Mehr als 200 bestätigte Fälle sind es im Landkreis Heinsberg in NRW.

Weltweit gibt es mehr als 102.000 Fälle.

15:00 Uhr

12:00 Uhr

Update: Das Robert-Koch-Institut vermeldet 684 Covid-19-Fälle in Deutschland. Bis auf Sachsen-Anhalt sind alle Bundesländer betroffen. Mehr als 200 bestätigte Fälle sind es im Landkreis Heinsberg in NRW.

Weltweit gibt es 101.000 Fälle.

Freitag, 6.3.

16:45 Uhr

Lufthansa will jeden zweiten Flug streichen

Die Lufthansa-Gruppe will ihre Flugpläne noch drastischer zusammenstreichen als bisher geplant. Der Lufthansa-Vorstand habe entschieden, die Kapazität in den nächsten Wochen um bis zur Hälfte zu reduzieren, wie die FAZ berichtet. Dies diene dazu, die finanziellen Folgen des Nachfrageeinbruchs zu verringern. Das Unternehmen stellt außerdem seit heute kostenfreie Umbuchungen zur Verfügung.

Erst am Donnerstag hatte die Lufthansa bekanntgegeben, dass allein bis Ende März 7100 Lufthansa-Flüge gecancelt sind.

13:20 Uhr

Bundeswirtschaftsminister setzt Krisengipfel an

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat seine Kollegen aus den Bundesländern zu einem Corona-Krisengipfel am kommenden Dienstag eingeladen, wie das Handelsblatt berichtet. „Angesichts der Unsicherheiten mit Blick auf die Auswirkungen des Coronavirus erscheint mir ein verstärkter wirtschaftspolitischer Austausch zwischen den föderalen Akteuren angemessen und sinnvoll“, schrieb er an die 16 Wirtschaftsminister der Bundesländer.

10:30 Uhr

Update: Das Robert-Koch-Institut in Berlin hat seine Liste der Sars-Cov-2-Risikogebiete um Südtirol erweitert.

"Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch ("ongoing community transmission") vermutet werden kann. Um dies festzulegen, verwendet das Robert Koch-Institut verschiedene Indikatoren (u.a. Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen, Maßnahmen (z.B. Quarantäne ganzer Städte oder Gebiete), Exportierte Fälle in andere Länder/Regionen)."

Stand 5.3., 20 Uhr, sind folgende Regionen Risikogebiete:

In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan)
Im Iran: Provinz Ghom, Teheran
In Italien: Südtirol, Region Emilia-Romagna, Region Lombardei, die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien
In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

10:10 Uhr

Berliner Chef-Virologe für Absage von Bundesliga-Spielen

Christian Dorsten, der Chef-Virologe der Berliner Charité, spricht sich für eine Absage von Bundesliga-Spielen in vom Coronavirus betroffenen Regionen aus. Dies gelte insbesondere für Mönchengladbach, das nur wenige Kilometer vom deutschlandweit am schwersten betroffenen Landkreis Heinsberg entfernt ist. Dort sind 175 Fälle bekannt – weit mehr als die Hälfte aller Infektionen in Nordrhein-Westfalen (281). Für den morgigen Samstag ist das Spitzenspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund angesetzt. Das Innenministerium und der Gesundheitsminister von NRW hatten sich zusammen mit den Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach am Dienstag für eine Austragung des Spiels entschieden.

10:00 Uhr

Update: Das Robert-Koch-Institut vermeldet 534 Sars-Cov-2-Fälle in Deutschland. Bis auf Sachsen-Anhalt sind alle Bundesländer betroffen. Weltweit sind es über 98.000 Fälle.

Donnerstag, 5.3.

17:00 Uhr

Öl-Bedarf sinkt wohl erstmals seit Finanzkrise von 2008

Erstmals seit mehr als zehn Jahren sieht es so aus, als würde die globale Nachfrage nach Öl sinken – vor allem weil das Coronavirus die Wirtschaft Chinas momentan nahezu zum Erliegen gebracht hat. Die Öl-Länder reagieren mit drastischen Kürzungen bei der Förderung, wie die FAZ berichtet. "Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert, dass im ersten Quartal 2020 der weltweite Ölverbrauch im Vergleich zum Vorjahresverbrauch zurückgeht, und zwar von um 0,435 Millionen Barrel (Fass zu 159 Liter) am Tag."

13:30 Uhr

Italienische Luxus-Labels sagen Fashion Shows ab

Auch die Modewelt bleibt nicht unberührt von der Coronavirus-Pandemie. Reihenweise haben die großen italienischen Fashion-Labels ihre im April und Mai anstehenden Modenschauen abgesagt. Die Frühjahrs-Shows für die Zwischensaison-Kollektionen (die sogenannten Cruise Collections) finden nicht während der halbjährlichen Fashion Weeks in Mailand statt sondern an ungewöhnlicheren Mode-Orten. Nach Prada (wollte eigentlich in Paris zeigen) und Gucci (San Francisco) haben nun auch Versace (ebenfalls in den USA) und Giorgio Armani (Dubai) reagiert und die Schauen gecancelt. Zumindest das Armani-Event soll im November an gleicher Stelle nachgeholt werden.

10:00 Uhr

Update: Laut dem Robert-Koch-Institut sind in Deutschland nun 349 Infektionsfälle gemeldet. Sie betreffen alle Bundesländer außer Sachsen-Anhalt. In Nordrhein-Westfalen gibt es 175 Fälle. Bis jetzt gibt es allerdings keinen einzigen Todesfall.

8:30 Uhr

Kalifornien ruft Notstand aus

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand ausgerufen. Newsom sagte: „Mit 53 positiv getesteten Fällen ist das Virus nicht mehr nur in einem Teil unseres Staates isoliert.“ Am Mittwoch hatte die Gesundheitsbehörde den ersten Todesfall in dem Bundesstaat bekanntgegeben. Es handelt sich um einen älteren Mann, der sich vermutlich an Bord des Kreuzfahrtschiffs „Princess“ von San Francisco nach Mexiko angesteckt hat.

Mit einer Notstandserklärung lassen sich schneller Gelder und Hilfsmittel abrufen – im Westküstenstaat wird der Notstand normalerweise bei den häufigen Waldbränden oder Erdbeben ausgerufen.

Die Zahl der Covid19-Todesfälle in den USA ist damit auf elf gestiegen, bei 159 Infektionen.

Mittwoch, 4.3.

18.40 Uhr

James Bond-Filmstart auf Herbst verschoben

Die Kino-Branche leidet bereits unter massiv sinkenden Zuschauerzahlen weltweit – und nun wird zum ersten Mal ein großer weltweiter Kinostart verschoben. Der neue James Bond-Film "No Time To Die", der eigentlich Anfang April weltweit in die Kinos kommen sollte, wurde auf November verschoben.

16:45 Uhr

Erster Fall einer Übertragung von Mensch zu Haustier wird untersucht

Die Behörden in Hongkong haben eine "schwach positive" Diagnose einer Coronavirus-Infektion bei einem Hund bekanntgegeben. Wie Reuters berichtet, handelt es sich laut Experten von Universitäten und der Weltorganisation für Tiergesundheit um den ersten Fall einer Übertragung von Mensch zu Tier. Der Spitz ist das Haustier einer 60-jährigen Coronavirus-Patientin. Derzeit befindet sich der Hund in Quarantäne in einem Tierheim.

16:00 Uhr

Israel verbietet Einreisen aus Deutschland und Frankreich

Wie die FAZ berichtet, soll die Einreise aus Deutschland und Frankreich nur Menschen mit israelischem Personalausweis erlaubt sein – diese müssten sich in Israel aber für 14 Tage in Quarantäne begeben. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Gesundheitsminister Yaacov Litzman wollen am Nachmittag eine Erklärung abgeben. Israel verweigert derzeit bereits Besuchern aus Italien, China, Japan, Südkorea, Hongkong, Macau, Thailand und Singapur die Einreise.

12.30 Uhr

Exportverbot für Schutz-Ausrüstung

Auf Anordnung des Bundeswirtschaftsministeriums dürfen Atemmasken, Handschuhe, Schutzanzüge und Ähnliches nicht mehr ins Ausland exportiert werden. Im Rahmen internationaler Hilfsaktionen soll es Ausnahmen geben. Der deutsche Coronavirus-Krisenstab habe die "außerordentliche Dringlichkeit für die Beschaffung medizinischer Schutzausrüstung festgestellt", berichtet die FAZ.

11:30 Uhr

Hannover Messe wird verschoben

Die weltgrößte Industriemesse wird verschoben. Das hat die Deutsche Messe AG gerade mitgeteilt. Die Messe mit rund erwarteten 6000 Ausstellern sollte eigentlich vom 20. bis 24. April stattfinden. Der Ausweich-Termin ist nun der 13. bis 17. Juli.

10:45 Uhr

Update: In Deutschland wurde das Virus mittlerweile in allen Bundesländern außer Sachsen-Anhalt nachgewiesen. Das Robert-Koch-Institut zählt 240 Infektionen.

10:00 Uhr

Toyota verzeichnet 70 Prozent Umsatzeinbruch

Der Absatz des japanischen Autoherstellers Toyota in China ist im Februar um 70 Prozent eingebrochen. Nur noch 23.800 Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus wurden verkauft (Handelsblatt). Die Gesamtzahlen der Branche in China sind noch dramatischer – die Pkw-Verkäufe sind um 80 Prozent zum Vormonat gesunken.

Dienstag, 3.3.

17:39

Benefizkonzert für Anschlagsopfer von Hanau wird verschoben

Als Grund nennt das Nachrichtenportal mangfall24.de den ersten bestätigten Corona-Fall in Hanau. Ursprünglich sollte die Veranstaltung in Gedenken an die Anschlagopfer am kommenden Samstag stattfinden, nun wurde das Konzert auf Sonntag, den 17. Mai 2020 verschoben.

17:15 Uhr

Warteschlange an Untersuchungsstelle der Berliner Charité

Die Berliner Universitätsklinik Charité appelliert in einem Twitter-Beitrag an die Menschen, sich zunächst telefonisch zu informieren oder den Hausarzt zu kontaktieren, bevor man bei Verdacht auf eine Erkrankung die neu eingerichtete Untersuchungsstelle aufsucht.

16:02 Uhr

Frankreich beschlagnahmt alle Atemschutzmasken

Der französische Staatschef Emmanuel Macro hat per Twitter erklärt, dass sein Land alle Vorräte an Atemschutzmasken beschlagnahmt und an das Gesundheitspersonal und mit dem Virus infizierte Franzosen verteilt. Mittlerweile ist die Zahl der Toten durch das Virus in Frankreich auf vier gestiegen. Infiziert seien derzeit 204 Personen.

14:55 Uhr

G7-Staaten wollen gemeinsam wirtschaftlichen Abschwung eindämmen

Die Auswirkungen des Corona-Virus auf die Weltwirtschaft könnten verheerend sein. Noch halten sich Kursverluste an den Börsen in Grenzen. Doch mit jedem Tag verschlechtert sich die Lage. Um möglichen Negativtrends entgegenzuwirken, beschlossen die Finanzminister der sieben wirtschaftsstärksten Nationen des Westens, sämtliche finanzpolitische Maßnahmen ausschöpfen zu wollen, wenn sich die Lage weiter zuspitzt. Gemeint sind damit auch höhere Staatsausgaben, wie boerse.de berichtet.

14:20 Uhr

Bundesforschungsministerium stellt 10 Millionen Euro bereit

Das BMBF hat einen Förderaufruf zur Erforschung des neuartigen Corona-Virus gestartet und selbst 10 Millionen Euro an Forschungsgeldern zur Verfügung gestellt. Die zuständige Ministerin Anja Karliczek sagte dazu:

Die weltweite Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und die Erkrankungen in Deutschland erfüllen viele Menschen mit verständlicher Sorge. Die Bundesregierung arbeitet mit aller Kraft daran, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen und die wirkungsvolle Behandlung der Erkrankten sicherzustellen.
Anja Karliczek, Bundesforschungsministerin

13:00 Uhr

Leipziger Buchmesse (12.-15.3.) wird nun doch nicht stattfinden

Heute Vormittag sollte sie noch stattfinden, nun bestätigen die Veranstalter die Gerüchte rund um eine Absage der Messe aufgrund des Corona-Virus. Damit fällt neben dem Genfer Autosalon eine weitere wichtige Branchenmesse dem Virus zum Opfer.

10:30 Uhr

Update: Das Robert-Koch-Institut vermeldet am Dienstagmorgen 188 Fälle einer Sars-Cov-2-Infektion. Am gestrigen Montag gab es die ersten Fälle in Brandenburg, Thüringen und Sachsen. Die letzten Bundesländer ohne gemeldete Infektionen sind das Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Laut dem Johns Hopkins Center for Systems Science and Engineering in Baltimore sind nun weltweit über 90.000 Fälle der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 bekannt, es gab bisher 3117 Todesfälle.

Montag, 2.3.

20:30 Uhr

Internationale Handwerksmesse nun doch abgesagt

Die Münchner Handwerksmesse IHM findet nun doch nicht statt. Auf der Website schreibt der Veranstalter: "Die GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH als Veranstalter muss die Internationale Handwerksmesse mit der «Handwerk & Design» und der Garten München für das Durchführungsjahr 2020 absagen.

Hintergrund für die Absage ist die Verbreitung des Coronavirus/Covid-19 und die damit einhergehende, dringende Empfehlung des Krisenstabs der Bayerischen Staatsregierung, große, internationale Messen bis auf Weiteres abzusagen oder zu verschieben. Das gilt auch für die Internationale Handwerksmesse München, die damit erst 2021 wieder stattfindet."

18:45 Uhr

In der Schweiz sind alle Fußballspiele der 1. und 2. Liga für den gesamten März abgesagt worden. Das entschied die Swiss Football League in Bern.

17:15 Uhr

Update: Das Robert-Koch-Institut vermeldet (Stand Montag 15:00 Uhr) in Deutschland 157 Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion in zehn Bundesländern.

16:30 Uhr

Handwerksmesse in München soll stattfinden

Anders als viele andere Messen und Großveranstaltungen in Mitteleuropa soll die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München wie geplant vom 11. bis 15. März stattfinden, wie der Veranstalter, die Gesellschaft für Handwerksmessen, auf der Website schreibt. "Die GHM Gesellschaft für Handwerksmessen als Veranstalter der IHM steht zur aktuellen Situation hinsichtlich des Coronavirus im Austausch mit den lokalen Gesundheitsbehörden sowie über den Messeverband AUMA in Kontakt mit dem Robert-Koch-Institut, dem Bundesgesundheitsministerium und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland. Derzeit gibt es keinen Anlass zur Einschränkung des Messebetriebs in München. Sollten sich hier kurzfristig Änderungen ergeben, informieren wir umgehend."

Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sollen verschärft werden. Die Gesellschaft für Handwerksmessen rechnet allerdings mit deutlich weniger Messebesuchern, außerdem hätten einige Aussteller bereits ihre Teilnahme abgesagt.

Update 18:30 Uhr:
Die bayerische Staatsregierung empfiehlt die Absage der Messe mit Ausstellern aus mehr als 60 Ländern und etwa 100 000 Besuchern.


14:45 Uhr

Gruner & Jahr-Mitarbeiter müssen keine Krankschreibungen vorweisen

Das Hamburger Medienunternehmen Gruner + Jahr ("Stern", "Brigitte") verzichtet wegen des Coronavirus bis Ende Juni auf Krankschreibungen seiner Mitarbeiter. Für die nächsten vier Monate müssten die G&J-Angestellten keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorlegen.

Das Unternehmen reagiert damit auf die Empfehlung von Experten, Arztpraxen gegenwärtig nur bei echtem medizinischen Bedarf aufzusuchen. "In der aktuellen Situation möchten wir unseren Kolleginnen und Kollegen noch weiter entgegenkommen, um vollständig auszuschließen, dass jemand nur aus formalen Gründen zum Arzt gehen muss", sagte Personalchef Stefan Waschatz.

13:00 Uhr

Event-Absagen: Auch der Eurovision Song Contest in Gefahr

Nach den Absagen von Groß-Events wie der Tourismusmesse ITB in Berlin oder dem Genfer Autosalon gibt es nun auch erste Stimmen, die über eine Absage des weltweit größten Musik-Events, des Eurovision Song Contest in Rotterdam, diskutieren.

“Wir beobachten die Entwicklung sehr genau”, teilte die Europäische Rundfunkunion EBU als Veranstalterin mit. “Wir haben im Blick, was in ganz Europa passiert, und prüfen mehrere mögliche Szenarien."

Wie W&V berichtet, sagt Libby Carter, Eventmanagement-Professorin von der Birmingham City University: "Angesichts des Ausbruchs und der weiteren Verbreitung des Coronavirus erhebt sich die Frage nach der Sicherheit des Wettbewerbs." Um eine Verschiebung oder gar Absage der Show zu vermeiden, schlägt sie ein Online-Format vor.

Laut Informationen von W&V ist das Management der Ahoj Arena in Rotterdam in Kontakt mit den verantwortlichen Behörden und folge in seinen Entscheidungen dem niederländischen Gesundheitsministerium und dem öffentlichen Gesundheitsdienst GGD.

Das fünftägige Event soll in fünf Wochen stattfinden, vom 12. bis 16. Mai. Der Musikwettbewerb mit Teilnehmern aus 41 Ländern erwartet mindestens 16.000 Zuschauer der Finalshow sowie Hunderte von Journalisten aus aller Welt.

12:45 Uhr

Gesundheitsminister Jens Spahn rät von Event-Absagen und Unternehmensschließungen ab

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält Absagen von Großveranstaltungen und die vorsorgliche Schließung von Unternehmen nicht für ratsam, sagte er am Montag in Berlin. Dies sei nicht verhältnismäßig und angemessen. Auch eine Schließung der Grenzen halte er weiterhin nicht für nötig.

Ebenso wandte er sich gegen eine Einstellung von Direktflügen zwischen China und Deutschland. Ein solcher Schritt könne dazu führen, dass bis zu rund 30.000 Deutsche aus China ausgeflogen werden müssten.

Die Lufthansa hatte am Morgen bekanntgegeben, dass sie alle Passagier-Flüge auf das chinesische Festland bis 24. April aussetzen werde.

11:00 Uhr

OECD: Wirtschaftswachstum sinkt wegen Coronavirus-Epidemie

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD erwartet im laufenden Jahr wegen der Coronavirus-Epidemie nur noch ein globales Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent. Bei ihrem ursprünglichen Forecast im November 2019 war die OECD noch von 2,9 Prozent ausgegangen – dem Wert, der auch im vergangenen Jahr erreicht wurde.

Allerdings, so die OECD in ihrem am Montag in Paris veröffentlichten Zwischenbericht, könnte eine lange anhaltende Unsicherheit wegen des Coronavirus in Asien, Europa und Nordamerika das Wachstum auch bis auf 1,5 Prozent drücken.


10:45 Uhr

Update: Das Robert-Koch-Institut vermeldet (Stand Montagmorgen 10:00 Uhr) in Deutschland 150 Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion in zehn Bundesländern.


10:30 Uhr

Lufthansa stellt Passagierflüge nach China ein

Die Lufthansa wird bis zum 24. April das chinesische Festland nicht mehr anfliegen. Bis zum 30. April werden Flüge von und nach Teheran (Iran) ausgesetzt. Flüge nach Südkorea würden reduziert. Wegen der sinkenden Nachfrage wird im März auch der Flugplan nach Italien reduziert. Ebenso werden Inlandsflüge in Deutschland zusammengestrichen.

10:00 Uhr

Zahl der Coronavirus-Erkrankungen weltweit steigt auf über 89.000 – 135 in Deutschland

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle der Lungenkrankheit Covid-19 ist weltweit auf mehr als 89.000 gestiegen. Nach China ist Südkorea am stärksten betroffen. Die Zahl der Todesopfer ist weltweit auf über als 3000 gestiegen. Am Montag kamen 42 weitere Todesopfer aus China hinzu.

In Europa ist Italien mit 1694 Infizierten und 34 Toten am stärksten betroffen. Die italienische Regierung plant ein Hilfspaket für die heimische Wirtschaft in Höhe von 3,6 Milliarden Euro.

In Deutschland wurden mittlerweile 135 Infektionen in zehn der 16 Bundesländer nachgewiesen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte in einem Interview mit der Welt am Sonntag: "'Wichtig ist aber, dass nach heutiger Erkenntnis 80 Prozent der Verläufe milde oder sogar ganz symptomfrei sind." Man nehme die Situation trotzdem sehr ernst: "Wir sind am Beginn einer Epidemie. Wir haben deshalb beschlossen, dass die Erstattung der Kosten für den Test auf das Virus großzügiger gehandhabt werden soll – lieber hundert Tests zu viel als einer zu wenig."

9:30 Uhr

Coronavirus-Angst sorgt für sinkende Spritpreise

Offenbar sind aufgrund des Coronavirus die Benzinpreise gesunken. Nach einer Auswertung des ADAC kostete ein Liter Super E10 am Wochenende im Durchschnitt 1,389 Euro – dies sind 0,5 Cent weniger als noch in der Vorwoche. Der Dieselpreis ist um 1,5 Cent auf 1,233 Euro gesunken. Grund für den niedrigeren Preis sind die sinkenden Rohölpreise, die sich laut ADAC mit der Sorge um die wirtschaftlichen Folgen einer Coronavirus-Pandemie erklären lassen. Ein Barrel der Rohöl-Sorte Brent kostete in der letzten Februarwoche etwa 54 Dollar, knapp vier Dollar weniger als in der Vorwoche.

Sonntag, 1.3.

18:00 Uhr

Louvre in Paris geschlossen

Der Pariser Louvre blieb heute geschlossen. Die Mitarbeiter hatten sich aus Angst vor einer Weiterverbreitung des Coronavirus am Morgen geweigert, ihre Arbeit anzutreten. Das teilte die Pressestelle mit. Wann das weltberühmte Museum seine Tore wieder öffnet, ist noch unklar, am Montag soll es weitere Gespräche mit den Mitarbeitern und Gewerkschaftsvertretern geben. Im vergangenen Jahr besuchten 9,6 Millionen Menschen den Louvre.


13:30 Uhr

Hamsterkäufe in deutschen Supermärkten – Handelsverbände befürchten dennoch keine Engpässe

Lebensmittelhändler in ganz Deutschland verzeichnen Hamsterkäufe – und eine gestiegene Nachfrage nach lange haltbaren Lebensmitteln und Getränken. Auch viele Regale mit Reinigungstüchern oder Desinfektionsmitteln seien leergeräumt, schreibt die Zeit. Trotzdem erwartet der Handel keine Engpässe. Die Lieferstrukturen seien effizient und gut vorbereitet, die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet, sagte der Sprecher des Handelsverbands Deutschland, Kai Falk, gegenüber der dpa.

In den Supermärkten in Berlin und Brandenburg sei der Umsatz in dieser Woche um 30 bis 40 Prozent gestiegen, sagte der Vize-Geschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Günter Päts, der dpa. "Den Handel freut's."


13:00 Uhr

ITB-Absage kostet Milliarden – nun auch weitere Großveranstaltungen abgesagt oder verschoben

Um die weitere Verbreitung des Coronavirus in Deutschland soweit wie möglich einzudämmen, wurden nun weitere Großveranstaltungen der kommenden Tage abgesagt. Nach der Reisemesse ITB in Berlin wurden nun auch die Kölner Eisenwarenmesse, die Internationale Messe für Technologien der Metallbearbeitung in Düsseldorf und die Kölner Fitnessmesse Fibo zumindest verschoben, wie die Süddeutsche Zeitung und das Handelsblatt berichten, ebenso die Messen "Pro Wein", "Top Hair" und "Beauty" in Düsseldorf. Der Restaurantführer Guide Michelin hat seine für den kommenden Dienstag geplante Sterneverleihung in Hamburg abgesagt. Die Auszeichnung der Restaurants soll nun nur digital bekanntgegeben werden.

Die kurzfristige Absage der weltgrößten Reisemesse, der ITB, lässt Händler, Messebauer und Hoteliers in Berlin um Umsätze in Milliarden-Höhe bangen, berichtet die Berliner Zeitung. "Vor allem kleine selbstständige Handwerker, die einen Job auf der Messe hatten, fürchten jetzt um ihre Existenz. Denn: Noch steht nicht fest, wer für die immensen Verdienstausfälle aufkommt – und ob es überhaupt Entschädigungen geben wird." Die Reise-Branche machte auf der ITB im vergangenen Jahr noch sieben Milliarden Euro Umsatz.

Seit Beginn des Ausbruchs wurden in Deutschland mehr als 100 Infizierte bestätigt, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Einige, beispielsweise 14 Personen in Bayern, seien aber bereits auskuriert.
Am stärksten betroffen sei Nordrhein-Westfalen mit mehr als 70 Infizierten. In Baden-Württemberg wurden bislang 14 Fälle bekannt, in Bayern 18.


12:00 Uhr

Schnellster Börseneinbruch seit fast 100 Jahren

Beim Kursverfall der Börsen um mehr als 10 Prozent handelt es sich um die rasantesten Einbruch seit der Großen Depression in den 1920er Jahren, schreibt die Süddeutsche Zeitung. So müssen etwa der Dax, der Dow Jones und der amerikanische Aktienindex S&P500 nach den Rekordhochs noch vor einer Woche plötzlich zweistellige Verlusten verzeichnen. "Die Geschwindigkeit des Rückgangs übertreffe sogar die Episode des Schwarzen Montags im Oktober 1987, wo der Höchststand im August 1987 erreicht wurde", schreibt die Welt.

Manche Beobachter halten die Panik der Anleger aber für überzogen: Das Ausmaß des Schadens des Coronavirus auf die Weltwirtschaft lässt sich momentan nicht einschätzen. "Das ist eine Blackbox", zitiert die Süddeutsche den Aktienstrategen Christian Kahler von der DZ-Bank. Allerdings würden Fluglinien, Autohersteller und Reisekonzerne sicher stärker leiden als Unternehmen in anderen Branchen.

Mit der weltweiten Finanzkrise von 2008 ließe sich die jetzige Situation aber nicht vergleichen. "Damals zerriss es nicht nur Lieferketten", analysiert die Süddeutsche, "es zerlegte ganze Bankhäuser. Gerade für Privatanleger, die langfristig investieren, ist die grassierende Angst am Börsenparkett kein guter Ratgeber. 'Sparpläne sollte man laufen lassen', sagt Kahler. Auf lange Sicht dürfte die Wirkung des Coronavirus verblassen."

Freitag, 28.2.

21:00 Uhr

Berliner Tourismusmesse ITB abgesagt

Nach dem Genfer Autosalon wurde heute abend auch die Berliner Tourismusmesse ITB abgesagt. Die größte Event der Tourismus-Branche hätte vom 4. bis 8. März in Berlin-Charlottenburg stattfinden sollen. Rund 10 000 Aussteller aus aller Welt sowie über 150.000 Besuchen wurden erwartet. Am Freitagabend gab der Veranstalter Messe Berlin die Absage bekannt.

15:00 Uhr

Schweiz verbietet alle Groß-Veranstaltungen, Genfer Autosalon abgesagt

Die Schweizer Regierung hat bis zum 15. März sämtliche Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten. Dies gelte für öffentliche und private Events gleichermaßen, wie das Handelsblatt berichtet.

„Der Bundesrat ist sich bewusst, dass diese Maßnahme weitreichende Auswirkungen für die Bevölkerung der Schweiz hat“, zitiert das Handelsblatt die Mitteilung der Schweizer Regierung. „Sie verspricht aber einen wirksamen Schutz für die Menschen im Land und für die öffentliche Gesundheit“.

Der Genfer Autosalon wurde von den Veranstaltern bereits offiziell abgesagt. Die Messe sollte eigentlich vom 5. bis 15. März stattfinden. 2019 besuchten rund 600.000 Menschen den Autosalon.

09:55 Uhr

Nestlé und E.ON treffen Schutzmaßnahmen für eigene Mitarbeiter

Immer mehr Unternehmen sorgen für Vorkehrungen, um einer möglichen Coronavirus-Infektion der eigenen Angestellten vorzubeugen. So hat nach Informationen der Wirtschaftswoche der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé einen zeitweisen internationalen Reisestopp festgelegt. „Wir haben alle Mitarbeiter weltweit dazu aufgefordert, bis zum 15. März keine internationalen Geschäftsreisen mehr zu unternehmen“, heißt es. Energiekonzern E.On geht sogar noch weiter und bittet die eigenen Mitarbeiter, sich auch bei privaten Reisen in gefährdete Gebiete mit einer Führungskraft in Verbindung zu setzen und individuelle Schutzmaßnahmen festzulegen.

Donnerstag, 27.2.

11:30 Uhr

Lufthansa streicht Flüge

Speziell die Technik- und die Luftfahrtbranche leidet momentan stark unter den Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie. Viele Flüge werden gecancelt, weltweit geht die Nachfrage erheblich zurück. Die Lufthansa hat genau deshalb ein Sparprogramm verkündet, weitere Flüge gestrichen, die Aus- und Fortbildung von Flugbegleitern gestoppt und Budgets um teils bis zu 20 Prozent gekürzt (Süddeutsche).


11:00 Uhr

Coronavirus stellt Apple und Microsoft vor dramatische Probleme

Der Tech-Riese Apple hatte erst vor wenigen Tagen eine Umsatzwarnung für das aktuelle Quartal veröffentlicht. Nun könnte die Coronavirus-Epidemie laut Insidern auch die Forschung und Entwicklung der neuesten iPhone-Generation verzögern (FAZ). Auch Microsoft hat soeben eine Umsatzwarnung veröffentlicht. Das Unternehmen rechne mit herben Einbußen in seiner PC-Sparte, da die Lieferkette nicht mehr reibungslos funktioniere. Zuletzt hatte man einen "Umsatz zwischen 10,75 Milliarden und 11,15 Milliarden Dollar für die Sparte in Aussicht gestellt" (Handelsblatt).

Mittwoch, 26.2.

11:00 Uhr

Coronavirus lässt Dax fallen

Das Coronavirus hat bereits jetzt erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Exportstops aus China, vorübergehende Firmenschließungen und Flugverbote verunsichern Anleger und erschüttern die Märkte. Allein am vergangenen Montag "schrumpfte die Marktkapitalisierung der weltweiten Aktienbörsen um 1,5 Billionen Dollar", wie Der Spiegel berichtet.

Zwar erachten einige Ökonomen die Kursanpassungen als gesund, Notenbanken würden der Wirtschaft mit billigem Geld unter die Arme greifen. Dennoch konnte sich auch der deutsche Leitindex DAX den Entwicklungen nicht entziehen und schloss am Dienstag 1,88 Prozent tiefer: bei 12.790 Punkten. Damit sei er auf dem tiefsten Niveau seit Oktober 2019 angekommen. Besonders betroffen sind Flug- und Transportunternehmen wie etwa Lufthansa, KLM oder British Airways. Sie büßten bis zu 3,9 Prozent an den Börsen ein.

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ZASTER Redaktion
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