MITTAGSBRIEFING

Wann kommt eigentlich die Corona-App?, Friseure: Ab heute wird wieder geschnitten, Jobsuche: Bringt der Master etwas?

von Moritz Weinstock

Wir haben für Dich die wichtigsten Verbraucher-News des Tages zusammengefasst. Hier ist unser ZASTER-Mittagsbriefing.

Wann kommt eigentlich die Corona-App?

Seit Wochen ist die Rede von einer Corona-App, mit der die Ausbreitung des Virus besser nachvollzogen werden könnte. Doch während die Bundesregierung Forschungen der Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing-Initiative (PEPP-PT) unterstützt, an der unter anderem das Robert Koch-Institut und das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut beteiligt sind, ist längst noch nicht klar, ob es überhaupt je eine sogenannte Tracing-App geben wird.

Denn: Obwohl es Forschern damit erleichtert würde, die Ausbreitung und Ansteckungsrate innerhalb und zwischen Bevölkerungsgruppen und Regionen besser nachzuvollziehen, bremsen Debatten um Datenschutz und Privatsphäre bisherige Vorhaben aus.

Rund 60 Millionen Deutsche sind aktuell im Besitz eines Smartphones. „95 Prozent der Geräte verfügen auch über die neueste Bluetooth-Technologie“, berichtet n-tv, mit der die Kontakte, die Menschen untereinander haben, ausgewertet werden könnten. Würde ein Mensch von Gesundheitsbehörde positiv auf das Virus getestet, so ließe sich damit genau feststellen, wer in seinem Bekanntenkreis noch in Quarantäne muss.

Allerdings müssten mehr als 60 Prozent der Bevölkerung bzw. Smartphone-Besitzer mitmachen, damit die Apps auch Wirkung zeigen. Bisher gibt es allerdings keinen Kostenrahmen und kein genauen Zeitplan für eine App. Derzeit gibt es lediglich die Datenspende-App des Robert Koch-Instituts im Google Play Store und Apple Store – freiwillig und kostenlos.

Friseure: Ab heute wird wieder geschnitten

Nach langen Wochen der Zwangspause dürfen ab heute die Friseursalons wieder aufmachen. Allerdings darf nur unter strengen Auflagen geschnitten, geföhnt und gefärbt werden.

Denn zum einen gilt auch in den Salons ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum nächsten Kunden. Andererseits wird das Haarewaschen für alle Kunden zur Pflicht, um mögliche Viren zu entfernen. Zudem heißt es in den Vorgaben: „Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege dürfen derzeit nicht ausgeführt werden“ (n-tv).

Das alles stellt die Betreiber von Friseurläden von erneute Herausforderungen, wie der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller, bemerkt. Denn mit den Einschränkungen seien weniger Kunden möglich, viele würden aufgrund der Maßnahmen komplett wegbleiben.

Jobsuche: Bringt der Master etwas?

Bei manchen Studiengängen ist klar: Ohne einen Masterabschluss oder einen Doktortitel wird die Jobsuche schwer. Bei manchen Jobs tut es auch ein einfacher Bachelor. Doch um für Personaler wirklich interessant zu sein, hilft es, in seinem Fachgebiet ein gewisses Ausbildungslevel erreicht zu haben. Was für welchen Studiengang gilt, hat die Wirtschaftswoche im Rahmen ihres Hochschulrankings 2020 in Zusammenarbeit mit der Employer-Branding-Beratung Universum herausgefunden.

590 Personalverantwortliche von Unternehmen wurden befragt, auf welche Titel sie achten. Demnach ist eine Promotion im Fach Jura wichtig. Rund ein Drittel der Personaler wünscht sich hier einen Doktortitel. Anders sieht es bei Wirtschaftsingenieuren und Betriebswirten aus. Hier legen nur 4,6 bzw. 5,8 Prozent Wert auf einen Doktortitel.

Beliebtester Abschlussgrad ist übrigens der Master. Wer sich also schon immer fragte, ob es Sinn macht, nach dem Bachelor noch einen draufzulegen: Die Antwort ist Ja.

Generell wurde herausgefunden: Bei Fachkräften bevorzugen Personalabteilungen den Bachelor, bei Spezialisten eher den Master.

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ein Artikel von
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.