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ZINSEN

Bei diesen Banken gibt es besonders attraktive Zinsen

von Pauline Brinkmann

Bereits seit Monaten ziehen Banken in ganz Europa die Zinsen an. Das heißt für Sparer: Die altbewährte Geldanlage kehrt zurück. Anleger haben wieder die Möglichkeit über eine Anlage auf Tagesgeldkonten oder in Festgeldern ihr Geld zu mehren.

Vergangene Woche Donnerstag (13.10.2022) stellte bereits die Direktbank ING in Aussicht, künftig wieder 0,3 Prozent Zinsen auf das Tagesgeldkonto zu zahlen. Die Deutsche Bank zieht mit und bietet bei ihrem eigenen Festzins-Sparen den Anlegern 0,65 Prozent Festgeldzinsen für zwölf Monate.

Ebenso sorgte die Commerzbank bei ihrer Ankündigung, dass sie Tagesgeld bald wieder zu einem marktgängigen Zins verzinsen für große Freude bei den Sparern. Der Wettbewerb unter den Banken treibt die ganze Entwicklung noch mehr voran.

Allerdings sollte bei all der Euphorie nicht vergessen werden, dass die zehnprozentige Inflation, die  wir derzeit in Deutschland erleben, die Zinsen in gewisser Weise wieder egalisiert. Das heißt: Das angelegte Geld verliert trotz der steigenden Zinsen regelmäßig an Wert. Nichtsdestotrotz etwas Zinsen sind besser als keine Zinsen.

Doch wo lohnt es sich besonders?

Das Vergleichsportal Verivox hat für das Magazin Businessinsider ausgewertet, bei welchen Banken sich eine Geldanlage zinstechnisch aktuell am meisten lohnt. So sagte Oliver Maier, der Geschäftsführer von Verivox Finanzvergleich, gegenüber dem BI: „Das Zinstal ist überwunden: Zinsen auf Tages- und Festgeld steigen weiter und bescheren Sparern wieder ansehnliche Erträge. Ein Ende des Zinsanstiegs ist nicht in Sicht – mit der erwarteten EZB-Leitzinsanpassung am 27. Oktober kann man auch weiterhin von steigenden Zinsen beim Tages- und Festgeld ausgehen“.

Doch was genau können wir unter einem Tagesgeldkonto verstehen? 

Auf diesem werden im Wesentlichen solche Rücklagen verwahrt, die bei kurzfristigen Ausgaben wie zum Beispiel einer Reparatur oder Reise schnell von dem Inhaber liquidiert werden können. In der Regel empfiehlt es sich hier eine Summe von ungefähr drei bis fünf Monatsgehältern zu deponieren. Allerdings ist hier bei der Wahl der Bank unbedingt Vorsicht geboten, denn nicht alle Banken zahlen bei diesem Konto Zinsen.

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands Helmut Schleweis hat diesbezüglich in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ angedeutet, dass bei den Sparkassen in diesem Feld mit einer baldigen Zinsrückkehr zu rechnen sei. Momentan ist hier die CosmosDirekt, zumindest was Deutschland betrifft, der Spitzenreiter, denn hier erhalten die Kunden auf ihr Tagesgeldkonto 0,75 Prozent Zinsen.

Im europäischen Ausland könne Anleger sogar mit Zinsen von bis zu 1,08 Prozent pro Tagesgeldkonto rechnen, wie bei der FCM Bank auf Malta. Dank der europäischen Einlagensicherung ist das Geld der Anleger in Europa noch dazu bis zu einem Betrag von 100.000 versichert.

Für das Geld, auf welches nicht jederzeit Zugriff bestehen muss, empfiehlt sich allerdings die Anlage als Festgeld. Hier einigt man sich mit der Bank auf einen festen Zeitraum, innerhalb welchem nur gegen eine gesonderte Gebühr auf das Geld zugegriffen werden kann, im Gegenzug erhält man auf das hier investierte Geld besonders hohe Zinsen.

Bei dieser Anlageoption wird seitens Experten vor allem zu dem sogenannten „Turnus-Modell“ geraten. Das heißt, dass jeweils zweijähriges Festgeld in einem Turnus von einem Jahr angelegt wird. Somit kann man als Anleger von der höheren Rendite durch die Zweijahreszinsen profitieren und trotzdem jedes Jahr kostenfrei auf das freigewordene Festgeld zugreifen.

In Deutschland erhalten Anleger derzeit bei der Varengold Bank aus Hamburg die besten Festgeldzinsen. Hier gibt es 2,40 Prozent für zwei Jahre. Im europäischen Ausland gibt es allerdings bis zu 2,90 Prozent, wie beispielsweise bei der smeBank in Litauen.

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ein Artikel von
Pauline Brinkmann
Pauline studiert in Potsdam und Lausanne Rechtswissenschaften. Ihr besonderes Interesse gilt jedoch nicht Mietverträgen, sondern politischen und gesellschaftlichen Prozessen.