Flexibel statt starr
Flexible Mischfonds haben es nicht leicht: Sie sollen in guten Phasen genug verdienen und in schlechten möglichst wenig verlieren. Der Fonds mit der WKN A1J42V bindet sich deshalb nicht an ein festes Verhältnis von Aktien und Anleihen. Seine Aktienquote kann zwischen 25 und 75 Prozent liegen und richtet sich nach dem erwarteten Marktumfeld.
Zum Stichtag 31. August 2026 war der Fonds offensiv aufgestellt: 67,1 Prozent Aktien, 28,8 Prozent Anleihen, 4,0 Prozent Kasse und Sonstiges.
So geht das Management vor
Im ersten Schritt entsteht ein Gesamtbild aus Wirtschaft, Geopolitik und Technologie. Dafür wertet MainSky täglich bis zu rund 1.500 Indikatoren aus. Der relevante Prognosehorizont liegt nach Darstellung des Hauses bei etwa 6 bis 18 Monaten. Die quantitativen Modelle sind für MainSky ein Werkzeug, kein Autopilot: Ihre Ergebnisse werden anschließend qualitativ und geopolitisch überprüft.
Im zweiten Schritt suchen Screeningmodelle passende Einzeltitel und ETFs. Im dritten Schritt wird daraus das Gesamtportfolio zusammengesetzt. Dabei zählt auch, wie viel eine Position zum Gesamtrisiko beiträgt. Das Portfolio wird täglich überprüft, starre Kursziele gibt es nicht.
Besonders ausgeprägt ist die Risikosteuerung. In schwierigen Marktphasen soll der Fonds sein Marktrisiko aktiv senken, statt sich allein auf die Mischung verschiedener Anlageklassen zu verlassen. Derivate setzt er vor allem zur Risikoverringerung ein, außerdem ist eine höhere Kassenquote möglich.
Was im Portfolio steckt
Im Aktienteil dominiert Nordamerika mit 55,6 Prozent. Nach Branchen liegt Informationstechnologie mit 30,3 Prozent vorn, gefolgt von Industrie mit 21,1 Prozent. Trotz dieser klaren thematischen Ausrichtung ist das Portfolio bei den einzelnen Titeln nicht extrem konzentriert: Die fünf größten Aktienpositionen sind Nvidia mit 2,16 Prozent, Microsoft mit 2,15, Apple mit 1,93, Amazon mit 1,18 und Taiwan Semiconductor mit 1,08 Prozent. Bei der Währungsstruktur entfallen 42,4 Prozent auf Euro und 37,7 Prozent auf US-Dollar.
Besser als die Vergleichsgruppe, aber mit Dämpfer
Seit Oktober 2012 hat sich der Fonds laut Analyse deutlich besser entwickelt als der Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe. Seit dem Strategiewechsel Ende Oktober 2019 ist der Abstand sichtbar größer geworden. In der Corona-Krise 2020 konnte der Fonds den Einbruch gegenüber globalen Aktien deutlich begrenzen, das Gesamtjahr endete positiv. Seit 2023 profitierte er nach Angaben des Managements vor allem davon, früh entlang der KI-Wertschöpfungskette investiert zu sein.
2022 konnte sich der Fonds dem Umfeld aus fallenden Aktien- und Anleihekursen dagegen nicht entziehen: Die C-Tranche verzeichnete ein Jahresminus von 13,87 Prozent. Sehr volatile Marktphasen bezeichnet MainSky selbst als eine der schwierigeren Konstellationen für den Ansatz.
Fazit
Der Fonds ist kein klassischer Mischfonds mit weitgehend fester Aktien-Anleihen-Mischung. Seine Entwicklung gegenüber der Vergleichsgruppe fällt positiv auf. Allerdings wird der heutige Ansatz erst seit Ende Oktober 2019 umgesetzt, und auch aktives Risikomanagement schließt Verluste nicht aus, wie das Jahr 2022 zeigt.
Infobox: MainSky Macro Allocation Fund D
•WKN: A1J42V, aufgelegt am 16.10.2012
•Fondsvolumen: 64,34 Mio. Euro (Stand 31.08.2026)
•Aktienquote: flexibel zwischen 25 und 75 Prozent, zuletzt 67,1 Prozent
•Renditeziel: rund fünf bis sechs Prozentpunkte pro Jahr über dem Geldmarkt (rollierend über drei Jahre)
•Zielvolatilität: etwa sechs bis acht Prozent
•Risikoreferenz: 60 % MSCI ACWI, 40 % iBoxx Euro Corporates (keine Performance-Benchmark)
•Einstufung: Artikel-8-Produkt nach EU-Offenlegungsverordnung
•Rückschlag: minus 13,87 Prozent im Jahr 2022 (C-Tranche)
Hinweis: Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.
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