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Sparen oder Ausgeben?

Wie du deinen Kindern hilfst, richtig mit Geld umzugehen

von Nils Matthiesen

Kinder sollten besser früher als später lernen mit Geld umzugehen. ZASTER präsentiert eine bewährte Methode, die fürs Leben schult.

Viele Kinder haben während des Lockdowns Geld angespart. Wofür schließlich ausgeben, wenn Freibad, Kiosk und Läden geschlossen haben? Bald machen die Geschäfte wieder auf und die Kleinen möchten sich verständlicher Weise mal wieder etwas gönnen. Gleichzeitig ist es für die meisten Kinder wichtig, etwas anzusparen. Die Balance aus Ausgeben und Sparen fällt vielen aber schwer. Um dieses Dilemma zu klären, brauchen sie deine Hilfe. Je früher du deinen Kindern beibringst, wie sie vernünftig mit Geld umgehen, desto besser.

Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Geldgewohnheiten von Kindern bereits im zarten Alter von sieben Jahren herausbilden. Daher ist es wichtig, dass bereits Kinder im Grundschulalter in Gespräche über Geld einbezogen werden und die Chance bekommen, es selbst zu verwalten.

Die Drei Dosen-Methode

Ein guter Ansatz Kinder stabile finanzielle Gewohnheiten beizubringen ist beispielsweise die Drei-Dosen-Methode. Die Idee: Geben Sie den Kindern statt eines Sparschweins jeweils eine Dose zum Ausgeben, zum Sparen und zum Spenden (kann natürlich auch ein Sparschwein, ein Portmonee und eine Dose sein). Auf diese Weise können Kinder schon früh lernen, zu sparen und zu geben. Das Taschengeld gleichwertig auf die drei Gläser zu verteilen, ist dabei nur eine Möglichkeit. Eine andere ist, die Kinder entscheiden zu lassen. Etwa 50 Prozent zum Ausgeben, 30 Prozent zum Sparen und 20 Prozent für den Tierschutz. Die Verteilung ließe sich auch regelmäßig, etwa immer zum Jahreswechsel, entsprechend dem Alter und Interessen neu anpassen.

  • Die Ausgabe-Dose: Die Drei Dosen-Methode bringt den Kindern bei, dass die „Ausgabedose“ jederzeit für spontane Käufe zum Einsatz kommen darf. Sie werden jedoch schnell feststellen, dass der Schnickschnack aus dem Supermarkt nicht so befriedigend ist wie das Sparen auf Spielzeug, an dem sie längerfristig Freude haben. Gleichzeitig ermutigst du deine Kinder dazu, ein wenig länger für Dinge zu sparen, die sie wirklich wollen. Wichtig dabei: Lass deine Kinder selbst das Geld verwalten. Wenn sie Geld aus der „Spardose“ für eine Kauf-App ausgeben wollen – bitteschön. Sie werden selbst die Erfahrung machen, dass das langfristig keine gute Strategie ist.
  • Die Spardose: Das Geld in der „Spardose“ sollte dagegen für andere Zwecke eingesetzt werden. Manche Eltern finden es etwa gut, dass die Kinder dieses Geld für ein bestimmtes, konkretes Ziel sparen, zum Beispiel für ein neues Videospiel. In diesem Fall muss das Kind einige Monate durchhalten und Disziplin beweisen.
  • Die Spendendose: Die Spendendose hat eine ähnliche Funktion wie die Spardose mit dem Unterschied, dass die Ersparnisse anderen zugutekommen. Auch in diesem Fall ist es empfehlenswert, das Kind entscheiden zu lassen, wer das Geld bekommt. Beispielsweise dem lokalen Tierheim, einer Wohltätigkeitsorganisation oder dem netten Obdachlosen von der Straße um die Ecke.

Weil sie gut funktioniert, ist die Drei-Dosen-Methode in letzter Zeit immer beliebter geworden. Selbst die kleinsten Kinder, die nur ein paar Euro Taschengeld im Monat bekommen, finden es meist klasse diese Aufteilung durchzuziehen. Werden die Kinder älter und ihnen steht mehr Geld zur Verfügung, lässt sich das System darüber hinaus einfach in eine Drei-Konten-Methode transferieren.

Fazit

Ein guter Umgang mit Geld ist eine wertvolle Fähigkeit. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Kinder diese früh erlernen, damit sie im Alter bessere finanzielle Entscheidungen treffen. Das Wissen und das Selbstvertrauen, mit Geld vernünftig umzugehen, ist ein Geschenk, das man nicht kaufen kann.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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