Verträge, Adresse, Stromanbieter

Diese Dinge weiß die Schufa über dich!

von Zaster Redaktion

Die Schufa, sie ist das Damoklesschwert eines jeden, der regelmäßig umzieht: Was ist, wenn da plötzlich ein Negativ-Eintrag auftaucht? Was ist, wenn mein Score zu schlecht ist? Und was steht überhaupt drin? ZASTER erklärt dir, was du über die Schufa wissen musst.

Die Antwort, sie ist ganz einfach: Dann war’s das erstmal mit der Traumwohnung. Und das für die nächsten paar Jahre. Handyvertrag? Besser erstmal nicht kündigen. Und auch sonst nichts, denn einen neuen Vertrag mit einem Eintrag zu bekommen, ist ungefähr so, als würde man zum Bankberater sagen: Ich kann absolut nicht mit Geld umgehen, aber nur in der Theorie, in der Praxis bezahle ich WIRKLICH alles regelmäßig, das sagen auch alle meine Freunde, ach so, ja genau, was ich fragen wollte: Dispo um die 4500 Euro, ok?

Die Schufa, sie ist wie eine böse Mutter, die alles über einen weiß und flüstert: „WENN DU IRGENDEINEN MIST BAUST, HAT DAS KONSEQUENZEN, FREUNDCHEN!!!!!“ Aber: was weiß die Mutter eigentlich über mich? Weiß sie wirklich alles?

6 Dinge, die die Schufa über dich weiß

1
Die Schufa weiß, wo du bestellst

Kaufst du etwas im Online-Versandshop und handelt es sich hierbei nicht um die kleine Boutique deiner besten Freundin, ist es sehr wahrscheinlich, dass du bei einem erfolgreichen Vertragsabschluss und beim Zustimmen der AGB auch angelickt hast, dass das Unternehmen, wenn du zum Beispiel auf Rechnung bezahlen möchtest, deine Bonität prüft. Das ist auch deshalb problematisch, weil es einige Unternehmen gibt, die auch die Anzahl der Bonitätsanfragen bewerten.

2
Wie viele Konten du hast

Fangen wir mit etwas Harmlosen an: Die Schufa weiß, wo du welche Konten hast und ob du ständig welche eröffnest oder wechselst. Sagen wir so: 10 Konten sind nicht so gut, 3 sauber geführte über Jahre sind sehr gut. Also kündige diejenigen, die du nicht wirklich brauchst.

3
Den Handyvertrag

Die Schufa weiß ebenso, bei welchem Mobilfunkabieter du bist und ob du den alle zwei Jahre änderst. Natürlich ist sie eine aufmerksame Mutter und weiß ebenfalls, ob du gerne mal deine Handyrechnung zu spät bezahlst. Und falls du sie mal gar nicht begleichst, also Schulden machst, HAT DAS KONSEQUENZEN FREUNDCHEN.

4
Kredite und (Achtung!) Kreditanfragen

Natürlich weiß die Schufa auch, ob und in welcher Höhe du dir Geld geliehen hast und bei wem. Sie weiß, ob du wie ein gutes Kind deine Raten regelmäßig zahlst und wie hoch die genau sind. Sei also lieber brav und mache nicht zu viele Kredite. Und wenn du sie schon hast: zahle zuverlässig. Sonst wird Mama böse.

5
Die Schufa weiß, wo du wohnst

Es ist ein Mythos, dass die Schufa in ihrem Score deine Wohngegend mit einberechnet. ABER: Sie kann es machen, wenn über dich kaum oder keine Informationen vorliegen, oder wenn der anfragende Vertragspartner das explizit wissen will. Das sei nach eigenen Angaben aber eine Ausnahme.

Allerdings ist das Ganze wohl zumindest ab 2018 nicht mehr ganz so eindeutig, wie der „Stern“ berichtet.

6
Wo dein Strom herkommt

Die Schufa weiß, ob du häufig deinen Stromanbieter wechselst und wie gut deine Zahlungsmoral ist. Bei jedem Wechsel prüft dein potentieller Anbieter nämlich deine Bonität.

Na dann: Immer schön zuverlässig bleiben, denn ist so ein Eintrag erst mal da, ist es schwierig, nervig und mitunter sehr zeitaufwendig, ihn löschen zu lassen. Du kannst deinen Score wenigstens einmal im Jahr umsonst erfragen, dir also deine Schufa-Auskunft einholen. Lieb von ihnen, oder?

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Zaster Redaktion
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