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Beim Shoppen verführt

So verführen dich Supermärkte zum Kauf

von Nils Matthiesen

Im Supermarkt wieder mehr gekauft als du wolltest? Dass könnte daran liegen, das du auf die Verkaufstricks der Läden hereingefallen bist. So passiert dir das nie wieder.

Du kennst das sicher: Eigentlich wolltest du nur einen Liter Milch und ein paar Äpfel kaufen, doch auf einmal ist schon wieder der halbe Einkaufswagen voll. Und am Ende landen dann wieder wertvolle Lebensmittel im Müll, weil du zu viel gekauft hast. Die Supermärkte sind daran nicht ganz unschuldig. Denn sie setzen auf psychologische Tricks, damit du mehr und teurer kaufst, als du eigentlich willst. Das weiß auch die Verbraucherzentrale NRW und hat aus diesem Grund den Ratgeber „Haushalt im Griff“ zusammengestellt, der viele nützliche Tipps enthält sowie vor den häufigsten Einkaufsfallen warnt. ZASTER zeigt dir die Wichtigsten.

Überdimensionierte Einkaufswagen

Kaum zu glauben: Viele Einkaufswagen im Supermarkt lassen sich leichter schieben, wenn sie voller sind. Zudem sind sie viel zu groß. Wer nur ein paar Produkte hineinlegt, hat das Gefühl, dass im Wagen so gut wie nichts drin ist und sich der Einkauf nicht lohnt.

Der ZASTER-Tipp: Schnapp dir besser einen Einkaufskorb. Da passt nicht so viel hinein und da du ihn tragen musst, bekommst du ein viel besseres Gefühl für die Menge der Waren.

Lange Wege

Supermärkte sind so konzipiert, dass du für die beliebtesten Warengruppen durch den ganzen Laden laufen musst. Dabei kommst du an vielen Produkten vorbei und verbringst in den langen Gängen womöglich viel Zeit. Die Gefahr steigt, dass du etwas kaufst, was du überhaupt nicht brauchst.

Der ZASTER-Tipp: Mach dir am besten einen Einkaufszettel und arbeite diesen stur ab. Dabei gilt: möglichst schnell „rein und wieder raus“.

Oben teuer, unten billig

In unserer Überflussgesellschaft stehen in der Regel von jedem Produkt verschiedene Varianten zur Auswahl. Besonders auffällig und stets griffbereit sind dabei die teuren Markenprodukte in den Regalen auf Augenhöhe platziert.

Der Zaster-Tipp: Schau im Regal auch mal nach unten. Hier findest du meist die günstigen Eigen- und Billigmarken, die qualitativ nicht schlechter sein müssen, aber viel günstiger sind.

Hinten wird’s teurer

Ein ähnliches Schema verfolgen die Supermärkte bei der Längsausrichtung. So sind die Produkte am Regalende häufig hochpreisiger als die am Anfang. Hintergrund: Untersuchungen haben ergeben, dass Kunden Regale ähnlich wie ein Buch von links nach rechts lesen. Aus diesem Grund greifen sie häufiger zu den Produkten am Regalende – sonst müssten sie wieder zurücklaufen.

Der ZASTER-Tipp: Durch ein paar Schritte zurück kannst du viel Bares sparen. Zudem schon „zu Beginn“ des Regals aufmerksam sein und Preise der Produkte vergleichen.

Vermeintliche Angebote

Sie sind besonders prominent am Ende von Gängen platziert, auf Paletten aufgetürmt und auf einer Art Wühltisch zu finden. Allein diese Präsentation sorgt beim Kunden dafür, dass er die Ware für ein Sonderangebot hält.

Der ZASTER-Tipp: Vergleiche den Preis mit den Produkten im Regal. Nicht alles, was ein Schnäppchen zu sein scheint, ist in Wirklichkeit auch eins.

Fazit

Gehe das nächste Mal ganz bewusst durch den Supermarkt und achte auf die Verkaufstricks. Die Klassiker „Einkaufszettel schreiben“ und nie mit leerem Magen einkaufen gehen, sind Gold wert.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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