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Hier gibt's alle PayPal-Gebühren im Überblick

Wenn du über PayPal Geld empfängst, bleibt nicht alles bei dir

von ZASTER Redaktion

Mal schnell über Ebay die ausgedienten Klamotten verkaufen, das Geld unkompliziert mit PayPal einsammeln und dabei Profit machen – das ist in vielen Fällen möglich. Aber nur, wenn du die richtige Bezahlvariante auswählst.

Wenn du als Bezahlmethode für deine Käufer den Online-Bezahldienst PayPal anbietest, musst du nämlich Gebühren an PayPal entrichten. Du bekommst dann nicht den mit dem Käufer vereinbarten Gesamtbetrag gutgeschrieben, sondern nur einen Teil davon.

Paypal regelt die Gebühren in den AGB

Bezahlungen über PayPal stellt der Online-Dienst dem Verkäufer in Rechnung und zieht die entsprechende Summe vom erhaltenen Betrag ab. Bei gewerblichen Käufen ist das immer der Fall, bei Privatverkäufen über etwaige Online-Portale auch, obwohl Privatverkäufer versuchen, die Gebühren zu umgehen. Sie klären vor einer Bezahlung über die Verkaufsplattform die Details mit dem Käufer separat ab und vereinbaren eine Transaktion über PayPal Freunde. Dann wertet das System die Bezahlung als Geldtransfer unter Privatpersonen, für den keine Gebühren fällig werden.

Das allerdings ist verboten und darf laut der aktuellen PayPal-AGB so nicht durchgeführt werden. Auf der PayPal-Homepage heißt es dazu: „Sofern Sie Waren oder Dienstleistungen verkaufen, dürfen Sie Ihren Käufer nicht bitten, Ihnen eine persönliche Zahlung zu senden. Sollten Sie dies dennoch tun, so kann PayPal Sie für den Empfang von persönlichen Zahlungen ganz oder teilweise sperren.“

Darum solltest du immer darauf achten, deine Gebühren korrekt zu entrichten. Wie viele Gebühren wann und in welchem Rahmen fällig werden, zeigen wir dir hier. Alle Angaben beziehen sich auf die aktuellen, im Oktober überarbeiteten AGB des Online-Bezahldienstes PayPal, sowie die aktuellen ABG der Verkaufsplattform Ebay.

Das sind die Gebühren für Privatverkäufer

Für jede Transaktion von Privatverkäufen, etwa über Ebay oder Kleiderkreisel, berechnet PayPal eine Gebühr von 1,9 Prozent des empfangenen Betrags zuzüglich einer pauschalen Fix-Gebühr von 35 Cent. Darauf weist unter anderem Ebay in seinen AGB hin.

Das sind die Gebühren für gewerbliche Verkäufer

Pauschal berechnet Ebay beim Empfang inländischer geschäftlicher Zahlungen eine Gebühr in Höhe von 2,49% zuzüglich einer Festgebühr, die in Deutschland bei 35 Cent liegt. Um bei steigendem Umsatz von sinkenden Gebühren zu profitieren, können Händler einen Antrag auf die sogenannte Merchant Rate stellen, die nach einer individuellen Prüfung in den meisten Fällen gewährt wird. Darfst du von der Merchant Rate profitieren, werden für dich, je nach monatlichem Transaktionsvolumen folgende Gebühren fällig:

  • Weniger als 2.000, 00 Euro: 2,49% auf den jeweils empfangenen Betrag zuzüglich einer pauschalen Fix-Gebühr von 35 Cent
  • 2.000,01 Euro bis 5.000,00 Euro: 2,19% auf den jeweils empfangenen Betrag zuzüglich einer pauschalen Fix-Gebühr von 35 Cent
  • 5.000,01 Euro bis 25.000,00 Euro: 1,99% auf den jeweils empfangenen Betrag zuzüglich einer pauschalen Fix-Gebühr von 35 Cent
  • 25.000,01 Euro bis 100.000,00 Euro: 1,79% auf den jeweils empfangenen Betrag zuzüglich einer pauschalen Fix-Gebühr von 35 Cent
  • Über 100.000, 00: 1,49% auf den jeweils empfangenen Betrag zuzüglich einer pauschalen Fix-Gebühr von 35 Cent

So funktioniert das für Kleinstbeträge und Micro Pricing

Empfängst du als Verkäufer Kleinstbeträge bis zu einem Betrag von etwa 10 Euro, hat PayPal auch hier eine Lösung, um deinen Gewinn dennoch wirtschaftlich zu gestalten – das sogenannte Mikro Pricing. Die Summe, die dir PayPal abzieht, setzt sich zusammen aus 10% des Betrages, den du empfängst plus einer Pauschale von 10 Cent. Empfängst du etwa einen Mikro-Betrag von einem Euro, zieht dir PayPal davon 20 Cent ab. Dir bleiben also noch 80 Cent.

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ZASTER Redaktion
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