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Ohne Grundgebühr und Schufa-Nachweis

Welche Kreditkarte passt am besten zu mir?

von Nils Matthiesen

Ob Online-Shopping oder Urlaub: An einer Kreditkarte geht's nicht vorbei. Doch welche ist für dich die Beste?

Mietwagenbuchung, Flugbuchung oder Online-Shopping: Ohne eine Kreditkarte geht es in vielen Fällen nicht. Doch Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Die Unterschiede bei Gebühren, Zinsen und Extras sind genauso groß wie das Angebot an verschiedenen Karten. Welche also auswählen? Die gute Nachricht: Es gibt inzwischen viele attraktive Angebote mit niedrigen oder gar keinen Jahresgebühren, Abrechnung auf monatlicher Basis und interessanten Vergünstigungen. Trotzdem unterscheiden sich die Karten in wichtigen Punkten.

Vier Kreditkartentypen

Es gibt vier Kreditkartentypen:

  • Standard-Kreditkarte: Die gängigste Art Kreditkarte ist die sogenannte Charge-Karte. Die Umsätze zieht das Kreditkartenunternehmen monatlich per Lastschrift vom Girokonto des Nutzers ein. Zinsen fallen dafür nicht an.
  • Debit-Kreditkarte: Bei den Debit-Kreditkarten zieht das Kreditkartenunternehmen jeden Umsatz direkt nach der Zahlung ein.
  • Kreditkarte mit Teilzahlung: Diese Karten locken mit flexibler Ratenzahlung, individueller Rückzahlungsoption oder höherer Zahlungsfreiheit. Dafür fallen aber hohe Zinsen an.
  • Prepaid-Kreditkarte: Bei den Guthaben-Kreditkarte gilt: Erst Geld aufladen, dann zahlen (siehe unten).

Welche Kreditkarte passt zu mir?

Die perfekte Kreditkarte gibt es leider nicht. Jede hat Vor- und Nachteile, etwa sehr niedrige Zinsen, dafür aber hohe Kosten für Zahlungen im Ausland. Setze dir also Prioritäten, um die richtige Karte zu finden. Diese Dinge solltest du beachten:

  • Extras: Suche dir eine Kreditkarte mit Belohnungen, die zu deinem Lebensstil passen. Einige Karten enthalten Vergünstigungen wie erweiterte Garantien und Reiseversicherungen (die nicht unbedingt einen Vorteil zu einer einzeln abgeschlossenen Versicherung sein müssen), andere belohnen das Einkaufen im Supermarkt durch Bonuspunkte. Was nützt dir das aber, wenn du sowieso kaum reist oder hauptsächlich in der Mensa isst?
  • Kosten: Monatliche Abrechnung, Vorteile beim Reisen oder niedrige Sollzinsen: Was ist dir wichtig? Irgendwo fallen immer Gebühren oder Kosten an. Wähle also eine Karte, die für deinen individuellen Zweck am wenigsten kostet.
  • Zinssatz: Achte auf den Soll-Zinssatz. Hohe Raten können schnell zu einem Problem werden, wenn du nicht aufpasst. Generell gilt: Die Möglichkeit etwas kaufen zu können und erst später bezahlen zu müssen, ist verführerisch. Nutze deine Karte auf diesem Grund verantwortungsbewusst: Kaufe nur, was du dir leisten kannst.
  • Grundgebühren: Für den Anfang sollte eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr genügen. Nur in speziellen Fällen, etwa für Vielreisende, kann es sich lohnen, zu einer Karte mit speziellen Extras und Jahresgebühren zu greifen.

Sind Prepaid-Kreditkarten besser?

Sogenannte Prepaid-Kreditkarten bieten sich an, wenn du sie nur sehr selten nutzt oder deine Einkommensverhältnisse nicht so prickelnd sind. Das Prinzip dahinter: Du kannst erst zahlen, wenn du sie zuvor mit Geld „aufgeladen“ hast. Vorteile: Volle Kostenkontrolle, keine Verschuldung möglich, kaum Hürden beim Beantragen. Selbst Menschen mit einer negativen Schufa-Abfrage haben gute Chancen auf eine Prepaid-Kreditkarte. Alles gut? Leider nein. Denn Prepaid-Kreditkarten sind nicht so flexibel wie „echte“ Kreditkarten. So akzeptieren Autovermietungen Prepaid-Kreditkarten nur in Ausnahmefällen. Und auch Hotels beziehungsweise Hostels lehnen sie mitunter ab. Zudem sind Prepaid-Kreditkarten teuer. Neben hohen Grundpreisen fallen meist auch happige Gebühren fürs Abheben an Geldautomaten an.

Welche Kreditkarte ist die Beste?

Wenn Du lediglich eine günstige Karte nur fürs Einkaufen in Euro suchst, empfiehlt die Stiftung Warentest (Finanztest Ausgabe 7/20) die Kreditkarten von ADAC, ICS, Tchibo, der Targobank und Payback. Alle Angebote haben keine Grundgebühr, auch ohne Anbindung an ein Girokonto. Hast Du ein Girokonto bei der DKB mit mindestens 700 Euro monatlichem Geldeingang, ist die dazugehörige Visa-Card besonders günstig. Es fallen weder Jahresgebühren, noch andere Kosten an. Kommt für dich nur eine Prepaid-Kreditkarte infrage, empfiehlt die Stiftung Warentest die Karte von Payback (Visa). Sie ist im ersten Jahr kostenlos. Danach fällt eine Jahresgebühr von 29 Euro an. Immerhin ist das Abheben an Geldautomaten kostenlos.

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Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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