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Euro, Dollar, Schilling

Jubiläum, Perigäum, Hypogäum

von Zaster Redaktion

ZASTER-Kolumnist Volker Schilling analysiert auch in dieser Woche wieder das Geschehen auf den Finanzmärkten.

Jubiläum

Jubel, Trubel, Heiterkeit, seid zur Heiterkeit bereit. Mein Name ist Schilling, ich weiß Bescheid! Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt oder an Sorgen von morgen, der tut mir leid. Mein Name ist Schilling, ich weiß Bescheid. Schon der große Philosoph Bugs Bunny wusste, dass die Börse eine „große bunte Bunny-Show ist, die alles froh und farbig macht. Sie macht sogar den grauen Himmel blau, damit die Sonne mit uns lacht.“ Und so lachte die amerikanische Sonne über den US-Börsen und ließ diese Woche neue Allzeithochs beim S&P500 und der Technologiebörse Nasdaq erstrahlen. Dazu der amerikanische Independence Day als nationaler Feiertag. Apropos Feiertag. Auch Meiner einer ist voller Jubel, Trubel, Heiterkeit, denn wer hätte gedacht, dass es diese Kolumne einmal in der 250. Ausgabe geben wird? Ein Jubiläum an dem Deiner einer, lieber Leser, nicht ganz unschuldig ist. Denn jede Serie, egal ob Cartoon oder Börsenglosse, braucht Menschen, die Freude daran haben und Woche für Woche einschalten. Vielen herzlichen Dank für diese Treue und das zahlreiche Feedback, welches Meiner einer immer wieder erreicht. Danke für den Raum, den Sie mir geben und die Zeit, die Sie mir schenken. Raum und Zeit, da war doch was:

Perigäum

Es gibt nicht viele Begriffe, die auf –äum enden. Aber das Perigäum und sein Gegenteil, das Apogäum, gehören dazu. Ersteres beschreibt sowohl einen Raumpunkt als auch einen Zeitpunkt, an dem ein Himmelskörper der Erde am nächsten kommt. Der zweite Begriff beschreibt den Zeitpunkt und den Punkt im Raum, an dem der Himmelskörper der Erde am entferntesten ist. Man könnte auch sagen, dass US-Präsident Joe Biden sich gerade im Apogäum seiner Wiederwahl befindet, während sich Trump seinem Perigäum nähert. Die EU-Ratspräsidentschaft, die diese Woche turnusgemäß an Ungarn ging, scheint mir auch ein Apogäum erreicht zu haben, während Raum und Zeit den japanischen Yen auf ein 30-Jahres-Tief zum Euro geschickt haben und er sich damit seinem Perigäum zur X-Achse nähert. Und um den Jubiläumsgedanken noch einmal aufzugreif(f)en, der Raum dieser Kolumne füllt inzwischen ein Buch mit 250 Seiten, 743 Überschriften und erstreckt sich inzwischen über eine Zeit von fast 5 Jahren. Woche für Woche.

Hypogäum

Fällt dir überhaupt noch etwas ein, werde ich häufig gefragt. Und ehrlich gesagt habe ich darüber noch nie wirklich nachgedacht, denn ich bin noch so voll mit Ideen und jede Woche kommen Schlagzeilen, zu denen mir die verrücktesten Sachen einfallen. Mit anderen Worten, hier muss noch nichts zu Grabe getragen oder „unter die Erde gelegt“ werden, wie das Hypogäum, ein unterirdischer Grabbau. Zu Grabe getragen wurde diese Woche die Inflation in der Schweiz, die gerade einmal noch 1,3 % meldete, während Deutschland noch bei 2,2 % liegt. Oder die Schwächephase der Tesla-Aktie, die mit den neuen Absatzzahlen diese Woche ihrem Kursgrab entstiegen ist. Mehr als 35 % Zuwachs innerhalb der letzten 7 Börsentage. Fast so eine Beschleunigung, wie das Auto selbst. Meiner einer bleibt an dieser Stelle nur übrig, mich für diese Woche zu verabschieden. Und wie könnte ich das besser tun als mit den Worten des Buddy von Bugs Bunny, Daffy Duck: „Das Publikum war heute wieder wundervoll, und traurig klingt der Schlussakkord in Moll …“

Ihr Volker Schilling

ein Artikel von
Zaster Redaktion
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