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Keep it simple

Wie du stressfrei ein Vermögen aufbaust

von Nils Matthiesen

Geldanlage ist keine Raketenwissenschaft. Mit diesen sieben Regeln erreichst du deine Ziele ohne zu großes Risiko

"Einfach" ist immer besser als "komplex". Das gilt auch fürs Geldanlegen. Halte dich also am besten an folgende simple Regeln, um mit deinem mühsam Ersparten möglichst stressfrei ein Vermögen aufzubauen.

1
Definiere deine Ziele

Wenn du erfolgreich sein willst, solltest du wissen, was dein Antrieb ist. Das gilt auch für die Geldanlage: Willst du für den Ruhestand vorsorgen, ein Haus kaufen oder möglichst früh finanziell unabhängig sein? Wenn du ohne ein klares Ziel investierst, wirst du nicht die richtigen Entscheidungen treffen. Ohne ein festes Ziel ist es außerdem schwer, motiviert zu bleiben. Wenn es an der Börse mal nicht so gut läuft, könntest du die Lust verlieren oder aus Angst alles verkaufen. Sind deine Investitionen aber an ein langfristiges Ziel gekoppelt, ist es viel einfacher, den Kurs zu halten.

2
Spekuliere nicht, investiere!

Eines der wichtigsten Ratschläge des legendären Börsen-Gurus André Kostolany (1906-1999): „Gehen Sie an die Börse und stecken Sie Ihr Geld in Aktien. Dazu kaufen Sie sich in einer Apotheke eine große Dosis Schlaftabletten. Nach vielen Jahren wachen Sie als reicher Mann auf.“ Heißt: Wer seine Aktien hält, den belohnt die Zeit.

3
Setze auf Fonds oder ETFs

Um das Risiko zu begrenzen, solltest Du nicht alles auf wenige Einzelaktien setzen, sondern dein Geld möglichst weit streuen. Investmentfonds und ETFs sind dafür gut geeignet, denn sie beinhalten Hunderte von Aktien, Anleihen oder Rohstoffe in nur einem Wertpapier. Aktien sollten für dich nur dann in Frage kommen, wenn du genug Zeit hast, dich mit den Unternehmen auseinanderzusetzen und ihre Entwicklung konsequent zu verfolgen.

4
Spare regelmäßig

Ständig im Blick zu haben, ob die Märkte gerade steigen oder fallen, und dann im richtigen Moment zuzuschlagen – das ist für Nicht-Profis schwierig bis unmöglich. Bessere Idee: Richte einen Fonds-Sparplan ein. Schon ab 25 Euro pro Monat geht’s los. Sind die Kurse unten, kaufst du mehr Anteile der Fonds oder ETFs, in die du investierst. Sind sie höher, kaufst du weniger. Das wird dich davon abhalten, kurzfristig emotionale Entscheidungen zu treffen. Sparpläne ziehen komplett gefühlskalt die Anlagestrategie durch.

5
Versuche nicht, schlauer als der Markt zu sein

Du kennst sicher diesen einen Typen, der damit prahlt, bestimmte Aktien extrem billig gekauft und dann zum Höchstkurs wieder verkauft zu haben. Von seinen Verlusten hat er aber noch nie berichtet. Trotzdem wird es sie gegeben haben. Denn um den Markt zu schlagen, muss man zweimal genau richtig liegen – beim Kauf und beim Verkauf. Und das ist sehr viel schwieriger, als es sich anhört. Und gelingt daher nur selten. Denn Menschen neigen dazu, finanzielle Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen. Und das ist, siehe oben, keine erfolgversprechende Strategie.

6
Kontrolliere nicht ständig – aber regelmäßig

Jeden Tag ins Depot zu schauen und die Entwicklung deiner Wertpapiere zu verfolgen, kann dich verrückt machen. Aber regelmäßig – etwa alle 6 Monate – zu überprüfen, ob die Dinge nach Plan laufen, kann nicht schaden. Falls nein, solltest du gegebenenfalls umschichten.

7
Sei geduldig

Investoren-Legende und Milliardär Warren Buffett wusste schon früh: „Reichtum aufzubauen ist ein Marathon, kein Sprint. Disziplin ist der wichtigste Bestandteil." Geduld und langer Atem sind demnach elementar. Bis sich eine Anlage gut entwickelt, kann es auch mal Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern. Bedeutet: Wenn du in Wertpapiere investierst, solltest du mindestens zehn Jahre dabeibleiben, damit dein Geld wachsen kann. Denn Aktien sind volatil, ihr Wert kann sich also kurzfristig ändern. Die Umstände, die dazu führen, sind ganz verschieden. Wenn du aber eine höhere Rendite erzielen willst, musst du dieses Risiko eingehen. Je länger du anlegst, desto geringer ist das Risiko.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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