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Wo du was verdienst

Gehaltsvergleich: So viel verdienst du in der Medienbranche

von Moritz Weinstock

Du willst in der Medienbranche oder dem Verlagswesen tätig sein, aber alle Raten dir davon ab, weil der Verdienst so schlecht ist? ZASTER schafft Aufklärung.

Digitalisierung, Lügenpresse, Zeitungssterben – die Medienbranche hat schon attraktivere Zeiten gesehen. Worum dich das dennoch nicht davor abschrecken sollte, als Journalist und Medienschaffender zu arbeiten, haben wir für dich zusammengefasst.

Der Sinn muss im Vordergrund stehen

In einer sich immer schneller wandelnden und immer komplexer werdenden Welt bedarf es Menschen, die Licht ins Dunkel bringen und für Aufklärung sorgen. Journalisten und Medienschaffende tun das im besten Falle. Zwar wird ihnen immer wieder vorgeworfen gleichgeschaltet und zu wenig objektiv zu sein, doch ohne sie müssten wir einzig den Aussagen von Politikern und Wirtschaftsbossen vertrauen. Niemand würde einordnen und erklären, wir wären ganz auf uns allein gestellt. Schwierig, den Durchblick zu behalten, wenn der eigene Job doch bereits 40 Stunden und mehr pro Woche in Anspruch nimmt. Auch deshalb braucht es Profis, die sich mit dem Weltgeschehen auseinandersetzen und hauptberuflich das tun, wofür uns selbst oft nur wenig Zeit bleibt.

Journalisten verdienen besonders schlecht

Der große Gehaltsvergleich der Jobbörse Xing für das Jahr 2019 hat es klar gezeigt: Journalisten verdienen in der Medienbranche besonders schlecht. Allerdings unterscheiden sich die Verdienstmöglichkeiten erheblich. Vom Bundesland bis zum Tarifvertrag – viele Faktoren spielen ein Rolle, wie hoch dein Gehalt letztendlich ausfällt. Zwar liegt der Durchschnittsverdienst in der Medien- und Verlagsbranche bei ganz ordentlichen 64.935 Euro im Jahr. Dieser Wert sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nicht allen gleich gut geht. Das durchschnittliche „Brutto-Monatseinkommen festangestellter Journalisten/Reporter“ lag laut Meedia 2017 beispielsweise bei 4.277 Euro. Auf das Jahr gerechnet ergibt sich folglich ein deutlich geringerer Verdienst von 51.234 Euro. Wohlgemerkt: Für festangestellte Journalisten.

Unterschiede nach Jobprofil, Bundesland, Geschlecht

Unterschiede ergeben sich auch nach Jobprofil, Bundesland und Geschlecht. Denn ob du als Redakteur oder Reporter arbeitest, männlich oder weiblich bist, oder in Berlin bzw. Bayern wohnst, wirkt sich direkt auf dein Gehalt aus. Laut Xing klafften die Gehälter 2019 branchenübergreifend vor allem zwischen West und Ost besonders weit auseinander. Im Schnitt verdienst du im Westen rund 23 Prozent mehr als im Osten. Und wenn du als Frau in der Medienbranche tätig bist, verdienst du mit 41.700 Euro im Schnitt gut 27! Prozent weniger, als deine männlichen Kollegen. Redakteur und Online-Journalisten gehören übrigens zum Schlusslicht im Bereich der Medien. Sie verdienen durchschnittlich zwischen 3.600 und 3.800 Euro brutto pro Monat.

So viel verdienst du in der Ausbildung

Das Einstiegsgehalt für den Medienbereich ist ebenso unterschiedlich, wie im späteren Berufsleben. Redakteure und Online-Journalisten starten bei etwa 2.000 – 2.500 Euro. Journalisten steigen hingegen schon mit 2.800 – 3.000 Euro ein. Etwas anders sieht es in der Ausbildungsphase aus, dem sogenannten Volontariat. Manche Verlagshäuser bietet zwar auch eigene Journalistenschulen an, für die du allerdings oft eine Aufnahmeprüfung schaffen musst und während der meist zweijährigen Ausbildung auch nicht vergütet wirst. Das klassische Volontariat hingegen findet meist innerhalb einer Redaktion statt und bildet dich berufsbegleitend zum Journalisten aus. Hierbei darfst du mit einer Vergütung zwischen 1.200 und maximal 2.000 Euro brutto im ersten Lehrjahr rechnen.

ein Artikel von
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.