Ein Newcomer mit Rückenwind
Der TEQ – General Artificial Intelligence R EUR UCITS ETF (WKN A41AXG) ist im November 2025 an den Start gegangen und hat seitdem spürbar zugelegt. Zufall war das nicht: Seit Ende 2025 treiben vor allem Investitionen in KI-Rechenzentren, immer leistungsfähigere Chips und die rasante Verbreitung großer Sprachmodelle die Kurse. Profitiert haben besonders Unternehmen aus dem Halbleiter- und Infrastruktursegment – und genau dort liegt der Schwerpunkt dieses ETFs.
Was General AI überhaupt bedeutet
Die KI, die wir heute nutzen, ist hochspezialisiert. Selbst die stärksten Modelle bewältigen zwar viele Aufgaben, besitzen aber kein menschenähnliches allgemeines Verständnis. General AI wäre die nächste Stufe: ein System, das Wissen von einem Bereich auf einen anderen überträgt, eigenständig neue Probleme löst und dafür nicht extra programmiert werden muss. Bislang existiert so etwas nicht. Thelen ist allerdings überzeugt, dass es kommt, und nennt General AI die größte technologische Entwicklung der Menschheitsgeschichte.
Fünf Bausteine statt „Magnificent Seven“
Viele KI-Produkte packen vor allem die großen bekannten Namen ins Depot. Der TEQ-ETF grenzt sich davon bewusst ab und bildet die gesamte Wertschöpfungskette ab: die führenden KI-Entwickler und Cloud-Anbieter, die Recheninfrastruktur für Datencenter, die Hersteller der KI-Chips, die Chipfertigung samt Zulieferern für Halbleiter-Equipment sowie Datenplattformen und IT-Sicherheit.
Dahinter steht ein eigens entwickelter Index, der nach festen, transparenten Regeln zusammengestellt wird – ohne dass ein Fondsmanager einzelne Titel nach Bauchgefühl auswählt. Gewichtet wird nach Marktkapitalisierung, aber mit Deckel: Kein Unternehmen darf beim halbjährlichen Rebalancing mehr als 3,0 Prozent ausmachen, mindestens 0,3 Prozent müssen es sein. Das soll Klumpenrisiken begrenzen. Insgesamt sind rund 100 Firmen im Portfolio, darunter AMD, Micron, ASML, TSMC, Alphabet und Microsoft. Über 70 Prozent des Portfolios entfallen derzeit auf US-Unternehmen.
Kosten und Volumen
Besonders stark gelaufen sind zuletzt Profiteure des globalen KI-Infrastrukturbooms wie Micron oder TSMC – Treiber war die steigende Nachfrage nach Speicherchips, Hochleistungsprozessoren und Rechenzentrumskapazitäten. Das Fondsvolumen liegt bislang bei rund 16 Millionen Euro und ist damit noch ausbaufähig. Die Gesamtkostenquote von 0,69 Prozent pro Jahr bewegt sich im üblichen Rahmen spezialisierter Themen-ETFs.
Worauf es bei KI-ETFs ankommt
Wer sich für einen KI-ETF interessiert, sollte vier Dinge prüfen: Wie ist der Index aufgebaut? Wie stark konzentrieren sich einzelne Positionen? Wie viel KI steckt tatsächlich in den enthaltenen Unternehmen? Und was kostet das Produkt? Der TEQ-ETF setzt hier auf einen klar definierten Fokus und ein regelbasiertes Konzept, das nicht allein auf die üblichen Tech-Schwergewichte baut.
Infobox: Der TEQ General AI ETF auf einen Blick
- Name: TEQ – General Artificial Intelligence R EUR UCITS ETF (WKN A41AXG)
- Start: November 2025, initiiert von Frank Thelens Fondsboutique TEQ Capital
- Idee: Investition entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette – von Chips über Rechenzentren bis Cybersecurity
- Portfolio: rund 100 Unternehmen, über 70 Prozent USA
- Regelwerk: maximal 3,0 Prozent, mindestens 0,3 Prozent pro Position, Anpassung halbjährlich
- Kosten: 0,69 Prozent pro Jahr
- Fondsvolumen: rund 16 Millionen Euro
- Checkliste für KI-ETFs: Indexmethodik, Konzentration einzelner Positionen, tatsächliche KI-Exponierung, Kostenquote
Hinweis:
Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.
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