Wie glücklich macht Geld?

Drei Detektive bieten für kleines Geld die ewige Jugend

von Christoph Janke

Gerade war es wieder soweit. Eine neue Folge meiner Lieblings-Hörspielserie kam auf den Markt: „Die drei ??? – Geheimnis des Bauchredners.“ Vor bald 40 Jahren starteten die Hörspielproduktionen der pfiffigen Detektive in Deutschland, über 46 Millionen Tonträger wurden seitdem abgesetzt. Eine unglaubliche Audio-Erfolgsstory.

Seit Jugendtagen bin ich Fan von Justus, Peter und Bob. Ich habe alle Folgen zu Hause, die älteren sogar noch als Kassetten mit der Abbildung von Alfred Hitchcock als Präsenter drauf.

Es ist immer witzig, die Geschichten zu hören, als die Sprecher selbst noch Jungs waren. Oliver Rohrbeck, der den Justus Jonas spricht seit er 14 ist, leiht dem ersten Detektiv immer noch seine Stimme. Nicht mehr so kieksend, aber er klingt auch als gestandener Mittfünfziger immer noch verdammt jugendlich.

Nächstes Jahr sind die Jungs wieder live auf Tour – ein ganz besonderes Erlebnis. Ich erinnere mich gerne daran, als ich mit meinen eigenen Kindern bei einer der Aufführungen in der ausverkauften Kölner Lanxess-Arena saß. Der Erzähler sprach mit sonorer Stimme ins Mirko: „Justus Jonas fuhr sich durch die Haare“. Rohrbeck, inzwischen ein markanter Glatzkopf, musste auf der Bühne laut lachen. Die Halle tobte.

Gelernt habe ich von Justus Jonas, dass es immer eine Lösung gibt, auch für einen „spezialgelagerten Sonderfall“. Die Jungs aus Rocky Beach gehen den Dingen auf den Grund, denken um die Ecke und tun das, was auf ihrer Visitenkarte steht: Sie lösen jeden Fall. Ein Honorar haben Sie übrigens noch nie kassiert, denn sie arbeiten nicht für Geld. Fälle zu lösen ist ihr Hobby.

Ich liebe es immer noch, in ihrer Zentrale auf Onkel Titus Schrottplatz in Rocky Beach dabei zu sein und den unglaublichen Kirschkuchen von Tante Mathilda imaginär zu schmecken. Nicht mal acht Euro kostet ein neues Abenteuer der nicht alternden Detektive. Es hält mich so jung wie die drei klugen Köpfe. Jede Faltencreme ist teurer und macht auch nicht so glücklich.

ein Artikel von
Christoph Janke