Wie glücklich macht Geld?

Die besten Renditen im Winter bringen Sonnenstrahlen, Farben und Wörter

von Christoph Janke

„Raus mit euch, die Sonne lacht und sie ist kostenlos.“ Wahre Worte meiner Mutter, mit denen sie uns Stubenhocker früher ins Freie trieb.

Auch jetzt in diesen Herbsttagen gibt es jede Menge gute Gründe das Leben draußen zu genießen. Übrigens nicht nur an den Wochenenden, sondern auch während der Arbeitstage. Keine Betriebsanweisung verfügt, dass man seine Pausen in einer Kantine verbringen muss. Die Raucher stehen inzwischen sowieso meist vor der Tür, alle anderen dürfen das auch. Und es ist keine festgeschriebene Pflicht, das Smartphone mitzunehmen. Es ist sogar erlaubt und empfehlenswert, auf einer Bank oder Treppenstufe frische Luft zu schnappen und ein echtes Buch zu lesen.

Zum Beispiel das von einem sehr weisen Guru den ich immer schon verehrt habe: „Frederick“, eine kleine graue Maus, 1967 erdacht vom legendären Kinderbuch-Poeten Leo Lionni. Frederick sorgte in seiner Feldmäusegemeinschaft für ungläubiges Kopfschütteln. Denn während alle emsig Körner, Nüsse, Weizen und Stroh als Vorrat für den Winter sammelten saß er da und schaute einfach nur über die Wiese. „Warum arbeitest du nicht? fragten die anderen Mäuse sauer. „Ich arbeite, ich sammle Sonnenstrahlen“, entgegnete die klügste aller Mäuse. Frederick sammelte auch Farben und Wörter. Und es zeigte sich, dass im kalten Winter – nachdem alle Vorräte aufgezehrt waren – die gesammelte Inspiration des weisen Nagetiers zum kostbarsten Gut wurde: Weil sie die kleinen Herzen der fröstelnden Mäuse erwärmte.

Der Herbst ist oft noch leuchtend und schön, nutzt ihn und legt visuelle Vorräte für die dunklen Tage an. Und wer noch einen Tipp für ein langfristig krisensicheres Investment braucht: „Frederick“ gibt es für schlanke 13,95 Euro überall im analogen und digitalen Buchhandel. Die Bilderbuch-Bibel der Inspiration ist jeden Cent wert, denn sie macht glücklich.

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Christoph Janke