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Augen auf!

Darauf musst du bei der Kfz-Versicherung achten

von Nils Matthiesen

Ein Wechsel der Kfz-Versicherung kann viel Geld sparen – und ist schnell erledigt. Allerdings musst du auf einige Dinge achten. Dies sind die 10 wichtigsten.

Der Wechsel der Kfz-Versicherung kann sich für dich lohnen, mehrere Hundert Euro Ersparnis pro Jahr sind drin. Stichtag für einen Wechsel ist in der Regel der 30. November. Doch auch wenn ein Versicherungswechsel über ein Vergleichsportal sich als relativ unkompliziert erweist, gilt es doch einige Fallstricke zu beachten. Denn im Laufe des Vergleichs muss man Angaben zu verschiedensten Dingen zu geben, die sich auf die Höhe des Versicherungstarifs maßgeblich auswirken. Damit du hier keine Fehler begehst, verrät dir ZASTER die zehn wichtigsten Dinge, auf die du achten solltest.

1
Versicherungssumme

Das Gesetzt schreibt vor, dass Personenschäden bis mindestens 7,5 Millionen Euro, Sachschäden bis 1,12 Millionen Euro und Vermögensschäden bis 50.000 Euro gedeckt sein müssen. Wichtig sind aber höhere Schadenssummen. 50 Millionen sollten es pauschal mindestens sein.

2
Teil- oder Vollkasko

Ob eine Kaskoversicherung sinnvoll ist, hängt in erster Linie vom Wert des Wagens ab. Ist das Auto beispielsweise sehr alt, lohnt sich in der Regel keine. Bei Neu- oder Leasingfahrzeigen gehört dagegen die Vollkasko zur Pflichtausstattung. In Bezug auf die Selbstbeteiligung sind in der Regel 150 Euro bei der Teilkasko und 300 Euro bei der Vollkasko empfehlenswert.

3
Mallorca-Police

Brauchst du nur, wenn du vorhast, mit deinem Auto Deutschland zu verlassen. Denn so bist du im europäischen Ausland genauso gut abgesichert wie zuhause.

4
Fahrleistung

Du musst angeben, was für eine Strecke du ungefähr pro Jahr mit deinem Auto zurücklegst. Je mehr, desto teurer wird es. Auch wenn du bei dieser Angabe realistisch bleiben solltest: Gib erst einmal eher weniger als zu viel an. Fährst du doch mehr, kannst du das immer noch später angeben.

5
Telematik

Immer mehr Versicherer bieten sogenannte Telematik-Tarife an. In diesem Fall misst ein im Auto eingebautes Gerät, wie sportlich du fährst. Je ruhiger, desto billiger. Das kann sich finanziell lohnen. Allerdings musst du damit klarkommen, die ganze Zeit überwacht zu werden.

6
Werkstattbindung

Bei einer Werkstattbindung gibt die Versicherung vor, in welchem Betrieb das Auto im Rahmen eines Kaskoschadens repariert wird. Kein großes Ding, dafür wird’s im Schnitt aber rund 10 Prozent günstiger. Nur für Neu- und Leasingfahrzeuge ist das nicht uneingeschränkt geeignet, hier sind Vertragswerkstätten des Herstellers vorzuziehen.

7
Neuwert-Entschädigung

Wenn du ein Neufahrzeug versichern willst, ist es wichtig, dass die Versicherung dir im Falle eines Totalschadens den Neuwert des Wagens ersetzt. Denn der Zeitwert sinkt bereits auf den ersten Metern beträchtlich. Ideal ist, wenn die Versicherung bis 24 Monate nach Erstzulassung den Anschaffungspreis ersetzt.

8
Sonderausstattung

Hast du eine dicke Anlage eingebaut – oder ordentlich was ins Tuning gesteckt? Dann solltest du darauf achten, welche Sonderausstattung die Versicherung abdeckt und bis zu welcher Summe. Meist sind entsprechende Schäden „nur“ zwischen 5.000 oder 10.000 Euro ohne Aufschlag mitversichert.

9
Zusatzfahrer*innen

Am günstigsten wird’s, wenn nur du als Versicherungsnehmer*in das Auto fährst. Lebenspartner sind aber in der Regel ohne Zusatzkosten mitversichert. Kommen im Lauf der Zeit weitere Zusatzfahrer*innen dazu, kannst du die Info unkompliziert nachreichen. Was du wissen musst: Baut jemand, der nicht angemeldet ist, einen Unfall, dann bleibt zwar der Versicherungsschutz erhalten. Du musst aber empfindliche Strafen zahlen!

10
Jährliche Zahlweise

Du kannst viel sparen, wenn du deine Kfz-Versicherung jährlich zahlst, meist am Anfang des Jahres. Für Halb- oder vierteljährliche Zahlung verlangen die Versicherungen Aufschläge.

Der ZASTER-Tipp: Auto über die Eltern versichern

Als Fahranfänger wirst du in die teure Schadenfreiheitsklasse SF 0 eingestuft. Falls deine Eltern mitspielen, solltet du dein Auto daher am besten als deren Zweitwagen anmelden. Einige Jahre später, wenn deine Schadenfreiheitsklasse gesunken ist, kann du diese übernehmen.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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