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DON'T PANIC

Coronavirus: 5 absurde Unwahrheiten

von Nils Matthiesen

Das Coronavirus ist aktuell das beherrschende Thema auf der ganzen Welt. Klar, dass inmitten all der Unsicherheit auch immer wieder Unwahrheiten verbreitet werden.

Die Menschen auf der ganze Welt sind verunsichert. Zusätzliches Öl ins Feuer gießen viele Mythen rund ums Coronavirus, die in sozialen Netzwerken, bei WhatsApp und im Web kursieren. Darin heißt es beispielsweise, die Infektion mit dem Coronavirus könne sich leicht über einen einfachen Atemtest nachweisen, oder dass Knoblauch gegen eine Ansteckung mit dem Virus schützen würden. Bei weitem nicht der einzige Unfug. Hier fünf weitere populäre und teilweise absurde Missverständnisse.

1
Alkohol schützt vor Infektion

Es wäre zu schön, um wahr zu sein: „Sich gesund saufen“ oder „Trinken schützt“. Tatsächlich geistert seit einigen Tagen das Gerücht durchs Netz, das Hochprozentiges vor einer Virus-Infektion schützen könne. Leider ist da nichts dran. Einerseits war – wenn überhaupt – von Einreiben nicht von Trinken die Rede, andererseits lässt sich das Eindringen des Virus in den Körper mit solchen Maßnahmen kaum wirksam verhindern. Zwar ist Alkohol durchaus in der Lage, Viren abzutöten, die Hände mit Wasser und Seife waschen ist allerdings effektiver und schonender.

2
Heiße Getränke töten das Virus ab

In einem Kettenbrief heißt es, dass das Coronavirus nicht hitzebeständig sei und sich deshalb durch heißes Wasser oder auch heißen Tee abtöten ließe. Tatsächlich existieren Untersuchungen, die zeigen, dass bestimmte Virenstämme ab einer Temperatur von 60 Grad Celsius absterben. Allerdings ist es unmöglich, Flüssigkeiten mit einer derart hohen Temperatur zu sich zu nehmen. Denn bereits ab 45 Grad drohen schwere Verbrennungen. Also besser lassen. Einfach viel trinken. Denn das hilft, die Schleimhäute feucht zu halten, was wiederum das Infektionsrisiko senkt. Die Temperatur der Getränke spielt dabei keine Rolle.

3
Ibuprofen erhöht das Risiko

Bei WhatsApp machte am Wochenende eine angebliche Entdeckung der Medizinischen Universität Wien die Runde. Demnach gebe es einen Zusammenhang zwischen einigen auffällig schweren Coronavirus-Verläufen in Italien und der Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen. Die Uniklinik Wien dementierte aber umgehend auf Twitter. Es handle sich um FakeNews, die in keiner Verbindung mit der Medizinischen Universität Wien stehen.

4
Mundschutzmasken schützen vor Ansteckung

Immer mehr Menschen laufen in der Öffentlichkeit mit Mundschutzmasken herum, in vielen Apotheken sind sie ausverkauft. Die üblichen, sehr dünnen Papiermasken weisen aber eine geringe Schutzwirkung auf. Belege, dass sie das Ansteckungsrisiko für eine gesunde Person signifikant verringern, gibt es laut dem Robert-Koch-Institut nicht. Die WHO warnt sogar vor dem Tragen der Masken. Sie würden den Trägern ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln. Dadurch würden andere, viel wesentlichere Schutzmaßnahmen vernachlässigt. Empfehlenswert sind Masken aber für Menschen, die sich bereits angesteckt haben und ihre Umwelt schützen wollen. Nur spezielle, wesentlich teurere Feinpartikelmasken bieten einen höheren Schutz.

5
Wir müssen Klopapier vorrätig haben

Wegen des Corona-Virus sind derzeit irgendwie alle völlig von der Rolle – die Regale mit Klopapier sind auf jeden Fall in vielen Drogerien und Supermärkten restlos leergefegt. Warum aber ausgerechnet der Run auf Klopapier? Wegwischen lässt sich das Virus damit sicher nicht. Und mit Lieferengpässen ist auch nicht zu rechnen (die leeren Regale füllen sich übrigens immer wieder). Und selbst falls doch: Es gibt schließlich noch einige Möglichkeiten unten herum für Hygiene zu sorgen, etwa mithilfe von Lappen oder Duschen.

Fazit

Lasse dich nicht verunsichern und informiere dich über seriöse Quellen, was rund ums Coronavirus Sache ist. Gute Quellen sind beispielsweise die Seite des Robert-Koch-Instituts, der WHO und die Seite des Bundesministers für Gesundheit.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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