Bafög-Reform wackelt
Die geplante Bafög-Reform sorgt für neuen Streit in der Koalition. Forschungsministerin Dorothee Bär zweifelt daran, dass das Update schnell kommt, obwohl die Reform eigentlich zum Wintersemester 2026/27 starten sollte. Geplant war unter anderem, die Wohnkostenpauschale für Studierende, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, von 380 auf 440 Euro zu erhöhen. Die SPD reagiert verärgert und sagt: Die Reform sei vereinbart und finanziert. Für viele Studierende geht es damit um die Frage, ob sie bald mehr Unterstützung bekommen oder weiter stärker auf Nebenjobs angewiesen bleiben. (Handelsblatt)
Hormus bleibt heiß
Der Konflikt zwischen den USA und Iran verschärft sich weiter und das könnte auch an der Zapfsäule spürbar werden. Laut Guardian hat Iran nach US-Angriffen auf iranische Militäranlagen eine von den USA genutzte Basis in der Region ins Visier genommen. Gleichzeitig gab es Berichte über Angriffe rund um Kuwait und die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öltransport. Weil der Krieg die Energiepreise bereits nach oben treibt, wächst der Druck auf Verbraucher, Unternehmen und Regierungen. (The Guardian)
Geschäft trotz Sanktionen
Erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs treten deutsche Unternehmer wieder offiziell beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg auf. Der Grund: Einige Firmen wollen ihre wirtschaftlichen Kontakte nach Russland nicht komplett verlieren und deutsche Vermögenswerte im Land schützen. Laut der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer sind rund 1600 deutsche Unternehmen weiterhin in Russland aktiv. Gleichzeitig ist der Handel stark eingebrochen: Das deutsch-russische Handelsvolumen lag zuletzt bei unter zehn Milliarden Euro, 2021 waren es noch 59,7 Milliarden Euro. Für Unternehmen bleibt Russland damit ein Markt voller Chancen, aber auch voller politischer und moralischer Risiken. (Tagesspiegel)