Im Interview
1.Wie ist die Idee zu „Spiritual Superstar“ entstanden?
2.Warum füllt Geld die Sinnlücke nicht?
3.Woran merkt man, dass Geld und Sinn auseinanderlaufen?
4.Warum fallen manche nach dem Exit in ein Loch?
5.Was steckt hinter der Soul, Money & Love-Formel?
6.Welche Geldmuster bremsen am stärksten?
7.Wie finde ich im Alltag heraus, was mir Sinn gibt?
8.Was Anleger vor der nächsten Entscheidung klären sollten
9.Die eine Sache zum Mitnehmen
1Wie ist die Idee zu deinem Buch „Spiritual Superstar“ entstanden?
In meinen Mentorings sitzen mir seit vielen Jahren Menschen gegenüber, die von außen betrachtet alles erreicht haben: ein erfolgreiches Unternehmen, ein gutes Einkommen, Vermögen. Und trotzdem beginnen viele Gespräche mit demselben Satz: „Eigentlich müsste ich zufrieden sein.“ Ich habe über 12.000 Menschen in Seminaren und Einzelbegleitungen erlebt, und dieses Muster zieht sich durch.
Gleichzeitig treffe ich viele Coaches, Beraterinnen und Experten mit einer echten Gabe, die finanziell kaum vorankommen, weil sie Geld und Sinn für Gegensätze halten. „Spiritual Superstar“ bringt beide Seiten zusammen. Das Buch zeigt, wie innere Klarheit und finanzieller Erfolg sich gegenseitig tragen können, statt sich zu blockieren.
2Warum beantwortet viel Geld die Sinnfrage nicht?
Weil es zwei verschiedene Fragen sind. Geld beantwortet die Frage nach dem Wie: Wie sichere ich mich ab, wie baue ich Vermögen auf, wie finanziere ich meinen Lebensstil? Die Sinnfrage lautet aber: Wofür? Wer diese Frage nie beantwortet hat, versucht oft, sie mit dem nächsten finanziellen Ziel zu überdecken. Die nächste Million, das nächste Investment, das größere Haus. Das funktioniert eine Weile. Irgendwann merkt man, dass jedes erreichte Ziel nur kurz trägt.
Viele Unternehmer besitzen keine Firma. Die Firma besitzt sie.
3Woran merkt man, dass Geld und Sinn auseinanderlaufen?
Es gibt typische Signale. Man arbeitet viel, verdient gut und fühlt sich trotzdem leer. Erfolge fühlen sich nicht mehr nach Erfolg an, sondern nach Pflicht. Familie, Gesundheit oder eigene Interessen rutschen immer weiter nach hinten. Oder man hält seinen Erfolg nur mit großem Kraftaufwand, weil der gewählte Business-Weg nicht zum eigenen Lebensweg passt. Das ist kein Zeichen von Undankbarkeit. Es ist ein Hinweis darauf, dass die innere Ausrichtung fehlt.
4Viele Unternehmer arbeiten jahrelang auf einen Firmenverkauf oder den Ausstieg hin. Warum fallen manche danach in ein Loch?
Weil mit dem Unternehmen oft auch die eigene Identität verkauft wird. Jahrelang war klar, wer man ist: die Gründerin, der Chef, diejenige, die Entscheidungen trifft. Der Kalender war voll, das Telefon hat geklingelt, man wurde gebraucht. Nach dem Exit ist plötzlich alles da, was man sich gewünscht hat: Zeit, Geld, Freiheit. Und genau in diesem Moment wird spürbar, dass die Frage nach dem Wofür nie beantwortet wurde.
Ich erlebe das häufig bei Menschen, die finanziell nie wieder arbeiten müssten. Die ersten Monate fühlen sich an wie Urlaub, danach kommt Unruhe. Manche gründen dann sofort das nächste Unternehmen, nicht weil sie eine neue Idee haben, sondern weil sie die Stille nicht aushalten. Mein Rat: Den Ausstieg nicht nur finanziell vorbereiten, sondern auch innerlich. Wer vorher weiß, wofür er seine Zeit und sein Geld einsetzen will, erlebt den Exit als Neuanfang und nicht als Leere.
Wer nur weiß, wovon er sich befreien will, aber nicht wofür, fühlt sich nach dem Ziel oft verlorener als davor.
5Im Buch beschreibst du die Soul, Money & Love-Formel. Was steckt dahinter?
Die Formel verbindet drei Ebenen, die wir meist getrennt betrachten. Soul steht für die Frage, wer ich wirklich bin und was meine Aufgabe ist. Ich nenne das den Seelenplan. Money steht für den Umgang mit Geld, für Selbstwert und für die Muster, die Fülle bisher verhindert haben. Love meint die Beziehungen und die Energie, mit der wir arbeiten und leben.
Im Buch führe ich in sechs Schritten durch diese Ebenen: vom Seelenplan über die eigenen Geldmuster bis zu dem, was ich Soulmoney nenne. Gemeint ist Wohlstand, der aus der eigenen Bestimmung entsteht und nicht aus Dauerstress und Selbstaufgabe.
Reichtum ist kein Ersatz für Sinn. Er entsteht leichter, wenn beides zusammenpasst.
6Welche Geldmuster bremsen am stärksten?
Der Glaube, dass Geld und Integrität nicht zusammenpassen. Viele Menschen, die anderen helfen wollen, haben verinnerlicht, dass man mit einer guten Sache kein Geld verdienen darf. Also halten sie sich klein, setzen zu niedrige Preise oder bremsen ihr Wachstum unbewusst aus.
Das Gegenstück sehe ich bei Unternehmern, die Geld zur einzigen Messgröße ihres Lebens gemacht haben. Beide Muster haben denselben Kern: Geld wird mit einer Bedeutung aufgeladen, die es nicht hat. Solche Muster stammen häufig aus der Familie und aus frühen Erfahrungen. Wer sie erkennt, kann bewusst anders entscheiden.
7Wie finde ich im Alltag heraus, was mir wirklich Sinn gibt, ohne gleich mein ganzes Leben umzukrempeln?
Mit Beobachtung statt mit großen Entscheidungen. Viele glauben, sie müssten ihren Lebenssinn in einem einzigen Moment der Erkenntnis finden. In der Praxis zeigt er sich eher in kleinen Hinweisen. Ich empfehle eine einfache Übung: Notiere zwei Wochen lang jeden Abend, bei welcher Tätigkeit du heute Energie gewonnen hast und bei welcher du Energie verloren hast. Nach kurzer Zeit erkennst du ein Muster.
Hilfreich sind auch diese Fragen: Bei welchen Themen vergesse ich die Zeit? Wofür fragen mich andere Menschen immer wieder um Rat? Was würde ich tun, wenn Geld keine Rolle spielte, und was davon kann ich schon heute in mein Leben holen, vielleicht nur eine Stunde pro Woche? Sinn entsteht selten durch einen radikalen Bruch. Er wächst, wenn man den Dingen, die einen lebendig machen, Schritt für Schritt mehr Raum gibt.
8Was sollten Anlegerinnen und Anleger klären, bevor sie die nächste Anlageentscheidung treffen?
Rendite und Risiko sind wichtig, aber sie sind nur die halbe Rechnung. Ich empfehle drei Fragen:
•Wofür soll dieses Geld in zehn Jahren da sein? Für Sicherheit, Freiheit, die Familie, ein Herzensprojekt?
•Würde ich mich anders fühlen, wenn das Ziel erreicht ist, oder nur kurz erleichtert?
•Passt die Art, wie ich Geld verdiene und anlege, zu den Werten, nach denen ich leben will?
Wer diese Fragen ehrlich beantwortet, trifft Finanzentscheidungen mit mehr Klarheit und weniger Getriebenheit. Oft stellt sich dabei heraus, dass Freiheit nicht erst bei einem bestimmten Kontostand beginnt.
9Wenn eine Leserin oder ein Leser nur eine Sache aus deinem Buch mitnimmt: Welche wäre das?
Dass Erfolg und Erfüllung kein Entweder-oder sind. Man muss nicht auf Wohlstand verzichten, um ein sinnvolles Leben zu führen. Und man muss nicht alles hinwerfen, was man aufgebaut hat. Es reicht, die Frage nach dem Wofür ernst zu nehmen. Wer weiß, warum er hier ist, setzt Geld anders ein: als Werkzeug für ein Leben, das wirklich zu ihm passt.
Erfolg allein ist nicht genug. Erst mit Sinn wird daraus echter Reichtum.
Buchtipp
Maximilian Fritz: Spiritual Superstar. Wie du mit der Soul, Money & Love-Formel dein volles Potenzial lebst und finanziell frei wirst
GOLD Verlag, erschienen am 6. Oktober 2026
In sechs Schritten zeigt Maximilian Fritz, wie Seelenplan, Selbstwert, Geldmuster und finanzielle Fülle zusammenwirken. Ein Mutmacher- und Impulsbuch für alle, die beruflichen Erfolg mit einem erfüllten Leben verbinden wollen.
Mehr zum Buch: spiritual-superstar.com