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Berufsstart & Finanzen

Bist du neu in der Ausbildung? Das solltest du vor deinem ersten Gehalt wissen

von ZASTER Redaktion

Endlich geschafft: Der Ausbildungsvertrag ist unterschrieben, der erste Arbeitstag liegt hinter dir, und bald landet die erste eigene Gehaltsabrechnung in deinem Briefkasten. Ein aufregender Moment, denn mit dem ersten Azubi-Gehalt beginnt für dich auch ein neues Kapitel: Du wirst selbst Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung. Bisher warst du wahrscheinlich über deine Eltern kostenfrei familienversichert. Jetzt zahlst du deinen eigenen Beitrag, und genau hier lohnt sich ein genauer Blick, bevor das Geld überhaupt auf deinem Konto landet.

Du darfst wählen, nutze es

Was viele Azubis nicht wissen: Sobald deine Ausbildung beginnt, hast du das sogenannte Sofort-Wechselrecht. Das heißt, du kannst dir innerhalb der ersten 14 Tage frei aussuchen, bei welcher Krankenkasse du versichert sein möchtest. Meldest du dich in dieser Zeit nicht aktiv bei einer neuen Kasse an, bleibst du automatisch bei der Kasse, über die du bisher familienversichert warst. Zwar tragen Ausbildungsbetrieb und du die Beiträge jeweils zur Hälfte, aber die Höhe unterscheidet sich von Kasse zu Kasse spürbar. Thomas Adolph, Geschäftsführer des Vergleichsportals gesetzlichekrankenkassen.de, bringt es auf den Punkt: „Durch die jüngsten Erhöhungen der Zusatzbeiträge auf Schnitt 2,9 Prozent bleibt spürbar weniger Netto vom Brutto übrig. Da die Beiträge direkt vom ersten verdienten Euro abgezogen werden, sollten neue Lehrlinge die Wahl ihrer Kasse nicht dem Zufall überlassen.“

Gleicher Job, unterschiedliche Abzüge?

Nimmt man die aktuelle gesetzliche Mindestausbildungsvergütung von 724 Euro brutto im ersten Lehrjahr, wird schnell klar: Der Krankenkassenbeitrag inklusive Pflegeversicherung macht schon jetzt einen ordentlichen Teil deiner Abzüge aus. Und weil die Zusatzbeiträge der einzelnen Kassen teils weit auseinanderliegen, kann der Unterschied am Ende des Monats richtig ins Gewicht fallen. Manche Kassen verlangen deutlich weniger als der Marktdurchschnitt, andere liegen spürbar darüber. Adolph vergleicht das mit einer Situation, die dir sicher bekannt vorkommt: „Genau wie bei Handytarifen: Wer vergleicht und nicht immer beim gleichen Anbieter bleibt, kann ordentlich Geld sparen.“ Er beobachtet den Krankenkassenmarkt seit über 25 Jahren und weiß, wovon er spricht.

Mehr als nur der Beitrag: Was bringt dir deine Kasse sonst noch?

Der Preis ist wichtig, aber nicht alles. Ein Blick auf die Leistungen lohnt sich genauso. Viele Krankenkassen bieten Bonusprogramme an, die genau auf junge Menschen wie dich zugeschnitten sind: Machst du bei Vorsorgeuntersuchungen mit, treibst du regelmäßig Sport oder nimmst du an Präventionskursen teil, wirst du dafür belohnt, mal mit Sachleistungen, mal mit barer Münze. Manche Kassen gehen sogar noch weiter und übernehmen einen Teil deiner Fitnessstudio-Mitgliedschaft oder bezuschussen sie.

Dein Fazit

Der Wechsel in die eigene Krankenversicherung mag auf den ersten Blick wie reine Formsache wirken. Ist er aber nicht. Ein paar Minuten Vergleichszeit können sich über die gesamte Ausbildung hinweg richtig auszahlen, und zwar jeden Monat aufs Neue.

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ZASTER Redaktion
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