Fußball-WM

Zur WM geben deutsche Fans mehr Geld aus

von Marcus Schwarze

Rollt der Ball, rollt auch der Rubel. An diesem Donnerstag startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Da geben nicht nur die Spieler, sondern auch die Fans richtig Gas. In Sachen Fan-Kultur überlassen die Deutschen nämlich nichts dem Zufall, sie statten sich vor den relevanten Spielen mit allerhand Fan-Artikeln aus.

Davon profitieren die Online-Händler. Das Internet-Auktionshaus Ebay hat in einer Studie untersucht, wie vor allem kleine und mittelständische Unternehmer mit dem Fußball-Fieber Kasse machen.

Das Unternehmen hat dafür die jeweiligen finanziellen Wachstumspotentiale aus Jahren mit und ohne Fußballgroßereignis analysiert. Die Online-Plattform verglich die April-, Mai-, Juni- und Juli-Umsätze 2014 und 2016 mit denen der Jahre 2015 und 2017. Im Jahr 2014 fand die Fußball-Weltmeisterschaft, 2016 die Europameisterschaft statt, 2015 und 2017 waren ohne Sportgroßereignis.

In der Pressemitteilung des Unternehmens heißt es: „Die Bereitschaft der Deutschen, neue Geräte und Fanartikel zu kaufen, ist dabei so hoch, dass die großen Fußballturniere zu einem echten Wirtschaftsfaktor für den Handel geworden sind.“

Mit einem Zuwachs um 64 Prozent waren Trikots die gefragtesten Artikel in den Jahren mit Fußballturnieren. Auf dem zweiten und dritten Platz rangieren Elektrogeräte wie Beamer-Leinwände mit einem Umsatz-Zuwachs von 61 Prozent und Heimkino-Beamer sowie passende Halterungen mit einem Plus von jeweils 49 Prozent. Nicht alle Fans griffen direkt zu neuen Geräten. Viele Fußball-Jünger nutzten die Turniere, um ihr Heim-Entertainment-System auf Vordermann zu bringen. Beamer-Ersatzteile und Glühlampen waren mit einem Zuwachs von 33 Prozent gefragte Ersatzprodukte. Die Umsätze bei Fernsehern stiegen um 11 Prozent.

Flagge zeigen
Die klassischen Länderfahnen, die es im Online-Auktionshaus in den unterschiedlichsten Varianten gibt, verzeichneten in den Jahren einer Fußball-Welt- oder Europameisterschaft Umsatz-Plus von rund 39 Prozent. Und weil der Deutsche es beim Fußball-Gucken eben gerne gemütlich hat, stiegen auch die Verkäufe und Umsätze von Sitzmöbeln. So verzeichneten Garnituren und Sitzgruppen ein Umsatz-Plus von 18, Bänke von 11 Prozent. Grills schließen die Liste mit einem Umsatz-Plus von 8 Prozent.

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Marcus Schwarze