Am Donnerstag letzter Woche warteten die Wirecard-Aktionär*innen sehnlichst darauf, dass die Wirecard AG ihre Bilanzen endlich offenlegte, nachdem sie dies zuvor mehrmals verschoben hatte. Es kam ganz dicke. Die Wirtschaftsprüfer, die Wirecard beauftragt hatte, um sich von den Bilanzfälschungsvorwürfen zu befreien, bestätigten die Betrugsvorwürfe: So lagen über 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten keine Nachweise vor. Schlimmer noch, wie die Vorstände der Wirecard AG am Montag einräumen mussten: Die Konten existieren „mit überwiegender Wahrscheinlichkeit“ überhaupt nicht. Und das, wo jeder an der Uni für jedes kleinste Unternehmen lernt: Keine Buchung ohne Beleg. Wirecard-Vorstand Braun ist bereits zurückgetreten, stellte sich gestern Abend der Polizei und wurde nun gegen eine Millionenkaution wieder entlassen. Die Staatsanwaltschaft und die BaFin ermitteln. Diese Betrugsskandale sorgten in der Vergangenheit für ähnlichen Wirbel: