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Was bringt dir eine Debitkarte?

von Nils Matthiesen

Immer mehr Banken bestücken ihre Kunden statt mit einer Giro- mit einer Debitkarte. ZASTER erklärt, was dir das für Vorteile bringt.

Bis vor kurzem war die Sachlage simpel: Zum Bankkonto gabs eine Girocard (ehemals EC-Karte) dazu und (meist) für eine gewisse Jahresgebühr eine Kreditkarte. Jetzt geben immer mehr Banken, vor allem die jungen Digitalbanken, sogenannte Debitkarten aus, in der Regel von Mastercard oder Visa. Warum das so ist und was es dir bringt, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist eine Debitkarte?

Bei einer Debitkarte handelt es sich um eine Zahlungskarte, bei der (genau wie bei der Girokarte) Zahlungen direkt über dein Girokonto abgewickelt werden. Aus diesem Grund werden Girokarten auch als Debitkarte bezeichnet. Bei Kreditkarten erfolgt die Abrechnung dagegen erst gesammelt zu einem späteren Zeitpunkt, beispielsweise am Monatsende.

Debitkarten unterscheiden sich durch das Logo (Visa oder Mastercard) und die Aufschrift "Debit" von Girokarten.
Debitkarten unterscheiden sich durch das Logo (Visa oder Mastercard) und die Aufschrift "Debit" von Girokarten. © Quelle: Sparkasse

Welche Vorteile haben Debit- im Vergleich zu Girokarten?

Im Groben bieten Debitkarten die gleichen Funktionen von Girokarten. Also bargeldloses Bezahlen in Geschäften sowie Geld am Automat abheben. Debitkarten können allerdings noch mehr:

  • Weltweit bezahlen: Die Akzeptanz im Ausland ist viel höher als bei der Girocard. Die Mastercard-Version wird weltweit in mehr als 240 Ländern und bei rund 36 Millionen Unternehmen akzeptiert. Bei Visa sind es 200 Länder und mehr als 70 Millionen Händler. Girokarten werden zwar ebenfalls im Ausland anerkannt, sind aber nicht so sehr verbreitet. Das gilt vor allem für Girokarten mit der Bezeichnung V-Pay, die nur in Europa zum Einsatz kommen.

  • Online bezahlen: Debitkarten funktionieren im Internet genau wie Kreditkarten. Bedeutet: Als Zahlungsmittel „Kreditkarte“ angeben, Nummer und zum Beispiel Sicherheitscode eintippen – fertig.

Welche Vorteile haben Debitkarten im Vergleich zu Kreditkarten?

  • Keine Gebühren: Die meisten Banken verlangen für Debitkarten keine Gebühren. Und falls doch, fallen diese deutlich niedriger im Vergleich zu Kreditkarte aus.

  • Kein Kredit: Könnte man auch unter Nachteile aufführen. Trotzdem: Kreditkarten können dazu verführen Geld auszugeben, was du nicht flüssig hat. Dazu kommt: Durch die monatliche Abrechnung besteht die Gefahr, die Übersicht über deine Ausgaben zu verlieren.

Welche Nachteile haben Debitkarten im Vergleich zu Kreditkarten?

  • Keine Zusatzleistungen: Mit Debitkarten kannst du nur bezahlen. Bei Kreditkarte gibt’s manchmal noch einige Extras dazu. Einige Karten enthalten Vergünstigungen wie erweiterte Garantien und Reiseversicherungen, andere belohnen das Einkaufen im Supermarkt durch Bonuspunkte.

  • Kein vollständiger Kreditkartenersatz: Denn Debit-Kreditkarten sind keine vollwertigen Kreditkarten. So akzeptieren Autovermietungen Debit-Kreditkarten nur in absoluten Ausnahmenfällen. Und auch Hotels beziehungsweise Hostels lehnen sie gerne ab. Das erkennen Sie am Zusatz „Debit“ auf der Karte, auch wenn Visa oder Mastercard draufsteht.

Fazit

Im Vergleich mit der guten, alten Girocard bietet eine Debitcard vor allem die Vorteile, online und besser im Ausland bezahlen zu können. Berechnet deine Bank also keine Extragebühren für die Debitkarte, kannst du nur profitieren. Aber auch wenn Mastercard oder Visa draufsteht: Eine echte Charge-Kreditkarte ersetzt eine Debitkarte leider nicht.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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