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Vorstellungsgespräch in der Corona-Krise

Vorstellungsgespräch per Videokonferenz – so klappt's!

von Nils Matthiesen

Immer mehr Vorstellungsgespräche finden online statt – und in diesen Tagen sowieso. Mit unseren Tipps bist du perfekt vorbereitet.

Wenn du jetzt auf der Suche nach einem neuen Job bist, kommst du um eine Sache höchstwahrscheinlich nicht herum: Ein Vorstellungsgespräch per Videokonferenz. Das senkt nicht nur das Ansteckungsrisiko, sondern auch die Reisekosten. Gleichzeitig bietet es dem Unternehmen die Möglichkeit, dich fast so gut kennenzulernen, als ob du vorbeikommen würdest. ZASTER zeigt dir, wie du dich auf so ein Videointerview perfekt vorbereitest.

Wohnzimmer statt Firmenzentrale

Die große Herausforderung bei Vorstellungsgesprächen: In der Regel musst du dich um die Technik kümmern, sprich Webcam und Mikrofon und entsprechende Programme. Damit du dich darauf vorbereiten kannst, solltest du im Vorfeld neben Datum und Uhrzeit unbedingt folgende Fragen klären:

  • Welche Videokonferenz-Software kommt zum Einsatz, etwa Zoom, Skype, Teams usw.? Mit diesen Informationen bewaffnet, kannst du vorab ausprobieren – etwa mit einem Freund/in – ob alles reibungslos funktioniert.
  • Wer wird das Interview führen? Frage nach dem Namen und der Stelle Personen, die mit dir sprechen wird. Dadurch kannst du die Person direkt mit ihrem Namen ansprechen und dich um Vorfeld über sie erkundigen.
  • Wie lange wird das Interview dauern? Du solltest wissen, wie lange das Vorstellungsgespräche ungefähr dauert. So kannst du dafür sorgen, dass du absolut ungestört bleibst.

Ansonsten bereitest du dich wie auf jedes andere Vorstellungsgespräch vor. Informiere dich im Voraus über das Unternehmen und seine Produkte sowie Dienstleistungen. Bereite Antworten auf die gängigsten Fragen vor, beispielsweise, warum du die Stelle haben willst und was dich dafür prädestiniert.

Die optimale Umgebung bei Videokonferenzen

Abhängig von der ausgeschriebenen Stelle solltest du dich passend anziehen. Kleiden dich am besten so, wie es am Arbeitsplatz angesagt ist, nur ein bisschen besser. Zudem solltest du folgende Dinge bei deinem Look vermeiden:

  • Keine großen Aufdrucke, das kommt auf dem Bildschirm schlecht. Schlecht sind auch feine Muster.
  • Besser unifarben, aber in diesem Fall kein Weiß, Schwarz oder grelle Farben wie Rot. Ganz helle oder ganz dunkle Kleidung kann die automatische Helligkeitsregelung deiner Kamera durcheinanderbringen. Empfehlenswerte sind dagegen gedeckte (etwa blau) oder Pastellfarben.
  • Wenn du normalerweise Make-up trägst, trage ein wenig mehr als sonst.

Wichtig sind auch die Umgebung und der Hintergrund.

  • Platziere dein Notebook auf eine feste Unterlage wie einen Tisch oder Schreibtisch, nicht auf dem Schoß. Ideal ist, wenn sich die Kamera auf Augenhöhe oder etwas darüber befindet.
  • Vorteilhaft ist „Licht“ im Gesicht. Sorge also für eine Lichtquelle hinter der Kamera.
  • Falls möglich, setze dich vor eine leere Wand. Ein Bild oder Fenster sind in Ordnung, falls es keine Reflektionen gibt. Auf keinen Fall darf der Hintergrund unruhig oder gar unaufgeräumt sein. In Programmen wie Zoom und Teams kannst du auch einen passenden Hintergrund einstellen, falls nötig.

Während des Vorstellungsgesprächs

  • Sorge dafür, dass du nicht gestört wirst. Also Haustiere raus und Telefon auf stumm.
  • Halte Blickkontakt mit deinem Gesprächspartner. Bedeutet: Schaue bei der Beantwortung der Fragen direkt auf die Kamera und nicht auf den Bildschirm. Dafür ist es sinnvoll, die Kamera etwa mit einem kleinen Pfeil zu markieren, damit du es währenddessen nicht vergisst.
  • Vermeide zu viele Körperbewegungen.
  • Achte auf die Übertragungsverzögerung, die rund eine halbe Sekunde beträgt. Baue kurze Pausen ein, damit dein Gesprächspartner eine Chance hat, einen Kommentar abzugeben.
  • Versuche, keine unnötigen Geräusche zu verursachen, wie Papierknistern oder mit den Fingern zu trommeln.
  • Und das Wichtigste: Sei einfach du selbst und versuche dich nicht zu verstellen. Viel Erfolg!
ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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