Investieren mit Stiftungsprinzip: Warum Gelassenheit an der Börse wieder gefragt ist

Regelmäßige Ausschüttungen statt Nervenkitzel

Ein zentraler Bestandteil der Strategie sind regelmäßige Ausschüttungen, die zweimal jährlich erfolgen sollen. Für Stiftungen sind solche planbaren Erträge essenziell, weil daraus laufende Projekte finanziert werden. Überschüsse können wiederum für größere Vorhaben zurückgelegt werden.

Doch auch Privatanleger profitieren von dieser Struktur. Gerade Menschen, die ihr Depot als Ergänzung zur Altersvorsorge oder zur Finanzierung wiederkehrender Ausgaben nutzen möchten, schätzen kalkulierbare Zahlungsströme. Der Fokus liegt damit weniger auf maximaler Rendite als auf finanzieller Planbarkeit.

Wenn Kapital gesellschaftliche Wirkung entfaltet

Wie dieses Prinzip in der Praxis funktioniert, zeigt die apoBank-Stiftung. Die 2002 gegründete Stiftung investiert selbst in den Fonds und nutzt die Erträge zur Förderung von Projekten in Bildung und Gesundheitsversorgung. Unterstützt wurden unter anderem sozialmedizinische Initiativen, Stipendienprogramme sowie Hilfsmaßnahmen nach Naturkatastrophen und in Krisengebieten – etwa nach den Erdbeben in der Türkei und Syrien oder bei Hochwasserschäden in Deutschland. Damit wird deutlich: Die Idee hinter einem Stiftungsfonds endet nicht bei der Kapitalanlage, sondern kann konkrete gesellschaftliche Wirkung entfalten.

Kosten bleiben ein wichtiger Faktor

Gerade bei defensiven Fonds spielen Gebühren eine wichtige Rolle, weil sie die laufenden Erträge direkt beeinflussen. Die R-Anteilsklasse des apo Stiftung & Ertrag liegt bei laufenden Kosten von 1,00 Prozent pro Jahr. Durch den hohen Anteil an Direktinvestments in Aktien und Anleihen sollen zusätzliche Fondskosten begrenzt werden.

Die apoBank setzt den inhaltlichen Rahmen, definiert die strategische Ausrichtung und verantwortet Investmentstrategie und Anlageberatung/Advisory. Die apoAsset übernimmt die operative Umsetzung.


Fazit: Ruhe kann an der Börse ein Vorteil sein

Nicht jeder Anleger möchte täglich auf Kursschwankungen reagieren oder auf den nächsten Börsenhype setzen. Gerade in unsicheren Marktphasen können Konzepte attraktiv sein, die auf langfristige Stabilität, breite Streuung und regelmäßige Ausschüttungen setzen. Der apo Stiftung & Ertrag orientiert sich dabei an einem Ansatz, der sich bei Stiftungen seit vielen Jahren bewährt hat: Vermögen erhalten, Risiken kontrollieren und dennoch kontinuierliche Erträge erzielen.

 

Ein Gastbeitrag von Arthur Elbin, Senior Sales Manager bei der Apo Asset Management GmbH (apoAsset).

Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.

 

Generelle Hinweise

Der apo Stiftung & Ertrag (DE000A1W9AD2) verwaltet ein Volumen in Höhe von über 130 Mio. Euro. Der empfohlene Mindestanlagehorizont beträgt 3 Jahre. Bei diesem Produkt handelt es sich um einen Fonds nach Artikel 8 SFDR. Die Risikokategorie (SRRI) beträgt 3.

Vorteile: Breites Engagement am Aktien- und Anleihenmarkt, Partizipation an einem diversifizierten Mischportfolio, Aktives Fondsmanagement, regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Fondsstruktur, Potenzial auf Wertzuwachs durch Kurssteigerungen sowie ordentliche Erträge.

Risiken: Generell birgt jede Investition das Risiko des Kapitalverlustes, Allgemeines Marktrisiko (z.B. Kurs-, Währungs- oder Liquiditätsrisiken), Unternehmensspezifische Risiken, Zinsänderungs-/Kontrahentenrisiken, Risiken im Zusammenhang mit Investmentanteilen, Risiken aus Derivateeinsatz, Risiko, dass die Anlageziele nicht erreicht werden, Währungsrisiko: Rendite kann aufgrund von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Disclaimer

Dies ist eine Marketingmitteilung. Bitte lesen Sie den Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Verbindliche Grundlage für den Kauf des Fonds sind das BIB, der jeweils gültige Verkaufsprospekt mit dem Verwaltungsreglement bzw. der Satzung, der zuletzt veröffentlichte und geprüfte Jahresbericht und der letzte veröffentlichte ungeprüfte Halbjahresbericht, die in deutscher Sprache kostenlos bei der Apo Asset Management GmbH, Tel. 0211-8632-310, vertrieb@apoasset.de (s. auch https://www.apoasset.de/fonds/unser-produktspektrum) erhältlich sind. Risiken sind dem Verkaufsprospekt zu entnehmen. Die Risikoklasse 3 beruht auf der Annahme, dass die empfohlene Haltedauer eingehalten wird. Der Risikoindikator kann einen Wert zwischen 1 und 7 haben. Die steuerliche Behandlung ist von den individuellen Verhältnissen des jeweiligen Anlegers abhängig und kann künftigen Änderungen unterworfen sein. Es handelt sich nicht um eine Kaufs- bzw. Verkaufsempfehlung. Die enthaltenen Informationen und Einschätzungen stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Sie ersetzen keine individuelle Anlageberatung. Es kann keine Zusicherung gemacht werden, dass die Anlageziele erreicht werden. Die Fonds der Apo Asset Management GmbH wurden nach deutschem Recht aufgelegt und sind in Deutschland zum Vertrieb zugelassen. Sie dürfen in den USA sowie zugunsten von US-Personen nicht öffentlich zum Kauf angeboten werden. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Verwaltungsgesellschaft kann beschließen, die Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb der Anteile ihrer Organismen für gemeinsame Anlagen getroffen hat, gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG aufzuheben. Informationen zu Anlegerrechten sind auf der Homepage der jeweiligen Verwaltungsgesellschaft (https://www.hansainvest.de/de/unternehmen/compliance/compliance-details/zusammenfassung-der-anlegerrechte) einsehbar. Stand: 12.05.2026




Der Fonds für alle, die langfristig und werteorientiert Vermögen aufbauen und erhalten möchten

 

Der Frankfurter Aktienfonds Für Stifungen Im Überblick:

• Modern Value Ansatz: Verbindung aus Value, Qualität und Wachstum
• Fokus auf Unternehmen mit strukturellem Wettbewerbsvorteil
• Antizyklisches Investieren als Kernstrategie
• Langfristiger Vermögensaufbau durch wertschaffende Serienakquisiteure
• Defensiver, vermögensverwaltender Investmentansatz
• Aktives Risikomanagement über flexible Aktienquote und Cash-Steuerung
• Konzentriertes Portfolio mit 40–50 High-Conviction-Titeln
• Strenge ESG-Kriterien (Artikel 8) und FNG-Siegel seit 2014
• Benchmark-unabhängiges Fondsmanagement
• Track Record seit 2008 mit erfahrenem Management

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Eigenheim-Traum oder Schuldenfalle? Wenn Miete den Job entscheidet, Länger leben länger arbeiten?

Eigenheim-Traum oder Schuldenfalle?

Der Traum vom eigenen Zuhause wird für viele Menschen in Deutschland immer mehr zur finanziellen Challenge: Die Finanzaufsicht BaFin warnt davor, dass sich private Immobilienkäufer mit zu hohen Krediten übernehmen könnten. Besonders brisant ist, dass im vierten Quartal 2025 bei rund jedem siebten neuen Immobilienkredit mehr Geld aufgenommen wurde, als die finanzierte Wohnung oder das Haus überhaupt wert war. Für Verbraucher kann das schnell zur Schuldenfalle werden, etwa wenn durch Krankheit, Jobverlust oder steigende Kosten die monatlichen Raten nicht mehr bezahlt werden können. Selbst ein Verkauf der Immobilie würde dann im schlimmsten Fall nicht reichen, um den Kredit vollständig abzulösen. BaFin-Präsident Mark Branson macht deshalb klar: Hochriskante Immobilienkredite sind nicht nur für Banken gefährlich, sondern vor allem für Menschen, die sich ihren Wohntraum erfüllen wollen und dabei finanziell zu nah an die Grenze gehen. (FLZ)

Wenn Miete den Job entscheidet 

Großstadt, gute Jobs, Kultur, kurze Wege, aber die Miete macht den Vibe kaputt: Laut einer PwC-Umfrage unter 4.000 Berufstätigen in zwölf deutschen Großstädten sind hohe Wohnkosten längst mehr als nur ein privates Problem. Rund 87 Prozent sagen, dass bezahlbarer Wohnraum in Metropolen fast reine Glückssache ist, und 37 Prozent haben wegen hoher Mieten bereits über einen Jobwechsel nachgedacht. Tatsächlich umgezogen sind deshalb schon zehn Prozent, bei den 18- bis 34-Jährigen sogar fast jeder Fünfte. Für Unternehmen wird das zum echten Standortproblem, denn wer Fachkräfte gewinnen will, muss nicht nur gute Jobs bieten, sondern auch eine Stadt, in der man sich das Leben noch leisten kann. (Web)

Länger leben, länger arbeiten?

Rente mit festem Enddatum könnte bald oldschool wirken: Bundesbank-Präsident Joachim Nagel fordert, das gesetzliche Rentenalter nach 2031 schrittweise an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Seine Begründung: Wenn Menschen länger leben, gerät das Rentensystem stärker unter Druck, und immer höhere Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt seien keine nachhaltige Lösung. Das geplante Altersvorsorgedepot ab 2027, mit dem Bürger stärker in ETFs für die eigene Vorsorge investieren können, hält Nagel zwar für einen wichtigen Schritt, aber nicht für eine schnelle Rettung der Rentenkasse. Für junge Menschen heißt die Debatte vor allem eins: Die Frage, wann man später in Rente geht, könnte immer stärker davon abhängen, wie lange die Gesellschaft insgesamt lebt.  (Welt)

 




Diet Coke ist jetzt Luxus, Grün investieren verliert den Hype, KI-Hype trifft Öl-Schock

Diet Coke ist jetzt Luxus

In Indien ist Diet Coke gerade nicht einfach nur ein Getränk, sondern ein Statussymbol in der Dose. Weil Lieferprobleme bei Aluminiumdosen die Regale leerer machen, wird die zuckerfreie Cola für Gen Z plötzlich zum Luxus-Flex. Bars und Veranstalter springen direkt auf den Hype auf und feiern Diet-Coke-Partys mit „Coke-tails“, Eintrittspreisen und Dosen-Verlosungen. Klingt absurd, ist aber ein perfektes Beispiel dafür, wie Gen Z, Social Media und Knappheit aus einem Alltagsprodukt plötzlich ein Must-have machen. (Fortune)

Grün investieren verliert den Hype

Nachhaltig investieren war lange der Finanz-Flex für alle, die Rendite und gutes Gewissen kombinieren wollten. Doch der grüne Hype bröckelt: Aus nachhaltigen Fonds sind weltweit 84 Milliarden Dollar abgeflossen, so viel Gegenwind gab es seit Beginn der Datenerfassung 2018 noch nie. Politischer Druck gegen ESG in den USA, Kriege, Energiekrisen und die Jagd nach höheren Renditen sorgen dafür, dass viele Anleger ihr Geld lieber woanders parken. Selbst der neue Boom bei Erneuerbaren Energien kommt weniger aus Klimabegeisterung, sondern vor allem durch teures Öl und Gas. Die Message: Grün investieren ist nicht out, aber wer nur auf das Nachhaltigkeitslabel schaut, verpasst den eigentlichen Plot. (tagesschau)

KI-Hype trifft Öl-Schock

Wall Street postet Rekorde, aber die Weltwirtschaft hat trotzdem Stress. Während US-Aktien weiter auf Allzeithochs klettern, reagieren asiatische Märkte nervös auf eine gefährliche Mischung aus Iran-Krieg, steigenden Ölpreisen und wachsender Angst vor einem KI-Bubble. Öl wird immer teurer, Tanker stecken wegen der Lage an der Straße von Hormus fest, und Analysten warnen, dass der globale Aktienboom viel zu stark an wenigen AI-Stars hängt. Heißt übersetzt: Die Börse sieht auf den ersten Blick aus wie Party, aber im Hintergrund läuft längst Krisenmodus. (AP News)

 




ChatGPT regelt das Leben, Weniger Team mehr KI, Warum Krisen random sind?

ChatGPT regelt das Leben

ChatGPT ist für Gen Z nicht mehr nur eine App, sondern fast schon ein zweites Gehirn. Während ältere Menschen die KI oft wie Google benutzen, beschreibt OpenAI-Chef Sam Altman einen klaren Generationen-Shift: Junge Erwachsene fragen ChatGPT nicht nur nach Infos, sondern nach Rat für Studium, Job, Beziehungen und große Lebensentscheidungen. Besonders Studierende nutzen die KI laut Altman wie ein persönliches Betriebssystem, mit gespeicherten Prompts, Dateien und jeder Menge Kontext aus früheren Chats. Das klingt praktisch, fast schon futuristisch, wirft aber auch eine wichtige Frage auf: Wie viel Verantwortung sollte man einer KI geben, wenn es um das eigene Leben geht? Denn so hilfreich ChatGPT sein kann, bei echten Entscheidungen bleibt eines entscheidend: selbst denken. (Fortune)

Weniger Team, mehr KI

DeepL zeigt gerade ziemlich deutlich, wie der neue Tech-Layoff-Sound klingt: weniger Team, weniger Hierarchie, mehr KI. Das deutsche Übersetzungs-Startup streicht rund 250 Jobs und damit mehr als 21 Prozent der Belegschaft, während CEO Jarek Kutylowski den Schritt als Teil eines massiven Wandels durch künstliche Intelligenz erklärt. Seine Botschaft: Unternehmen müssten jetzt kleiner, schneller und „AI-native“ werden, weil Aufgaben, für die früher ganze Teams gebraucht wurden, künftig von kleineren Gruppen oder sogar Einzelpersonen mit KI erledigt werden könnten. Genau darin sieht Business Insider einen neuen Trend im Silicon Valley: Entlassungen werden nicht mehr nur als Sparkurs verkauft, sondern als Upgrade für die KI-Ära. Kritisch bleibt die Frage, ob AI wirklich der Grund ist oder manchmal nur das perfekte Buzzword, um harte Jobcuts moderner klingen zu lassen. (Business Insider)

Warum Krisen random sind

Rezessionen kommen nicht einfach, weil ein Boom „zu lange“ gedauert hat oder die Wirtschaft irgendwann automatisch crasht. Genau mit diesem Mythos räumt der Ökonom Tyler Goodspeed auf, Chefökonom von ExxonMobil und Autor eines neuen Buches über Wirtschaftskrisen. Nach seiner Analyse von rund 400 Jahren Wirtschaftsgeschichte sind Rezessionen weniger ein vorhersehbarer Zyklus, sondern eher das Ergebnis harter, oft unerwarteter Schocks: Kriege, Energiekrisen, Ölpreissprünge, Handelsbrüche oder sogar historische Ausreißer wie Piraterie und Heuschreckenplagen. Seine Botschaft ist ziemlich unbequem: Menschen suchen gern Muster, aber die Wirtschaft funktioniert nicht wie ein Kalender mit eingebautem Crash-Termin. Für Politik und Unternehmen heißt das: weniger Glaskugel, mehr Vorbereitung. Denn die nächste Krise lässt sich vielleicht nicht exakt vorhersagen, aber man kann verhindern, dass falsche Entscheidungen sie noch schlimmer machen. (Fortune)

 




Schnapszahl

3 3 3

Willkommen zu meiner 333. Ausgabe dieser Kolumne. 333mal Börse, Wirtschaft und Investments zum Anfassen. Fast „unbe-Greiffbar“. Apropos 333, war da nicht was? Ach ja: 333 bei Issos Keilerei. Die gute alte Eselsbrücke zur Schlacht bei Issos im Jahre 333. Donald der Große, Verzeihung, Alexander der Große schlug dort die Perser, wo es heute der US-Präsident ebenfalls versucht. Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich bekanntlich. Das diese Woche in Aussicht gestellte Abkommen zwischen den Persern im Iran und dem Kriegsherrn aus den USA wirkte daher an den Börsen wie das Ende einer historischen Schlacht. Dabei fand das Scharmützel nicht auf dem Schlachtfeld, sondern auf dem Nachrichtenfeld statt. Mal droht man, mal lobt man, mal sieht man das nahende Ende. Die Meldungen ändern sich 3-mal an 3 Tagen in 3 Richtungen. Inzwischen misst man die Stimmung in „Barrel pro Tag“. Die Börsen dagegen kannten diese Woche nur eine Richtung: Auf zu neuen Hochs. Nasdaq und S&P500 in vorauseilender Freude. Dabei fuhren gerade einmal 3 Schiffe mit 3 Knoten begleitet von 3 Kriegsschiffen diese Woche durch die Straße von Hormuz. 3x3x3 wären aber deutlich besser, um das drohende Desaster bei der Inflation abzumildern.

2 2 2

Das 2 Prozent Inflationsziel der Notenbanken in den USA und Europa rückt in weite Ferne. 2 Prozent, 2 Notenbanken und 2 Sorgen: Zum einen, wie bekämpfe ich die wieder aufflammende Inflation, ohne die Zinsen zu erhöhen? Und zum anderen, wie stütze ich die Wirtschaft, ohne die Zinsen zu senken? Ein Drahtseilakt in 222 Meter Höhe. Bundesbankpräsident und möglicher Nachfolger auf dem EZB-Chefsessel Joachim Nagel warnte daher diese Woche: Zinserhöhungen seien keineswegs ausgeschlossen. 2-felhafte, 2-deutige Aussagen, um mögliche Ab-2-gungen der Notenbankpolitik schon zu adressieren. Doch auch die europäischen Aktien und allen voran der DAX fühlen sich in ihrer 2-samkeit dadurch nicht gestört und legen kräftig zu. Der STOXX Europe 600 schloss an einem Tag dieser Woche doch tatsächlich um 2,22 Prozent höher. Ein Zeichen? Wohl eher ein Fragezeichen! Aber was die 2 an der Börse und bei Notenbankern, das ist die 1 an der Spitze.

1 1 1

An der Spitze des Staates zum Beispiel. Da ist die Nummer 1 in Deutschland genau 1 Jahr im Amt und politisch etwas 1-sam geworden. Die Rede ist von Bundeskanzler Friedrich Merz. Bei einem Interview für n-tv durfte ich diese Woche Bilanz ziehen, was die deutsche Börse daraus gemacht hat. Und siehe da, wäre der Finanzmarkt der Gradmesser für seine Popularität, dann stünde es gar nicht so schlecht um den 1. Mann im Staate. 8 Prozent Plus im Dax stehen nach dem 1. Amtsjahr auf der Anzeigetafel. Ob wir dabei über Korrelationen oder Kausalitäten reden, überlasse ich gerne Ihnen. Was ich aber weiß: 1 Jahr in der Politik ist ungefähr so wie 1 Jahr an der Börse, es zählt nur 1: Wie sieht die Performance aus? Da geht hoffentlich noch mehr. Und dann noch das schönste Gerücht dieser Woche: GameStop prüft angeblich einen Kauf von Ebay. Das klingt 1-deutig 1-gebildet und 1-fältig. Ausgerechnet GameStop, das wandelnde Meme der Finanzmärkte will Ebay übernehmen. Da bleibt eigentlich nur ein würdiger Schluss für meine dieswöchige Kolumne:

3…

2…

1..

Deins!

Ihr Volker Schilling




Hat Gen Z wirklich Money Anxiety?, Ein Klick und dein Krypto ist weg, Günstig Zug fahren? Jetzt schon

Hat Gen Z wirklich Money Anxiety?

Immer mehr junge Menschen investieren heute schon, bevor sie überhaupt ihren ersten richtigen Vollzeitjob haben. Laut einem Bericht von The Guardian startet Gen Z deutlich früher mit ETFs, Aktien und Kryptowährungen als frühere Generationen. Viele junge Erwachsene sehen Investieren dabei nicht mehr als Möglichkeit, reich zu werden, sondern als eine Art finanzielle Absicherung in einer unsicheren Wirtschaft. Hohe Mieten, Inflation, teure Lebenshaltungskosten und Zweifel an klassischen Rentensystemen sorgen dafür, dass viele möglichst früh Vermögen aufbauen wollen. Besonders beliebt sind neben ETFs auch Krypto-Investments und Trading-Apps, die Investieren einfacher und zugänglicher machen als je zuvor. Experten warnen allerdings davor, dass soziale Medien und Finanz-Influencer gerade junge Anleger oft zu riskanteren Investments verleiten könnten. (The Guardian)

Ein Klick und dein Krypto ist weg

Ein falscher Klick kann reichen und plötzlich ist dein gesamtes Krypto-Vermögen weg. Genau das passiert aktuell immer häufiger, obwohl Kryptowährungen eigentlich als besonders sicher gelten. Laut einem Bericht von Fortune liegt das Problem dabei oft nicht an der Blockchain selbst, sondern am Design vieler Crypto Wallets. Die meisten Wallets basieren noch immer auf sogenannten Seed Phrases oder privaten Schlüsseln. Wer diese Daten besitzt, kontrolliert das gesamte Wallet und genau das machen sich Hacker durch Phishing-Links, Fake-Apps oder Malware zunutze. Besonders kritisch: Anders als bei Banken gibt es meist keinen Support, keine Rückerstattung und keinen „Passwort vergessen“-Button. Experten fordern deshalb neue Wallet-Systeme mit mehreren Sicherheitsstufen, Passkeys oder zusätzlicher Verifizierung, damit ein einzelner Fehler nicht sofort das komplette Vermögen zerstören kann. Für die Krypto-Branche könnte genau das zur größten Herausforderung werden, wenn digitale Währungen wirklich massentauglich werden sollen. (Fortune)

Günstig Zug fahren? Jetzt schon

Die Deutsche Bahn verkauft ihre Last-Minute-Tickets inzwischen immer erfolgreicher und erreicht damit vor allem jüngere und spontane Reisende. Über die App „DB Last Minute“ werden übrig gebliebene Sitzplätze kurz vor Abfahrt oft deutlich günstiger angeboten, teilweise schon ab rund 10 Euro. Laut Bericht der Tagesschau soll das Angebot dabei helfen, Züge besser auszulasten und gleichzeitig Menschen anzusprechen, die flexibel reisen möchten oder sich reguläre Ticketpreise oft nicht leisten können. Besonders beliebt sind die spontanen Deals bei jungen Erwachsenen, Studierenden und Wochenendtrips. Allerdings gibt es auch Einschränkungen: Die Tickets sind meist nur kurzfristig verfügbar, an bestimmte Züge gebunden und nicht unbegrenzt vorhanden. Für viele Reisende könnte das Modell trotzdem attraktiver werden, gerade in Zeiten steigender Mobilitäts- und Reisekosten. (Tagesschau)

Daniel Abadia / Unsplash




IW senkt Konjunkturprognose für 2026 deutlich, Widerrufsbutton für Online-Käufe Pflicht, ver.di weitet Telekom-Streiks aus

IW senkt Konjunkturprognose für 2026 deutlich

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat seine Wachstumsprognose für 2026 auf nur noch 0,4 Prozent korrigiert, herunter von 0,9 Prozent im Dezember – Hauptgrund der Iran-Krieg mit explodierenden Energiepreisen und gestörten Lieferketten. Verbraucher spüren dies durch anhaltend hohe Inflation bei Lebensmitteln und Energie, was den privaten Konsum weiter belastet und zu Sparmodus führt. Experten warnen vor Rezessionsrisiken und raten Haushalten, Reserven für höhere Heiz- und Spritkosten anzulegen; der Arbeitsmarkt hält sich noch, aber Investitionen bremsen. (Deutschlandfunk, ntv)

Widerrufsbutton für Online-Käufe Pflicht

Ab dem 19. Juni 2026 müssen alle Online-Shops in Deutschland einen prominenten „Widerrufsbutton“ anbieten, der Verträge per Klick rückgängig macht – Umsetzung der EU-Richtlinie 2023/2673 im neuen § 356a BGB. Dies gilt für Fernabsatzverträge wie Abos oder Käufe, wo Abschluss einfach per Button erfolgt; PDFs oder E-Mails reichen nicht mehr aus. Verbraucher gewinnen so mehr Schutz vor impulsiven Käufen, Händler müssen Websites anpassen – Bußgelder drohen bei Nichteinhaltung bis 50.000 Euro. (Shopware, eRecht24, IHK)

ver.di weitet Telekom-Streiks aus

Im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde weitet die Gewerkschaft ver.di ihre Warnstreiks am 7. Mai 2026 auf Standorte in zwölf Bundesländern aus. Damit reagiert die Arbeitnehmerseite auf die bisherige „Hinhaltetaktik“ der Deutschen Telekom und fordert mit Nachdruck ein erstes tragfähiges Angebot. Die Kernforderungen umfassen eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent für rund 60.000 Beschäftigte sowie einen zusätzlichen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder. Ziel der verstärkten Streikmaßnahmen ist es, den nötigen Druck für die am 11. und 12. Mai angesetzten Verhandlungen aufzubauen. (Leipziger Zeitung)




Netzentgelte für Strom sinken 2026 spürbar, Digitalticketing für Events birgt neue Risiken für Verbraucher, Energie Hilfen 2026: Kritik an ungleicher Verteilung

Netzentgelte für Strom sinken 2026 spürbar

Für viele Haushalte in Deutschland sinken die Netzentgelte für Strom 2026 spürbar, weil die Bundesregierung mit einem Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro für die Übertragungsnetze dafür sorgt, dass die Netznutzungskosten deutlich reduziert werden. Nach einer Stichprobe der Bundesnetzagentur bei 28 Verteilnetzbetreibern sinken die Netzentgelte für Haushaltskunden im Durchschnitt um etwa 17,2 Prozent oder rund 2 Cent pro Kilowattstunde gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht für einen typischen Haushalt mit 3.500 bis 4.000 kWh Jahresverbrauch einer Entlastung von etwa 60 bis 80 Euro pro Jahr. Für Verbraucher bedeutet dies, dass die Netznutzungsentgelte bei der Auswahl des Stromtarifs spürbar ins Gewicht fallen. Wer oft vergleicht oder den Wechsel plant, sollte sich bewusst machen, dass regionale Unterschiede bestehen und die Entlastung in einzelnen Regionen deutlicher spürbar ist als in anderen. (FAZ)

Digitalticketing für Events birgt neue Risiken für Verbraucher

Beim Kauf von Karten für Konzerte, Sportereignisse und Kulturveranstaltungen warnen Verbraucherschützer vor neuen Risiken durch rein digitale Ticketing‑Systeme. Neben unübersichtlichen Geschäftsbedingungen und versteckten Zusatzgebühren berichten Verbände von Fällen, bei denen Verbraucher nach einer echten Online‑Buchung Nachrichten mit gefälschten Zahlungsaufforderungen erhalten. Die Maschen sind oft professionell aufgemacht und nutzen beispielsweise Daten aus einer korrekten Buchung, um Vertrauen zu erzeugen und Kreditkartendaten oder Passwörter abzugreifen. Für Verbraucher heißt das, Tickets nur über offizielle Seiten des Veranstalters oder klar etablierte Ticketportale zu buchen, Zahlungsaufforderungen nie über fremde Links oder Messenger‑Kanäle zu bestätigen und sensibel zu reagieren, wenn nach einer bereits abgeschlossenen Buchung erneut Kreditkarten‑ oder Login‑Daten verlangt werden. Wer einen solchen Versuch erlebt, sollte die Bank informieren, die Karte sperren lassen und den Vorfall bei der Plattform sowie bei der Verbraucherzentrale melden. (Verbraucherzentrale Thüringen)

Energie‑Hilfen 2026: Kritik an ungleicher Verteilung

Die neuen Energie‑Entlastungen und Hilfsprogramme 2026 stoßen bei Ökonomen und Verbraucherschützern auf Kritik, weil sie Einkommens‑ und Verbrauchsgruppen unterschiedlich stark entlasten. Ökonom Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schlägt eine pauschale Energiekostenpauschale von 300 Euro vor, die direkt über die Einkommensteuer ausgezahlt wird. Laut Fratzscher profitieren bisherige Maßnahmen wie Energiesteuer‑Senkungen und Tankrabatte vor allem Autos mit hohem Benzinverbrauch und einkommensstarke Haushalte, während Geringverdiener, Rentnerinnen und Familien mit mehreren Kindern nur einen Bruchteil der Vorteile erhalten. Für Verbraucher bedeutet dies, dass viele Energiesparende, die bereits auf effiziente Wohnungen, moderne Heizungen und ÖPNV‑Nutzung setzen, kaum spüren, wie viel sie von den aktuellen Hilfsprogrammen profitieren. Zudem werden die Effekte oft nicht klar transparent dargestellt, sodass Verbraucher selbst schwer nachvollziehen können, ob sie wirklich entlastet sind. Die Diskussion verschiebt sich daher zunehmend hin zu gezielteren Sozial‑ und Klimakomponenten, um die Entlastungen gerechter zu verteilen. (Deutschlandfunk)




Über 100 % in zehn Jahren: Wie der MB Fund – Max Global den Markt mit Value-Strategie schlägt

Das Team und die Gesellschaft

Die MB Fund Advisory GmbH, gegründet im Jahr 2003 in Limburg (Hessen), agiert als Advisor für den Fonds, der bei der Hauck Aufhäuser Funds Service S.A. domiziliert ist. Das Unternehmen verwaltet derzeit über 200 Millionen Euro an Anlegergeldern in fünf Publikumsfonds und hat sich mehrfach mit Auszeichnungen wie dem Goldenen Bulle oder dem Boutiquen Award geschmückt.

Die Hauptverantwortung tragen die Geschäftsführer und Gesellschafter Markus Stillger und Thilo Müller, die seit rund 20 Jahren eng zusammenarbeiten und den Fonds seit seinem Launch 2005 erfolgreich führen. Im Februar 2026 hat Armin Stahl die Leitung an seinen Sohn Alexander übergeben, was die Kontinuität unterstreicht. Das Team ist regional verwurzelt (80% der Assets aus einem 25-km-Radius um Limburg), expandiert jedoch seit 2023 überregional.

Strategie und Philosophie

Der Fonds verfolgt einen vollständig benchmarkfreien Ansatz mit globaler Anlageausrichtung – ausgenommen Micro-Caps unter 50 Millionen Euro Marktkapitalisierung. Die Zielallokation umfasst etwa 70% Aktien, 10–15% Anleihen (primär Corporates und Wandelanleihen mit Laufzeiten von 3–7 Jahren im Buy-and-Hold-Stil), 5–10% Liquidität sowie Gold und bis zu 10% Drittfonds als Beimischung.

Die Value-Philosophie dreht sich um die zentrale Frage: „Wie sieht das Unternehmen in fünf Jahren aus?“ – mit Prognosen zu Umsatz, Gewinn, Dividenden, Bilanz und Kundenbasis. Es priorisiert günstige Bewertungen (niedrige KGV- und KBV-Werte), solide Ausschüttungspolitik und verständliche Geschäftsmodelle, um Schwankungen auszusitzen. Nachhaltigkeitsaspekte fließen ein, etwa durch Investitionen in energieeffiziente Unternehmen oder solche im Übergang von fossiler zu regenerativer Energie wie Repsol oder Eni.

Durch breite Diversifikation und aktive Titelauswahl zielt der Fonds auf die Risikokennzahlen eines klassischen 60/40-Portfolios ab, ermöglicht aber eine höhere Aktienquote von bis zu 70%.

Investmentprozess

Der Prozess ist bottom-up dominiert: Ein quantitatives Screening filtert das Universum, gefolgt von fundamentaler Analyse mit gesundem Menschenverstand. Neue Positionen starten bei 0,7% Portfoliogewicht, Nachkäufe sind bis zu zweimal möglich, Ausstiege erfolgen bei Überschreitung von 5% oder signifikanter Überbewertung. Der jährliche Umschlag liegt bewusst niedrig bei nur 20%, was auf langfristiges Halten hinweist („Wir sind Investoren, keine Trader“).

Währungen werden ungesichert gehalten (z. B. DKK, GBP, SEK, NOK, ZAR als Beimischung), Cash kann in Krisen auf bis zu 10% steigen. Das Portfolio gliedert sich wie ein Fußballteam: Defensiv (Gold, Silber, Renten, Nestlé, Roche, Investor AB, Eni, BP), offensiv (Daldrup & Söhne, 2G Energy, Naspers, Jenoptik, LPKF Laser, Nokia, Deutsche Rohstoff). Top-Down-Elemente (Themenfonds) machen maximal 10% aus.

Performance und Kennzahlen

Stand 21. April 2026 zeigt der Fonds beeindruckende Ergebnisse: YTD +11,38%, 1 Jahr +33,70%, 5 Jahre +49,61% und 10 Jahre +105,74% (annualisiert 7,48% p.a.). Die Volatilität ist moderat (1 Jahr: 7,86%; 10 Jahre: 12,71%), mit starken Sharpe-Ratios (1 Jahr: 2,46; 10 Jahre: 0,52). Er übertrifft die Vergleichsgruppe global flexibler Mischfonds und erhält 5-Sterne-Ratings von Morningstar und FWW.

Das Fondsvolumen beträgt rund 53,55 Millionen Euro, allokiert in 72,7% Aktien, 11,5% Anleihen und 7,7% Investmentfonds. Regional dominiert Deutschland (71,6%), gefolgt von Schweiz (6,3%) und Finnland (4%) – keine US-Positionen. Das Portfolio ist günstiger bewertet (KGV ~11 vs. 20 bei Peers) und stark in Mid-/Small-Caps (55,6%).

Wichtigste Positionen

Zu den Top-Holdings zählen Deutsche Rohstoff AG (6,95%), Ernst Russ AG (3,93%) und Daldrup & Söhne (3,74%). Diese Auswahl unterstreicht den Fokus auf unterbewertete, europäische Wertpapiere mit Potenzial.

Ausblick und Empfehlung

Das Management betont Kontinuität, Diversifikation und Demut – Lehren aus Krisen wie Finanzkrise, Euro-Krise oder Corona. Zukünftige Chancen sieht es in europäischen Value-Aktien und der Integration technologischer Trends wie KI, trotz Value-Hintergrund. Das Ziel: In 10 Jahren den Anteilspreis erneut verdoppeln.
Der Fonds (WKN: A0F6X1) passt zu Anlegern, die einen unabhängigen, diversifizierten Value-Ansatz in volatilen Märkten schätzen. Dies stellt keine Anlageberatung dar – berücksichtigen Sie individuelle Risiken und konsultieren Sie einen Berater.

Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.

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Tankrabatt kommt nur teilweise beim Verbraucher an, Vorsicht bei Online Check in für Flüge, Heizungsgesetz Kompromiss stärkt Mieter

Tankrabatt kommt nur teilweise beim Verbraucher an

Der seit 1. Mai geltende Tankrabatt erreicht Verbraucher an der Zapfsäule deutlich schwächer als erwartet. Während die Bundesregierung die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vorübergehend senkt und damit eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter anstrebt, zeigen erste Analysen, dass die Ölkonzerne einen großen Teil der Ersparnis einbehalten. Besonders bei Diesel sei der Preisdruck deutlich geringer als bei Benzin, was darauf hindeutet, dass die Unternehmen die staatliche Steuerentlastung nicht vollständig an die Kund:innen weitergeben. Verbraucherorganisationen raten daher, regionalen Preisvergleich zu machen und die Entwicklung an der Tankstelle im Blick zu behalten, um die tatsächliche Größenordnung der Entlastung realistisch einschätzen zu können. (Finanzen.net)

Vorsicht bei Online‑Check‑in für Flüge

Beim Online‑Check‑in für Flüge warnen Verbraucherschützer vor vermeintlichen „Hilfe‑Plattformen“, die sich an Suchergebnissen und Werbebanner verstecken. Reisende landen häufig über Suchmaschinen auf Seiten, die offiziell aussehen, in Wirklichkeit aber Drittanbieter sind, die für das Einchecken Zusatzgebühren verlangen. Teilweise werden zusätzliche Kaufoptionen oder versteckte Abos aktiviert, obwohl der Check‑in über die eigene Fluggesellschaft direkt und kostenlos möglich wäre. Verbraucher werden deshalb empfohlen, immer die offizielle Website oder App der Airline zu nutzen, sich auf die klassische kostenlose Möglichkeit zu beschränken und auf ungewöhnlich teure Zusatzangebote besonders zu achten. (Handelsblatt)

Heizungsgesetz‑Kompromiss stärkt Mieter

Union und SPD haben sich auf einen neuen Kompromiss beim Heizungsgesetz geeinigt, der die Rechte von Mieter:innen deutlich stärkt. Demnach dürfen Vermieter bei Verzögerungen bei der Umrüstung von Öl‑ und Gasheizungen nicht mehr routinemäßig kündigen, wenn die Verbraucher aus finanziellen oder praktischen Gründen die Umstellung nicht pünktlich stemmen. Stattdessen sind längere Schonfristen und Nachbesserungsmöglichkeiten vorgesehen, um die Belastung für Mieter zu verringern. Zugleich wird der gesetzliche Pfad weg von fossilen Heizungen bestätigt, was langfristig Sanierungen, Modernisierungen und möglicherweise höhere Nebenkosten impliziert. Vermieter und Hausverwaltungen werden aufgefordert, Mieter frühzeitig über geplante Maßnahmen zu informieren, sodass Verbraucher ihre Wohn- und Finanzplanung besser darauf abstimmen können. (Spiegel)




Konsumstimmung bleibt schwach, Inflation zieht wieder an, Energie wird teurer, Mehr Schutz bei Online-Käufen und digitalen Verbraucherrechten

Konsumstimmung bleibt schwach

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im April weiter eingetrübt und liegt laut HDE-Konsumbarometer auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2024. Viele Haushalte beurteilen ihre finanzielle Lage derzeit vorsichtiger und planen Ausgaben deutlich zurückhaltender als noch vor einigen Monaten. Besonders sichtbar wird das bei größeren Anschaffungen, die oft verschoben oder ganz gestrichen werden. Zwar gibt es vereinzelt Anzeichen für eine Stabilisierung einzelner Preisbereiche, doch von einer echten Entspannung im Alltag der Verbraucher kann bislang keine Rede sein. Der private Konsum bleibt damit ein Unsicherheitsfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung. (Handelsblatt Research Institute)

Inflation zieht wieder an, Energie wird teurer

Die Inflationsrate in Deutschland ist im April auf 2,9 Prozent gestiegen. Besonders deutlich schlagen die höheren Energiepreise zu Buche, ebenso wie gestiegene Kosten für Sprit und andere laufende Ausgaben des Alltags. Der Tagesspiegel berichtet, dass Haushaltsenergie und Kraftstoffe im Jahresvergleich deutlich teurer geworden sind, was sich für viele Verbraucher unmittelbar bemerkbar macht. Gerade bei Pendlern, Familien und Haushalten mit ohnehin engem Budget kommt diese Entwicklung besonders stark an, weil sie nicht nur einzelne Produkte betrifft, sondern die gesamten monatlichen Fixkosten erhöht. Damit wächst der Druck auf viele Haushaltskassen weiter. (Tagesspiegel)

Mehr Schutz bei Online-Käufen und digitalen Verbraucherrechten

2026 treten mehrere Änderungen in Kraft, die Verbraucher beim Online-Shopping besser schützen sollen. Laut Business Insider werden unter anderem Regeln für Widerruf, Kleinkredite und „Buy now, pay later“-Modelle verschärft, damit Kaufentscheidungen transparenter und Risiken besser erkennbar werden. Das ist im Alltag relevant, weil immer mehr Menschen im Netz bestellen, auf Raten zahlen oder digitale Finanzprodukte nutzen, ohne die Folgen immer genau zu überblicken. Zusätzlich sollen strengere Vorgaben gegen irreführende Werbung und Greenwashing dafür sorgen, dass Angebote klarer bewertet werden können. Für Verbraucher bedeutet das mehr Orientierung, aber auch die Notwendigkeit, sich mit den neuen Regelungen vertraut zu machen. (Business Insider)




Alphabet steigert Umsatz, US-Notenbank lässt Leitzins unverändert, Schlechte Luft in Europa

Alphabet steigert Umsatz 

Der Google-Mutter Alphabet hat ein überraschend kräftiges Wachstum der wichtigen Cloud-Sparte zu einem Quartalsergebnis über Markterwartungen verholfen. Die Cloud-Erlöse stiegen den Angaben zufolge um 63 Prozent auf rund 20 Milliarden US-Dollar. Der Konzernumsatz legte währungsbereinigt um 19 Prozent auf 109,90 Milliarden US-Dollar zu. Und der Gewinn verdoppelte sich nahezu auf 5,11 US-Dollar je Aktie. Alphabet-Aktien haben sich im vergangenen Jahr besser entwickelt als die meisten Big-Tech-Konkurrenten. (Manager Magazin)

US-Notenbank lässt Leitzins unverändert 

Angesichts von Energiekrise und Inflationssorgen lässt die US-Notenbank Federal Reserve den Leitzins unangetastet. Eine Mehrheit des Zentralbankrates stimmte dafür, den Leitzins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent beizubehalten. Zugleich richten sich alle Augen auf den möglichen Nachfolger von Noch-Fed-Chef Jerome Powell. 2025 hatte die Fed aus Sorge um den Arbeitsmarkt den Leitzins dreimal um jeweils einen Schritt (25 Basispunkte) gesenkt. Bei ihren ersten beiden Sitzungen dieses Jahres legte sie dann Pausen ein. Angesichts der unsicheren Weltlage bei zeitgleich hoher Inflation rücken Zinssenkungen in weite Ferne. (Der Tagesspiegel)

Schlechte Luft in Europa 

In Europa liegt an jeder rund fünften Messstation die gemessene Luftverschmutzung nach wie vor über den geltenden EU-Luftqualitätsrichtlinien. Zu diesem Schluss kommt die Europäische Umweltagentur EEA in einem neuen Bericht. Positiv sei allerdings, dass die Luftverschmutzung in Europa in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark gesunken sei. Doch die Belastung zum Beispiel durch bestimmten Feinstaub und gesundheitsschädliche Gase wie bodennahes Ozon sei immer noch zu hoch. Zu den analysierten 39 Staaten gehören auch die 27 EU-Mitgliedsstaaten mit Deutschland. Obwohl die Luftqualität in vielen deutschen Städten miserabel ist, wird die Feinstaubbelastung nicht erst genommen. (Spiegel Online)




Airbus-Gewinn bricht ein, Einschränkungen wegen hoher Preise, Arbeitsagenturen sind pessimistisch

Airbus-Gewinn bricht ein

Wegen stockender Jet-Auslieferungen ist der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus mit weniger Umsatz und Gewinn ins Jahr 2026 gestartet. Weil der schwache US-Dollar und ungünstige Währungsgeschäfte hinzukamen, brach der operative Gewinn vor Sondereffekten im ersten Quartal um mehr als die Hälfte auf 300 Millionen Euro ein, wie der europäische Dax-Konzern am Dienstag (28.04.2026) nach Börsenschluss mitteilte. (Manager Magazin)

Einschränkungen wegen hoher Preise

Das Leben in Deutschland hat sich wegen des Ölpreisschocks im Zuge des Irankriegs deutlich verteuert, im April 2026 könnte die Inflation weiter gestiegen sein. An diesem Mittwoch (29.04.2026) veröffentlicht das Statistische Bundesamt eine erste Berechnung dazu auf Basis vorläufiger Daten. Volkswirte halten es für möglich, dass die Teuerungsrate erstmals seit Ende 2023 wieder die Marke von drei Prozent überschritten hat. Bereits jetzt zwingen die gestiegenen Preise laut einer Forsa-Umfrage viele Menschen zum Sparen. Je höher die Inflationsrate, umso weniger können sich Verbraucherinnen und Verbraucher für einen Euro leisten. (Spiegel Online)

Arbeitsagenturen sind pessimistisch 

In Deutschland blicken die Arbeitsmarktforscher so pessimistisch auf die Beschäftigungsaussichten  in Deutschland wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr. Das IAB veröffentlicht monatlich ein Arbeitsmarktbarometer, das neben der Beschäftigung auch eine Prognose zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit abgibt und auf einer Umfrage unter allen deutschen Arbeitsagenturen zu deren Erwartungen basiert. Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag im März 2026 bei 6,4 Prozent. (Der Tagesspiegel)




Siemens-Aktie gefragt, Stellenabbau bei Aldi Süd, Wohlstand ungerecht verteilt

Siemens-Aktie gefragt

Den Dax haben stockenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Montag (27.04.2026) leicht in die Verlustzone gedrückt. Die Marke von 24000 Punkten hielt jedoch. Der Dax verlor nach anfänglichen Gewinnen letztlich 0,19 Prozent auf 24.083 Punkte und knüpfte damit an seinen Verlust aus der vergangenen Woche von etwas mehr als zwei Prozent an. Die Anteilsscheine von Siemens allerdings legten an der Dax-Spitze um 3,6 Prozent zu. Im bisherigen Jahresverlauf bedeutet das für die Aktie des Technologie-Unternehmens ein Plus von etwas mehr als 5 Prozent. (Manager Magazin)

Stellenabbau bei Aldi Süd

Bis zum Ende des kommenden Jahres (2027) will der Lebensmittelkonzern Aldi Süd mindestens 1250 Stellen abbauen. Betroffen ist demnach der Stammsitz in Mülheim an der Ruhr, insbesondere die Digitalsparte Aldi X. Dort sollen mehr als 1000 Stellen abgebaut werden. Kündigungen sind nicht geplant, die Mitarbeiter sollen freiwillig gehen und Abfindungen erhalten. Auch der internationale Einkauf ist betroffen. Aldi gehört zu den größten Lebensmittelhändlern Deutschlands und betreibt hierzulande rund 2000 Filialen. 50 000 Menschen sind bundesweit bei dem Konzern beschäftigt. (Spiegel Online)

Wohlstand ungerecht verteilt 

Laut einer Umfrage der ARD halten 81 Prozent der Deutschen den Wohlstand im Land für ungerecht verteilt. Nur 15 Prozent finden die Verteilung gerecht, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) zur Veröffentlichung der Befragung am Montag (27.04.2026) in Köln mitteilte. Besonders ausgeprägt sei dieses Ungerechtigkeitsempfinden in den ostdeutschen Bundesländern. (Der Tagesspiegel)