Food as Medicine: Die nächste Chance für Gesundheitsaktien?

Megatrend Gesundheit: Wenn Ernährung zur Therapie wird

Lange galt Ernährung in der Medizin eher als Begleitfaktor. Das ändert sich gerade. Unter dem Begriff „Food as Medicine“ (FaM) entsteht ein Markt, der Prävention, Therapie und digitale Gesundheitsangebote miteinander verbindet. Dabei geht es nicht um den nächsten Ernährungstrend oder Proteinriegel, sondern um wissenschaftlich fundierte Konzepte. Beispiele sind speziell abgestimmte Mahlzeiten für Menschen mit Diabetes, individuelle Ernährungspläne für Krebspatienten oder digitale Programme zur Begleitung von Adipositas-Therapien. Damit sollen Krankheiten früher, alltagsnäher und günstiger verhindert oder begleitet werden.

Wie Technologie unsere Ernährung personalisiert

Besonders viel Innovation kommt derzeit aus den USA. Dort verknüpfen Start-ups Ernährungsdaten mit Telemedizin, Künstlicher Intelligenz und digitaler Betreuung. Unternehmen wie Omada Health entwickeln digitale Programme zur Begleitung von Menschen mit Diabetes oder Adipositas. Glukosesensoren können zeigen, wie sich bestimmte Mahlzeiten auf den Blutzucker auswirken. Andere Anbieter kombinieren Mikrobiom-Analysen und personalisierte Empfehlungen. Noch relativ jung ist der Bereich der Nutrigenomik. Hier werden genetische Analysen mit individuellen Ernährungsstrategien verbunden. Noch fehlen einheitliche Marktdefinitionen. Allein der Markt für personalisierte Ernährung soll bis 2030 weltweit auf über 30 Milliarden US-Dollar wachsen, im Schnitt rund 14 Prozent pro Jahr (Quelle: Markets and Markets, Stand 2025). Damit entstehen neue Investment-Chancen für Anlegerinnen und Anleger.

Auch die großen Player wollen mitverdienen

Das Thema bleibt längst nicht mehr auf Start-ups beschränkt. Auch etablierte Konzerne positionieren sich verstärkt. Medizintechnik-Unternehmen wie Abbott, Dexcom oder Medtronic verbinden kontinuierliche Glukosemessung zunehmend mit digitalen Stoffwechsel- und Ernährungsdaten. Gleichzeitig bauen Lebensmittel- und Gesundheitskonzerne wie Danone aus Frankreich, Nestlé Health Science aus der Schweiz, Fresenius Kabi aus Deutschland oder Ajinomoto aus Japan ihr Angebot für medizinische und funktionelle Nahrung aus. Daneben entstehen neue Plattformmodelle. Unternehmen wie Season Health verbinden Beratung, Gesundheitsdaten und Prävention.

 Ein neuer Investment-Case für Gesundheitsinvestoren?

Food as Medicine“ gewinnt als Investmentthema zunehmend an Relevanz. Die größten Chancen liegen dabei derzeit weniger in einem eigenständigen Marktsegment als an den Schnittstellen zwischen Ernährung, Diagnostik und digitaler Gesundheitsversorgung. Unternehmen, die medizinische Erkenntnisse, digitale Technologien und individuelle Ernährungsansätze miteinander verbinden, könnten von diesem Trend besonders profitieren. Kontinuierliche Glukosemessung, KI-gestützte Ernährungsempfehlungen und telemedizinische Betreuung dürften künftig stärker miteinander verschmelzen. Der Markt ist zwar teilweise noch jung, einige Bereiche wie medizinische Spezialernährung oder Diabetes-Monitoring sind jedoch bereits etabliert. Wie bei vielen Gesundheitstrends wird sich nicht jede Idee durchsetzen. Entscheidend wird sein, welche Unternehmen medizinischen Nutzen mit tragfähigen Geschäftsmodellen verbinden. Einige der spannendsten Gesundheitsunternehmen könnten künftig nicht nur Therapien unterstützen, sondern auch dazu beitragen, dass Menschen länger gesund bleiben.

Fazit: Sollte sich die Verzahnung von Ernährung, Diagnostik und digitaler Gesundheitsversorgung weiter beschleunigen, könnte ‚Food as Medicine‘ langfristig zu einem festen Bestandteil moderner Gesundheitssysteme werden – und damit auch zu einem relevanten Baustein im Anlageuniversum von Healthcare-Investoren.

 Autor: Maxim Dimitruk, Portfoliomanager bei der Apo Asset Management GmbH (apoAsset)




Das ISF Schweiz Depot: Diese Vorteile kennen nur wenige Anleger

Lage, Lage, Lage – Erfahrene Anleger wissen: Dieser Grundsatz gilt nicht nur für Immobilien, sondern auch für Vermögen. Denn neben der Frage, was man besitzt, gewinnt eine andere Frage zunehmend an Bedeutung: Wo ist mein Vermögen eigentlich langfristig am besten aufgehoben? Über das ISF Institut Deutsch-Schweizer Finanzdienstleistungen in Frankfurt erhalten Anleger Zugang zu den Vorteilen des Schweizer Finanzplatzes – und zu Möglichkeiten, die längst nicht mehr nur Millionären vorbehalten sind.

Die Wahl des Standorts kann für Vermögen ebenso wichtig sein wie die Wahl der Anlage selbst. Genau hier setzt das ISF Schweiz Depot an. Es eröffnet deutschen Anlegern Zugang zu einem der weltweit angesehensten Finanzplätze und ermöglicht eine internationale Vermögensstruktur, die weit über die klassische Geldanlage hinausgeht.

Die Schweiz steht seit Jahrzehnten für politische Stabilität, hohe Sicherheitsstandards und einen ausgeprägten Schutz von Eigentumsrechten. Als einer der weltweit wichtigsten Standorte für Vermögensverwaltung und Edelmetalle genießt sie bei Anlegern ein hohes Vertrauen. Über das ISF Schweiz Depot können Kunden physisches Gold, Silber und auch Wertpapiere bei renommierten Schweizer Banken verwahren und von den Rahmenbedingungen eines der stabilsten Finanzplätze der Welt profitieren.

Mehr als ein Depot: Vermögen international strukturieren

Ein Schweiz Depot bietet weit mehr als einen anderen Lagerort für Gold oder Wertpapiere. Viele Anleger nutzen es bewusst als zweites Vermögensstandbein außerhalb des deutschen Bankensystems und außerhalb der Eurozone. Damit entsteht eine zusätzliche geografische Diversifikation, die gerade in wirtschaftlich und politisch unsicheren Zeiten an Bedeutung gewinnt.

Besonders interessant ist dabei die Möglichkeit, physische Edelmetalle direkt im Eigentum des Anlegers zu halten. Anders als bei vielen indirekten Goldanlagen wird das Edelmetall tatsächlich physisch eingelagert und bleibt dem jeweiligen Eigentümer eindeutig zugeordnet. Gleichzeitig profitieren Anleger von der jahrzehntelangen Erfahrung der Schweiz als einer der wichtigsten Edelmetallhandelsplätze der Welt.

Die Schweiz ist längst nicht mehr nur für Millionäre interessant

Viele Menschen verbinden ein Depot in der Schweiz noch immer mit sehr großen Vermögen. Tatsächlich hat sich der Zugang in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Über das ISF Institut ist ein Schweiz Depot bereits ab einem Gesamtanlagevolumen von 45.000 Euro möglich. Wer Vermögen schrittweise aufbauen möchte, kann sogar bereits ab 100 Euro monatlich über einen Sparplan investieren.

Damit wird eine Vermögensstrategie zugänglich, die früher vor allem vermögenden Kunden und Unternehmern vorbehalten war. Anleger erhalten die Möglichkeit, Vermögen geografisch breiter aufzustellen, physische Edelmetalle professionell verwahren zu lassen und gleichzeitig von einer individuellen Betreuung zu profitieren.

Der große Unterschied: Zugang zu mehreren Schweizer Banken

Die meisten Anleger, die sich für ein Depot in der Schweiz interessieren, wenden sich direkt an eine einzelne Bank. Dadurch erhalten sie zwangsläufig häufig nur die Produkte, Konditionen und Möglichkeiten dieses einen Instituts.

Über das ISF Institut profitieren Anleger von einem anderen Ansatz. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen renommierten Schweizer Banken und Privatbanken kann für jeden Kunden eine individuelle Lösung zusammengestellt werden. Je nach Vermögenshöhe, Anlageziel und persönlicher Situation lassen sich unterschiedliche Stärken kombinieren – von besonders günstigen Depotkonditionen über spezialisierte Edelmetalllagerung bis hin zu exklusiven Wertpapierdienstleistungen. So entsteht keine Standardlösung „von der Stange“, sondern ein individuell abgestimmtes Konzept, das zu den persönlichen Zielen und der jeweiligen Vermögenssituation passt.

Schweizer Vorteile, deutsche Betreuung

Ein weiterer Vorteil ist die persönliche Betreuung direkt in Deutschland. Bundesweit stehen erfahrene ISF Berater als Ansprechpartner zur Verfügung und begleiten Kunden von der ersten Analyse über die Depoteröffnung bis zur langfristigen Betreuung.

Der Anleger erhält damit Zugang zur Schweizer Finanzwelt, ohne auf einen festen Ansprechpartner vor Ort verzichten zu müssen. Die Anlagewünsche des Anlegers stehen dabei im Mittelpunkt – nicht die Vorgaben einer einzelnen Bank.

Fazit: Der entscheidende Vorteil ist die Auswahl

Die Schweiz überzeugt seit Jahrzehnten mit Stabilität, Sicherheit und attraktiven Rahmenbedingungen für Anleger. Der eigentliche Mehrwert des ISF Schweiz Depots liegt jedoch in der Möglichkeit, aus den Angeboten mehrerer renommierter Schweizer Banken die passende Lösung auszuwählen.

Statt sich auf die Konditionen einer einzigen Bank festlegen zu müssen, profitieren Anleger von einer individuellen Zusammenstellung des ISF Instituts, die auf ihre persönlichen Ziele und ihre Vermögenssituation abgestimmt ist. So verbindet das ISF Schweiz Depot die Stärke des Schweizer Finanzplatzes mit unabhängiger Beratung, persönlicher Betreuung in Deutschland und maßgeschneiderten Lösungen für den langfristigen Vermögensaufbau.

Zum Video




Altersvorsorge-Update: Warum sich der Einstieg in das neue Depot auch für Spätentschlossene auszahlen kann

Die Einführung des Altersvorsorgedepots Anfang 2027 markiert eine Zäsur für die private Vorsorge in Deutschland. Entgegen der weitverbreiteten Meinung richtet sich das Modell nicht nur an junge Zielgruppen. Tatsächlich kann das neue System auch für reifere Personen attraktive Anreize bieten.

Der Grund: Staatliche Zulagen und steuerliche Vorteile können einen Push für die Rendite bringen.

Fortgeschrittenes Lebensalter ist kein Hindernis für einen Neustart bei der Geldanlage“, erklärt Svenja Weith. „Selbst bei einer verbleibenden Ansparzeit von zehn bis fünfzehn Jahren erzielen Sparer allein durch die staatliche Förderung schon eine gewisse Rendite auf ihr aus eigener Tasche eingezahltes Kapital, selbst wenn die Kurse am Aktienmarkt beispielsweise nur seitwärts laufen.

Sie empfiehlt vier strategische Schritte für die Generation 50plus:

1. Kassensturz und Bestandsaufnahme

Vor jedem Neuabschluss steht eine ehrliche Analyse der vorhandenen Werte. Immobilien, Lebensversicherungen und bestehende Depots bilden das Fundament. „Ein klarer Blick auf die aktuelle Vermögensstruktur ist entscheidend, um eine Lücke zum gewünschten Lebensstandard im Alter zu identifizieren“, so Weith. Das neue Depot dient hierbei als wichtiger Baustein, um brachliegendes Kapital durch Zulagen zu aktivieren.

2. Ziele konkretisieren: Mehr als nur die eigene Rente

Finanzplanung im mittleren Alter ist oft ein Projekt, das verschiedene Aspekte einbezieht. Neben der eigenen Absicherung spielen Ziele wie die Ausbildung der Kinder, der Führerschein für das Patenkind oder der ersehnte Alterswohnsitz eine zentrale Rolle. Jedes dieser Vorhaben benötigt Geld zu einem anderen Zeitpunkt. Das Altersvorsorge-Depot ist darauf ausgelegt, nach Möglichekeit langfristig zu wachsen. Spontane Wünsche sollten über anderweitige Rücklagen abgedeckt bleiben, die sofort verfügbar sind. Diese klare Trennung hilft, das Vorsorgekapital nicht vorzeitig angreifen zu müssen.

3. Chancen und Risiken gut austarieren

Ein kürzerer Zeitraum bis zur Rente erfordert eine andere Strategie als bei Berufsstartern. „Niemand sollte auf der Zielgeraden seines Erwerbslebens alles auf eine Karte setzen“, betont Svenja Weith. Der Gesetzentwurf sieht neben reinen Aktien-Depots auch Garantieprodukte vor, die den Erhalt der Beiträge zu 80 oder 100 Prozent sichern. Zudem erlaubt das neue Modell, innerhalb des Depots steuerfrei in defensivere Anlagen wie Staatsanleihen umzuschichten, je näher der Auszahlungszeitpunkt rückt.

4. Den Ausstieg rechtzeitig planen

Vermögensaufbau ist nur die halbe Miete; die geplante Entnahme entscheidet über die Lebensqualität im Ruhestand. „Finanzielle Freiheit bedeutet, zum richtigen Zeitpunkt flüssig zu sein, ohne bei einem Börsentief verkaufen zu müssen“, erläutert Weith. Durch Verzicht auf die Abgeltungsteuer bei Umschichtungen innerhalb des Altersvorsorgedepots können Anleger ihr Portfolio schrittweise wetterfest machen, sobald der Ruhestand in greifbare Nähe rückt.

Keine Förderung verschenken

Nichtstun bleibt trotz der kürzeren Restlaufzeit die riskanteste Option. Zehn Jahre Zinseszins können in Kombination mit den staatlichen Zulagen oft einen Unterschied von meheren Tausend Euro im Depot aus.

Ein Beispiel: Ab 2027 zahlt ein 55-jähriger Sparer monatlich 150 Euro ein. Zusammen mit der vollen Grundzulage fließen so jährlich 2.340 Euro in sein Depot. Bei einer mittleren jährlichen Rendite von sechs Prozent wächst sein Polster in nur einem Jahrzehnt auf über 32.000 Euro an.

Gut zu wissen: Auch wenn zum Start des neuen geförderten Vorsorgesystems mit einem massiven Ansturm auf die Depoteröffnungen zu rechnen ist, besteht kein Anlass zur Sorge, die Förderung vielleicht zu verpassen, wenn man nicht direkt bereits im Januar 2027 aktiv wird. Auch wer zum Beispiel erst im Herbst eine Einmaleinzahlung der maximal förderfähigen Summe vornimmt, bekommt die volle Zulage fürs komplette Jahr. Die wird nämlich rückwirkend fürs Vorjahr beantragt. Sie kann sogar noch 2029 für das Jahr
2027 beantragt werden.

Weitere Informationen zur Altersvorsorge bei der Consorsbank finden sich hier.

Hinweis: diese Pressemitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.

Die Consorsbank ist Pionier des Direktbankings in Deutschland und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung. Sie ist eine der führenden digitalen Vollbanken und verlässlicher Partner fürs tägliche Banking und den langfristigen Vermögensaufbau. Mit einem breiten Angebot an Investment-, Spar- und Finanzierungslösungen, Konten und Karten sowie smarten Tools und Finanzwissen richtet sie sich an selbstbestimmte Anleger, die ihre finanzielle Zukunft aktiv gestalten. Sie ist Teil der BNP Paribas Gruppe. www.consorsbank.de

BNP Paribas ist ein führender Anbieter von Bank- und Finanzdienstleistungen in Europa. Das Unternehmen ist in 64 Ländern tätig und beschäftigt mehr als 180.000 Mitarbeitende, davon mehr als 146.000 in Europa. Die BNP Paribas Gruppe ist seit 1947 in Deutschland aktiv und hat sich mit einem breiten Serviceangebot aus vernetzten Geschäftseinheiten erfolgreich am Markt etabliert. Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Kunden werden von rund 6.000 Mitarbeitenden bundesweit in allen wichtigen Wirtschaftsregionen betreut. Das umfassende Produkt- und Dienstleistungsangebot entspricht dem einer modernen, innovativen Universalbank. www.bnpparibas.de




Asset Manager in Freiburg: wie es wirklich ist

Hast du schon mal versucht, einen Text in einer Fremdsprache zu lesen, von der du kein Wort verstehst? Wahrscheinlich nicht, aber genau so fühlte es sich an, als ich das erste Mal ein Verkaufsprospekt in der Hand hatte. Eine meistens mehr als 100 Seiten lange, sehr ausführliche Auskunft über jedes noch so kleine Detail eines Fonds inklusive aller Risiken etc.
Das Durchlesen fällt einem alles andere als leicht. Aber wenn du detailliert in einen Fonds eintauchen möchtest, ist das Verkaufsprospekt trotzdem der Ort, wo du nachschauen solltest.

Mein Name ist Luis und ich habe die Ehre, sechs wertvolle Wochen meines Lebens bei einem Asset Manager in Freiburg noch wertvoller zu machen. Um genauer zu sein: bei der Greiff Capital Management AG, einem unabhängigen, inhabergeführten Boutique-Asset-Manager mit rund 2 Mrd. Euro verwaltetem Vermögen. Letztes Jahr habe ich mein Abitur absolviert, und ein halbes Jahr später war es mein Wunsch, neben dem persönlichen Interesse an Finanzmärkten und dem Investieren auch ein Praktikum noch vor dem Studium in diesem Gebiet zu absolvieren. Volker Schilling, Mitgründer von Greiff, Portfoliomanager mit über 30 Jahren Erfahrung und gefragter n-tv-Experte, sowie Andrea Saaman, die als Office Managerin den Laden zusammenhält und für Personal und Buchhaltung verantwortlich ist, ermöglichten mir genau das.

Eine Aufgabe, an die ich mich die nächsten Jahre auf jeden Fall erinnern werde, ist die Vorbereitung einer Präsentation für das Marketing-Team und den Vorstand Volker. Und das nicht nur wegen des aktuellen Inhalts (der auch für dich relevant sein wird!), sondern auch wegen des Zeitdrucks und der Vorbereitung. Das neue, ab 2027 geltende Altersvorsorgedepot (AVD) war die inhaltliche Vorgabe. Der Rest wurde meiner Kreativität überlassen. Ich hatte vier Tage. Ich habe umfangreich recherchiert, bis die Zeit schneller verging als ich vorankam. Der Abend davor ließ sich gut mit den drei Wörtern „üben, üben, üben“ zusammenfassen, während die Stunden am Morgen danach ebenso voll ausgekostet wurden.

Das Meeting selbst war deutlich entspannter als erwartet. Es war eher eine gemeinsame Diskussion, wobei ich natürlich trotzdem die Präsentation gehalten habe. Kurz zusammengefasst ging es um die Schwachstellen des deutschen Rentensystems und um die Entlastung der staatlichen und betrieblichen Altersvorsorge durch eine innovative, staatlich geförderte private Vorsorge am Kapitalmarkt. Wer heute jung ist, wird mit der gesetzlichen Rente nicht weit kommen und das AVD soll genau diese Lücke schließen. Die Präsentation diente als Basis, um alle Teammitglieder auf den gleichen Stand zu bringen, da das Thema, im Asset Management, in den nächsten Jahren zunehmend an Relevanz gewinnen wird.

Im Zuge meiner Zeit bei Greiff habe ich realisiert, dass Asset Management deutlich mehr ist als „Geld investieren“. Hinter jedem Fonds steht eine Idee, die Regulatorik, eine KVG-Struktur, der Vertrieb, das Risikomanagement, Research und natürlich die Kommunikation mit den Investoren. Jeder dieser Bereiche ist eine eigene Welt und sie greifen alle ineinander.

Der Alltag bei Greiff sah so aus: Morgens bin ich mit einer schnellen Zugverbindung zum Büro gefahren. Am Nachmittag davor habe ich mir die Aufgaben für den folgenden Tag schon notiert, welche dann schon darauf warten, durchgestrichen zu werden. Zwischen Einblicken in den Handel und Einsicht in Software wie Bloomberg haben die Aufgaben deutlich variiert und reichen von Recherche zu Gesetzeslagen, über Datenpflege in Customer-Relationship-Management-Systemen wie HubSpot, bis zu Wettbewerbsanalysen für das Marketing-Team und allgemeiner Unterstützung im Tagesgeschäft. Vergessen fühlt man sich hier nie. Im Gegenteil. Oft wurde ich auch bei kleineren Anliegen meiner Kollegen und Kolleginnen angesprochen, und auch sie waren jederzeit bereit, bei Unklarheiten ausführlich Auskunft zu geben.

Nicht selten kam der Chef auch persönlich auf mich zu. Mal habe ich einen Artikel kritisch gegengelesen, um Feedback zu geben, mal bereitete ich Präsentationsunterlagen vor, auf deren Basis er später mit Partnern gesprochen hat.

Die Lernkurve ist real, und ich bin überzeugt: Ich habe viel über Tatsachen und gelebten Alltäglichkeiten im Universum des aktiven Portfoliomanagements gelernt. Mehr als ich es mit bloßer Theorie getan hätte – und bin, in Anbetracht dessen, dass dies mein erstes richtiges Praktikum ist, definitiv für das nächste gewappnet.

Es war eine interessante Zeit und ich kann nur empfehlen: sammelt Erfahrung.

Interessen und Motivation entstehen nicht einfach so. Sie entstehen durch Experimentieren und Ausprobieren. Informationsbasiertes Wissen und erfahrungsbasiertes Wissen, sind zwei verschiedenen Sachen.

Und wenn man weiß, wo die Interessen liegen, dann geht es darum: zu tun, worin man gut ist – und zu lieben, was man tut.

Luis Wyneken




Durchs wilde Absurdistan

Warsheinlichkeiten

Kevin Warsh, der neue US-Notenbankchef, stand diese Woche im Mittelpunkt der Finanzmärkte. Im Vorfeld wurde gerätselt, wie hoch die Warsheinlichkeit ist, dass die Zinsen doch bald steigen könnten. Und siehe da, die Notenbank lässt die Zinsen unverändert, signalisiert aber, dass Zinserhöhungen noch in diesem Jahr kommen könnten. Damit ist die Zinssenkungsphantasie, wie Trump sie gerne hätte, erst einmal vom Tisch. Die Börsen reagierten mit einem warsh out und gaben erst einmal deutlich nach. Doch das ist schon wieder Schnee von gestern, denn die Erleichterungsrally durch den nahenden Iran-Deal feuerte die Märkte zum Ende der Woche wieder an. Warsh steckt in einer echten Zwickmühle. Die US-Inflation liegt mit 4,2 % weiterhin viel zu hoch und gleichzeitig läuft die Wirtschaft weiterhin erstaunlich rund. Kommt er Trumps Forderungen nach Zinssenkungen nach, so ist das ungefähr wie ein Grillfest in der Feuerwerksfabrik abzuhalten. Warsh verlegte sich daher in seiner ersten Pressekonferenz auf Nebenkriegsschauplätze: Er kündigt eine umfassende Reform an, um die Kommunikation, die Prognoseverfahren und die Inflationsstrategie der Notenbank zu prüfen. Kevin Warsh hat die klassische Forward Guidance praktisch abgeschafft und durch die Forwarsh Guessance ersetzt. Früher sagte die Fed, wohin die Reise geht. Heute darf der Markt raten, was die Notenbank vorhat. Damit werden wir nicht so viel Spaß haben wie hiermit:

Musk Haves

Es gibt erfolgreiche Börsengänge. Es gibt erfolgreichere Börsengänge. Und es gibt SpaceX. To the Mars lautete auch das Motto für die Kursentwicklung der ersten Handelstage. Die Neuemission hat sich zum Musk Have für Anleger entwickelt und bald springen alle Indexfonds auf den Raketenstart mit auf. Münchhausen auf seiner Kanonenkugel ist ein müder Rohrkrepierer gegen den Weltraumbaron aus Amerika. Elon Musk hat die Gunst der Stunde diese Woche sofort genutzt und greift mit SpaceX nach der Firma Cursor. Der Kaufpreis von 60 Mrd. US-Dollar bewegt sich in Regionen, die selbst gestandene Raumfahrer bisher noch nicht erreicht haben. Das Bemerkenswerte daran ist aber weniger der Deal an sich, sondern die Währung mit der Elon Musk bezahlt. Es geht nicht um eine Cash-Offerte, sondern um einen Aktientausch. Musk nutzt den „exorbitalen“ Kurs seines Unternehmens, um sich sein eigenes Musk Have einzuverleiben. Und genau deshalb ist SpaceX viel mehr als nur ein Börsengang. Es ist die Blaupause für die nächste IPO-Welle. OpenAI, Anthropic und andere KI-Schwergewichte stehen bereits auf der Startrampe und warten auf den Countdown.

Trumphal

Donald Trump wurde in dieser Woche 80 Jahre alt. Andere Menschen feiern diesen Geburtstag mit Kaffee und Kuchen, einem Fotoalbum oder der Frage, ob die Enkel am Wochenende vorbeikommen. Trump feierte diese Woche mit einem Käfigkampf vor dem Weißen Haus, einem G7-Gipfel und einem Fußballtrikot von Friedrich Merz. Man muss ihm eines lassen: Selbst seine Geburtstage wirken wie eine Reality-Show. Aus dem altbackenen Geschenkkorb wird ein Kampfkäfig, aus dem Geburtstagsständchen eine Standing Ovation der G6-Staaten und aus dem Trikot ein Trickot, um den alten Mann aus dem Weißen Haus zum Teamplayer zu machen. Trumphal stolzierte der friedenstiftende Käfigkampfverehrer auf dem Gipfel umher, während sich die übrigen Staats- und Regierungschefs mit Wirtschaft, Sicherheit und Handel beschäftigten. Und vielleicht liegt genau darin das Geheimnis seines politischen Erfolgs: Er sieht sich als die ultimative Trumpfkarte aller Probleme und fordert dafür maximale Anerkennung. Oder um die Woche dieser drei Männer auf den Punkt zu bringen: Kevin Warsh versucht die Inflation zu kontrollieren. Elon Musk versucht den Weltraum zu erobern. Und Donald Trump fordert Tribut statt Trikot. Karl May hätte seine Freude mit Old Firehand Trump, Old Shatterhand Musk und Old Surehand Warsh. Der Buchtitel: Durchs wilde Absurdistan.

Ihr Volker Schilling




Anlagegold in der Praxis: Worauf es beim Einstieg wirklich ankommt

Warum Gold kein Renditetreiber, aber ein Stabilitätsanker ist

Gold zahlt keine Zinsen, keine Dividenden. Wer das erwartet, ist bei Aktien oder Anleihen besser aufgehoben. Der eigentliche Mehrwert von physischem Anlagegold liegt woanders: Es ist ein Sachwert, der unabhängig von Bankensystemen existiert und dessen Angebot nicht beliebig ausgeweitet werden kann. Zentralbanken weltweit stocken ihre Goldreserven seit 2022 in einem historischen Ausmaß auf – ein Hinweis darauf, wie ernst das institutionelle Interesse an dem Metall genommen wird.
Für Privatanleger gilt: Gold eignet sich als langfristiger Portfoliobaustein, nicht als kurzfristiger Spekulationswert.

Münzen oder Barren – was passt besser?

Die erste Entscheidung beim Einstieg ist die Wahl der Form. Klassische Anlagemünzen wie der Krügerrand, der Wiener Philharmoniker oder der Maple Leaf sind weltweit anerkannt und haben dadurch besonders gute Wiederverkaufseigenschaften. Barren bieten dagegen einen etwas niedrigeren Aufschlag auf den Goldpreis, weil ihre Herstellung günstiger ist als das Prägen aufwendiger Münzmotive.

Eine sinnvolle Faustregel für Einsteiger: Kleinere Einheiten kosten pro Gramm deutlich mehr als größere. Ein Ein-Gramm-Barren hat prozentual einen wesentlich höheren Händleraufschlag als ein Zehn- oder Fünfzig-Gramm-Barren. Wer flexibel bleiben und später in Teilen verkaufen möchte, greift eher zu Münzen. Wer Kosten minimieren will, kauft größere Einheiten.

Den aktuellen Goldpreis im Blick behalten

Der Goldpreis schwankt täglich – manchmal erheblich. Wer einsteigen möchte, sollte sich nicht von einzelnen Tagesbewegungen treiben lassen, aber einen groben Überblick über die aktuelle Marktlage haben. Ein Blick auf den aktuellen Goldpreis zeigt, ob der Kurs gerade im Vergleich zu den vergangenen Wochen eher hoch oder niedrig steht – und hilft dabei, den Einstieg bewusster zu gestalten.

Timing ist beim physischen Gold weniger entscheidend als bei Aktien, weil Anlagegold typischerweise mit einem langen Zeithorizont gehalten wird. Wer zehn oder fünfzehn Jahre plant, für den sind kurzfristige Kursbewegungen weitgehend irrelevant.

Steuer und Lagerung: Zwei Punkte, die Einsteiger unterschätzen

In Deutschland gilt: Gewinne aus dem Verkauf von physischem Anlagegold sind nach einer Haltefrist von mindestens einem Jahr vollständig steuerfrei. Das ist ein konkreter Vorteil gegenüber anderen Anlageformen, bei denen Abgeltungsteuer anfällt. Beim Kauf kommt hinzu: Anlagemünzen und -barren mit einem Goldgehalt von mindestens 90 Prozent sind in der EU mehrwertsteuerbefreit.

Die Lagerung ist ein Punkt, den viele Einsteiger unterschätzen. Ein privater Tresor oder ein Bankschließfach sind die gängigsten Optionen – mit unterschiedlichen Kosten und Zugänglichkeiten. Wer größere Mengen hält, sollte Lagerkosten fest in die Kalkulation einbeziehen. Kaufen sollte man ausschließlich bei zertifizierten Händlern: Angebote deutlich unterhalb des Marktpreises sind ein verlässliches Warnsignal.

Fazit

Physisches Anlagegold ist kein Weg zum schnellen Reichtum – aber ein bewährter Weg, Kaufkraft langfristig zu erhalten. Wer mit klaren Erwartungen einsteigt, die steuerlichen Vorteile versteht und die Lagerung von Anfang an mitdenkt, findet in Gold einen soliden Baustein für ein breit aufgestelltes Portfolio. Der Einstieg ist zugänglicher als viele denken – vorausgesetzt, man kauft beim richtigen Anbieder und hält langfristig.

Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.




Die große Neubewertung der Finanzwerte

Seit Jahren suchen Anleger nach den nächsten großen Gewinnern der Zukunft. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf künstliche Intelligenz, Raumfahrt, Robotik oder Quantencomputer. Doch während viele Technologieaktien inzwischen mit Vorschusslorbeeren und Höchstbewertungen gehandelt werden, findet sich einer der interessantesten Chancenbereiche ausgerechnet dort, wo die wenigsten suchen: bei Finanzwerten.

Banken, Versicherungen und Rückversicherer gehören heute zu den am günstigsten bewerteten Sektoren der Weltbörsen. Gleichzeitig verfügen sie über starke Bilanzen, hohe Kapitalquoten, attraktive Dividenden und milliardenschwere Aktienrückkaufprogramme. Dennoch werden viele Unternehmen noch immer so bewertet, als hätten sie die Folgen der Finanzkrise von 2008 nie vollständig überwunden.

Genau darin könnte die Chance liegen.

Die Finanzkrise ist vorbei. Die Bewertung nicht.

Kaum ein Sektor wurde in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten so kritisch betrachtet wie Finanzwerte. Die Finanzkrise hat tiefe Spuren im Anlegergedächtnis hinterlassen. Banken galten als hochverschuldet, regulatorisch eingeschränkt und strukturell unprofitabel. Versicherer litten unter Nullzinsen und geringen Kapitalerträgen.

Doch die Realität des Jahres 2026 sieht völlig anders aus.

Die Kapitalausstattung vieler Banken ist heute stärker als jemals zuvor. Die Eigenkapitalrenditen haben sich deutlich verbessert. Versicherer und Rückversicherer profitieren von einem deutlich attraktiveren Zinsumfeld. Gleichzeitig sorgen Digitalisierung, Effizienzprogramme und eine konsequente Kapitalallokation für steigende Profitabilität.

Trotzdem notieren viele Finanzwerte weiterhin mit Bewertungskennzahlen, die deutlich unter denen des Gesamtmarktes liegen. Während zahlreiche Technologieunternehmen mit hohen Zukunftserwartungen gehandelt werden, erhalten Anleger bei Finanzwerten bereits heute solide Gewinne, attraktive Ausschüttungen und oftmals einstellige oder niedrige zweistellige Gewinnmultiplikatoren.

Der nächste Katalysator: Die größte IPO-Welle seit Jahrzehnten

Doch günstige Bewertungen allein reichen selten aus, um eine Neubewertung auszulösen. Dafür braucht es einen Katalysator. Und genau dieser könnte bereits vor der Tür stehen.

Mit Unternehmen wie SpaceX, OpenAI, Anthropic, Databricks, Stripe, Revolut oder Canva wartet eine außergewöhnlich gut gefüllte Pipeline möglicher Börsengänge auf ihren Einsatz. Einige dieser Unternehmen könnten zu den größten und spektakulärsten Börsengängen der Kapitalmarktgeschichte gehören. Für die meisten Anleger steht dabei die Frage im Mittelpunkt, welche dieser Unternehmen langfristig die größten Gewinner sein werden.

Für Finanzwerte stellt sich eine andere Frage:

Wer verdient an jedem einzelnen Börsengang – unabhängig davon, welche Aktie später steigt oder fällt?

Jeder IPO erzeugt Beratungsmandate, Platzierungsprovisionen, Handelsumsätze, Derivategeschäfte, Research-Aufträge und oftmals weitere Kapitalmaßnahmen. Für Investmentbanken beginnt der Gewinn nicht nach dem Börsengang, sondern bereits davor. Eine lebhafte Emissions- und Kapitalmarktaktivität wirkt dabei wie ein Konjunkturprogramm für große Finanzhäuser. Die kommende IPO-Welle könnte deshalb genau jener Katalysator sein, der den Finanzsektor nach Jahren relativer Vernachlässigung wieder stärker in den Fokus der Anleger rückt. Wer sind die größten Profiteure?

Goldman Sachs – der Taktgeber der Kapitalmärkte

Wenn die Kapitalmärkte heiß laufen, gehört Goldman Sachs regelmäßig zu den ersten Profiteuren. Kaum ein Haus ist stärker mit dem globalen Investmentbanking verbunden. Ob Börsengänge, Fusionen, Übernahmen oder Kapitalerhöhungen, Goldman Sachs sitzt häufig dort am Tisch, wo die großen Transaktionen entstehen. Die eigentliche Stärke des Hauses liegt dabei nicht nur in einzelnen IPOs, sondern in der gesamten Wertschöpfungskette des Kapitalmarktes. Je höher die Aktivität von Unternehmen und Investoren, desto größer wird das Ertragspotenzial. Goldman Sachs ist damit weniger eine Wette auf einzelne Börsengänge als vielmehr auf einen insgesamt dynamischeren Kapitalmarktzyklus.

Morgan Stanley – die Vermögensmaschine hinter dem Börsenboom

Morgan Stanley profitiert auf andere Weise. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Vermögensverwalter der Welt entwickelt. Dadurch hängt der Erfolg nicht allein von Transaktionsgebühren oder Börsengängen ab, sondern zunehmend vom langfristigen Wachstum der globalen Vermögen. Steigende Aktienkurse, höhere Kundenvermögen und eine lebhafte Kapitalmarktaktivität führen unmittelbar zu steigenden Erträgen. Gleichzeitig gehört Morgan Stanley weiterhin zu den führenden Adressen für Börsengänge und Unternehmensfinanzierungen. Damit verbindet das Unternehmen zwei besonders attraktive Trends: die Wiederbelebung des IPO-Marktes und den langfristigen Vermögensaufbau an den Kapitalmärkten. Während Goldman Sachs vor allem vom Geschehen auf dem Spielfeld profitiert, verdient Morgan Stanley zusätzlich an den stetig wachsenden Zuschauertribünen.

Swiss Re – Qualität zum Abschlag

Besonders spannend erscheint jedoch ein Bereich, den viele Anleger oft übersehen: die Rückversicherer. Swiss Re verbindet hohe Kapitalstärke, attraktive Ausschüttungen und starke Eigenkapitalrenditen mit einer Bewertung, die noch immer erstaunlich moderat ausfällt. Dabei profitieren Rückversicherer von Entwicklungen, die langfristig eher zu- als abnehmen dürften:

  • Cyberrisiken
  • Naturkatastrophen
  • geopolitische Spannungen
  • technologische Risiken
  • zunehmende Komplexität globaler Lieferketten

Je unsicherer die Welt wird, desto wertvoller wird die Fähigkeit, Risiken zu übernehmen und zu bepreisen.

Munich Re – das Geschäftsmodell der Unsicherheit

Ähnlich überzeugend präsentiert sich Munich Re. Das Unternehmen verfügt über eine außergewöhnliche Marktstellung, hohe Eintrittsbarrieren und eine starke Preissetzungsmacht. Gleichzeitig steigen weltweit die Risiken, die versichert werden müssen. Während viele Geschäftsmodelle unter Unsicherheit leiden, verdient Munich Re gerade an ihrer Zunahme. In einer Welt voller geopolitischer Spannungen, Cyberangriffe, Klimarisiken und technologischer Umbrüche könnte dies zu einem strukturellen Wachstumstreiber werden.

Fazit

Die spannendsten Investments entstehen häufig dort, wo Wahrnehmung und Realität auseinanderlaufen. Bei Finanzwerten könnte genau das derzeit der Fall sein. Die Branche ist heute profitabler, stabiler und kapitalstärker als noch vor zehn oder fünfzehn Jahren. Dennoch spiegeln viele Bewertungen weiterhin das Misstrauen der Vergangenheit wider.

Sollte die erwartete IPO-Welle tatsächlich Fahrt aufnehmen und die Kapitalmarktaktivität spürbar anziehen, könnte dies zum Auslöser einer längst überfälligen Neubewertung werden.

Während Anleger nach dem nächsten Börsenstar suchen, lohnt sich vielleicht ein Blick auf jene Unternehmen, die an jedem neuen Börsenstar verdienen.

UnternehmenKGV 2026eKBVDividendenrenditeEigenkapitalrendite (ROE)
Goldman Sachsca. 14–16ca. 1,5–1,8ca. 2,5 %ca. 13–15 %
Morgan Stanleyca. 15–17ca. 2,0–2,4ca. 3,0 %ca. 14–16 %
Swiss Reca. 9–11ca. 1,1–1,3ca. 4,5–5,5 %ca. 18–20 %
Munich Reca. 11–13ca. 2,0–2,3ca. 3,5–4,0 %ca. 18–20 %

KennzahlS&P 500Goldman SachsMorgan StanleySwiss ReMunich Re
KGVca.25–2714–1615–179–1111–13
Dividendenrenditeca. 1,3 %ca. 2,5 %ca. 3,0 %ca. 5,0 %ca. 3,8 %
Aktienrückkäufemittelhochhochhochhoch




Wie das Altersvorsorgedepot ab 2027 zur Chance gegen die Rentenlücke werden kann

Nürnberg, 20. Mai 2026. Wer gerade erst im Job durchstartet, denkt meist lieber an die nächste Urlaubsreise als an den Ruhestand. Doch wer die Vorsorge aufschiebt, setzt den
größten Trumpf aufs Spiel: die Zeit. Svenja Weith, Head of Brokerage bei der Consorsbank, erklärt, warum das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 die Karten neu mischt und wie der Einstieg ohne Stress gelingen kann.

Bisher war private Altersvorsorge in Deutschland oft eine zähe Angelegenheit. Viele Produkte setzten auf maximale Sicherheit und starre Garantien. Allerdings fraßen die Inflation oder hohe Gebühren oftmals das Ersparte schneller auf, als es wachsen konnte. Ab 2027 soll das neue Altersvorsorgedepot der Bundesregierung das ändern. Doch die eigentliche Nachricht hinter der Reform ist eine andere: Der Staat erkennt damit offiziell an, dass Rendite ohne den Aktienmarkt kaum noch möglich ist.

„Das neue Depot-Modell ist im Kern eine Bestätigung für Strategien, die wir bei der Consorsbank schon lange begleiten. Sparer können endlich die Chancen der Börse nutzen und dabei von staatlicher Förderung profitieren“, erklärt Svenja Weith. Bisher mussten sich Anleger zwischen flexiblen, aber ungeförderten ETF-Depots und starren, geförderten Versicherungsprodukten entscheiden. Mit dem neuen Modell gibt es jetzt auch fürs flexible Sparen staatlichen Rückenwind. Es gilt lediglich die Maxime: Vergangene Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Wertentwicklungen. „Da das Gesetz aber erst 2027 in Kraft tritt, gilt: Den Vorsprung sichert man sich heute. Wer bereits jetzt ein normales Depot eröffnet und mit dem Wertpapiersparen beginnt, kann schon von den Renditechancen an den Kapitalmärkten profitieren und dann später flexibel in das geförderte Modell wechseln oder umschichten.“ Um diesen Übergang optimal vorzubereiten, hat Svenja Weith vier Tipps zusammengestellt:

Um diesen Übergang optimal vorzubereiten, hat Svenja Weith vier Tipps zusammengestellt:

1. Einfach anfangen: Der Espresso-Effekt

Man muss kein Millionär sein, um zu investieren. Wer den Gegenwert eines Coffee-to-go täglich in sein Depot steckt, kann auch mit kleinen Beträgen mit der Zeit zu einem größeren Vermögen gelangen. „Es geht nicht darum, sofort Hunderte Euro beiseitezulegen. Regelmäßigkeit toppt die Summe“, erklärt Weith. „Schon 50 Euro im Monat können über die Jahrzehnte einen deutlichen Unterschied machen. Wer früh startet, hat die Chance, das Geld für sich arbeiten zu lassen, statt ihm später möglicherweise hinterherzulaufen.“

2. Töpfe trennen: Rente ist nicht für die kaputte Waschmaschine

Ein wichtiger Hinweis beim Sparen ist, nicht alles in einen Topf zu werfen. Wenn dann plötzlich die Waschmaschine den Geist aufgibt oder der Umzug teurer wird als geplant, geht es ans Rentengeld. „Trennen Sie Ihre Ziele konsequent“, rät Svenja Weith. „Das Depot ist für den langen Atem da. Für Notfälle oder den nächsten Urlaub sollte man lieber ein separates Tagesgeldkonto nutzen. So kommt man nicht in Versuchung, seine Anteile zu einem schlechten Zeitpunkt verkaufen zu müssen.“Ein wichtiger Hinweis beim Sparen ist, nicht alles in einen Topf zu werfen. Wenn dann plötzlich die Waschmaschine den Geist aufgibt oder der Umzug teurer wird als geplant, geht es ans Rentengeld. „Trennen Sie Ihre Ziele konsequent“, rät Svenja Weith. „Das Depot ist für den langen Atem da. Für Notfälle oder den nächsten Urlaub sollte man lieber ein separates Tagesgeldkonto nutzen. So kommt man nicht in Versuchung, seine Anteile zu einem schlechten Zeitpunkt verkaufen zu müssen.“

3. Kostenbremse ziehen: Rendite-Fresser entlarven

Unabhängig vom gewählten Modell bestimmen die Gebühren maßgeblich den Erfolg der Anlage. Schon ein Prozent weniger Kosten im Jahr kann am Ende des Arbeitslebens einen Unterschied von mehreren tausend Euro ausmachen. Darauf sollten Anleger ab 2027 beim Altersvorsorgedepot achten. „Das neue Depot-Modell ist auf maximale Transparenz für die Anleger ausgelegt“, erklärt Svenja Weith. „Wer bei einer Bank investiert, die nur geringe oder besser noch gar keine Gebühren für die Depotverwaltung verlangt, sorgt dafür, dass die staatliche Förderung und die möglichen Kursgewinne und Ausschüttungen möglichst voll zu Buche schlagen beim Sparer.“

4. Locker bleiben: Die Strategie darf mitwachsen

Niemand weiß heute, wie sein Leben in zehn Jahren aussieht. Vielleicht steigt das Gehalt, vielleicht kommt Familienzuwachs. „Planen Sie nicht direkt vom Start weg für die Ewigkeit“, so Svenja Weith. „Wichtiger als der perfekte Plan ist der erste Schritt. Sparraten oder die Strategie lassen sich im Verlauf des Vorsorgesparens anpassen, wenn sich das Leben ändert. Die Angst davor, etwas falsch zu machen, darf einen nicht ausbremsen. Wichtig ist nur, dass man aus dem Altersvorsorgedepot nicht vor dem Renteneintritt Geld entnimmt, um nicht Förderungen zurückzahlen zu müssen – wie bereits unter ,Töpfe trennen‘ angemerkt.“

Ausblick: Ruhestand ganz nach eigener Vorstellung

Die neue Debatte zeigt, dass die Altersvorsorge flexibler und moderner wird – weg vom verstaubten Versicherungs-Image, hin zum smarten Tool für die eigene Zukunft. Mit dem neuen Depot wird Vorsorge weniger zur Pflichtaufgabe und mehr zur Chance, sein Leben im Alter selbstbestimmt zu gestalten. „Wer heute schon mit dem Wertpapiersparen beginnt, sammelt wertvolle Erfahrungen an den Märkten und baut sich ein Fundament auf“, resümiert Svenja Weith. „Sobald das neue Modell 2027 startet, kann man gut informiert direkt loslegen, um vom ersten Tag an die volle staatliche Unterstützung bestmöglich nutzen zu können.“

Hinweis: diese Pressemitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.

Die Consorsbank ist Pionier des Direktbankings in Deutschland und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung. Sie ist eine der führenden digitalen Vollbanken und verlässlicher Partner fürs tägliche Banking und den langfristigen Vermögensaufbau. Mit einem breiten Angebot an Investment-, Spar- und Finanzierungslösungen, Konten und Karten sowie smarten Tools und Finanzwissen richtet sie sich an selbstbestimmte Anleger, die ihre finanzielle Zukunft aktiv gestalten. Sie ist Teil der BNP Paribas Gruppe. www.consorsbank.de

BNP Paribas ist ein führender Anbieter von Bank- und Finanzdienstleistungen in Europa. Das Unternehmen ist in 64 Ländern tätig und beschäftigt mehr als 180.000 Mitarbeitende, davon mehr als 146.000 in Europa. Die BNP Paribas Gruppe ist seit 1947 in Deutschland aktiv und hat sich mit einem breiten Serviceangebot aus vernetzten Geschäftseinheiten erfolgreich am Markt etabliert. Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Kunden werden von rund 6.000 Mitarbeitenden bundesweit in allen wichtigen Wirtschaftsregionen betreut. Das umfassende Produkt- und Dienstleistungsangebot entspricht dem einer modernen, innovativen Universalbank. www.bnpparibas.de




Krisensicher durch 2026: 3 administrative Zeitfresser, die du sofort eliminieren musst

Die bittere Realität in vielen Betrieben: Wertvolle Arbeitszeit versickert unbemerkt in der Administration. Drei konkrete administrative Zeitfresser blockieren das Wachstum und gefährden im Ernstfall die Existenz. Wer sie jetzt eliminiert, schafft den nötigen Freiraum für das Kerngeschäft.

Das Beleg-Chaos: Analoge Buchhaltung frisst Margen

Die monatliche Vorbereitung der Buchhaltung gleicht in vielen Unternehmen noch immer einer archäologischen Ausgrabung. Quittungen aus dem Thermopapier-Zeitalter, digitale Rechnungen im Mail-Postfach und verstreute PDF-Dateien auf dem Desktop kosten wertvolle Stunden. Jede Minute, die mit Suchen, Sortieren und Zuordnen verbracht wird, fehlt bei der Kundenakquise oder der Produktentwicklung. Das ist kein Workspace, das ist ein Effizienz-Friedhof.

Die Lösung liegt in der konsequenten Digitalisierung des Belegwesens direkt am Entstehungsort. Moderne Ökosysteme verknüpfen den Beleg sofort mit der dazugehörigen Transaktion. Wenn Mitarbeiter oder Gründer unterwegs Ausgaben tätigen, sorgt beispielsweise eine dedizierte Lexware Debitkarte dafür, dass die Buchung direkt im System landet und der Beleg per App blitzschnell hochgeladen wird. Kein Nachtippen, kein Suchen im Handschuhfach – die Buchhaltung erledigt sich quasi im Vorbeigehen, während die Konkurrenz noch Belege glättet.

Manuelles Mahnwesen: Liquiditätskiller Nummer eins

In Krisenzeiten mutieren offene Forderungen schnell zum existenziellen Risiko. Viele Unternehmer scheuen sich jedoch vor einem systematischen Mahnwesen oder verschieben die Kontrolle der Zahlungseingänge aus Zeitmangel auf das Wochenende. Wer Geld hinterherläuft, läuft der eigenen Pleite entgegen.

Ein manueller Abgleich von Kontoauszügen mit offenen Rechnungen ist im Jahr 2026 nicht mehr tragbar. Wer den Zahlungslauf nicht automatisiert, verliert den Überblick. Automatische Workflows müssen knallhart greifen, sobald ein Zahlungsziel überschritten wird:

  • Tag 1 nach Fälligkeit: Automatische, freundliche Zahlungserinnerung per Mail.
  • Tag 14 nach Fälligkeit: Erste formelle Mahnung inklusive aktualisierter Frist.
  • Tag 28 nach Fälligkeit: Übergabe an ein digitales Inkasso-Schnittstellensystem.

Durch diese Taktung bleibt die Liquidität im Unternehmen, der administrative Aufwand sinkt gegen null und Kunden lernen schnell, dass Professionalität keine Einbahnstraße ist.

Insellösungen beim Projekt- und Zeittracking

Excel-Tabellen für die Zeiterfassung, ein Tool für das Projektmanagement und ein drittes Programm für die Fakturierung: Das Arbeiten mit unverbundenen Insellösungen ist der dritte große Effizienzkiller. Daten müssen mehrfach eingegeben werden, Übertragungsfehler sind vorprogrammiert. Wenn Software-Silos nicht miteinander sprechen, zahlt das Team den Preis mit Überstunden.

Der Wechsel zu einer zentralisierten All-in-One-Lösung bringt sofort spürbare Vorteile:

  • Single Source of Truth: Kundendaten, Projektstunden und Rechnungen liegen an einem einzigen Ort.
  • Fehlerreduktion: Keine Tippfehler mehr durch den manuellen Datenabgleich zwischen verschiedenen Systemen.
  • Echtzeit-Übersicht: Projektfortschritte und Budgets sind jederzeit sekundengenau einsehbar.
  • Schnellere Rechnungsstellung: Geleistete Stunden werden mit wenigen Klicks direkt in eine fertige Rechnung überführt.

Die nachfolgende Matrix verdeutlicht den direkten Hebel, den eine Nasdaq-würdige Konsolidierung der Software-Landschaft auf die wöchentliche Arbeitszeit hat:

Administrativer ProzessAufwand bei Insellösungen (pro Woche)Aufwand bei integrierten Systemen (pro Woche)Zeitersparnis
Belegzuordnung & Bankingca. 4 Stundenca. 0,5 Stunden87,5 %
Zahlungsabgleich & Mahnenca. 3 Stundenca. 0,25 Stunden91,6 %
Zeiterfassung & Abrechnungca. 3,5 Stundenca. 1 Stunde71,4 %
Gesamtaufwand10,5 Stunden1,75 Stunden8,75 Stunden

Diese gewonnenen knapp neun Stunden entsprechen fast einem gesamten Arbeitstag pro Woche, der direkt in umsatzgenerierende Maßnahmen fließen kann. Zeit, die den Unterschied zwischen Stagnation und Marktführerschaft ausmacht.

Resilienz durch schlanke Prozesse

Die Rettung des eigenen Business in einem volatilen Jahr 2026 beginnt nicht zwingend mit radikalen Sparmaßnahmen beim Personal oder Marketing. Sie beginnt bei den täglichen Abläufen. Wer die administrativen Ketten sprengt, senkt seine Prozesskosten drastisch und erhöht gleichzeitig die Reaktionsgeschwindigkeit des gesamten Unternehmens. Die Tools dafür sind längst vorhanden – wer sie jetzt nicht nutzt, arbeitet schlichtweg unökonomisch.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist das reale Einsparpotenzial durch Automatisierung im Büro?

Untersuchungen zeigen, dass kleine und mittlere Unternehmen durch die Eliminierung manueller Datenübertragungen und die Nutzung digitaler Belegprozesse bis zu 80 % der reinen Verwaltungszeit einsparen können. Bezogen auf den Monat entspricht dies oft mehreren Arbeitstagen.

Lohnt sich die Umstellung digitaler Tools auch für Soloselbstständige?

Gerade für Soloselbstständige ist der Hebel extrem groß. Da sie keine Administration an Mitarbeiter delegieren können, blockiert jede Stunde Papierkram direkt die produktive Arbeitszeit, die sonst fakturiert werden könnte.

Wie sicher sind integrierte Banking- und Buchhaltungssysteme im Jahr 2026?

Moderne Plattformen arbeiten mit Bankenstandards, PSD2-Schnittstellen und zertifizierten Cloud-Servern in Deutschland. Sie bieten durch Verschlüsselung und automatisierte Backups oft eine höhere Datensicherheit als die lokale Speicherung auf dem Büro-PC.

Welche neuen gesetzlichen Pflichten kommen 2026 beim Online-Verkauf auf mich zu? Ab dem 19. Juni 2026 greift im E-Commerce die gesetzliche Pflicht für einen unkomplizierten Widerrufsbutton. Ein Widerruf muss für den Endverbraucher im Onlinehandel künftig genauso einfach und mit wenigen Klicks durchführbar sein wie der eigentliche Kaufprozess selbst.

Wirken sich die neuen EU-Verpackungsverordnungen 2026 auf kleine Händler aus? Ja, es gibt kaum Ausnahmen für Kleinstunternehmen. Seit Januar 2026 gelten verschärfte Regeln gegen überdimensionierte Verpackungen und strengere Kennzeichnungspflichten für die Mülltrennung. Wer physische Waren versendet, muss diesen Dokumentations- und Sortieraufwand jetzt zwingend digital und schlank in seinen Versandprozess integrieren.

Welche Änderungen gibt es 2026 beim Mindestlohn und den Minijobs für meine Personalplanung? Der gesetzliche Mindestlohn ist zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde gestiegen. Gleichzeitig hat sich die monatliche Verdienstgrenze für Minijobs auf 603 Euro erhöht. Wer Aushilfen beschäftigt, muss die Zeiterfassung absolut präzise digital führen, um bei Betriebsprüfungen nicht unbeabsichtigt in die Sozialversicherungspflicht zu rutschen.




TEQ Capital wieder über der Marke von EUR 100 Millionen – TEQ Fonds mit Allzeithoch

SpaceX, der größte Börsengang der Geschichte?

Elon Musks SpaceX geht an die Börse und die Transaktion wird als „once-in-a-generation market event“ bezeichnet, und das aus gutem Grund. Mit einer angestrebten Bewertung von rund USD 2 Billionen könnte es sich um den größten Börsengang der Geschichte handeln. SpaceX wäre damit auf Anhieb das siebtwertvollste Unternehmen der Welt: wertvoller als Meta, Walmart, JPMorgan oder selbst Tesla. Der Börsengang markiert dabei weit mehr als nur den nächsten großen IPO-Zyklus. Er ist Ausdruck einer Kapitalmarktphase, in der Narrative, Liquidität und passive Kapitalströme zunehmend miteinander verschmelzen. Der Podcaster Ed Elson („Prof G Markets“) machte eine bemerkenswerte Beobachtung: Im IPO-Filing von SpaceX findet sich der Begriff „AI“ insgesamt 1.251 Mal – häufiger, als das Wort „Jesus“ in der Bibel erwähnt wird. Ed Elson bringt die Bewertungsdimension ebenfalls auf den Punkt: „Google went public at 10 times sales with 234% growth. Put another way, SpaceX is growing seven times slower while asking for a multiple ten times higher.“

Die neue Marktmechanik: Wenn passive Kapitalströme Bewertungen verstärken

Die sich verändernde Marktstruktur rund um Mega-IPOs und Indexintegration wird von vielen Marktbeobachtern kritisch gesehen. Unser TEQ Capital-Senior Advisor Gunnar Miller argumentiert, dass die Diskussion um die Aufhebung der Nasdaq-„Seasoning Period“ im Fall von SpaceX ein struktureller Wendepunkt sein könnte. Die Regel existierte ursprünglich, um passive Investoren davor zu schützen, unmittelbar nach dem Börsengang zu künstlich hoch bewerteten Kursen in neu gelistete Unternehmen investieren zu müssen. Dass diese Regel nun offenbar verhandelbar geworden ist, wirft fundamentale Fragen auf. Wie Gunnar Miller sagt: „Nasdaq didn’t just bend its rules, it revealed what those rules actually were: Negotiable, for the right client.“
Die Problematik liegt dabei weniger im einzelnen IPO als in der daraus entstehenden Marktmechanik. Denn ein erheblicher Teil der hohen Bewertung könnte gerade dadurch gerechtfertigt werden, dass bereits heute erwartet wird, dass unmittelbar nach der Indexaufnahme zig Milliarden Dollar an passiven Geldern automatisch in die Aktie fließen. Dadurch entsteht ein potenziell selbstreferenzieller Kreislauf: Die hohe Bewertung erhöht das Indexgewicht. Das höhere Indexgewicht erzwingt passive Käufe. Die passiven Käufe stabilisieren wiederum die hohe Bewertung. Oder wie Gunnar Miller es formuliert: „Nasdaq didn’t sell SpaceX to the public. It sold the public to SpaceX.“ Diese Entwicklung verdient Aufmerksamkeit. Denn sie verändert zunehmend die Preisfindung an den Kapitalmärkten.

KI bleibt real – aber die Wertschöpfungskette ist deutlich breiter als die „Glorreichen Sieben“

All dies bedeutet keineswegs, dass die KI-Revolution überschätzt wird. Im Gegenteil: Die technologischen Fortschritte sind real und dürften über Jahre hinweg enorme Produktivitätsgewinne ermöglichen. Doch gerade deshalb wird Diversifikation innerhalb der KI-Wertschöpfungskette immer wichtiger. Viele Marktteilnehmer fokussieren sich nahezu ausschließlich auf die bekannten Mega-Caps. Dabei entsteht die eigentliche Wertschöpfung entlang einer deutlich breiteren technologischen Infrastruktur: Bei TEQ Capital investieren wir daher bewusst entlang der gesamten technologischen Wertschöpfungskette – inklusive vieler Unternehmen jenseits der bekannten „Magnificent Seven“. Denn technologische Revolutionen schaffen langfristig selten nur einen Gewinner.

Die Entwicklung von TEQ Capital: Allzeithoch und verwaltetes Vermögen wieder über EUR 100 Millionen

Seit meinem Einstieg Mitte Juli 2024 und der damit verbundenen strategischen Neuausrichtung konnte das Investmentteam die neue Philosophie erfolgreich umsetzen. Unser All-Cap-Fonds „Disruptive Technologies“ erzielte über die letzten zwei Jahre eine Performance von +78,1 % nach Kosten und entwickelte sich damit deutlich besser als der Nasdaq-100 sowie zahlreiche prominente Wettbewerber. Auch unser Nebenwertefonds „Small & Mid Cap Technologies“ entwickelte sich sehr erfreulich. Mit +42,0 % über die letzten zwei Jahre erreichte der Fonds zuletzt ein neues Allzeithoch (alle Angaben per 29.5.2026 und in EUR nach Kosten). Besonders erfreulich ist dabei, dass zunehmend professionelle Investoren unseren Ansatz teilen. Mittlerweile stammt rund ein Drittel des in unseren Publikumsfonds verwalteten Vermögens von professionellen Anlegern. Durch diese Entwicklung sowie nicht zuletzt durch die positive Marktperformance liegt das von TEQ Capital verwaltete Vermögen inzwischen wieder über der Marke von EUR 100 Millionen. Denn was für künstliche Intelligenz gilt, gilt auch für uns: Der Anfang ist gemacht – doch die Reise hat aus unserer Sicht wirklich erst begonnen.

Der neue „TEQ – General Artificial Intelligence ETF“

Mit unserem Anfang 2026 aufgelegten „TEQ – General Artificial Intelligence ETF“ haben wir diesen Gedanken konsequent weitergedacht. Der ETF bildet die enge KI-Wertschöpfungskette mit rund 90 Unternehmen ab und ermöglicht Anlegern Zugang zu vielen echten KI-Unternehmen jenseits der üblichen Indexschwergewichte. Seit Auflage Mitte Januar 2026 konnte der ETF bereits ein Fondsvolumen von rund EUR 14 Millionen erreichen. Gerade in einem Umfeld steigender Konzentrationsrisiken und zunehmender Bewertungsunterschiede innerhalb des Technologiesektors halten wir breite, intelligente Diversifikation innerhalb von KI für wichtiger denn je. Die Wertentwicklung spricht für sich.

Vielen Dank fürs Vertrauen

Im Namen des gesamten Teams danken wir allen Investoren, Partnern und Wegbegleitern herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen. Die vergangenen Monate markieren für TEQ Capital wichtige Meilensteine – aber keineswegs das Ziel. Wir freuen uns auf die gemeinsame Weiterreise!

Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.




SpaceX vor Mega-IPO: Warum Anleger jetzt extrem vorsichtig sein sollten




Insert Coin

Space Invaders

Wer in den Achtzigerjahren seine Freizeit in Spielhallen verbracht hat, kennt das Gefühl. Eine Handvoll Münzen in der Tasche, blinkende Automaten vor den Augen und die Hoffnung, diesmal länger durchzuhalten als beim letzten Versuch. Die Börse wirkt dieser Tage erstaunlich ähnlich. Überall der Wunsch nach neuen Highscores, neuen Gegnern und neuen Spielern, die glauben, das Spiel verstanden zu haben. Der Automat der Woche heißt SpaceX. Mit einem Ausgabepreis von 135 Dollar und einer 3,5-fachen Überzeichnung hat Elon Musk den nächsten Highscore aufgestellt. Die Anleger stürmen auf die Aktie wie früher auf Space Invaders. Jeder will schießen, jeder will treffen, jeder will beim nächsten Bonuslevel dabei sein. Die letzten Zweifel werden wie bei Asteroids einfach aus dem Weg geschossen, während bei Galaxian immer neue Wellen von Investoren auf den Bildschirm fliegen. Die Altaktionäre spielen Defender und verteidigen ihre Positionen mit der Verbissenheit eines Endgegners. Und im Hintergrund läuft bereits das nächste Level. OpenAI, Anthropic und andere KI-Giganten wärmen sich für ihren Börsengang auf. Street Fighter auf Wall Street. Jeder kämpft um die Aufmerksamkeit der Anleger. Jeder will der nächste Champion werden. Wer wissen möchte, ob SpaceX dabei eher Bonuslevel oder Endgegner ist, findet meine Gedanken dazu im Finance Fight Club mit Stefan Riße bei Börse TV (Der gefährlichste Börsengang des Jahres?) sowie im aktuellen Interview bei Wallstreet Online (Nicht SpaceX, sondern Goldman Sachs). Die eigentliche Frage lautet aber ohnehin: Wie viele Münzen sind die Anleger noch bereit einzuwerfen?

Pac Man

Während die Börsenautomaten diese Woche keine neuen Highscores feiern, läuft auf dem Nachbarautomaten Pac Man. Und dort sieht die Welt noch weniger fröhlich aus. Die US-Inflation liegt bei 4,2 Prozent, die Kerninflation bei 2,9 Prozent. In Europa beträgt die Inflation 3,2 Prozent. Die EZB hat deshalb erstmals seit drei Jahren die Zinsen um 0,25 Prozent erhöht und signalisiert bereits weitere Schritte. Auch in den USA wird wieder offen über mögliche Zinserhöhungen diskutiert. Die Hoffnungen auf sinkende Zinsen wurden in dieser Woche jedenfalls gründlich aufgefressen. Pac Man frisst bekanntlich alles, was ihm vor die Nase kommt. Die Inflation frisst Kaufkraft. Die Notenbanken fressen Zinssenkungsfantasien. Und die Anleger versuchen, ihr Vermögen wie bei Frogger heil über eine mehrspurige Straße voller Risiken zu manövrieren. Von links rast die Inflation heran. Von rechts kommen steigende Renditen. Und irgendwo lauert Kevin Warsh als neuer Endgegner der Federal Reserve. Die Geister heißen inzwischen nicht mehr Blinky, Pinky, Inky und Clyde. Sie heißen Ölpreis, Staatsverschuldung, Inflation und Notenbanken. Und sie verfolgen die Anleger ebenso hartnäckig wie die Geister in Pac Man. Der Unterschied: Beim Arcade-Automaten kostete ein Fehler nur eine Münze. An der Börse kann es unter Umständen ein ganzer Sack voller Münzen sein. Und damit kommen wir zum beliebtesten Genre der Kapitalmärkte: Fantasie.

Final Fantasy

Goldman Sachs hat zur beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft mehr als 20.000 Pflichtspiele ausgewertet und glaubt bereits zu wissen, wer am Ende Weltmeister wird. Das klingt ungefähr so wissenschaftlich wie die Vorhersage des Highscores, bevor überhaupt die erste Münze im Automaten steckt. Aber es passt hervorragend in unsere Zeit. Denn die Börse liebt Geschichten über die Zukunft. Das gilt nicht nur für Fußball. Es gilt für KI, für SpaceX, für OpenAI und für nahezu jede große Anlagegeschichte unserer Tage. Wir leben in einer Welt aus Final Fantasy. Die Zukunft wird gehandelt, lange bevor sie Realität wird. Und während Goldman den Weltmeister berechnet, nutzt Donald Trump die Fußball-Weltmeisterschaft bereits als geopolitische Bühne. Manchmal wirkt er dabei wie Donkey Kong, der von oben unablässig Fässer auf Spieler, Schiedsrichter und Verbündete wirft. Unten kämpft sich FIFA-Präsident Gianni Infantino durch das Chaos wie ein freundlich lächelnder Super Mario, der hofft, irgendwie heil ins nächste Level zu gelangen. Die Spielhalle schließt für heute. Doch jeder erfahrene Spieler weiß: Kurz bevor der Automat „Game Over“ anzeigt, erscheint meistens noch ein Endgegner. Insert Coin. Continue?

Ihr Volker Schilling




Ein Multi-Asset-Fonds mit Absolute-Return-Anspruch

Die Gesellschaft

Hinter dem Fonds steht die Incrementum AG mit Sitz in Schaan im Fürstentum Liechtenstein. Die Gesellschaft wurde 2013 gegründet, ist eigentümergeführt und versteht sich als unabhängige Investment-Boutique mit Fokus auf Fondsmanagement, Vermögensverwaltung und makroökonomische Publikationen.

Incrementum verwaltet rund 500 Millionen Euro und beschäftigt elf Mitarbeiter. Der organisatorische und inhaltliche Schwerpunkt liegt auf aktivem, fundamental orientierten Investieren mit klarer unternehmerischer Verantwortung der Portfoliomanager. Zugleich besitzt das Haus aufgrund seines langjährigen Research-Schwerpunkts rund um Gold und Rohstoffe, sprich Sachwerte, eine besondere Kompetenz in realwertorientierten Anlagethemen.

Die Gesellschaft betont ihre Unabhängigkeit in Analyse und Kommunikation sowie einen zyklischen statt quartalsweisem Blick auf Kapitalmärkte. Der Incrementum All Seasons Fund (IASF) ist nicht als Mischfonds von der Stange mit fixer Allokation bestimmter Assetklassen konzipiert, sondern als flexibel gesteuerte Multi-Asset-Lösung mit makrofundamentalem Kompass.

Handelnde Personen

Der Hauptverantwortliche des Fonds ist Hans G. Schiefen, Partner der Incrementum AG. Er managt den Fonds seit Juni 2019 und bringt rund drei Jahrzehnte Erfahrung aus dem internationalen Private Banking und der Vermögensverwaltung mit.

Hans G. Schiefen studierte Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Bankbetriebslehre an den Universitäten Siegen und Köln. Beruflich war er unter anderem für die Deutsche Bank, HSBC Trinkaus & Burkhardt International sowie die LGT Bank tätig; elf Jahre seiner Karriere verbrachte er in Hongkong, seit 2006 lebt er in Liechtenstein.

Sein beruflicher Hintergrund prägt den Ansatz des Fonds deutlich. Der IASF ist weniger das Ergebnis eines konstruierten Modellportfolios als vielmehr die Fortsetzung eines über einen langen Zeitraum gewachsenen, vermögensverwaltenden Investmentansatzes, der heute in diesem Fonds einer breiten Anlegerschaft offensteht.

Als Stellvertreter fungiert Dr. Christian Scherrer, Gründer, Partner und Verwaltungsratspräsident der Incrementum AG. Er studierte Betriebswirtschaft an der Universität Zürich, promovierte am Bankeninstitut Zürich und fokussiert sich seit 2004 als Unternehmer, Berater und Portfoliomanager auf verschiedene Anlagethemen mit Sachwertcharakter. Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass der Fonds vor allem mit der Einschätzung und Erfahrung von Hans G. Schiefen verbunden ist, während Dr. Christian Scherrer als fachlicher Stellvertreter die personelle Kontinuität absichert.

Anlageziel und Fondscharakteristika

Der Fonds formuliert keine starre Zielrendite, und auch mit Blick auf die Volatilität hat man keine fixe Bandbreite vor Augen. Die Zielsetzung ist vielmehr qualitativer Natur: Die Kaufkraft des Vermögens soll über den Finanzmarktzyklus hinweg gesteigert werden. Damit unterscheidet sich der Incrementum All Seasons Fund von klassischen Mischfonds, die sich oft an relativen Zielgrößen oder festen Aktien-Anleihe-Korridoren orientieren. Der Fonds versteht sich als flexible, absolute und benchmarkfreie Vermögensverwaltung im UCITS-Mantel, die auf reale Erträge und nicht auf die Nachbildung irgendeines Referenzindex ausgerichtet ist. Charakteristisch für die Strategie ist außerdem der Multi-Asset-Ansatz. Das Fondsvermögen kann grundsätzlich alle im UCITS-Rahmen zulässigen Anlageklassen flexibel abbilden. Im Vordergrund stehen Direktanlagen, ergänzt um Fonds, börsengehandelte Produkte und Derivate, sofern diese zur Risikosteuerung, Währungssteuerung oder zur Vereinnahmung von Volatilitätsprämien sinnvoll erscheinen.

Die Anlagephilosophie

Die Anlagephilosophie des Fonds lässt sich als Kombination aus Makroanalyse, Realwertorientierung und fundamentaler Einzeltitelselektion beschreiben. Incrementum denkt in Zyklen statt in Quartalen und sieht für die kommenden Jahre bestimmende Themen wie hohe Staatsverschuldung, De-Globalisierung, Re-Militarisierung, Re-Shoring, Ressourcenknappheit, demografischen Wandel, steigender Staatsquote und Marktkonzentration.

Als Ergebnis dieser Weltsicht legt Schiefen den Fokus auf reale Vermögenswerte und substanzorientierte Anlagethemen. Chronische Staatsverschuldung, finanzielle Repression und negative Realzinsen sprechen in diesem Rahmen für Sachwerte wie Edelmetalle, Rohstoffe, Infrastruktur, Immobilien und ausgewählte Value-Aktien.

Gleichzeitig verfolgt der Fonds einen flexiblen, praxisnahen Ansatz. Der Investmentstil verbindet aktive Steuerung, antizyklische Investments und die Bereitschaft, Themen mit makroökonomischem Rückenwind frühzeitig zu allokieren, ohne einer Benchmark oder den dominierenden Hypes zu folgen. Das Makrobild gibt die Richtung vor, und investiert wird nur dann, wenn die konkrete Anlage auf Einzeltitelebene fundamental attraktiv erscheint.

Der mehrstufige Investmentprozess

Der Investmentprozess ist mehrstufig und verbindet Top-down- mit Bottom-up-Elementen. Den Ausgangspunkt bildet eine globale Makroanalyse, aus der abgeleitet wird, welche Anlageklassen im Portfolio vertreten sein sollen, mit welchem Gewicht sie allokiert werden und welche Währungsrisiken akzeptabel erscheinen.

Darauf aufbauend folgt die Themenselektion. Im Mittelpunkt stehen Investmentthemen, die aus Sicht des Managements fundamentalen makroökonomischen Rückenwind besitzen und deshalb innerhalb der jeweiligen Anlageklassen besonders gewichtet werden sollen.

Erst im dritten Schritt folgt die eigentliche Einzeltitelauswahl. Diese ist fundamental und diskretionär geprägt: Gesucht werden Anlagen, die in die definierte Top-down-Allokation passen und auf Einzeltitelebene attraktiv bewertet sind.

Der vierte Baustein ist das aktive Portfolio- und Risikomanagement. Dazu gehören Timing, Positionsgrößen, Monitoring, Rebalancing, Risikoüberwachung, Währungssteuerung sowie der gezielte Einsatz von Derivaten, insbesondere von Futures, Optionen und Devisentermingeschäften. Der Prozess ist damit weder rein makrogetrieben noch klassisch stockpicking-lastig, sondern eine Kombination aus beidem. Die Stärke dieses Ansatzes liegt vor allem darin, dass der Fonds sich auf unterschiedliche Marktgegebenheiten anpassen kann und dabei nicht in fixen Quotenvorgaben feststeckt.

Research, Selektion und Portfoliokonstruktion

Für die Analyse nutzt das Management unter anderem Bloomberg, Reuters und externes Research. Die Auswahl erfolgt diskretionär und wird fortlaufend überprüft. Die Portfoliokonstruktion ist breit diversifiziert. Das Portfolio umfasst mehr als 100 Einzelanlagen, wobei Einzelpositionen außerhalb von ETFs und Fonds in der Regel nicht über 2 % liegen sollen. Damit wird das Risiko von Fehlentscheidungen bewusst begrenzt.

Käufe und Verkäufe erfolgen meist sukzessive. Wo liquide Optionsmärkte vorhanden sind, wird die Positionssteuerung teilweise auch über den Verkauf von Optionen umgesetzt.

Die Portfolio Turnover Ratio lag 2024 bei 431,93 %, ohne Derivate bei 21,63 %. Diese Differenz zeigt, wie stark derivative Instrumente als taktisches Steuerungswerkzeug genutzt werden, ohne dass dies automatisch auf einen hektischen Austausch der zugrunde liegenden Positionen schließen lässt.

Risikomanagement

Das Risikomanagement erfolgt diskretionär und ist eng mit der jeweiligen Makro- und Mikroeinschätzung des Managements verknüpft. Liquiditätsquote, Futures und Optionen dienen zur Steuerung der Netto-Aktienquote, wenn Märkte als überbewertet oder zyklisch fortgeschritten eingeschätzt werden. Währungsrisiken werden aktiv über Currency Overlays und Devisentermingeschäfte gesteuert. Fremdwährungen werden also nicht pauschal offengelassen, sondern gezielt abgesichert oder übergewichtet, wenn dies aus Sicht des Managements attraktiv erscheint.

Aus Sicht von Incrementum ist Kapitalerhalt die Basis für einen langfristigen Anlageerfolg. Entsprechend zielt die Strategie darauf ab, gerade in schwächeren Marktphasen robust zu bleiben, ohne dabei auf die Chancen eines aktiven, flexiblen Multi-Asset-Ansatzes zu verzichten.

Der Fonds Analyst im Dialog mit Fondsmanager Hans G. Schiefen

Was waren die größten Erfolge des Fonds?

„Der größte Erfolg der vergangenen Jahre war, dass es uns gelungen ist, den IASF initial mit knapp 50 Mio. EUR zu starten. In der Folge haben wir unser Versprechen einer langfristigen Realwertsteigerung der angelegten Mittel mit einem konsistenten und transparenten qualitativen Total Return-Ansatz gehalten und unsere Investoren mit guten Ergebnissen für ihr Vertrauen belohnt. Dabei haben wir vor allem in den Bärenmarkt-Phasen die relativ stärksten Ergebnisse erzielt, was langfristige Investoren schätzen. Unsere PM-Leitlinie Nr. 3 lautet dazu passend: Kapitalerhalt ist die Basis für langfristigen Anlageerfolg.“

Welche besonderen Herausforderungen haben Sie und Ihr Team während dieser Zeit gemeistert?

„Eine Herausforderung besteht aus meiner Sicht darin, dass wir kein permanentes Kapital zur Verfügung haben und die Portfolio-Flows in einem Publikumsfonds extrem zyklisch nachlaufen.“

So haben wir im Anschluss an die herausragenden Jahre wie 2022 und 2025 die größten Zuflüsse gesehen, in den vergleichsweise bescheideneren Performance-Jahren kam es dann jeweils zu insgesamt tatsächlich sehr moderaten Abflüssen. Darauf muss man lernen sich einzustellen.“

Was waren die wichtigsten Lehren, die Sie aus den letzten Jahren gezogen haben?

„Dass Vermögensblasen sich weiter ausdehnen können, als man unter den Annahmen der Efficient Market Hypothesis erwarten würde, und dass insbesondere die Aktienmärkte zunehmend von der Passivierung des Anlagegeschäfts geprägt werden, was die Chancen für fundamental-orientiertes Anlegen m.E. zwar erhöht, aber auch die Geduldsanforderungen.

  • Markteinschätzung und Zukunftsaussichten

Welche Trends und Entwicklungen sehen Sie für die kommenden Jahre?

„Große Rotation aus Wachstum / Tech / Long Duration Assets in Substanz / Value / Rohstoffe; Staatsanleihen liefern keine Aussicht für reale Erträge; zunehmende politische Eingriffe, Stichwort Financial Repression.“

Welche Chancen und Risiken sehen Sie für den Fonds in der Zukunft?

„Wir sehen vor allem Chancen in der großen Flexibilität, die wir im Fonds haben, und die es uns ermöglicht, uns aus der Klammer des Index-nahen Investierens zu befreien und uns auf veränderte Markt-Regime entsprechend einzustellen. Risiken könnten in einem möglichen Crash-Szenario bestehen, worauf wir jedoch angemessen vorbereitet sind.“

  • Schlussgedanken und Ausblick

Was sind Ihre Ziele und Visionen für den Fonds in den nächsten fünf Jahren?

„Weiterhin zu liefern, was wir versprechen, nämlich Kaufkraftgewinne über den Marktzyklus, um so daran zu erinnern, wie wichtig Geduld und ein langer Atem für die Kapitalakkumulation sind.“

Welchen Rat würden Sie aktuellen und potenziellen Investoren geben?

„Sich nicht von kurzfristigen Schwankungen beeinflussen zu lassen, sondern sich daran zu erinnern, dass Risiko behaftete Anlagen erst mit einem langfristigen Engagement ihre volle Wirkung entfalten. Zudem ist es wichtig, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass Cashflows und Bilanzen die fundamentale Basis einer Anlage darstellen, die sich jedoch selten auch effizient in den entsprechenden Anlage-Preisen widerspiegelt. Generell ist die fundamentale Basis in Hausse-Zeiten selten so gut wie der Markt das erscheinen lässt – und in Baisse-Zeiten selten so schlecht.“

Performance

Der Fonds hat seit 2019 in vielen Marktphasen eine Outperformance gegenüber einem MSCI-World-ETF in Euro erzielt. Damit unterstreicht die Strategie ihren Anspruch, nicht nur nominale, sondern reale Erträge zu erwirtschaften und dies zugleich mit geringerer Korrelation zu klassischen Aktienportfolios erreicht.

Der April 2026 zeigt allerdings auch, dass der Ansatz nicht frei von kurzfristigen Rückschlägen ist. Maßgeblich belasteten in diesem Monat die US-Aktienshorts mit einem negativen Ergebnisbeitrag von rund 3,8 Prozent, nachdem die Aktienmärkte trotz geopolitisch und makroökonomisch schwieriger Rahmenbedingungen stark gestiegen waren.

Hebt sich von der Masse ab

Genau darin liegt eine wesentliche Eigenschaft der Strategie: Die Ergebnisse können phasenweise deutlich von klassischen Marktportfolios abweichen, sowohl positiv als auch negativ. Wer den IASF einordnet, sollte ihn deshalb weniger an kurzfristigen monatlichen Vergleichen mit Standardmischfonds messen, sondern immer einen vollständigen Marktzyklus heranziehen. Konkret in Zahlen: Seit Jahresbeginn legt der Fonds um fast 14 % zu. Über 12 Monate +43,5 %, über 3 Jahre +44,3 %, über 5 Jahre +97,4 % und seit Auflage steht ein Plus in Höhe von knapp 141 %. Die Volatilität liegt mit 15,6 % (1 Jahr), knapp 14 % (3 Jahre) bzw. 14,4 % (5 Jahre) über dem Durchschnitt der Peergroup. Die Bestätigung der bisherigen Leistungen:

Auszeichnungen und Positionierung im Wett-bewerbsumfeld
Der Fonds beziehungsweise das Management haben bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Unter anderem den Lip-per Fund Awards 2023 und 2024, regelmäßige 5-Sterne-Ratings von Morningstar, ein 11. Platz bei den besten Vermö-gensverwaltern der WirtschaftsWoche 2024, Platz 13 im Jahr 2025, Platz 7 bei den besten Mischfonds 2026 sowie Platz 2 beim SZ-Institut in der Kategorie global flexible Mischfonds 2026.

Das Portfolio (per 30.04.2026)

In den Top Ten erkennt man relativ schnell eines der großen Themen, nämlich Rohstoffe/Edelmetalle:

Als größte Position grüßt Wisdom Tree Fixed Gold LMBA mit einer Gewichtung von 7,7 %. Mit größerem Abstand folgen dann der Uranium Resources Fund (2,7 %), Invesco Physical Silver (2,5 %), Barings EM Loval Debt. Fund sowie Emerging Markets LC Bond Fund mit jeweils 1,8 % und Endeavour Mining mit 1,5 %.

USP
Der USP des Fonds liegt in niedrigem Beta und einer überdurchschnittlichen Rendite. Zudem hat der Fonds bewiesen, dass er immer wieder eine signifikante Outperformance zum breiten Aktienmarkt erzielen kann, vor allem in Korrekturphasen. Und er erfüllt mit seinem Ansatz eine bei Anlegern immer wieder gern gesehene und gesuchte Diversifikationsfunktion gegenüber breit kapitalisierungsgewichteten Aktienindizes.

Fazit
Der Fonds ist bewusst eigenständig positioniert und kann damit zeitweise deutlich vom Markt abweichen. Für Anleger, die indexnahe Stabilität oder ein mechanisch planbares 60/40-Portfolio suchen, ist der Incrementum All Seasons Fund daher weniger geeignet als für Investoren, die eine fle-xible aktive Vermögensverwaltungsstrategie, reale Ertragszie-le und eine klare inhaltliche Zielrichtung im Portfolio bevorzu-gen. Der Incrementum All Seasons Fund richtet sich an mittel- bis langfristig orientierte, risikobewusste Anleger, die eine global diversifizierte, aktiv verwaltete und benchmark¬freie Vermögensverwaltung suchen. Besonders überzeugend sind die klare Philosophie, die Verbindung von einer Makrosicht mit der fundamentalen Einzeltitelselektion, die breite Auswahl an Instrumenten sowie die Bereitschaft, Marktmeinungen auch gerne mal gegen den Konsens konsequent umzusetzen. Hin-zu kommen Transparenz, eine regelmäßige Kommunikation und ein hohes Maß an Interessengleichheit durch Co-Investment der Verantwortlichen. Wer einen Fonds mit klarer Handschrift, hoher Flexibilität und einer deutlich erkennbaren ausgeprägten Realwertorientierung schätzt, findet hier ein interessantes Investment.




Rohstoffe „light“

Das Fondsprofil

Die Commodity Capital AG ist als Boutique mit ausgewiesener Expertise für Edelmetall- und Rohstoffminen bekannt. Im Fokus stehen zumeist die Aktienfonds für Gold und Zukunftsrohstoffe. Mit dem Resource Income Fund wurde jedoch bewusst eine Anlagelösung geschaffen, die die starken Kursschwankungen klassischer Rohstoff-Aktienfonds deutlich reduziert und dennoch eine attraktive Partizipation an der Wertschöpfungskette des Rohstoff-Sektors ermöglicht.

Die Ziele

Langfristig strebt der Fonds eine Rendite von rund 6 % pro Jahr an, wobei die Schwankungen im Vergleich zum Aktienmarkt niedriger ausfallen sollen.

Portfoliobaustein Unternehmensanleihen

Der Fonds investiert überwiegend in Unternehmensanleihen, die historisch etwa die Hälfte des Portfolios ausmachen. Dabei handelt es sich um Firmen, die in direktem Zusammenhang mit dem Thema Rohstoffabbau stehen. In diesem Segment finden sich beispielsweise Namen wie Caterpillar, Albemarle oder auch Ørsted, um drei Emittenten zu nennen, deren Unternehmensanleihen im Portfolio allokiert sind.

Portfoliobaustein Minenanleihen

Beim zweiten Baustein handelt es sich um sogenannte Minenanleihen, die bislang rund 20 % des Portfolios ausmachen, künftig jedoch eine größere Rolle spielen sollen. Gemeint sind eigens aufgelegte Anleihen mit maßgeschneiderten Finanzierungsstrukturen für jüngere Minenprojekte. Die betreffenden Rohstoffunternehmen produzieren bereits oder stehen kurz vor dem Produktionsstart.

Die besondere Charakteristik dieser Anleihen besteht unter anderem darin, dass sie dinglich besichert sein können – etwa durch grundbuchbesicherte Minenanteile, Sicherungsübereignungen von Gerätschaften oder Forderungsabtretungen. Als zusätzliche Bonifikation können Minenanleihen zudem Gratisaktien oder Aktienoptionen beinhalten, die mit ins Fondsportfolio einfließen.

Die Laufzeiten liegen typischerweise zwischen sechs und 24 Monaten, wodurch sowohl Zinsänderungsrisiken als auch Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Unternehmensentwicklung begrenzt werden. Die Verzinsung ist marktüblich und kann – abhängig von Struktur und Ausgestaltung der jeweiligen Anleihe – auch spürbar darüber liegen.

Die Anleihen werden über das Bankennetzwerk von Commodity Capital initiiert. Commodity Capital bringt dabei den Dealflow ein und nutzt sein internationales Netzwerk im Minensektor, um den Finanzierungsbedarf junger und mittelgroßer Rohstoffunternehmen zu adressieren, die aufgrund hoher regulatorischer Anforderungen häufig nur eingeschränkten Zugang zu klassischer Bankfinanzierung haben.

Portfoliobaustein Aktien

Laut Verkaufsprospekt dürfen Aktien mit bis zu 25 % gewichtet werden. Diese Quote resultiert jedoch nicht aus einer aktiven Aktienallokation durch Commodity Capital, sondern aus dem zuvor genannten Vorteil der Minenanleihen: dem möglichen Bonus in Form von Gratisaktien oder Aktienoptionen. Tatsächlich lag die Aktienquote bislang im Durchschnitt bei etwas über 10 % und damit auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Möglicher Einsatz der Strategie im Portfolio

Als Diversifikationsbaustein bringt der Fonds Stabilität in ein Portfolio. Dies hat er nicht zuletzt in turbulenten Marktphasen unter Beweis gestellt – etwa während des Ukrainekriegs oder aktuell im Umfeld geopolitischer Spannungen im Nahen Osten. In solchen schwierigeren Zeiten bewies der Fonds Stabilität.

Dies zeigte sich beispielsweise konkret im Zeitraum von Mitte 2021 bis Mitte 2025, in dem der Fonds den Herausforderungen durch steigende Zinsen sowie Inflationsängste trotzte. In der aktuellen Phase zeigt sich zudem der Rohstoffboom spürbar in der Performance. Die Grafik und die Erfolgszahlen spiegeln dies überzeugend wider.

ESG

Der Fokus liegt auf Firmen aus politisch und rechtlich stabilen Ländern, mit erfahrenem Management und belastbaren Projektkennzahlen. ESG-Aspekte sind fest in den Prozess integriert: Kinderarbeit und gravierende Umweltsünden gelten als harte Ausschlusskriterien, gleichzeitig wird Wert auf Renaturierung und sozialverträgliche Strukturen gelegt.

Fazit

Der Structured Solution Resources Income Fund der Commodity Capital AG bietet vorsichtigen Anlegern einen klug durchdachten Zugang zum Rohstoffsektor, ohne die extremen Schwankungen reiner Aktienfonds in Kauf nehmen zu müssen. Durch den Fokus auf kurzlaufende, oft dinglich besicherte Minen- und Unternehmensanleihen eignet er sich besonders gut als diversifizierender Portfoliobaustein. Ergänzt um ESG-Standards und mögliche Bonusaktien bleibt das Risiko begrenzt, während dennoch attraktive Erträge möglich sind. Insgesamt handelt es sich um eine smarte „Rohstoffe-light“-Lösung für geduldige Anleger, die Stabilität mit Potenzial verbinden möchten.




Mit hoher Überzeugung in den USA Investieren

Gesellschaft

Stern & Co. LLP wurde 2012 in London in der Nachfolge der mehr als zweihundert Jahre währenden Bankiersgeschichte der Familie Stern von Jérôme Stern und Christopher Rossbach gegründet und versteht sich als unabhängiger globaler Asset Manager. Mit USD 2,5 Milliarden AUM (per April 2026) liegt der Schwerpunkt auf Aktien (87 %), ergänzt durch Multi-Asset (10 %) und Anleihen (3 %); Klienten sind zu 53 % HNW Family Offices und zu 26 % institutionelle Anleger. Man unterhält Büros in London, New York, Zürich, auf Malta und Frankfurt. Ca. 20 % der AUM stammen von der Stern-Familie und Partnern. Die Firma hat PRI/FRC signiert und wird von der FCA, SEC, FINMA sowie MFSA reguliert. Die Wurzeln der Company reichen bis ins 17. Jahrhundert in die Frankfurter Judengasse zurück: Ab 1805 baute Jacob Stern das Bankhaus Jacob S. H. Stern & Co. zum deutschen Top-Haus aus, expandierte nach Paris (Banque Stern), London (Stern Brothers) und Berlin – trotz NS-Enteignung (Liquidation 1938, Tod Paul Sterns 1939). Heute lebt diese Tradition in J. Stern & Co. und seiner Frankfurter Dependance fort, mit Fokus auf langfristiges Quality Growth, Downside- Schutz und starke Bilanzen.

Der Manager

Giles Tulloch leitet als Lead Portfolio Manager die US Stars Strategie seit deren Aufstellung als eigenständige Strategie im Juni 2023. Er ist Partner bei J. Stern & Co., zunächst seit 2014 als Senior Equity Analyst mit Schwerpunkt auf Informationstechnologie, Kommunikationsdienste und Medien. Mit 17 Jahren Branchenerfahrung, u. a. als Technologie-Spezialist beim Henderson Global Growth Fund sowie bei Credit Suisse und HSBC, zeichnet er sich durch tiefes Branchenverständnis, fundierte Geschäftsmodelle-Analyse und präzises fundamentales Research aus, was besonders in tech-getriebenen Märkten überzeugt. Als Co-Portfolio Manager wird er von Chris Rossbach unterstützt. Er ist CIO, Co-Founder und Managing Partner mit mehr als 30 Jahren Erfahrung, unter anderem bei Merian Capital, Magnetar und Landsdowne Partner. Gleichzeitig ist er der Lead Portfolio Manager des World Stars Global Equity Funds. Unterstützt werden die beiden durch ein 6-köpfiges Spezialisten-Team.

Die Philosophie

„Invest for the long term, do your own research, invest only in quality“, so lautet das Motto der US Stars Strategie, die eine Verdopplung des Kapitals in fünf Jahren anstrebt. Im Kern sucht sie US-Mid- bis Large-Caps mit langlebigen Vorteilen: starke Wettbewerbspositionen (Marktführung, Skaleneffekte, Innovation), wachsende Branchen (Einstiegshürden, Preisdisziplin), bewährte Manager (Vision, Kapitalallokation, Alignment) und resilienten Finanzen (vorhersehbare Cashflows, konservative Bilanzen).

Die Strategie agiert benchmarkfrei und hochkonzentriert bei einem niedrigen Turnover (ca. 30 % p.a.). Kapitalintensive oder stark regulierte Firmen und Sektoren werden gemieden. Der Fonds ist gem. SFDR als Artikel 8 Fonds geführt, sodass auch das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigt wird. Das Management setzt auf Quality Growth und agiert nach GARP-Gesichtspunkten (Wachstum zu einem vernünftigen Preis). Die Bewertungsgrundlagen bildet das Discounted Cash-Flow Verfahren (DCF) unter Berücksichtigung von nachhaltigem Free-Cash-FlowWachstum und hohen Erträgen auf das eingesetzte Kapital.

Der Prozess

Der diskretionäre, rein bottom-up gesteuerte Prozess mit quantitativen Tools screent jährlich 500 US-Aktien auf Qualität und filtert aus diesen 200 Titel, die auf die Watchlist gelangen. Nach weiterer Prüfung werden diese auf 50 potenzielle Portfoliokandidaten reduziert, von denen dann 22 – 30 Titel im finalen Portfolio allokiert werden. Das Portfolio wird laufend überwacht, es gibt tägliche Team-Talks, wöchentliche Portfolio-Meetings und quartalsweise Risiko-Tests. Verkauft wird, wenn die Einschätzungen, die man zu einem Titel hatte, nicht eingehalten werden, wenn Bewertungen zu ambitioniert werden oder wenn es bessere Alternativen gibt.

Im Dialog mit dem Managementteam

Wie kam die Strategie zustande?

„Die ‚US-Stars‘-Strategie wurde aufgrund der Nachfrage unserer Kunden nach einer eigenständigen Strategie entwickelt, die sich aus der Performance und Attraktivität der in den USA notierten Unternehmen innerhalb unserer globalen Flaggschiffstrategie World Stars ergab. Wir erhielten zahlreiche Anfragen von Kunden, die von unserer Philosophie und unserem Ansatz beeindruckt waren. Dies wurde von den geschäftsführenden Partnern der Gesellschaft unterstützt, die mit uns gemeinsam eine hochkonzentrierte Strategie entwickelten, deren Schwerpunkt auf unseren hochwertigen US-Unternehmen liegt. Diese Konzentration spiegelt die Überzeugung des Portfolios wider.“

Was unterscheidet die Strategie von Mitbewerbern?

„Es gibt fünf Punkte, die für unsere Strategie sprechen: hoher Active Share, der auf einer echten Überzeugung hinsichtlich der ausgewählten Aktien basiert. Wir legen den Fokus auf Qualität mit soliden Bilanzen und starker Cash-Flow-Generierung. Wir haben ein stabiles und erfahrenes Investmentteam und machen das gesamte fundamentale Research hausintern. Darüber hinaus sind die Entscheidungsprozesse transparent und wiederholbar.“

Was waren die größten Erfolge des Fonds in den letzten Jahren?

„Einer unserer größten Erfolge der letzten Jahre war das frühzeitige Engagement in transformativen Technologien, darunter eine frühzeitige, von starker Überzeugung getragene Positionierung in Unternehmen wie Nvidia und Lam Research, die massiv vom Wachstum der KI profitiert haben. Das Team bewies Disziplin, indem es Positionen in Unternehmen wie Meta und Alphabet auch in Zeiten von Marktvolatilität hielt, wodurch sich diese erholen und wesentlich zu unseren Renditen beitragen konnten. Darüber hinaus hat unsere Investition in Eli Lilly, die durch das Wachstum von GLP-1-Präparaten getrieben wurde, einen bemerkenswerten Beitrag zu unseren Erfolgen geleistet.“

Was waren für Sie die wichtigsten Lektionen aus den letzten Jahren?

„Überzeugung ist wichtig. Wenn die Märkte den Aktienkurs eines Unternehmens abstrafen aber wir aufgrund unserer Fundamentalanalyse vom Wert überzeugt sind, gilt es das Rauschen zu ignorieren und die Position zu halten oder sogar aufzustocken“

Markteinschätzung und Zukunftsaussichten

Welche Trends und Entwicklungen sehen Sie für die kommen den Jahre?

„Wir glauben, dass künstliche Intelligenz das nächste große Paradigma in der Datenverarbeitung darstellt, mit Auswirkungen weit über den Technologiesektor hinaus. KI wird Produktivitätssteigerungen vorantreiben, Geschäftsmodelle neu gestalten und neue Wettbewerbsvorteile in verschiedenen Branchen schaffen, darunter im Gesundheitswesen, bei Finanzdienstleistungen, in der Fertigung und bei Verbraucherdienstleistungen.“

Welche Chancen und Risiken sehen Sie für den Fonds in der Zukunft?

„Die USA bleiben weltweit führend im Bereich Innovation und verfügen über eine starke Pipeline an aufstrebenden Unternehmen in verschiedenen Sektoren, die das langfristige Wachstum vorantreiben dürften. Wir sehen zudem Chancen in einer möglichen Erholung der Konsumausgaben bei nachlassender Inflation sowie in einer allmählichen Erholung des US-Immobilienmarktes. Zu den Hauptrisiken zählen anhaltende Inflation, längerfristig höhere Zinsen sowie allgemeine makroökonomische oder geopolitische Unsicherheiten, die Druck auf die Bewertungen ausüben und die Marktvolatilität erhöhen könnten.“

Welchen Rat würden Sie aktuellen und potenziellen Anlegern geben?

„Anleger sollten Marktvolatilität erwarten und akzeptieren, wachsam bleiben und sich auf die Signale statt auf das Rauschen konzentrieren. Indem sie eine langfristige Perspektive beibehalten und sich auf fundamentale Treiber konzentrieren, können Anleger kurzfristige Schwankungen meistern und gleichzeitig vom Zinseszinseffekt hochwertiger US-Aktien profitieren“.

Performance

Der Fonds selbst wurde erst im Sommer 2023 lanciert, die Strategie dahinter ist aber mehr als 10 Jahre alt und wurde in Mandatslösungen für Kunden umgesetzt. Auch der US-Anteil im World Stars Fonds wird mit dieser Strategie verwaltet. Im Chart finden Sie daher die langfristigen Daten der Mandatslösungen gegen den MSCI USA Total Return Index. Bitte beachten Sie, dass die Ergebnisse der Mandatslösungen als Total-Return-Ergebnis dargestellt werden, also ohne Kosten. Berücksichtigt man die Kosten mit einem Prozent p.a., können sich die Ergebnisse der Strategie sehen lassen. Über 3 Jahre liegt der Mehrwert gegenüber dem Index bei 23,2 %, über 5 Jahre bei 0,9 %, über 10 Jahre bei 153,2 % und seit Auflage bei fast 200 %. Langfristig weiß die Strategie durchaus zu überzeugen, wenn auch die Ergebnisse auf kurze Sicht nicht ganz so stark sind.

Portfolio

In der per Ende April 2026 rund 80 Millionen USD großen Strategie ist man in 28 Titeln investiert. Größte Sektoren sind IT mit 27,50 %, zyklische Konsumgüter mit 20,20 % und Kommunikations-Dienstleister mit 16,80 %. Größte Titel sind Alphabet mit 8,70 %, Nvidia mit 8,60 % und Amazon mit 7,5 %. Im Vergleich zum MSCI USA ist man im Bereich Kommunikationsdienstleister, zyklische Konsumgüter und Financials übergewichtet, im Gegenzug bei IT-Bereich, bei Gebrauchsgütern und im Bereich Materials untergewichtet.

Fazit

Wer ein Engagement in US-Titeln sucht, sollte sich mit dieser Strategie beschäftigen. Dass am US-Markt weiterhin die sprichwörtliche Musik spielt, ist unbestritten. In manchen Bereichen sind die Bewertungen zwar ambitioniert, nichtsdestotrotz überzeugen die Unternehmenskennzahlen in vielen Fällen. Gerade für Anleger, die bisher eher defensiv, europalastig oder bislang nur mit passiven Strategien agieren, kann eine Position im J.Stern & Co. US Stars Equity Fund eine gute Ergänzung darstellen. Klar muss aber sein: Ein etwas längerer Atem schadet bei einer solch konzentrierten Strategie auf keinen Fall.

Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.

Hier kann man den Fonds kaufen. Hier geht es zu den Konditionen