Yesterday, Tomorrow never knows, All you need is love

Yesterday

Yesterday, all my troubles seemed so far away. Doch der Krieg im Iran hat alles verändert. Da ruft der US-Präsident Hey Jude und schon hat das Mullah-Regime a hard day‘s night. Krieg Get Back im Nahen Osten und der steigende Ölpreis sorgt für Twist and Shout an den weltweiten Kapitalmärkten. An den Zapfsäulen lösen die Verbraucher ihr Ticket to Ride zu Höchstpreisen und verstehen intuitiv, dass die gemeldeten Inflationszahlen aus den USA von 2,4 % für den Februar in den kommenden Monaten nicht auf diesem Niveau bleiben werden.

Und wer bei seinem Energieverbrauch nicht Mother Nature´s Son ist, bekommt es mit der Angst zu tun. Help schallt es aus allen Ecken und Enden. I want to hold your hand denken sich die Politiker und geben weltweit 400 Millionen Barrel an strategischen Reserven frei. Man denkt doch allen Ernstes We can work it out, dabei reichen bei einem Tagesverbrauch von aktuell 100 Millionen Barrel diese Freigaben gerade einmal 4 Tage. Das begreift auch der Ölpreis, der mit einem Let it be darauf reagiert und weiter steigt.

Tomorrow never knows

Diese Woche gab es auch ein Come Together bei der deutschen Autoindustrie. Doch statt Drive my Car, appellierten die Verantwortlichen bei Porsche und VW Don´t let me Down. Die Ergebniszahlen ernüchternd und dort, wo es für deutsche Autobauer früher Strawberry Fields forever gab, existiert jetzt nur noch Tomorrow never knows.

Ganz anders in der Rüstungsindustrie, die Give Peace a chance abgeschafft hat und munter haussieren geht. Sogar Börsengänge in diesem Sektor sind wieder Mode, wie bei dem Yellow Submarine Ausstatter Gabler Group, die diese Woche wieder einmal gezeigt haben, dass Börsengänge, egal in welchem Sektor, keine Selbstläufer sind. Von wegen Happiness is a warm gun. Tech-Aktien aus den USA dagegen konnten diese Woche reüssieren, allen voran Oracle, dessen Ergebnisse wie Lucy in the Sky with diamonds stiegen. Anleger kreischen vereint: Please Please me! Insgesamt schwankt die Börsenrichtung ob der Unsicherheiten aber zwischen If I fell und Here comes the sun. Anleger fragen nach dem Here, There and Everywhere.

All you need is love

Ich möchte meinen Lesern aber Mut machen. Grundsätzlich gilt wie im Leben auch für die Börse: Can´t buy me love, aber ein You´ve got to hide your love away ist auch nicht notwendig. Die Börse ist langfristig eine Penny Lane und trotz gelegentlicher Day Tripper sinnvoll. Bekanntlich liegt der Gewinn im Einkauf und da sehe ich uns aktuell in der Night before, also wieder steigender Kurse. I feel fine, wenn ich auf die aktuellen Korrekturen schaue und sehe weniger Helter Skelter als I´m down.

Gerade wenn viele Mahner glauben It won´t be long, war es in der Vergangenheit besonders lohnend Long Long Long zu sein. Kostolany würde wohl den Beatles Song I´m only sleeping bevorzugen, ich antworte ihm mit I´ve got a feeling und der Aussicht Baby, you´re a rich man, wenn du die Long and winding road fährst. Genießen Sie weiterhin den Good Day Sunshine. In diesem Sinne rufe ich Ihnen zu: Yes it is, All you need ist love! Und sage für diese Woche Hello,Goodbye.

Ihr Volker Schilling




Wie lange liegt man am Aktienmarkt wirklich im Minus?

Viele Menschen zögern beim Investieren aus Angst, zum falschen Zeitpunkt einzusteigen. Doch wie groß ist dieses Risiko tatsächlich?

Der Kapitalmarktanalyst Pascal Kielkopf vom Multi Family Office HQ Trust hat dafür jeden Handelstag seit Januar 1972 ausgewertet. Für jeden möglichen Einstiegszeitpunkt berechnete er, wie lange ein Investor anschließend im Minus gewesen wäre. Die Analyse umfasst große Krisen wie den Dotcom-Crash, die Finanzkrise 2008 und den Corona-Einbruch. Aber auch zahlreiche kleinere Rückschläge, die heute kaum noch jemand erinnert.

Im Median nur zwei Tage im Minus

Das Ergebnis überrascht: „In den meisten Fällen war der Verlust erstaunlich kurz“, sagt Kielkopf. Im Median – also bei der Hälfte aller untersuchten Einstiegszeitpunkte – lag ein Anleger höchstens zwei Tage im Minus, bevor der Markt wieder über den Kaufkurs stieg.

In neun von zehn Fällen dauerte die Verlustphase maximal einen Monat. Wer drei Monate Geduld hatte, lag mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent bereits wieder im Plus.

Selbst bei sehr ungünstigem Timing blieben die Verlustphasen meist überschaubar. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent lag ihre maximale Dauer bei rund 3,3 Jahren. Der Negativrekord stammt aus der Dotcom-Blase: Wer am Höhepunkt im Jahr 2000 einstieg, musste 13,2 Jahre warten, bis er wieder im Plus war.

Dauerhaft im Plus dauert länger

In einem zweiten Szenario untersuchte Kielkopf, wann Anleger dauerhaft im Gewinn blieben – also ohne später noch einmal unter ihren Einstiegskurs zu fallen. Hier lag der Median bei rund 1,5 Jahren. In neun von zehn Fällen war dieser Punkt spätestens nach 9,6 Jahren erreicht. Die längsten Verlustphasen konzentrieren sich dabei auf wenige historische Krisen: die 1970er-Jahre, die Dotcom-Korrektur Anfang der 2000er und die Finanzkrise ab 2008. In vielen anderen Marktphasen fielen die Minusperioden dagegen vergleichsweise kurz aus.

Investiert bleiben statt auf den perfekten Moment warten

Was heißt das für Anleger in unsicheren Zeiten? Geopolitische Spannungen – etwa die aktuelle Lage im Iran – können die Märkte kurzfristig belasten, sagt Kielkopf. Die historische Entwicklung zeigt jedoch: Wer global breit streut, erlebt Verlustphasen meist nur kurz – selbst wenn die Nachrichtenlage dramatisch wirkt.

Die wichtigste Lehre lautet daher: Investiert bleiben. Wer aus Angst vor Schwankungen verkauft oder auf den perfekten Einstiegszeitpunkt wartet, riskiert eher, Chancen zu verpassen. Langfristig profitieren Anleger von der Widerstandskraft der Weltwirtschaft, die nach Krisen immer wieder die Basis für steigende Aktienmärkte bildet.

Ein Gastbeitrag von Maria Lentz, Autorin bei DAS INVESTMENT.

Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.




Ölpreise steigen wieder, Pilotenstreik bei Lufthansa, Porsche mit Gewinneinbruch

Ölpreise steigen wieder

Erneut haben die Sorge vor einer Eskalation im Persischen Golf die Ölpreise in die Höhe getrieben und die asiatischen Börsen am Donnerstag (12.03.2026) stark belastet. Nach Berichten über Angriffe auf Tanker und die Schließung von Ölterminals schossen die Rohölpreise um 9 Prozent auf über 100 US-Dollar je Barrel. Ein Niveau, das die Inflationssorgen weltweit anheizt und höhere Zinsen befürchten lässt. Die Ankündigung der Internationalen Energieagentur (IEA), 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freizugeben, konnte die Anleger nicht beruhigen. Am Devisenmarkt suchten nervöse Anleger Zuflucht im US-Dollar, während Währungen von Netto-Energieimporteuren unter Druck gerieten. An den Anleihenmärkten stiegen die Renditen weltweit, da Inflationsrisiken die Nachfrage nach sicheren Häfen überwogen. (Manager Magazin)

Pilotenstreik bei Lufthansa 

Am Morgen hat bei der Lufthansa ein Pilotenstreik begonnen, der zwei Tage dauern soll. Flugausfälle sind vor allem an den Drehkreuzen in München und Frankfurt zu erwarten. Das Unternehmen hat aber zugesichert, dass an beiden Streiktagen mindestens die Hälfte der geplanten Flüge stattfindet. Auf der Langstrecke könnten sogar 60 Prozent der Flüge (!) starten. Die Kabingewerkschaft Ufo hat die mehr als 5000 Piloten der Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen, der um Mitternacht beginnen sollte. (Spiegel Online)

Porsche mit Gewinneinbruch 

Größtenteils haben die Milliardenkosten für die Verbrenner-Verlängerung den Gewinn des Sportwagenbauers Porsche 2025 aufgezehrt. Das Ergebnis nach Steuern brach im Vergleich zum Vorjahr um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein, wie der Dax-Konzern mitteilte. 2024 hatten die Stuttgarter unter dem Strich noch fast 3,6 Milliarden verdient. Der operative Gewinn sackte um 92,7 Prozent auf 413 Millionen Euro ab. Porsche erwartet für das laufende Jahr wieder bessere Geschäfte. Die Beschäftigten müssen sich dennoch auf einen weiteren Stellenabbau gefasst machen. In welcher Größenordnung Stellen abgebaut werden sollten, ist noch unklar. (Der Tagesspiegel)




Clever diversifiziert mit Beteiligungsunternehmen
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Die Gründe für Unternehmensverkäufe sind so vielfältig wie strategisch – sie folgen jedoch stets dem Ziel, Kapital effizienter einzusetzen und langfristig Wert zu schaffen.

Kapitalallokation und Reinvestition

Beteiligungsgesellschaften lenken Kapital gezielt in renditestärkere Segmente um. Durch den Verkauf reifer Beteiligungen wird Liquidität geschaffen, die in wachstumsstärkere oder strategisch relevante Bereiche reinvestiert werden kann.

Nutzung günstiger Bewertungsfenster

Exits erfolgen häufig, wenn Marktphasen und Bewertungsmultiples besonders attraktiv sind, so lassen sich hohe Gewinne realisieren. 

Risikomanagement und Portfoliobereinigung

Verkäufe dienen auch der Reduktion von Klumpenrisiken und geopolitischen Abhängigkeiten sowie zur Portfoliofokussierung.

Kapitalfreisetzung und Aktionärsrendite

Gezielte Teilverkäufe ermöglichen die Finanzierung von Aktienrückkäufen oder neuen Investitionen und signalisieren Kapitaldisziplin.

Shareholder Value und strategische Glaubwürdigkeit

Aktive Portfoliosteuerung stärkt das Vertrauen der Investoren und verdeutlicht eine langfristig orientierte, selektive Investmentstrategie. Exits sind somit kein Selbstzweck, sondern Ausdruck einer aktiven, werteorientierten Kapitalallokation, die kurzfristige Marktchancen mit langfristiger strategischer Klarheit verbindet. Sie dienen bei börsennotierten Beteiligungsunternehmen in der Regel nicht der kurzfristigen Gewinnmitnahme, sondern der gezielten strategischen Kapitalrotation. Anders als klassische Private-Equity-Fonds haben Beteiligungsunternehmen zumeist gar keinen Exitdruck, was flexiblere Strategien erlaubt.

Exit-Arten und Einordnung der Exit-Mechanismen

Trade Sale: Verkauf an strategische Käufer.

IPO / Spin-off: Eigenständige Börsennotierung zur Werthebung (z. B. Ferrari durch Exor).

Secondary Sale: Beteiligungsverkauf an andere Finanzinvestoren.

Management Buyout / Buy-in: Übergabe an Management, typisch bei kleineren Portfolios.

Teil-Exit / Earn-Out: schrittweise Desinvestition, Kapitalrecycling.

Share Buybacks: indirekter Exit durch Kapitalrückführung an Aktionäre.

Fazit: Exits als Ausdruck kapitaldisziplinierter Langfriststrategie

In einer Welt voller Unsicherheiten bleibt Kapitalallokation die eigentliche Kunst – und die besten Holdings ihre Künstler: Exits sind kein Endpunkt, sondern Teil des kontinuierlichen Kapitalzyklus. Börsennotierte Beteiligungsunternehmen sind attraktive Investments, da sie Flexibilität, Expertise und Langfristfokus kombinieren. Die künftige Wertentwicklung wird maßgeblich geprägt durch das Zinsumfeld, strikte Bewertungsdisziplin und eine gezielte technologische Reallokation.

Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.




In Krisenzeiten rücken Energie und Metalle in den Fokus

Krieg in Nahen Osten sorgt für Unsicherheit 

Der Konflikt im Nahen Osten eskalierte am Wochenende, als die USA und Israel eine koordinierte Militäroperation gegen iranische Ziele durchführten, bei der auch zentrale Führungspersonen des Regimes ausgeschaltet werden konnten. Der Iran reagierte jedoch umgehend mit Gegenangriffen, Attacken auf Schiffe sowie einer faktischen Sperrung der Straße von Hormus. Große Reedereien stellten Fahrten ein, während sich die Tanker in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) vor Fudschaira stauen. 

Rohstoffpreise ziehen kräftig an

Die Preise an den Energiemärkten reagierten bereits in den ersten Handelsminuten der neuen Woche mit Sprüngen von über zehn Prozent und auch an den Tankstellen verteuerte sich der Sprit deutlich. Für den globalen Energiemarkt ist das Kriegsumfeld im Nahen Osten brisant: Rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte und erhebliche LNG‑Mengen passieren die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman auf der arabischen Halbinsel. So verwundert es nicht, dass die Sperrung der Hormus‑Passage die Risikoprämie bei Öl‑ und Gas steigen lässt. Eine Erhöhung der Fördermenge, wie von der OPEC bereits für April angekündigt, könnte Preisschocks mittelfristig zwar dämpfen, kurzfristig ist jedoch mit weiteren Preisanstiegen zu rechnen.

Vor allem dann, wenn sich tatsächlich Lieferengpässe einstellen. Auch historisch verliefen solche Schocks sehr volatil. Analysten warnen bereits, dass eine länger anhaltende Blockade den Ölpreis sogar über 100 USD treiben könnte. Parallel bleiben Metalle wie Kupfer (Elektrifizierung, Netzausbau, Rechenzentren) und Edelmetalle wie Gold und Silber (Absicherung) auch strukturell gefragt – trotz konjunktureller Schwankungen. 

Zugang zu Energie‑ und Metall‑Futures – mit Roll‑Optimierung

Der BNP Paribas Easy Energy & Metals Enhanced Roll (Acc) verfügt über ein diversifiziertes Rohstoff-Exposure, mit dem die Energie‑ und Metall‑Zyklen gemeinsam abgebildet werden. Dazu wird der BNP Paribas Energy & Metals Enhanced Roll (TR) Index abgebildet. Der Index investiert long‑only in ausgewählte Rohstoff‑Futures aus drei Segmenten: Energie, Industriemetalle und Edelmetalle – ohne Agrar‑ und Viehbestandteile.

Die Replikation des Index erfolgt im ETF synthetisch (Swap‑basiert) mit dem Ziel, einen geringen Tracking‑Error zu dem Korb aus Rohstoff-Futures zu halten. Die Erträge des bereits im April 2016 in Luxemburg aufgelegten ETF werden thesauriert. Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei 0,40 Prozent pro Jahr und das Fondsvolumen beträgt gut 190 Millionen Euro.

Portfolio‑Charakteristika: Konzentriert, aber diversifiziert über Segmente

Der Referenzindex umfasste zuletzt rund 40 Rohstoff-Terminkontrakte, gewichtet und limitiert nach festgelegten Kappungsregeln. Auf Tagesbasis besteht eine Höchstgrenze von 35 Prozent für die größte Indexkomponente und von 20 Prozent für die übrigen Bestandteile. In der jüngsten Zusammensetzung zählen vor allem Gold, Silber, Brent‑Rohöl, Erdgas‑Fälligkeiten und Kupfer (LME) zu den größten Positionen. Die Allokationen verschieben sich allerdings dynamisch entlang der jeweiligen Terminstruktur und Marktliquidität. 

Besonderheit: Rolloprimierung – der strategische Vorteil

Futures-basierte Rohstoff-ETFs wie der BNP Paribas Easy Energy & Metals Enhanced Roll müssen regelmäßig die auslaufenden Kontrakte „rollen“. Dabei können im sogenannten Contango Verluste entstehen, da die neuen, später fälligen Future Kontrakte teurer sind als die auslaufenden Kontrakte. So entstehen regelmäßig Rollverluste. Der Enhanced‑Roll‑Index reduziert diese, indem er alternative Fälligkeiten wählt und die Carry-Kosten darüber minimiert.

In der Backwardation hingegen können Rollgewinne gezielt genutzt werden, wenn die neuen Futures günstiger sind als die auslaufenden Kontrakte. In Krisenphasen neigen Energie-Futures oftmals zur Backwardation, womit Rollgewinne möglich sind. Häufig geschieht das bei knappen Rohstoffen oder gestörter Versorgung. Der BNP ETF nutzt über den Enhanced-Roll Ansatz mittlere Fälligkeiten, um Kurvenverformungen effizienter auszuschöpfen. In ruhigen Contango‑Phasen hingegen können Rollverluste darüber reduziert, aber nicht komplett eliminiert werden.

Fazit: 

Der Energiesektor reagiert besonders stark auf geopolitische Krisen und Schocks. Die Sperrung der Straße von Hormus erhöht die Risikoprämie bei Öl und Gas wovon der BNP-Rohstoff-ETF besonders profitiert. Metalle wie Kupfer profitieren strukturell von der Elektrifizierung, trotz kurzfristiger Unsicherheiten und Edelmetalle wie Gold und Silber gelten als sicherer Hafen in Krisenzeiten.

Dies macht das kombinierte Exposure aus Energie & Metallen beim BNP Paribas Easy Energy & Metals Enhanced Roll besonders interessant. Wichtig ist allerdings, dass Anlegerinnen und Anleger sich vor einem Investment ausführlich mit der Funktionsweise der Future-Rolls auseinandersetzen, um die Ergebnisse später auch nachvollziehen zu können. Denn grundsätzlich ist in der Anlageklasse Rohstoffe eine höhere Volatilität einzuplanen. Der Zeithorizont eines Investments sollte daher eher mittel‑ bis langfristig sein.

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VW-Gewinn um die Hälfte gebrochen, Gaspreise verdoppelt, Kahlschlag in Metall- und Elektroindustrie

VW-Gewinn um die Hälfte eingebrochen

Im vergangenen Jahr ist der Gewinn des Volkswagen-Konzerns fast um die Hälfte eingebrochen. Das teilte Europas größter Autobauer am Dienstag (10.03.2026) mit. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken. Auch der Umsatz war demnach niedriger als noch im Jahr davor, er ist um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro gesunken. Die Dividenden soll mit 5,26 Euro je Vorzugsaktie 17 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen. Für das laufende Jahr rechnen die Wolfsburger mit einem Umsatzplus von bis zu drei Prozent. Auch die operative Rendite soll bis zu 5,5 Prozent steigen, was eine deutliche Verbesserung zu den 2,8 Prozent im vergangenen Jahr darstellen würde. (Spiegel Online)

Gaspreise verdoppelt 

Wegen des Kriegs im Nahen Osten hat sich der Preis für europäisches Erdgas stark erhöht. An der Börse in Amsterdam sprang die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zum Handelsbeginn um rund 30 Prozent auf 69,50 Euro je Megawattstunde (MWh) nach oben. Im frühen Handel ist der Preis wieder teilweise zurückgefallen, auf 61,80 Euro. Das sind immer noch etwa 16 Prozent mehr als am Freitag (06.03.2026). Mit dem aktuellen Preisanstieg hat sich europäisches Erdgas seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran vor mehr als einer Woche etwa verdoppelt. (Manager Magazin)

Kahlschlag in Metall- und Elektroindustrie

In diesem Jahr (2026) erwartet der Arbeitgeberverband Gesamtmetall den Abbau von bis zu 150.000 Stellen in der Metall- und Elektroindustrie. Der Hintergrund: Der Standort Deutschland habe ein Kostenproblem. Aktuell sei die gesamte Branche unter 3,8 Millionen Beschäftigte gefallen. Das habe es zuletzt 2015 gegeben. Der Verbandschef Oliver Zander fordert Reformen  – etwa ein höheres Renteneintrittsalter. (Der Tagesspiegel)




Anders als Andere: Der Oberbanscheidt Global Flexibel UI

Der Oberbanscheidt Global Flexibel im Überblick:

Globaler, benchmarkfreier Mischfonds mit flexibler Allokation

Aktienquote flexibel zwischen 25 % und 100 %

Klarer Value-Schwerpunkt mit Core-Satellite-Ansatz

Kein Einsatz von Hedgefonds, Private Equity oder Krypto

Strikte Einzeltitelbegrenzung von rund 3–4 % je Position

Aktives Durations- und Risikomanagement im Rentenbereich

Europäischer Schwerpunkt mit bewusster Untergewichtung der USA

Strukturierter Anlageausschuss: Entscheidungen im Dreiergremium mit 2:1-Mehrheit

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Ölpreis über 100 US-Dollar, Deutschlands Waffenexporte, Geldvermögen ungleich verteilt

Ölpreis über 100 US-Dollar

Infolge des Iran-Kriegs ist der Ölpreis erstmals seit Jahren wieder auf über 100 US-Dollar angestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze um fast 20 Prozent auf 111,04 US-Dollar. Die Furcht vor Lieferengpässen, steigender Inflation und höheren Zinsen ließ die Anleger aus Aktien flüchten und trieb sie in den als sicher geltenden US-Dollar. An der Wall Street deuteten die Terminkontrakte auf einen schwachen Start hin. (Manager Magazin)

Deutschlands Waffenexporte

In den vergangenen fünf Jahren hat Deutschland seine Rolle als weltweiter Waffenexporteur deutlich ausgebaut. Die Bundesrepublik rückte im Zeitraum von 2021 bis 2025 in der Rangliste der wichtigsten Exporteure schwerer Waffen vom fünften auf den vierten Platz vor und überholte damit China. Deutschland kam im Zeitraum 2021 bis 2025 auf einen Anteil von 5,7 Prozent an den weltweiten Waffenexporten. Unter den europäischen Verbündeten Deutschlands steigerten Polen  und Italien (plus 157 Prozent) ihre Waffenexporte besonders stark. Italien ist nun weltweit sechstgrößter Waffenexporteur. (Spiegel Online)

Geldvermögen ungleich verteilt 

In Deutschland steigt das Geldvermögen der Menschen. Doch mehr als ein Viertel der privaten Haushalte verfügt nach eigenen Angaben über keinerlei Ersparnisse (!). 27 Prozent der 1007 Befragten gaben in einer Ipsos-Erhebung für die Direktbank ING an, kein Geld auf der hohen Kante zu haben. Bei der Umfrage zuvor lag der Anteil noch etwas niedriger bei 23,5 Prozent. Zugleich sank der Anteil der Sparerinnen und Sparer von 70,7 Prozent bei der Umfrage 2024 auf 63,7 Prozent bei der Erhebung im Dezember 2025. Das gewaltige Geldvermögen in Deutschland ist nach früheren Angaben der Bundesbank ungleich verteilt. Etwa die Hälfte entfällt auf die vermögendsten zehn Prozent: etwa vier Millionen Haushalte. am unteren Ende der Skala finden sich laut Bundesbank etwa 20 Millionen Haushalte, auf die nur acht Prozent des Geldvermögens entfällt. (Der Tagesspiegel)




Asien-Pazifik als Renditetreiber: KI, Reformen und Lieferketten: das Investment-Update für 2026

Im Gespräch erklärt Portfolio Advisor Christoph Schmidbauer von apano Investments, worauf es 2026 als „Jahr der harten Fakten“ ankommt: Welche Signale liefern Gewinne und Bewertungen – und welche Länder-Storys stechen heraus (Japan, Südkorea, Indien, China, Australien, Vietnam)?




De Bello Persico, De Re Publica, Metamorphoses

De Bello Persico

O tempora, o mores! Schon Cicero beanstandete in seiner Exklamation den Zustand der Welt. Das war 63 vor Christus. Knapp 2090 Jahre später überschreitet Donald Caesar Trump den Rubikon und beginnt damit den Bello Persico. Dass er sich als ein Caesar in seinem Lande sieht und mit den Cäsaren aus Russia und Sina eine „Teile und herrsche“-Politik betreibt, ist nichts Neues. Divide et impera scheint aber auch für den Umgang mit Judea zu gelten. Kurzum, alea jacta est, der Würfel ist gefallen. Trump wird, entgegen seinen eigenen Wahlaussagen und Versprechen an sein Volk, Feldherr statt der versprochenen Friedenstaube.

Der Vizepräsident, ebenfalls als Friedensengel an der Seite Trumps gestartet, hat schon einmal seinen Namen von James Donald Bowman auf James David, kurz JD, geändert, aber auszuschließen ist es nicht, dass er nicht auch mit dem Namen James Brutus Vance liebäugelt. Ganz nach dem Motto, wie Caesar es formuliert hat: Ich liebe den Verrat, hasse aber den Verräter. Caesar Trump dagegen und vor allem sein bellizistischer Minister Hegseth skandieren inzwischen breitbeinig vor der Camera Obscura: Veni, Vidi, Vici. Ich würde sagen: Libenter homines id, quod volunt, credunt: Die Menschen glauben gerne das, was sie sich wünschen. Kommen wir von Caesar zu Cicero:

De Re Publica

In seinen sechs Büchern zum Gemeinwesen legte Cicero den Grundstein zum Verständnis des heutigen Staatswesens. Und schon Cicero beschreibt, wie Könige zu Tyrannen werden, die durch Aristokraten gestürzt werden, welche wiederum zu einer Clique verkommen, bis das Volk die Macht übernimmt, was oft in Anarchie endet und erneut nach einem Führer verlangt. Diese Woche werden wir Zeugen dieser möglichen Ereignisse. Cicero hat aber auch in seinem Werk „De Officiis“ Gedanken zu einem gerechten Krieg formuliert und gilt damit als wichtiger Vorläufer des heutigen Völkerrechts, doch erst Hugo Grotius formte daraus in seinem Werk „De Iure Belli Ac Pacis“ 1625 so etwas wie den eigentlichen Ursprung eines modernen Völkerrechtes.

Was ich damit sagen will: Universelle Definitionen sind dehnbar und ganz nach Ciceros legendärem Satz „errare humanum est“ werden Grundlagen auch wieder neu geschrieben, meist nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Im besten Falle eine bessere Version der bisherigen Variante. Klingt zu blauäugig? Dum spiro, spero, solange ich atme, hoffe ich. Die Börsen in dieser Woche haben jedenfalls einen deutlichen Wandel vollzogen, oder wie Ovid sagen würde:

Metamorphoses

In seinem Werk „Die Metamorphosen“ schrieb Ovid: Labitur occulte fallitque volatilis aetas, unbemerkt entgleitet und täuscht uns die flüchtige Zeit. Da wird der Ölpreis auf einmal zum sicheren Hafen und das Gold geht in den Abverkauf. Da stürzen die Aktien von Airlines ab und Tech-Aktien reüssieren. Die geopolitischen Unsicherheiten steigern aber der Volatilitätsmesser VIX nicht. Anleger auf einmal in Anlagenöten, ohne zu wissen warum.

Diese Woche galt an den Börsen mehr denn je mein absolutes lateinisches Lieblingszitat, welches ebenfalls von Ovid stammt: Quidquid agis, prudenter agas et respice finem, Was auch immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende. Apropos Ende, mit diesem Hexameter verabschiede ich mich von Ihnen in dieser Woche, aber nicht ohne darauf hinzuweisen, dass der Frühling vor der Türe steht oder um es mit den Worten der Carmina Burana von Carl Orff zu sagen: Ecce gratum et optatum ver reducit gaudia, purpuratum floret pratum, sol serenat omnia. Seht, der angenehme und ersehnte Frühling bringt die Freude zurück, purpurrot blüht die Wiese, die Sonne erheitert alles. Genießen Sie die warme Frühlingssonne.

Ihr Volker Schilling




Senkung der Gastro-Mehrwertsteuer kaum spürbar, Spargelzeit, Lufthansa mit Gewinnplus

Senkung der Gastro-Mehrwertsteuer kaum spürbar

Einer großen Datenerhebung zufolge sind nach der Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie die Preise leicht gesunken. Der vom Datenspezialisten Meoton ermittelte Preiseindex für Speisen lag Mitte Februar 2026 bei 99,6 im Vergleich zu 100 im Dezember 2025. Meoton erhebt KI-gestützte Daten zur Gastronomie. Für die Analyse wurden mehr als 200.000 Preise von mehr als 30.000 Betrieben in Deutschland ausgewertet. Bemerkenswert ist, dass ohne die steuerliche Entlastung die Preise ind er Gastronomie heute vermutlich deutlich höher wären. (Spiegel Online)

Spargelzeit 

Bald können sich dank des Frühlingswetters die Konsumenten auf den ersten Spargel freuen. Mit den ersten Spargelstangen ist bereits Mitte März 2026 im Südwesten Deutschlands zu rechnen, so der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeerbauern in Bruchsal. Nennenswerte Erntemengen wird es demnach von 20. März 2026 an geben. Angesichts des trockenen Herbstes und sehr kalter Wintertage konnten die Pflanzen dem Verband zufolge viel Energie einlagern. Außerdem müssten dieses Jahr Verbraucherinnen und Verbraucher nicht mehr Horrorpreisen rechnen. Die Preise sollen weitgehend stabil bleiben. Der Sonntagsspargel in allerbester Qualität koste mehr, aber nicht über 20 Euro pro Kilogramm. (Der Tagesspiegel)

Lufthansa mit Gewinnplus

Nach einem ersten Krisenjahr ist die Lufthansa bei der Verbesserung des Gewinns 2025 dank eines stabileren Flugbetriebs vorangekommen. Das bereinigte Betriebsergebnis stieg um 19 Prozent auf 1,96 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag (06.03.2026) in Frankfurt mitteilte. Bei einem Rekordumsatz von 39,6 Milliarden Euro (plus 5 Prozent), legte die Rendite um einen halben Prozentpunkt auf 4,9 Prozent zu. Für 2026 stelle Vorstandschef Carsten Spohr trotz der Verwerfungen durch den Iran-Krieg eine weitere deutliche Steigerung in Aussicht. Zu dem Gewinnanstieg soll das laufende Sparprogramm bei der Kernmarke Lufthansa Airlines beitragen. (Manager Magazin)




Iran-Krieg bremst Dax, Eier-Knappheit, Massive Folgen für deutsche Wirtschaft

Iran-Krieg bremst Dax

Am Donnerstag (05.03.2026) dürfte sich die Erholung am deutschen Aktienmarkt nicht fortsetzen. Der Krieg im Nahen Osten zieht mit neuen Angriffen immer weitere Kreise. Das dürfte Investoren von Aktienkäufen abhalten, zumal auch die Preise für Öl und Gas wieder steigen. Der X-Dax signalisierte rund eine Stunde vor Handelsbeginn einen 0,3 Prozent schwächeren Dax bei 24.133 Punkten. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx50 dürfte nachgeben. (Manager Magazin)

Eier-Knappheit

Derzeit sind die Eierregale in Supermärkten und Discountern nicht so gut gefüllt wie gewohnt. Einzelne Sorten fehlen, die Auswahl ist mancherorts eingeschränkt. Die Branche spricht angesichts dessen von einer angespannten, aber stabilen Lage. Man stehe im engen Austausch mit Lieferanten und sei flexibel aufgestellt, um die Versorgung zu gewährleisten. Der Bundesverband der Deutschen Lebensmittelhandels erklärte, die Versorgung sei wieder stabil. Auch Marktexperten sehen keine Krise. (Spiegel Online)

Massive Folgen für deutsche Wirtschaft 

Nach Einschätzung von IW-Wirtschaftsforschern hätte ein weiter steigender Ölpreis erheblichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Für den Fall, dass der Ölpreis der Sorte Brent auf 100 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) ansteigt, rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent im Jahr 2026 und 0,6 Prozent 2027 geringer ausfällt. Insgesamt wäre das den Angaben nach ein Verlust an gesamtwirtschaftlicher Leistung von real etwa 40 Milliarden Euro über zwei Jahre. Die Verbraucherpreise wären 2026 um 0,8 Prozent und 2027 um 1,0 Prozent höher. Mehr dazu hier. (Der Tagesspiegel)




Medienkonzern Springer übernimmt Bisnow, Festhalten an Zolldeals, Teilzeitquote auf Höchststand

Medienkonzern Springer übernimmt Bisnow

Mehr Aktivitäten in den USA: Der deutsche Medienkonzern Axel Springer hat sein Portfolio erweitert. Springer teilte mit, dass sie das Unternehmen Bisnow erworben haben. Es stelle unter anderem Nachrichtenangebote für Immobilienanbieter bereit und veranstalte Events für diese Branche. Die Plattform erreiche mehr als 1,7 Millionen Abonnenten und veranstalte jährlich mehr als 400 Events in den USA, Kanada, Großbritannien und den Niederlanden. Zum Kaufpreis machte Springer keine Angaben. Springer hat seine Aktivitäten in den USA in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. (Spiegel Online)

Festhalten an Zolldeals

Seine Absicht zur Einführung eines weltweiten Zolls von 15 Prozent auf Importe in die USA hat US-Präsident Donald Trump bekräftigt. Und will demnach an der Mehrzahl der geschlossenen Deals mit anderen Ländern festhalten. Zudem untersuche seine Regierung weiter die Möglichkeit, unterschiedliche Zölle für unterschiedliche Länder zu erheben. so Trump beim bilateralen Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office. Seit vergangener Woche erhebt die US-Regierung auf viele Importe einen globalen Zoll in Höhe von 10 Prozent. Mehr dazu hier. (Manager Magazin)

Teilzeitquote auf Höchststand 

In Deutschland hat die Teilzeitbeschäftigung nach einer Berechnung von 2025 einen Höchststand erreicht. Allerdings arbeiteten die Teilzeitbeschäftigten in der Woche etwas mehr als im Vergleich zum Vorjahr, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitteilte. Damit blieb die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller Beschäftigten auf dem Niveau von 2024 und lag höher als in früheren Jahren. Die Zunahme begründet sich unter anderem dadurch, dass die Beschäftigung in Branchen mit einem hohen Teilzeitanteil, wie dem Gesundheits- und Sozialwesen, deutlich zugenommen hat. In Branchen mit einem hohen Vollzeitanteil wie der Industrie ging diese gleichzeitig zurück. (Der Tagesspiegel)




Handwerkskunst schlägt Komplexität

„Eine Strategie muss nicht kompliziert sein, um Erfolg zu haben!“ In den letzten Jahren haben komplexe Ansätze wie quantitative Modelle, KI oder Algorithmen das Fondsmanagement dominiert, doch sie erschweren Investoren das Verständnis. Die klassische Handwerkskunst bleibt relevant – wie beim Oberbanscheidt Global Flexibel UI R.

Der Vermögensverwalter

Oberbanscheidt & Cie. aus Kleve, dem westlichsten Vermögensverwalter Deutschlands, betreut seit 2003 mit 12 Mitarbeitern rund 500 Kunden an Standorten in Kleve, Düsseldorf und Krefeld. Die Firma verwaltet 610 Mio. € AuM und wurde mehrfach ausgezeichnet: Vermögensverwalter des Jahres 2019/2024 (Wirtschaftswoche), Top-Vermögensverwalter 2019–2025 (Capital) sowie Boutiquenfondsaward „Multi Asset ausgewogen“ 2024/2025.

Der Fonds und das Team

Der Fonds Oberbanscheidt Global Flexibel UI R (WKN A1T75R) wurde am 22.11.2013 aufgelegt und ist ein globaler Mischfonds, der als „Triple A Fonds – Anders als Andere“ firmiert. Er erhielt 5 Sterne von Morningstar und FWW sowie Note 1 von €uro Fonds. Als Visitenkarte für kleinere Mandate in der Vermögensverwaltung entstanden, leitet ein erfahrenes Trio das Portfolio: Andre Koppers (seit 2013), Marco Jansen (seit 2014) und Christian Köpp (seit 2016) – alle mit über 25 Jahren Markterfahrung. Entscheidungen fallen per 2:1-Mehrheit im Anlageausschuss für maximale Schnelligkeit.

Philosophie und Stärken

Das Management setzt auf Value-Investments in verständliche Unternehmen mit soliden Bilanzen und Dividenden – „Investieren nach alter Schule“. Der Baukasten umfasst Direktinvestments in Aktien und Anleihen, ETFs und Fonds, aber keine Hedgefonds, Private Equity, Krypto oder Derivate. Ziel ist es, zu zwei Dritteln an Aufschwüngen teilzuhaben und nur ein Drittel der Abwärtstrends mitzunehmen. Der Fokus liegt europäisch auf Large- und Mid-Caps, benchmark-frei mit aktiver Cash-Steuerung – ESG spielt keine Rolle.

Anlageprozess

Der Kern besteht aus stabilen Value-Basisinvestments, ergänzt um Themen wie Goldminen, Infrastruktur, Lachsfarmen oder kritische Infrastruktur. Aus einem breiten Universum wählt das Team nach Bewertung (Erträge, Dividenden, Buchwerte), News, Analystenmeinungen und Wettbewerbsvorteilen. Positionen werden sukzessive auf maximal 4% aufgebaut, das Portfolio laufend überwacht. Risikomanagement erfolgt primär über Allokation (25–100% Aktien), Futures nur kurzfristig; Währungen bleiben unbedeckt.

Rückblick auf Erfolge

Zu den Highlights zählen die frühe Investition in Rüstungstitel nach dem Ukraine-Krieg, der Shift zu Bau und Infrastruktur 2025 sowie Laufzeitenmanagement bei der Inflation 2022. Weitere Treffer: Lachsfarmen, kritische Infrastruktur und Goldminen ab September 2025. Trotz Gegenwind bei Zinsen und moralischen Bedenken blieb das Team seiner Philosophie treu. Lehre: „Einfache Strategien wirken – Krieg? Kaufe Waffen. Zinsen rauf? Kaufe Banken.“

Aktuelle Trends und Ausblick

Anleger erkennen zunehmend die Grenzen passiver MSCI-World-Produkte und drehen sich von US-Hypes weg, was breite Diversifikation begünstigt. Der Fonds profitiert mit Value-Kern plus Themen, europäisch und benchmark-frei. Risiken wie passive Dominanz werden durch die Kundenbasis abgefedert. Rat des Managements: „Investiert diversifizierend mit ‚Anders als Andere‘ – besser heute als morgen!“

Starke Performance

Seit Auflage übertrifft der Fonds den Kategorie-Durchschnitt. Per 06.02.2026: YTD +2,45% (Kat. -1,40%), 1 Jahr +19% (5,81%), 3 Jahre +14,46% p.a. (7,13%), 5 Jahre +9,24% p.a. (3,96%), 10 Jahre +7,03% p.a. (4,45%). 2022 fiel er mit -8,02% besser als der Kategorie-Durchschnitt (-12,16%). Niedrige Volatilität (7,62%) und starke Ratios zeichnen ihn aus; Treiber sind Allokation, Zinsmeinung und Themenfunde.

Portfolio-Zusammensetzung (03.02.2026)

Bei 187 Mio. € Volumen: 2% Cash, 45% Aktien (DE 15%, USA 4,2%, UK 3,3%; Branchen: Industrials 10,9%, Materials 10,8%, Energie 6,9%; Tech nur 4%; Top-Positionen: Rheinmetall 1,87%, BP 1,73%, Implenia 1,63% – 44 Titel). 53% Renten (Laufzeit 5,28 Jahre, Duration 2,4, Yield 4,16%; BBB+; DE 23%, FR 6%, NL 4%; Corporates 27% – 49 Anleihen).

Fazit

Das eingespielte Team aus Kleve überzeugt seit über 10 Jahren meisterhaft in klassischer, unabhängiger Mischfonds-Verwaltung. Abseits von Hypes und Indizes sorgt es für überdurchschnittliche Renditen bei niedriger Korrelation – ideal zur Diversifikation für Value-Enthusiasten oder passive Portfolios.

Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.

Hier kann man den Fonds kaufen. Hier geht es zu den Konditionen




Abschied von Warren Buffett mit Gewinnrückgang, Irankrieg trifft Flugreisende weltweit, Keine Bahn-Warnstreiks

Abschied von Warren Buffett mit Gewinnrückgang

Im vierten Quartal 2026 haben Abschreibungen und Firmenbeteiligungen und ein schwächelndes Versicherungsgeschäft den Gewinn der US-Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway im vierten Quartal 2026 gedrückt. Der operative Gewinn sei um 30 Prozent (!) auf 10,2 Milliarden US-Dollar gefallen, so das Unternehmen von Starinvestor Warren Buffett (95). Buffett hatte den Chefposten zum Jahreswechsel an seinen langjährigen Vertrauten Greg Abel (63) abgegeben, ist jedoch weiter Verwaltungsratsvorsitzender. Berkshire beendete das Jahr mit einer Barreserve von 373,3 Milliarden US-Dollar. (Manager Magazin)

Irankrieg trifft Flugreisende weltweit 

Mit seinen Angriffen hat der Iran auch die Flughäfen zahlreicher Luxus-Urlaubsziele auf der arabischen Halbinsel attackiert, die sonst als vergleichsweise sicher gelten. Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain entstand Sachschaden, auch der Flughafen in Abu Dhabi hat einen Einschlag gemeldet. Bei einem mutmaßlichen Angriff auf den auch bei vielen deutschen Urlaubern beliebten Airport der Metropole Dubai wurden wiederum vier Menschen verletzt. Der internationale Flugverkehr ist im Nahen Osten durch die Militärschläge und den Beginn des Irankriegs verbreitet schwer gestört. Wichtige Flughäfen, darunter Dubai als weltgrößtes Drehkreuz, war zwischenzeitlich komplett dicht. Allein hier werden sonst mehr als 1000 Flüge pro Tag abgewickelt. (Spiegel Online)

Keine Bahn-Warnstreiks

In den nächsten Monaten wird es bei der deutschen Bahn nicht zu Streiks kommen. Der Konzern und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben nach tagelangen Tarifverhandlungen in der Nacht zu Freitag (27.02.2026) eine Einigung erzielt. Die mit der GDL konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft (EVG) hat mit der Bahn noch einen Tarifvertrag bis Ende 2027 und kann daher ebenfalls in den nächsten Monaten nicht zu Arbeitskämpfen aufrufen. Es ist die erste Tarifrunde zwischen der Bahn und der GDL sei dem Jahr 2018, die ohne Arbeitskämpfe endet (!). Die Deutsche Bahn und die Lokführergesellsschaft haben sich bei ihren Tarifverhandlungen auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter geeinigt. (Der Tagesspiegel)