Musk hebt ab, Wachstum mit Warnsignal, Renten-Debatte läuft heiß
Musk hebt ab
SpaceX will im Juni an die Börse und könnte damit einen der größten Börsengänge der Geschichte hinlegen. Laut ZDFheute könnte der IPO rund 75 Milliarden Dollar einbringen, obwohl das Unternehmen zuletzt tiefrote Zahlen geschrieben hat: 2025 machte SpaceX bei 18,67 Milliarden Dollar Umsatz einen Verlust von fast 4,94 Milliarden Dollar. Der Grund sind vor allem die hohen Entwicklungskosten für die Riesenrakete Starship. Gleichzeitig bleibt Elon Musk auch nach dem Börsengang klar der Boss: Durch zwei Aktienklassen sichert er sich 85,1 Prozent der Stimmrechte. Für Anleger klingt SpaceX nach Zukunft, Mars und Satelliten-Internet, aber auch nach viel Risiko. Besonders wichtig ist Starlink, denn das Satelliten-Internet soll bereits rund 80 Prozent des Konzernumsatzes ausmachen. (ZDF)
Wachstum mit Warnsignal
Die deutsche Wirtschaft ist besser ins Jahr gestartet als befürchtet, aber wirklich stark sieht der Aufschwung nicht aus. Im ersten Quartal 2026 ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen. Geholfen haben vor allem die Exporte, die um 3,3 Prozent zulegten, unter anderem bei Chemie, Pharma und Metallen. Auch der Konsum stieg leicht. Gleichzeitig gingen Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge und Bau zurück. Das Problem: Der Iran-Krieg treibt Öl- und Energiepreise nach oben, belastet Verbraucher und Unternehmen und sorgt für Unsicherheit. Deshalb rechnen Bundeswirtschaftsministerium und Bundesbank schon im zweiten Quartal wieder mit einem Dämpfer. Die Erholung ist also da, aber sie steht auf wackligen Beinen. (Tagesspiegel)
Renten-Debatte läuft heiß
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will Frühverrentungsprogramme stoppen. Ihr Argument: Deutschland arbeitet im internationalen Vergleich zu wenig und könnte deshalb wirtschaftlich zurückfallen. Während Beschäftigte hier im Schnitt 1.337 Stunden pro Jahr arbeiten, sind es in China rund 2.000 Stunden. Deshalb fordert Reiche, das Arbeitsvolumen zu erhöhen und älteren Arbeitnehmern mehr Möglichkeiten zu geben, länger im Job zu bleiben. Die sogenannte Aktivrente sieht sie als ersten Schritt für Menschen, die über das gesetzliche Rentenalter hinaus weiterarbeiten wollen. Gleichzeitig fordert Reiche wegen der schwachen Konjunktur, die geplante Senkung der Körperschaftsteuer früher umzusetzen. Für junge Menschen ist die Debatte wichtig, weil es am Ende um die Zukunft von Arbeit, Rente und die Finanzierung des Sozialstaats geht. (Spiegel)