© Free-Photos | Pixabay
Andere bürgen

Kaution zu hoch - und trotzdem mieten! So gehts.

von Moritz Weinstock

Die Miete für deine neue Wohnung stellt kein Problem für dich dar, aber die Kaution ist einfach viel zu hoch? Dann ist eine Bürgschaft vielleicht genau das Richtige für dich.

Mietkautionen setzen sich in den meisten Fällen aus drei Nettomonatsmieten (Kaltmieten) zusammen. Wenn dein Objekt der Wahl aber ohnehin schon stark an deiner persönlichen Mietkostenobergrenze schrappt, dann kann die geforderte Kaution ein Totschlagargument sein. Wie du die Wohnung trotzdem anmieten kannst, zeigt dir unser Blick auf das Thema Mietkautionsbürgschaft.

Lass andere bürgen

Ein beliebter Weg, die geforderte Kaution für die neue Wohnung stemmen zu können, ist eine Mietkautionsbürgschaft. Das hört sich zunächst etwas komplizierter an, als es tatsächlich ist. Denn im Grunde genommen übernehmen einfach Andere die Zahlung deiner Kaution. Heißt also, sie bürgen zunächst für dich vor deinem Vermieter. Was du im Gegenzug dafür tun musst? Für den Service, den dir eine Vielzahl von Anbietern aber auch Versicherungen bieten, musst du monatliche oder jährliche Gebühren zahlen. Die sind aber nicht nur deutlich geringer als die eigentliche Kaution. Mit wenigen Euro pro Monat bzw. bis zu 200 Euro im Jahr (bei einer Kaution von 4.000 Euro), stellen sie nur einen Bruchteil dessen dar, was du sonst für die Kaution aufbringen hättest müssen.

Gib dein Erspartes für Wichtigeres aus

Mit einer Mietkautionsbürgschaft sparst du dir also zunächst die vielen hundert Euro, die du sonst nur zur Sicherheit an deinen Vermieter überweisen bzw. auf einem Kautionskonto hinterlegen müsstest. Gerade mit einem extra Konto fallen aber auch extra Kosten an, die du dir ebenfalls sparen kannst. Hast du aber einen Bürgen, so kannst du dein mühsam erspartes Geld zum Beispiel in eine neue Küche oder andere neue Möbelstücke investieren. Natürlich muss es sich um einen vertrauensvollen Bürgen handeln, außerdem muss dein Vermieter der Bürgschaft zustimmen.

Fazit

Trotzdem ergeben sich mit einer Mietkautionsbürgschaft für dich viele Vorteile. So musst du beispielsweise nicht mehr auf die Rückzahlung deiner alten Kaution warten, bis du ein neues Objekt anmieten kannst. Vermieter können sich übrigens bis zu einem Jahr lang Zeit lassen, dir deine ehemalige Kaution zurückzuzahlen. Abgesehen davon zahlst du erstmal einen kleinen Beitrag pro Monat bzw. einen etwas größeren Betrag (sollte nicht mehr als 100 Euro sein) pro Jahr, und dein Bürge stemmt den wirklich großen Brocken, die Kaution.

Aber Vorsicht! Denn was sich bei einer Bürgschaft erstmal positiv anhört, hat einen kleinen Haken. Die Gebühren, die du an den Bürgen zahlst, siehst du nämlich nie wieder. Wenn du aber selbst die Kaution stemmen kannst, bekommst du das Geld, wenn du die Wohnung nach deinem Auszug ordnungsgemäß hinterlässt, in voller Höhe wieder.

ein Artikel von
Moritz Weinstock
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.

Noch mehr Zaster